
Achtsames Essen
Mit dieser angeleiteten Übung kannst du achtsames Essen praktizieren. Ob zu Hause oder unterwegs — es ist immer schön, sich ganz bewusst auf die Nahrungsaufnahme zu fokussieren. Wenn du unterwegs bist, suche dir dafür einen Ort an dem du möglichst nicht angesprochen werden kannst und nutze Kopfhörer. Du wirst dich nach dieser Übung im Geiste frischer und fokussierter fühlen.
Transkription
Hallo und herzlich willkommen.
Schön,
Dass du dir einige Minuten Zeit für dich selbst nimmst und mit mir gemeinsam jetzt achtsames Essen praktizieren möchtest.
Egal wo du dich jetzt gerade befindest,
Ob du im Büro bist und dir im Pausenraum vielleicht ein stilles,
Mehr oder weniger stilles Eckchen gesucht hast und die Kopfhörer aufhast oder ob du dir bei schönem Wetter draußen einen Platz für dich gesucht hast,
Lade ich dich jetzt erstmal dazu ein,
Dich bei dir selbst zu bedanken,
Dass du dir einige Minuten hier für dich Zeit nimmst.
Der Eik-Tag ist ja oft so stressig und wir vergessen oft kleine Inseln der Ruhe einzubauen,
Die so viel bewirken können und uns dabei helfen wieder zu uns selbst zurückzufinden,
Uns auf uns selbst zu besinnen und damit einer ganz anderen Fokussiertheit den weiteren Tag bestreiten kannst.
Ja,
Setz dich jetzt erst einmal aufrecht hin und was auch immer du jetzt in den nächsten Minuten ganz achtsam verzehren möchtest,
Versuch das jetzt einmal mit einem Anfängergeist zu betrachten,
Was gerade vor dir liegt und noch nicht anfassen und noch nicht essen,
Sondern erst einmal das ganz bewusst anschauen,
Was dir jetzt geschenkt wurde und mal schauen,
Wie sieht die Oberfläche aus,
Wie ist die Struktur und dann schau mal ob du auch schon den Geruch wahrnehmen kannst,
Egal ob dein Essen jetzt kalt oder warm ist und schau mal,
Entweder führst du das Essen jetzt Richtung Nase oder beugst dich ein bisschen herunter und schaust einfach mal,
Ab wann du den Geruch wahrnimmst,
Wie nah du rangehen musst mit deiner Nase,
Um den Geruch wahrzunehmen und dann konzentrierst du dich kurz darauf,
Was du riechst und schau auch mal,
Was jetzt gerade für Gefühle aufkommen.
Ist es vielleicht Ungeduld,
Weil du Hunger hast,
Begierde,
Unruhe,
Vielleicht auch ein bisschen Aggression oder Wut,
Weil du dich fragst,
Wann du endlich zubeißen darfst.
Alles was da ist,
Darf da sein.
Einfach mit einem Anfängergeist zur Kenntnis nehmen und dich wieder auf das Objekt,
Auf dein Essen konzentrieren und jetzt schau mal,
Ob da was ist,
Was du vielleicht ein Stückchen von dem Essen in die Hand nehmen kannst,
Dass du ganz bewusst einmal fühlst,
Wie sich dein Essen anfühlt.
Wenn das möglich ist,
Dann such dir ein Stückchen aus und nimm es mal in die Hand und schau mal,
Ob du es zwischen Zeigefinger und Daumen ein bisschen hin und her bewegen kannst.
Wie fühlt sich das an,
An der Haut,
Wie es die Oberfläche wird schaffen,
Die Konsistenz und dann darfst du jetzt das Stückchen mal langsam an deinen Mund führen,
An deine Lippen.
Einfach kurz innehalten und mal fühlen,
Wie sich das anfühlt.
Ist es vielleicht kalt,
Warm,
Weich,
Hart.
Einfach zur Kenntnis nehmen und dich ganz darauf konzentrieren,
Was du gerade wahrnimmst.
Und dann darfst du jetzt den Bissen einmal auf deine Zunge legen.
Noch nicht kauen und auch noch nicht runterschlucken,
Sondern erst einmal ganz achtsam wahrnehmen,
Wie sich das eigentlich auf deiner Zunge anfühlt.
Und dann bewegt mal mit deiner Zunge das Stückchen im Mundraum herum und kannst auch gerne einmal würdigen,
Was die Zunge eigentlich für ein fantastisches Werkzeug ist.
Konzentrier dich ganz auf den Geschmack,
Der sich vielleicht jetzt in deinem Mundraum ausbreitet.
Schau mal,
Ob es genauso schmeckt,
Wie du erwartet hast.
