
Wo die Gedanken leise werden & Träume beginnen (Einschlafen)
In dieser liebevoll geführten Einschlafmeditation wirst du sanft eingeladen, alles loszulassen, was dich heute bewegt hat. Während der Tag langsam verblasst, beginnt ein Raum in dir sich zu öffnen – ein Ort jenseits der Worte, jenseits der Sorgen. Hier werden deine Gedanken leiser, wie Wellen, die ans Ufer rollen und dann still zurückgleiten. Dein Atem wird tiefer. Dein Herz ruhiger. Und während du dich geborgen fühlst in der Dunkelheit der Nacht, beginnen deine Träume zu fließen – sanft, frei und voller Licht. Diese Meditation schenkt dir nicht nur Entspannung, sondern auch das Gefühl, gehalten zu sein. In dir. Im Leben. Im Moment. Lass dich tragen. Dorthin, wo Stille zur Musik deiner Seele wird – und das Einschlafen ein Akt von Vertrauen.
Transkription
Mach es dir jetzt so richtig bequem.
Finde deine Lieblingsposition.
Vielleicht möchtest du die Decke bis unter dein Kinn ziehen oder deine Hände sanft auf deinen Bauch legen.
Wenn du magst,
Ruckel dich noch einmal zurecht,
Sodass wirklich alles weich und stimmig ist.
Spüre das Gewicht deines Körpers auf der Unterlage,
Wie du gehalten wirst.
Vielleicht atmest du einmal tief ein und langsam wieder aus.
Und dann noch einmal,
So wie es für dich passt.
Lass den Tag einfach hinter dir.
Lass die Welt draußen.
Und begib dich nach innen,
Auf deine ganz eigene innere Reise.
Auf deine eigene innere Insel.
Alles beginnt jetzt.
Hier.
In dir.
Die Welt wird leiser.
Und alles,
Was laut war,
Verliert damit an Gewicht.
Vielleicht spürst du es schon,
Dieses wunderbare Gefühl des inneren Friedens.
Er ist wie ein Windhauch,
Der sanft durch deine Gedanken streicht und sie mitnimmt.
Einen nach dem anderen.
Du musst dich nicht vorbereiten,
Nicht konzentrieren,
Nicht verstehen.
Es reicht,
Dass du da bist,
Dass du einfach nur zuhörst und dass du dich jetzt langsam erinnern darfst.
Daran,
Dass du einen Ort in dir trägst,
Eine Insel,
Die nur dir gehört.
Du hast sie vielleicht vergessen.
Sie ist womöglich verschüttet in Bergen von To-Do-Listen und all den Gesprächen und dem Trubel des Alltags.
Aber sie war nie weg.
Deine Insel.
Sie wartet auf dich.
Auch jetzt.
Wie ein stiller Freund,
Der dich nie gefragt hat,
Wo du warst.
Nur,
Ob du bleiben möchtest.
Und du singst,
Langsam,
Sanft.
Wie ein Blatt,
Das gemächlich fällt und dann auf Wasser trifft.
Und unter dir öffnet sich etwas.
Eine Landschaft,
Die kein anderer kennt.
Du weißt nicht,
Ob du träumst oder dich erinnerst.
Aber dort ist sie.
Deine innere Insel.
Zuerst ist sie nur Licht.
Ein sanftes,
Warmes Leuchten.
Wasser,
Das nach Musik aussieht.
Deine Insel.
Sie atmet.
Sie lebt.
Und sie kennt dich.
Hier wirst du mit offenen Armen empfangen.
Du bist einfach da.
Vielleicht stehen Palmen in der Ferne.
Vielleicht sind es Bäume,
Die du noch nie gesehen hast.
Ihre Blätter sprechen eine Sprache,
Die dein Herz versteht.
Sie sagen,
Hier bist du sicher.
Du darfst loslassen.
Alles ist warm,
Weich und irgendein Schritt auf deiner Insel macht dich leichter.
Und irgendetwas in dir beginnt zu leuchten.
Und Vögel singen Melodien,
Die du nie gelernt hast,
Aber sofort mitsummen kannst.
Die Zeit,
Falls es sie hier gibt,
Dehnt sich,
Schmiegt sich an dich.
Und da,
Vor dir,
Ist er.
Ein runder Ort des Friedens,
Aus weichem Gras.
Umgeben von bunten,
Großen Kieselsteinen,
Die aussehen,
Als hätten sie Geschichten zu erzählen.
Du machst es dir bequem.
Alles ist so still,
So klar.
Plötzlich entdeckst du einen Spiegel.
Du siehst dein Gesicht.
Weich,
Entspannt,
Ganz ohne Masken.
Er zeigt dein Herz,
Ohne Verteidigung.
Und dein Licht,
Ohne Scham.
Der Spiegel zeigt nicht,
Wer du warst.
Er zeigt,
Wer du bist.
Und du,
Du beginnst erneut zu lächeln.
Still,
Tief in dir drin.
Die Gräser flüstern dir Geschichten zu,
Von Tagen,
An denen du dich selbst vergessen hast,
Und doch aufs Neue wiedergefunden.
Deine innere Insel kennt all deine Narben.
Hier bist du nicht falsch.
Hier bist du nicht zu viel.
Hier musst du nichts werden.
Hier darfst du sein und sinken.
Ein Windhauch streicht über dein Gesicht.
Er riecht nach allem,
Was du liebst.
Er bringt ein Gefühl des tiefen Glücks mit sich.
Ein heiliges Gefühl.
Du bist gehalten.
Die Insel hat dich aufgenommen.
Dein Körper weiß es.
Deine Seele atmet auf.
Langsam wird das Licht immer weicher.
Die Farben verlieren an Kontur,
Aber nicht an Schönheit.
Du schließt die Augen und alles in dir wird still.
Du hörst nur noch das Atmen deiner Insel und vielleicht den Klang deines Herzens.
Jede Welle,
Die das Ufer deiner inneren Insel berührt,
Bringt eine Welle von tiefer Ruhe durch.
Und falls du morgen fragst,
Ob das alles nur Fantasie war,
Dann leg die Hand auf dein Herz.
Du musst nichts mehr halten.
Nichts mehr denken.
Nichts mehr sein.
Die sanften Wellen flüstern dich in den Schlaf.
Du musst nichts tun.
Nur sinken.
Nur loslassen.
Nur sein.
Du bist beschützt.
Und alles in dir weiß,
Es ist Frieden.
Zeit zu schlafen.
Zeit zu heilen.
Du wundervolle Seele.
Treffen Sie Ihren Lehrer
4.9 (21)
