
Fühl dich wohl in deiner Haut
by Volker Mehl
Heute geht es um unser größtes Organ, die Haut. Im Ayurveda wird die Haut entsprechend ihrer individuellen Beschaffenheit und der Konstitution des Einzelnen behandelt bzw. gepflegt. Je nach Konstitutionstyp (und somit Hauttyp) wirken die wertvollen ayurvedischen Ölmischungen und Massagetechniken besonders wohltuend, ausgleichend und verjüngend.
Transkription
Ja,
Herzlich willkommen.
Schön,
Dass du wieder dabei bist zu einer neuen Ausgabe von Are You Ready?
Deinem Podcast rund um Ayurveda und gutes ganzheitliches Leben.
Heute eine kleine Sonderausgabe zum Thema Haut,
Begleitend zu meinem neuen Online-Tutorial,
In dem ich dir noch ein paar Infos und praktische Tipps gebe,
Begleitend zu dem,
Was du im Skript auch finden kannst.
Viel Spaß dabei!
Ja,
Schön,
Dass du wieder dabei bist zu der heutigen Ausgabe.
Diesmal geht es um unser größtes und auch ein sehr spannendes Organ,
Und zwar die Haut.
Begleitend zu meinem Online-Haut-Tutorial,
Also ein kleines Weiterbildungsmodul für alle,
Die mehr über das Thema Haut aus Sicht des Ayurveda erfahren wollen.
Überschrieben ist mein Tutorial mit dem Thema Fühl dich wohl in deiner Haut.
Der Aufbau ist ja natürlich wieder eine kleine Einführung auch ins Ayurveda,
Warum,
Wieso,
Weshalb,
Und dann auch mit einem ganz großen Praxisanteil zum Thema Haut.
Über die Herstellung mit Rezepturen,
Ernährungsempfehlungen,
Ätherische Öle,
Einen Ausblick über die Bedeutung der Psyche,
Und,
Und,
Und.
Begleitend dazu nur ein paar Gedanken hier an der Stelle.
Haut,
Hatte ich schon gesagt,
Unser größtes Organ,
Fast vier Quadratmeter,
Und natürlich auch der Spiegel unserer Seele nach außen.
Weil die Haut unterscheidet ja sich dadurch von den anderen Organen,
Die wir haben,
An einem entscheidenden Punkt.
Ja,
Was meinst du wohl?
Welcher gravierendste Unterschied liegt zwischen der Haut und unseren anderen Organen?
Ganz einfach,
Man sieht sie sofort.
Also die Haut ist das Organ,
Was sprichwörtlich am augenscheinlichsten zu sehen ist.
Da braucht man kein MRT,
Kein CT.
Haut sieht man sofort.
Leber,
Niere,
Herz,
Knochen braucht man bildgebende Maßnahmen.
Die Haut sieht man sofort.
Und deshalb ist es auch aus Sicht der Algebeta-Diagnostik sehr,
Sehr spannend,
Die Haut als Organ zu sehen und zu betrachten.
Weil darüber erkennt man schon ganz,
Ganz viel.
Also welche Störungen unter Umständen vorliegen können.
Und hier sind unsere Doshas echten Hilfsmittel.
Ich bin ja sonst nicht so der allergrößte Fan von Doshas,
Fragebogenabteilung,
Gerade was menschliche Prinzipien angeht oder Persönlichkeiten.
Aber hier an der Stelle bei verschiedenen Krankheitsbildern können die Doshas echt eine gute Orientierung sein.
Weil wenn man schon im Äußeren erkennt,
Hat es mit Hitze,
Kälte,
Trockenheit,
Ausdehnung zu tun,
Hat man schon mal einen sehr,
Sehr guten Indikator,
Was aus der Balance geraten sein könnte.
Und die Haut ist natürlich auch unser Schutz zum einen und das verbindende Element zwischen unserer Innenwelt und der Außenwelt.
Also auch übergeordnet.
Die Haut gibt uns Halt,
Die gibt uns Struktur,
Dass wir auch nicht wie ein Wasserfleck auf dem Boden verlaufen.
Das hält alles zusammen,
Es umkleidet uns,
Es schützt uns und sorgt dafür,
Dass nicht alles ungefiltert von außen einströmen kann nach innen.
Von daher frisst die Haut oft so ein Dornröschen am Dasein,
Weil man im Allgäu wieder ganz stark,
Vor allem aktuell,
Den Fokus hat auf Verdauung und Stoffwechsel.
Ist ja auch ganz wichtig.
Aber die Haut fällt dabei so ein bisschen neben runter und die Haut ist aber auch ganz wichtig,
Elementar uns schützendes Organ,
Dem man durchaus ein bisschen verschärfte Aufmerksamkeit widmen kann.
Einfach als Schutz.
