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Entspannende Körperreise für Demenzkranke

by Ursula Maile

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Meditation
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Eine Meditation für Demenzkranke - du kannst sie deiner Oma, deinem Opa, deinen Eltern oder auch deinen Patienten vorspielen. Mit fortschreitender Demenz leidet nicht nur das Erinnerungsvermögen, die Erkrankten "vergessen" auch ihren Körper. Das führt dazu, dass unbequeme Sitzhaltungen oft über lange Zeit beibehalten werden. Der Körper rostet regelrecht ein. Die Meditation ist eine freundliche Einladung, den Körper wahrzunehmen und kleine Bewegungen einzubauen. Dadurch wird das Gehirn angeregt.

Transkription

Willkommen zu dieser wohlverdienten Entspannung.

Schön,

Dass Sie da sind.

Ich werde Sie durch die nächsten Minuten begleiten und für die direkte Ansprache des Körpers wähle ich in dieser Zeit das Du.

Ich hoffe,

Das ist in Ordnung.

Wenn es Dir angenehm ist,

Dann schließe Deine Augen.

Atme sanft ein,

Atme lang aus.

Richte jetzt,

Wenn Du magst,

Deine Aufmerksamkeit auf den Körper.

Vielleicht kannst Du wahrnehmen,

Wie sich Dein Körper gerade anfühlt.

Beginne dazu mit den Füßen.

Schau mal,

Ob Du die Füße spüren kannst,

Die Zehen,

Die Fußsohlen,

Den Fußspann,

Die Fersen.

Wenn Du magst,

Dann bewege Deine Füße jetzt einmal.

Vielleicht nur ein kleines bisschen,

Vielleicht aber auch ein wenig mehr.

Es sind Deine Füße,

Die Dich so viele Jahre durchs Leben getragen haben.

Sie haben Dir stets geholfen,

Festen Stand zu bewahren.

Wenn es gut für Dich ist,

Dann wandere mit der Aufmerksamkeit zu den Beinen.

Schau mal,

Ob Du Deine Waden spüren kannst,

Die Schienbeine und die Knie.

Vielleicht kannst Du auch die Oberschenkel spüren.

Und wenn Du die Beine jetzt ein wenig bewegen magst,

Dann mach das.

Bewege die Beine ganz sanft und sacht auf und ab.

Vielleicht auch vor und zurück.

Schau mal,

Wie viel Bewegung Deinen Beinen gerade gut tut.

Mit diesen Beinen hast Du Deine allerersten Schritte getan.

Mit Deinen Beinen bist Du kraftvoll auf Deinem Lebensweg unterwegs gewesen.

Du hast so viel erlebt.

Schenke Dir gerne ein Lächeln für all die schönen Momente,

Die dabei waren.

Vielleicht kommt Dir gerade ein besonders schöner Moment aus Deinem Leben in den Sinn.

Vielleicht aber auch nicht.

So wie es ist,

So darf es sein.

Jetzt bist Du hier angekommen.

Deine Füße und Deine Beine,

Die dürfen sich jetzt entspannen,

Weich werden,

Zur Ruhe kommen,

Still werden.

Atme sanft ein,

Atme lang aus.

Lass die Beine ruhen,

Entspanne.

Wenn es für Dich möglich ist,

Dann richte jetzt Deine Aufmerksamkeit auf das Gesäß,

Den unteren Rücken und Deinen Bauch.

Möglicherweise kannst Du spüren,

Wie Dein Körper Kontakt mit dem Sessel,

Dem Stuhl oder dem Bett hat.

Vielleicht kannst Du auch wahrnehmen,

Wie sich der Bauch bei jedem Einatmen ein bisschen anhebt,

Bei jedem Ausatmen ein bisschen senkt.

Einatmen,

Der Bauch hebt sich.

Ausatmen,

Der Bauch senkt sich.

Und wenn nicht,

Dann ist auch das in Ordnung.

Ob Du Dir dessen bewusst bist oder nicht,

Mit jedem Atemzug öffnest Du Dich für das Leben,

Nimmst Frische und Energie auf.

Wenn Du magst,

Dann kannst Du Deinen Brustraum weit werden lassen,

Dich öffnen für diesen Atemzug,

Für diesen Moment.

Atme sanft ein und lang aus.

Beim Einatmen den Brustraum öffnen und weiten.

Beim Ausatmen alles loslassen.

Entspanne.

Wenn es Dir angenehm ist,

Dann spüre jetzt mal Deine Schultern.

Und wenn Du magst,

Dann heb die Schultern leicht an und lass sie dann wieder sinken.

Du kannst das gern noch einmal wiederholen.

Schultern heben und sinken lassen.

Heben und sinken lassen.

Vielleicht hast Du im Leben manche Last auf Deinen Schultern getragen.

Du darfst die Last nun loslassen.

Du darfst alles abgeben,

Was Du jetzt nicht mehr brauchst.

Atme sanft und liebevoll ein.

Lass beim Ausatmen alles los,

Was Du nicht mehr brauchst.

Deine Schultern dürfen sich entspannen und ganz weich werden.

Wunderbar.

Wandere dann mit der Aufmerksamkeit zu den Armen und den Händen.

Vielleicht möchtest Du die Arme beim nächsten Einatmen ganz sacht anheben und beim Ausatmen wieder ablegen.

Schau mal,

Ob das möglich ist.

Einatmen,

Arme sanft anheben.

Ausatmen,

Arme sanft ablegen.

So wie es für Dich passt.

Einatmen,

Arme heben.

Ausatmen,

Arme ablegen.

Wunderbar.

Vielleicht magst Du jetzt auch die Finger ein wenig bewegen und dann lass alles zur Ruhe kommen.

Lass alles still werden.

Deine Arme und die Hände,

Sie dürfen jetzt vollkommen entspannen.

Alles löst sich,

Wird weich und warm,

Ganz entspannt.

Wenn Du möchtest,

Wanderst Du mit Deiner Aufmerksamkeit jetzt zum Nacken.

Dann über den Kopf nach vorne zum Gesicht.

Schenk Deinem Nacken und schenk Deinem Gesicht Entspannung.

Die Stirn darf sich glätten.

Die Lippen liegen locker aufeinander.

Die Zunge ist weich im Mund eingebettet.

Die Kiefergelenke dürfen ganz,

Ganz weich und locker werden.

Atme sanft ein.

Atme lang aus.

Lass eine weiche,

Warme Welle der Entspannung über Deinen ganzen Körper strömen.

Vom Kopf über den Bauch und Rücken über die Arme und Beine bis zu den Füßen,

Weich und warm.

Genieße noch einmal einen Atemzug.

Genieße die Ruhe und schenke Dir selbst noch einmal Dein schönstes Lächeln.

Du weißt,

Du bist wichtig und Du bist besonders.

Dieser Moment ist kostbar.

Wenn Du magst,

Kannst Du nun die Augen öffnen.

Nimm Dein Lächeln mit in die nächsten Momente Deines Tages.

© 2026 Ursula Maile. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

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