
Denkpause: Geduldig Wachsen
by Kai Meinig
Fühlst du dich frustriert, weil deine Meditation nicht sofort Resultate zeigt? Diese Übung hilft dir, Erwartungen loszulassen und den Prozess zu genießen. Lerne, wie du ohne Druck meditierst und dich selbst besser kennenlernst. Entdecke, dass Meditation die einzige Zeit am Tag ist, in der du nichts erreichen musst. Entwickle Geduld während du deine Praxis vertiefst und finde heraus, wie du mit Offenheit und Neugier meditieren und dadurch mehr Gelassenheit in dein Leben bringen kannst.
Transkription
Hi,
Ich bin Kai und ich freue mich,
Dass du bei der Denkpause dabei bist.
Da hast du dir vorgenommen,
Dich weniger zu stressen und sitzt nun seit ein paar Tagen brav auf deinem Meditationskissen,
Folgst den passenden Social-Media-Kanälen und die Achtsamkeitsbücher stapeln sich auf dem Nachttisch.
Doch auch nach einer Woche stellt sich statt innerer Ruhe oder Erleuchtung nur Unruhe und Frustration ein und du denkst wahrscheinlich,
Warum klappt das nicht?
Ich muss es doch hinkriegen,
Mich zu entspannen.
Klingt vertraut?
Keine Sorge,
Du bist damit nicht allein.
Viele Meditierende glauben,
Durch die Übungen sofort in einen Zustand tiefer Ruhe eintauchen zu müssen.
Doch Meditation ist keine Technik,
Die man benutzen kann,
Um ein bestimmtes Ergebnis zu erzielen.
Es ist vielmehr ein Prozess des Kennenlernens,
Deines Geistes,
Deiner Gewohnheiten und deiner Erwartungen.
Es ist die einzige Zeit am Tag,
In der du wirklich nichts tun oder erreichen musst.
Im Grunde darfst du einfach sein.
Ganz gleich,
Was auftaucht oder wie du dich fühlst.
Statt dich selbst unter Druck zu setzen,
Etwas zu erreichen,
Darfst du dein beständiges Streben erkennen und gehen lassen,
Um von Moment zu Moment wahrzunehmen,
Was entsteht.
Mit der Zeit wächst so ein tieferes Vertrauen in deine Praxis,
Nicht weil du perfekt meditierst,
Sondern weil du dich immer wieder neu darauf einlässt,
Mit Offenheit und Neugier.
So kann sich langsam aber sicher mehr Gelassenheit in deinem Leben ausbreiten,
Und falls sich die erhoffte Erleuchtung nicht sofort einstellt,
Wächst zumindest deine Geduld,
Und die wirst du brauchen für all die Achtsamkeitsbücher auf deinem Nachttisch.
Lass uns nun gemeinsam praktizieren.
Sitze dazu entspannt,
Aber aufrecht,
Oder übe im Liegen,
Falls Sitzen für dich gerade nicht möglich ist.
Beginne mit ein paar tiefen Atemzügen,
Einatmen durch die Nase,
Aus durch den Mund.
Mit der passenden Ausatmung schließe sanft die Augen,
Wenn für dich angenehm.
Spüre den Kontakt zur Unterlage,
Die Füße auf dem Boden,
Hände und Arme auf den Beinen.
Ist der Körper heute schwer oder leicht?
Nimm Geräusche wahr,
Gedanken,
Die auftauchen.
Wie ist der Geist gestimmt?
Eher ruhig oder unruhig?
Und ganz gleich,
Wie Körper und Geist gestimmt sind,
Du brauchst für diese Übung nichts verändern,
Musst nichts loswerden.
Alles,
Was auftaucht,
Ist bereits Teil deiner Erfahrung und für die Dauer der Übung eingeladen,
Sich mit dir niederzulassen.
Werde dir nun bewusst,
Dass du atmest.
Wo spürst du den Atem im Körper am deutlichsten?
Ist es das sanfte Heben und Senken von Brust oder Schulter?
Die Empfindung von Ausdehnen,
Zusammenfallen im Bauch?
Dann darfst du eine Hand auf diesen Bereich legen,
Wenn es dir dabei hilft,
Die Atmung deutlicher zu spüren.
Es geht nicht darum,
Auf eine bestimmte Art zu atmen,
Du darfst spüren,
Wie der Körper ganz von allein atmet,
In seinem ganz eigenen Rhythmus.
Und wenn du soweit bist,
Entscheide dich nun für einen Ankerpunkt,
Einem Bereich,
In dem du die Atmung am deutlichsten spürst,
Und lass die Aufmerksamkeit dort ganz sanft ruhen.
Spüre die natürliche Bewegung des Atems.
Sind die Atemzüge lang oder kurz?
Sind sie tief oder eher flach?
Sobald du dabei bemerkst,
Der Geist schweift ab,
Nimm die Ablenkung wahr,
Lass sie sanft gehen und bring die Aufmerksamkeit freundlich zurück zum Atem,
Zu deinem Ankerpunkt.
Du brauchst nichts steuern,
Musst nichts verändern,
Darfst spüren und gern auch genießen,
Dass der Körper von allein atmet.
Einatmen,
Du spürst,
Du atmest ein.
Ausatmen,
Du spürst,
Du atmest aus.
Nimm auch wahr,
Ob sich die Tendenz zeigt,
Einen bestimmten Zustand zu erreichen oder eine Erfahrung auszuweichen.
Was wäre,
Wenn es tatsächlich nichts zu tun gäbe und du genauso sein darfst,
Wie du bist?
Gewahr aller Erfahrungen,
Die ohnehin auftauchen,
Präsent und bewusst.
Und natürlich schweift der Geist immer wieder ab,
Das ist kein Problem.
Nimm die Ablenkung wahr,
Lass sie sanft gehen und bring die Aufmerksamkeit freundlich zurück zum Atem,
Zum Ankerpunkt.
Und mit der nächsten Ausatmung löse den Fokus von der Atmung,
Lass den Geist frei,
Lass ihn machen,
Was er will,
Denken,
Träumen,
Bewerten.
Und zum Abschluss bring die Aufmerksamkeit noch einmal zurück zum Körper.
Werde dir der verschiedenen Sinneseindrücke bewusst.
Spüre Kontakt zur Unterlage,
Gewicht,
Die Füße auf dem Boden,
Hände,
Arme auf den Beinen.
Nimm Geräusche und Gerüche wahr,
Werde dir des Raumes um dich herum bewusst.
Und mit einem ersten,
Tieferen,
Bewussten Atemzug öffne langsam die Augen.
Nimm dir einen Augenblick Zeit,
Um zu bemerken,
Wie es dir geht.
Danke,
Dass du heute mit mir geübt hast.
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Ich freue mich darauf,
Dich zu begleiten.
Bis dahin,
Pass gut auf dich auf.
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