Wie es sich anfühlt.
Kalt,
Weich,
Hart.
Und dann darfst du jetzt endlich einmal zubeißen und das Stückchen aber sehr gut kauen und zerkleinern,
Bevor du es dann hinunterschluckst.
Und schau auch mal,
Ob du diesen Schluckvorgang ganz bewusst wahrnehmen kannst,
Wie das Essen deine Kehle runterrutscht.
Vielleicht spürst du sogar,
Wie es im Magen landet.
Jetzt kannst du ganz achtsam damit beginnen,
Dein Essen zu genießen.
Und wenn deine Gedanken abschweifen,
Dann bring sie ganz liebevoll immer wieder zurück zu der Tätigkeit,
Die du gerade ausführst,
Nämlich Essen und zwar achtsam essen.
Dich ganz auf den Moment besinnen.
Und ich lade dich auch ein,
Einmal darüber nachzudenken,
Wie das Essen entstanden ist,
Was jetzt vor dir liegt.
Vielleicht hast du es dir selbst zubereitet und kannst Dankbarkeit empfinden,
Dass du dir die Zeit genommen hast,
Dir etwas selbst vorzubereiten,
Was du jetzt in der Mittagspause oder abends oder auch das Frühstück zu dir nimmst,
Dass du dir selbst etwas Gutes getan hast.
Vielleicht hast du das Essen aber auch gekauft und jemand anderes hat es für dich zubereitet,
Vielleicht auch mit den besten Intentionen.
Und es ist auch schön sich vorzustellen,
Woher die einzelnen Bestandteile kommen und zu überlegen,
Wie das Essen geerntet wurde,
Angebaut wurde,
Vielleicht mit viel Liebe,
Mit dem Ziel dich zu ernähren und dir auch Freude vielleicht damit zu bereiten.
Und dann immer wieder ganz achtsam das Essen aufnehmen und zum Mund führen.
Den Geruch dabei wahrnehmen,
Den ersten Kontakt an den Lippen,
Im Mund,
Der Vorgangs-Kauns,
Des Runterschluckens.
Und mal schauen,
Wie es dir dabei geht.
Vielleicht bist du jetzt schon etwas ruhiger geworden,
Weil du einfach den ersten Hunger jetzt schon stillen konntest.
Vielleicht ist da ein bisschen Freude,
Vielleicht auch Ruhe,
Weil du dir die Zeit nimmst,
Um ganz bewusst dieses Essen jetzt aufzunehmen,
Was dir weitere Energie für den Tag verschafft.
Und wenn die Gedanken abschweifen,
Dann tadele ich nicht dafür.
Die Aufgabe des Verstandes ist zu denken.
Aber wir können lernen,
Uns auf Dinge zu fokussieren,
Die uns gut tun und ihn trainieren,
Wie wir es jetzt tun,
Immer wieder im Hier und Jetzt anzukommen.
Es sind alles Meister,
Die üben.
Und deswegen immer ganz liebevoll und wohlwollend deine Gedanken einfach zurückbringen auf deine jetzige Tätigkeit und ganz achtsam weiter essen.
Vielleicht auch mal spüren,
Wenn du normalerweise ein schneller Esser bist,
Dass du jetzt durch diese Übung viel langsamer und intensiver diese Mahlzeit wahrnimmst.
Und mal schauen vielleicht,
Ob du auch irgendeine Veränderung spürst,
Was dir besser tut.
Vielleicht merkst du jetzt schon,
Wie schön es eigentlich ist,
Sich einige Minuten am Tag Zeit zu nehmen,
Um die Nahrungsaufnahme auch ganz bewusst zu gestalten und auch ganz bewusst als Möglichkeit zu sehen,
Bei dir zu sein,
Dich zu fokussieren auf die einfachen und schönen Dinge des Lebens.
Ja und wenn du möchtest,
Kannst du dir gern jetzt zum Abschluss der Übung noch einmal danken,
Dass du dir die Zeit genommen hast.
Vielleicht auch das erste Mal diese Übung gemacht hast.
Beobachte auch mal,
Wie du dich jetzt fühlst nach dem achtsamen Essen und schau mal,
Ob du jetzt vielleicht sogar ein bisschen fokussierter an den Rest des Tages jetzt auch fortsetzt und kannst auch mal schauen,
Ob du es schaffst,
Das Gefühl jetzt noch ein bisschen nachklingen zu lassen und deine weiteren Tätigkeiten jetzt auch etwas fokussierter zu erledigen.
Dankeschön,
Dass du die Meditation dir angehört hast und noch einen schönen Tag.
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