Und es ist mit auch ein Hintergrund,
Warum man im Allgäu wieder das Thema Öle und Massagen so gerne anwendet,
Weil man natürlich über die Haut auch einen direkten Zugriff auf das Innere unseres Systems hat.
Man kommt über die Haut relativ schnell ins Blut und kann damit auch verschiedenste Nähr- und Heilstoffe ins System einschleusen.
Neben der Ernährung ist natürlich die Applikation über die Haut,
Die Zuführung von Nähr- und Heilstoffen,
Ein ganz,
Ganz wichtiger Aspekt im Allgäu wieder.
Deshalb nehmen ja auch Massagen so eine herausgehobene Stellung ein.
Und es gibt ja auch extrem aufwendige Rezepturen.
Im Skript hast du ein paar erste Eindrücke,
Ein paar Impulse,
Weil klassischerweise Ayurveda-Massageöle über Stunden hergestellt und produziert werden.
Also im Regelfall passiert es so,
Dass man aus Kräutern einen Sud extrahiert,
Auskocht,
Also stellenweise 50,
60,
70 oder noch mehr Kräuter in Wasser über Stunden einkocht,
Was man in der klassischen Küche ja auch macht,
Wenn man eine Soße einkocht oder eine Gemüsebrühe.
Also zum Beispiel aus 10 Litern kocht man ein Extrakt aus einem Liter.
Und dieser Extrakt wird dann wieder,
Also die Kräuter natürlich,
Abgefiltert und dieses Extrakt wird wiederum versehen mit Öl,
Je nachdem welches Öl man therapeutisch braucht.
Und das wird dann wiederum so lange unter Rühren verkocht,
Bis das ganze Wasser verdampft ist und die ganze Heilwirkung,
Das ganze Extrakt in das Öl eingekocht ist.
Also das sind hochaufwendige Prozesse.
Und das nur zum Verständnis,
Warum Ayurveda-Öle manchmal auch so teuer sind und auch von der Farbe und auch vom Geruch oft so,
Dass man sagt,
Naja,
Würde ich mich jetzt nicht unbedingt mit einschmieren,
Bevor ich in die Oper gehen will,
Hat einfach den Hintergrund.
An der Haut kann man ganz,
Ganz viel ablesen.
Wie es uns geht körperlich,
Aber wie es uns auch seelisch geht.
Die Haut bietet ganz,
Ganz unterschiedliche Zustände,
Wo wir sehen können,
Wie es um den jeweiligen Menschen bestellt ist.
Die Haut kann gerötet sein bei innerer Unruhe,
Bei innerem Auffallen.
Also bei unserem Pitta-Typen sieht man das dann schon mal ganz gerne,
Dass das Feuer nach außen kommt.
Oder so Kälte und Trockenheit,
Wie das bei Vata-Menschen ja schon mal häufiger der Fall ist.
Oder auch so dieses was Öliges,
Kaltes,
Was ja bei Kapha-Naturen schon mal passieren kann.
Und deshalb ist es auch ein ganz wichtiges diagnostisches Tool,
Menschen zu berühren und auch mal anzufassen.
Also macht das gerne mal.
Nächstes Mal,
Wenn man wieder aktuell,
Wir sind ja noch Stand jetzt,
März 2020 mit dem Corona unterwegs.
Vielleicht wird man irgendwann mal zurückblicken und denken,
Was war denn da los.
Also gerade sind wir in der Zeit,
Wo empfohlen wird,
Menschen nicht anzufassen.
Normalerweise ist es im Allgemeinen ein ganz wichtiges Tool,
Menschen anzufassen.
Weil dann spürt man schon ganz viel.
Also zum Beispiel,
Pitta-Menschen haben ja oft heiße,
Warme,
Also jetzt heiße in Anführungszeichen,
Warme,
Leicht ölige,
Stellenweise auch schwitzige Haut,
Schwitzige Hände.
Vata-Menschen haben oft so trockene,
Kalte,
Stellenweise,
Wenn es sehr viel Vata vorhanden ist,
Fast so was Pergamentiges von der Haut.
Gerade bei älteren Menschen sieht man das,
Wenn man bei älteren Menschen eine Hautfalte zieht am Arm,
Bleibt ganz oft die Haut stehen,
Weil eben keine Flüssigkeit mehr drin ist.
Und Kaffa-Naturen haben oft eine weiche,
Geschmeidige,
Kühle Haut,
Ohne dass sie allerdings frieren.
Das ist oft ein Unterschied,
Dass Vata-Naturen zu der trockenen Haut auch eher mal die Tendenz haben,
Noch auch stark zu frieren.
Bei Kaffa ist es oft so,
Auch wenn die Haut sich kühl anfasst,
Dass sie oft nicht unbedingt kalt sein muss.
Das ist einer der Unterschiede.
