
Geführte Meditation: Traurigkeit
Diese geführte Meditation bietet dir die Möglichkeit, dich um deine Traurigkeit zu kümmern. Du kannst so tief gehen, wie du möchtest oder dir das Gefühl erstmal als Beobachter*in anschauen. Keine Traurigkeit ist einfach so da, sie möchte dir eine Wahrheit zeigen, die du bis jetzt noch nicht gesehen hast. Vielleicht findest du mit dieser geführten Meditation ein neues Puzzlestück, wonach du gesucht hast.
Transkription
Hallo und herzlich willkommen!
Ich bin Christine Karall und ich freue mich sehr,
Dass ich dich nun durch diese Meditation begleiten darf.
In dieser Meditation werden wir uns um ein bestimmtes Gefühl kümmern,
Uns mit einer Emotion beschäftigen und zwar mit der Traurigkeit.
Also,
Falls du traurig bist,
Traurigkeit empfindest und du bereit bist,
Dich darum zu kümmern,
Da mal genauer hinzugucken,
Dann ist das die Meditation für dich.
Traurig sein oder Traurigkeit,
Das ist ein ganz.
.
.
Da können sich manchmal noch mal andere Gefühle darunter nicht verstecken,
Sondern die können da mitmischen,
Beziehungsweise vielleicht kommst du noch mal genau drauf,
Welches Gefühl es genau ist.
Falls du jetzt merkst,
Nö,
Kein Bock,
Will ich nicht wissen,
Will ich nicht hinhören,
Absolut in Ordnung,
Dann beendest du das jetzt hier und du hörst dir eine andere Meditation an.
Gibt ja genug.
Wenn du sagst doch,
Ja,
Ich gucke mal,
Auch wenn ich gerade nicht so traurig bin,
Ich gucke mir das mal an,
Ich fühle mal rein,
Dann herzlich willkommen.
Bist du hier genau richtig.
Dann lade ich dich ein,
Dass du dich ganz bequem hinsetzt an einem Ort,
An dem du dich wohlfühlst.
Du kannst es dir auch gern richtig gemütlich machen,
Nimm dir vielleicht noch eine Decke,
Vor allem,
Wenn die Traurigkeit gerade präsent ist,
Mach es dir muckelig.
Kümmer dich um deine Geborgenheit.
Ja,
Genau.
Und dann lade ich dich ein,
Deine Augen zu schließen.
Und wir gehen mal mit der Aufmerksamkeit zu unserem Atem.
Nimm mal wahr,
Wie du ein- und ausatmest.
Ist es eine durchgehende Atembewegung oder stockt sie irgendwo?
Ist es irgendwo ein bisschen unangenehm?
Falls du Traurigkeit empfindest,
Spürst du das vielleicht auch im Brustraum oder im Halsbereich.
Und das kann deinen Atem und deine Atembewegung beeinflussen.
Und wir ändern jetzt erstmal nichts daran.
Erstmal wahrnehmen,
Ja.
Dich selbst wahrnehmen.
Deinen Atem wahrnehmen.
Und zu jeder Zeit sind Tränen willkommen.
Tränen kommen.
Kämpf nicht dagegen an.
Lass sie fließen.
Du bist hier in Sicherheit.
Du bist hier für dich.
Du kümmerst dich um dich.
Vielleicht kommt auch ein leichtes Seufzen bei dir,
Wie bei mir gerade.
Wenn du den Eindruck hast,
Da ist gar kein Gefühl,
Weder Traurigkeit noch sonst irgendwie,
War es auch vollkommen in Ordnung,
Lass dich genau da.
Nimm deine Atembewegung wahr,
Was sich beim Einatmen alles ganz mühelos ausdehnt und beim Ausatmen wieder ganz natürlich zurückzieht.
Wenn du zwischendurch dann so eine Welle der Traurigkeit spürst,
Lass sie zu.
Ich habe es ganz bewusst das Wort Welle genannt,
Denn eine Welle kommt und geht.
So auch deine Traurigkeit.
Kommt und geht.
Du hast einen Atem,
Der begleitet dich dadurch.
Du kannst nun selbst entscheiden,
Wie tief du jetzt in dieses Gefühl hineingehen möchtest,
Ob du daran denken möchtest,
Was dich traurig macht oder ob du im Hier und Jetzt bei deinem Atem bleiben möchtest.
Bleib da,
Wo es sich für dich machbar anfühlt,
Okay?
Du trägst die Verantwortung über dich und deine Gefühle,
Gleichzeitig die Einladung.
Bleib da,
Wo es machbar für dich ist.
Und wir sitzen nun in der Traurigkeit.
Wir lassen sie hier sein,
Wenn sie da sein möchte.
Lassen sie kommen und gehen.
Nimm wahr,
Wie du sie wahrnimmst.
