
Stehmeditation II | Balance, Zehenstand und Einbeinstand
Diese zweite Stehmeditation erweitert die Praxis um einfache Balance-Elemente wie den Zehenstand und den Einbeinstand. Auch hier steht das bewusste Erleben des Körpers im Vordergrund. Hier mit einem stärkeren Fokus auf Gleichgewicht, Stabilität und Körperwahrnehmung. Die Balanceübungen helfen dir, dein Körpergefühl zu verfeinern und gleichzeitig Spannungen im Körper frühzeitig wahrzunehmen. So kann sich eine wache, ruhige Präsenz entwickeln, die dich auch im Alltag unterstützt. Wie in der ersten Stehmeditation wird die Praxis Schritt für Schritt angeleitet. Zwischen den Übungen gibt es bewusste Momente der Stille, in denen du die Wirkung im beidbeinigen Stand nachspüren kannst. Wenn du das Thema 'Stehen' noch tiefer und in Ruhe vertiefen möchtest, lade ich dich herzlich ein zu meinem 5-Tagekurs „Die vergessene Kunst des Stehens“, der auf meinem Profil zu finden ist.
Transkription
Diese Anleitung ist eine Einladung,
Dein Gleichgewicht im Stehen bewusst zu erforschen.
Nicht als Sport,
Sondern als eine achtsame Körpermeditation.
Ohne Ziel.
Ohne Leistung,
So wie es für Dich gut ist.
Beginnen wir,
Komma,
Im Stehen.
Die Füße zu Hüftbreit auseinander.
Die Füße parallel nebeneinander.
Atme ruhig tief ein und gib ein Gefühl von Länge in deine ganze Körperrückseite.
Ausatmen,
Ohne einzusenken.
An,
In deine stehende Haltung.
Einatmend länger,
Ausatmend,
Entspannung im Stehen.
Dann spüre deine Füße Kontakt mit dem Boden und merke,
Wie das Gleichgewicht über beide Füße verteilt ist.
Nur spüre deine Waden,
Schienbeine,
Knie.
OBISCHENKE Beckenbereich öfter.
Unterrücken.
Oben anrücken.
Bauch und Brust.
Wie Schultern,
Arme und Hände.
Nacken und Kopf.
Spüre dein Körper im Stehen,
Dein atmender Körper,
So wie du hier jetzt stehst.
Atmen ruhig ein.
Und aus.
Dann für die erste Übung.
Und sehen es dann.
Verlagere das Gewicht langsam mehr nach vorne.
Den Zehen ballen.
Und dann kann Sanft heben die Fersen etwas vom Boden ab.
Balanciere so auf deinen Zehen.
Wenn es zu wackelig ist,
Nimm eine Hand an der Wand.
Oder fixiere mit deinem Blick ein Punkt auf Augenhöhe vor dir.
Und wenn es sehr leicht ist,
Kannst du auch mit Augen geschlossen im Zehenstand verweilen.
Auch hier atme,
Spüre.
Spüre die Aktivität,
Die Kraft in deinen Füßen und Unterschenkeln.
Waden.
Und wenn du wackelig wirst und wieder mit den Fersen auf den Boden kommst,
Kein Problem.
Einfach ruhig wieder Gewicht nach vorne,
Fersen abheben,
Fersenstand.
Vielleicht ist es sehr wackelig,
Vielleicht auch ruhig,
Entspannt fast.
Aber wichtig,
Atme,
Atme bewusst.
Und die Schultern und Gefergelenken auch entstehen dürfen.
Entspannt sein in dieser Haltung.
Und dann,
Wenn es reicht,
Ruhe,
Ich komme wieder zurück.
Im Zweibeinstand.
Füße auf den Matten.
Atme.
Und dann löse deine Haltung kurz.
Vielleicht magst du einige Bewegungen nehmen.
Die Beine schütteln,
Arme,
Schultern schütteln.
Wenn du soweit bist,
Komm zurück.
Im zweibeinigen Stand,
Füße hüftbreit auseinander,
Zehen parallel nach vorne,
Körper lang,
Aufgerichtet.
Die Füße geerdet,
Den Körper weit,
Lang.
Anwesend hier,
Jetzt.
Und dann für den Einbeinstand verlagere das Gewicht auf einen Fuß.
Hebe zuerst nur die Ferse vom freien Fuß,
Von der Matte hoch.
Und dann,
Wenn es geht,
Fuß ganz abheben.
Du kannst die Zehenspitzen so einige Zentimeter vom Boden hochheben,
Halten dort.
Und dann bist du einbeinig im Stehen.
Auch hier,
Wenn es wackelig ist,
Stabilisiere Dich mit einer Hand an der Wand oder mit Blick fixiert auf einen Punkt auf Augenhöhe vor Dir.
Und immer wenn du deine Balance verlierst.
.
.
Die Zehen vom freien Fuß sind nur wenige Zentimeter vom Boden entfernt.
Kannst immer die Zehenspitzen oder auch den ganzen Fuß auf dem Boden absetzen.
Erneut deine Balance finden.
Gewicht verlagern.
Fuß erneut abheben.
Ausprobieren.
Spielen.
Atmen.
Und dafür die andere Seite.
Ein Moment im Zweibeinigerstand zurückgehen.
Gewicht auf den anderen Fuß verlagern.
Fersen von feinem Fuß etwas von der Matte hoch und Fuß ganz abheben.
Balanciere.
Spieler mit dem Gleichgewicht.
Versuche dabei,
So etwas Spannung im Gesäß und Bauch zu halten,
Um dich zu stabilisieren.
Aber die Schultern am Hände dürfen entspannt sein.
Oder auch benutze die Arme als Balancer,
Flügel.
Ein paar Momente so verweilen im Einbeinstand.
Atmen.
Spüren.
Und dann kehre wieder im Zweibeinstand zurück.
Beide Füße auf dem Boden.
Spüre dein Gewicht.
Spüre deinen Atem.
Vielleicht nimmst du jetzt feiner wahr,
Wie dein Körper sich im Stehen ständig ausbalanciert.
Ganz von selbst,
Ohne Anstrengung.
Lass diese Übung,
Diese Erfahrung noch einen Moment nachklingen,
Bevor du dich wieder bewegst.
Und nimm dieses Gefühl von aufmerksamer Präsenz,
Erdung,
Mit in deinem weiteren Tag.
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