Oder wenn Menschen fahl sind oder weiß wie die Wand vor Angst.
Also es ist fast so Chamäleon-mäßig,
Wo,
Wenn man mal genau hinschaut,
Wahnsinnig auf äußere Aspekte reagiert.
Und eben direkt sichtbar.
Andere Systeme,
Zum Beispiel der Darm,
Der auch sehr anfällig ist für Unruhe und Stress,
Spürt man auch.
Aber mehr nach innen,
Man sieht es nicht so wahnsinnig nach außen.
Darin unterscheidet sich die Haut.
Und da nochmal kurz zurückbegleitend zum Skript,
Auf die Doshas,
Da kann es eine echte Orientierung sein.
Also sich mal genau die Haut anschauen.
Also hat es mit Rötung,
Mit Hitze,
Mit Entzündungen zu tun.
Was schon mal ein ganz guter Indikator für Pitta sein kann.
Hat es mit Trockenheit zu tun.
Trockene,
Rissige Lippen,
Trockene,
Rissige Finger oder gerade auch Fersen.
Das kann man dann schon mal ersehen.
Es ist so trockene,
Schuppige Haut.
Oder auch bei Kaffernaturen ist es eine sehr kühle.
Hat man auch stellenweise eher mit Ödem zu tun.
Also dass es Wassereinlagerungen gibt.
Also dass man wirklich die Haut eindrücken kann und Abdrücke zurückbleiben.
Das kann man anhand der Haut dann auch schon mal ganz gut erkennen.
Und auch wer Menschen schon mal massiert hat oder massieren wird,
Da merkt man auch ganz gut daran.
Also Vata-Menschen erkennt man ganz gut daran,
Über die Haut ist es wie Lischpapier.
Also man hat Öl draufgebracht,
Dreht sich rum,
Macht was,
Kommt zurück,
Quasi weg.
Also Vata-Naturen,
Die kann man quasi in Sesamöl marinieren.
Also die brauchen ganz,
Ganz viel Öl und saugen auch.
Die Haut saugt sehr viel Öl auf.
Kaffernaturen merkt man beim Massieren oft daran,
Dass man mit viel weniger Öl auskommt.
Und das Öl auch nicht sofort eindringt.
Also dass man massiert und Öl und Öl und Öl.
Und es gibt dann eher noch eine ölige Schicht zusätzlich.
Oder auch so,
Dass die Menschen auch stellenweise anfangen können zu schwitzen.
Das merkt man dann schon.
Also bei Kaffernaturen braucht man viel weniger Öl.
Das sollte man sowieso therapeutisch sehr zurückhaltend sein.
Weil wenn ein massiver Kafferüberschuss vorliegt und Kaffer ja auch eine gewisse Affinität zu Ama hat,
Sehr aufpassend sein mit Ölen.
Deshalb sind ja so Massagen mit Seidenhandschuhen,
Also Naturseide,
Also eher was Raures und was Belebendes an der Stelle.
Pitta-Naturen auch da ein bisschen zurückhaltend sein,
Gerade mit zerwärmenden Ölen,
Also Sesamöl an der Stelle,
Sondern an dem Punkt eher was Kühlendes nehmen.
Es gibt auch Massagen mit Muschelkalk oder kühlenden Ölen mit Kokos.
Aber wenn jemand schon sehr viel Hitze hat und man geht da noch mit sehr viel Hitze rein und im schlimmsten Fall noch auf so einer beheizten Liege,
Kann das sein,
Dass so ein Pitta nach fünf Minuten irgendwie von der Liege sprengt.
Und je nachdem,
Wie er drauf ist,
Der Masseur hier noch eine mitgibt.
Weil das einfach sehr viel Hitze ist.
Also da eher kühlend und ausstreichend auch zu agieren von der Massage her.
Also beruhigende Massagen immer vom Herz weg und aktivierende Massagen die Streichrichtung immer zum Herzen hin.
Das nur an der Stelle.
Also,
Quintessenz,
Schau dir dein Gegenüber das nächste Mal genau an.
Die Haut genau anfassen,
Wenn Berühren nicht erlaubt ist.
Auch gerne berühren.
Und dann mit den Dosha-Aspekten im Hintergrund kann das schon mal ein ganz guter Indikator sein,
Der dir viel verraten kann über unser größtes und ich finde auch wunderschönes ästhetisches Organ,
Die Haut.
Vielen Dank,
Dass du dabei warst.
Ja,
Schön,
Dass du wieder dabei warst in der heutigen Ausgabe von Ayurveda.
Ich hoffe,
Ich konnte dir ein paar Ideen,
Anregungen und Impulse geben,
Weil die Haut wirklich ein sehr spannendes und faszinierendes Organ ist und man wirklich ganz,
Ganz viel auch an der Haut ablesen kann.
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