Spürst du sie innerhalb deines Körpers oder ist es wie eine schwere Decke,
Die auf deinen Schultern liegt?
Wie zeigt sich deine Traurigkeit im Hier und Jetzt?
Und du hast einen Atem,
Das ist eine Atembewegung.
Kannst du immer wieder hingehen.
Ganz gleich,
Was du jetzt fühlst,
Wie intensiv oder wie gar nicht intensiv.
So ist es richtig für dich in diesem Moment.
Du atmest weiter.
Wenn du möchtest,
Kannst du mir zuhören oder du bleibst einfach ganz bei dir,
Wie du möchtest.
Ich nenne jetzt noch ein paar Gefühle,
Die zu traurig sein passen.
Dann kannst du für dich gucken,
Passt traurig oder gibt es da einen Ausdruck,
Der noch mal besser zu mir passt.
Bedrückt,
Besorgt,
Betrübt,
Deprimiert,
Durcheinander,
Enttäuscht,
Gequält,
Sehnsüchtig,
Unruhig,
Unglücklich,
Unzufrieden,
Verloren,
Einsam,
Erschüttert,
Fassungslos,
Hilflos.
Es gibt natürlich noch viel mehr Gefühle.
Vielleicht war jetzt etwas dabei,
Wo du sagst,
Oh ja,
Passt für mich noch mal besser zur Traurigkeit oder es passt traurig.
Falls du gemerkt hast,
All diese Wörter,
Jetzt habe ich sie gehört,
Die haben meine Traurigkeit nur verstärkt,
Nimm es wahr.
Es ist okay.
Es ist okay,
Dass wenn du diese Wörter hörst,
Dass du da eine Reaktion darauf hast.
Ist vollkommen in Ordnung.
Und jetzt machen wir noch eine Sache,
Bevor wir zurückkehren in den Alltag.
Und zwar,
Wenn es sich für dich stimmig anfühlt,
Entweder hast du eine Decke oder wenn du keine Decke hast,
Umarm dich.
Wie auch immer es für dich angenehm ist,
Umarm dich.
Ich mache das auch gerade,
Deshalb hörst du es ein bisschen rascheln.
Umarmen,
Umarm dich,
Umarm dein Gefühl,
Umarm deine Traurigkeit.
Ich sage dir gerne das,
Was ich mir dann in diesen Momenten gerne sage.
Ich sage,
Ich habe dich.
Sage ich auch zu meinen Kindern,
Ich habe dich.
Zu mir sage ich dann,
Christine,
Ich habe dich.
Ich habe dich.
Auch hilft es vielleicht,
Eine Hand auf deine Wange zu legen oder so über eine Wange zu streicheln.
Genau.
Zeig dir selbst,
Dass du dich wahrnimmst,
Dass du dich um dich kümmerst.
Und das hast du auch gezeigt,
Indem du diese Meditation gemacht hast und ich feiere dich dafür.
Umarm dich,
Streichel deine Wange,
Streichel über deinen Kopf.
Sag dir,
Ich bin da für dich,
Ich habe dich.
Und dann atme gemeinsam mit mir tief durch die Nase ein und halte den Atem kurz an.
Und durch den Mund ausatmen.
Kannst du langsam deine Augen öffnen.
Bleib gerne noch hier.
Genau.
Du kannst dich gerne noch umarmen.
Ja,
Das ist auch etwas,
Also du kannst sehr gerne immer wieder zu dieser Meditation zurückkehren und sie immer wieder machen.
Vielleicht spricht dich auch mal ein anderes Gefühl an.
Oder du machst das für dich und wichtig ist,
Dass du diesen Abschluss findest,
Dass du dir zeigen kannst,
Du kümmerst dich um dich,
Du umarmst dich,
Du sagst dir etwas.
Ja,
Gefühle sind in Ordnung.
Sie dürfen da sein,
Sie dürfen kommen,
Sie dürfen gehen,
Wir dürfen uns darum kümmern.
Wir dürfen uns auch Hilfe suchen,
Wenn die Gefühle zu viel sind,
Dürfen wir uns auch Hilfe suchen.
Ja,
Die Gefühle sind der Weg.
Es ist nicht der Weg,
Keine Gefühle zu haben.
Die Gefühle sind der Weg.
Die Gefühle bringen uns zur Erkenntnis.
Die Gefühle bringen uns zu dem Leben,
Was wir uns wünschen.
Ist manchmal ganz schön anstrengend.
Ich weiß das,
Weil ich tausend Gefühle am Tag habe.
Ja.
Vielen Dank,
Dass du diese Meditation mit mir gemacht hast.
Ich feiere dich dafür,
Dass du dich so um dich kümmerst.
Und wie auch immer es jetzt für dich war,
Es war richtig.
Es war genau richtig.
Es war das,
Was für dich nun machbar war.
Und ich sage vielen herzlichen Dank für dein Vertrauen und deine Offenheit.
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