
Gedankendetox - die Affen bändigen.
Eine kleine Übung, um uns darin zu üben, unser "monkey mind", die wild umherspringenden Gedankenaffen, zunächst wahrzunehmen, als solche zu erkennen und uns dann bewusst von ihnen zu verabschieden. Den Geist beruhigen, die Zügel wieder in die Hand nehmen, aus dem Gedankenkarussell aussteigen. Musik: Chris Collins/Indiemusicbox
Transkription
In dieser Übung gibt es für Dich überhaupt nicht viel zu tun.
Als allererstes suchst Du Dir jetzt gerne eine ganz bequeme Position,
Im Sitzen oder im Liegen.
Schön wäre es,
Wenn Du aus dieser Haltung heraus ganz bequem tief bis in Deinen Bauch hinein einatmen könntest und auch ganz gemütlich lang und langsam wieder aus.
Ruckel Dich gern noch ein bisschen zurecht,
Bis Du genau so sitzt oder liegst,
Dass das gut passt und sich für Dich stimmig und gemütlich anfühlt.
Und wenn Du magst und es Dir gut tut,
Dann schließ jetzt gern Deine Augen.
Ja,
Und das ist es eigentlich auch fast schon.
Du sitzt oder liegst hier ganz gemütlich und bequem und Du atmest ganz ruhig ein.
Lang und langsam aus.
Du atmest und Du beobachtest,
Wie Du atmest.
Du nimmst ganz bewusst wahr,
Ich atme ein.
Ich atme aus.
Und so atmest Du einfach ganz ruhig und entspannt vor Dich hin.
Und eigentlich ist damit schon alles getan.
Es ist genug.
Und nun wird Dir wahrscheinlich Folgendes passieren.
Du wirst früher oder später,
Wahrscheinlich eher früher als später,
Bemerken,
Dass Du denkst,
Dass Du Dich gar nicht mehr auf Deinen Atem konzentrierst,
Sondern dass irgendein Gedanke Dich mitnehmen will,
Von Dir gesehen und wahrgenommen werden will.
Und dass dieser Gedanke irgendwie an Präsenz und Geschwindigkeit gewinnt.
Und dass Du vielleicht über diesen Gedanken hinweg ganz vergisst,
Dass Du eigentlich jetzt gerade hier sitzt und einfach nur ein- und ausatmest.
Das Gedankenkarussell versucht sich in Gang zu setzen.
Und wenn Du das bemerkst,
Dann schau Dir diesen Gedanken vor Deinem inneren Auge einen Moment ganz genau an.
Unsere Gedanken lassen sich meist in drei Sorten oder Kategorien unterteilen.
Vielleicht ist das ein Gedanke,
Der mit der Vergangenheit zu tun hat.
Mit etwas,
Das Du schon erlebt hast und das Dich immer noch beschäftigt.
Wenn das ein solcher Gedanke ist,
Dann sage Dir und ihm innerlich ganz klar,
Deutlich und bestimmt,
Das war schon.
Und dann stell Dir vor,
Wie Du dem Gedanken einen leichten Schubs gibst und er in die Richtung,
In die Du magst,
Nach rechts oder links,
Nach oben oder unten,
Verschwindet,
Sich auflöst.
Denn das war schon.
Die zweite Sorte oder Kategorie von Gedanken sind die,
Die mit der Zukunft zu tun haben.
Und die lassen sich nochmal unterteilen in Gedanken an Dinge,
Situationen,
Ereignisse,
Von denen wir mit Bestimmtheit wissen,
Dass sie eintreten werden und die uns vielleicht ängstigen,
Vielleicht aber auch freuen,
Die jedoch definitiv noch nicht eingetreten sind.
Und in die Gedanken,
Die mit einer Sache,
Einem Ereignis oder einer Situation zu tun haben,
Von der wir überhaupt nicht wissen können,
Ob sie jemals eintrifft.
Das sind oft negative,
Ängstliche,
Ungesunde,
Gedrückte und schwere Gedanken.
Wir machen uns Sorgen,
Weil wir befürchten,
Etwas könnte passieren oder eintreffen.
Wir wissen es aber überhaupt nicht.
Und wenn Du einen Gedanken aus dieser Kategorie findest,
Bemerkst,
Dann schau ihn Dir an und sage ihm und Dir ganz klar und deutlich,
Das kommt noch.
Oder zweite Kategorie,
Ich kann überhaupt nicht sicher wissen,
Ob das jemals kommen wird,
Ob das jemals eintreffen wird.
Und dann gib auch diesem Gedanken innerlich einen Schubs und lass ihn davon gleiten,
Verschwinden.
Kehr zurück zu Deiner Einatmung und Deiner Ausatmung,
Denn etwas anderes ist hier jetzt gerade gar nicht wichtig.
Und dann gibt es noch die dritte Kategorie von Gedanken,
Die sich weder klar der Vergangenheit noch der Zukunft zuordnen lassen.
Das ist der Kram der unseren Geist.
Unser Hirn und nicht selten auch unsere Seele und unser Herz verstopft,
Beschäftigt,
Uns in Aufruhr und Unruhe hält,
Irgendwelches Zeug,
Irgendwelche Informationen,
Zeitungsüberschriften,
Nachrichten,
Gerüchte,
Dinge,
Die uns zu Ohren gekommen sind,
Klatsch und Tratsch,
Allerlei Belanglosigkeiten,
Die uns tagtäglich und zigfach begegnen.
Und wenn Du einen solchen Gedanken bemerkst,
Findest,
Dann schau ihn Dir an und sag ihm und Dir ganz klar und deutlich,
Das ist jetzt überhaupt nicht wichtig und vielleicht ist das sogar überhaupt niemals wichtig.
Und dann schubst auch diesen Gedanken beiseite oder lass ihn nach oben oder unten aus Deinem gedanklichen Blickfeld verschwinden und kehr zurück zu Deiner Einatmung und Deiner Ausatmung.
Diese Übung kannst Du jederzeit ganz für Dich alleine,
Auch ohne eine Audioanleitung machen,
Indem Du Dir 1,
2,
3,
5 oder 10 Minuten nimmst,
Dich gemütlich hinsetzt oder legst und Dir vornimmst,
Ganz im Hier und Jetzt nur bei Dir und Deiner Atmung zu sein.
Und wenn Du einen Gedanken findest,
Dann sortierst Du ihn erst ein,
Vergangenheit,
Zukunft,
Banales und Triviales und dann sortierst Du ihn aus und kehrst zu Dir zurück.
Je häufiger Du das übst,
Umso selbstverständlicher und schneller wird das auch in Deinem Alltag ganz außerhalb einer Übung passieren.
Umso schneller wirst Du bemerken,
Wenn ein Gedanke Dich mit sich reißen,
Mit sich ziehen will und umso schneller wirst Du in der Lage sein,
Vom Gedankenkarussell abzuspringen,
Bevor es volle Fahrt aufnimmt oder aus der Gedankenspirale auszusteigen,
Bevor sie Dich vollends mit sich zieht.
Wann immer Du das mit oder ohne Anleitung für ein paar Minuten übst,
Tust Du unglaublich viel dafür,
Wieder die Regie über Deinen Geist,
Deine Gedanken zu übernehmen,
Anstatt von ihnen kontrolliert zu werden.
Du übst Dich darin,
Die wild herumspringenden Affen,
Das Monkey meint,
An die Leine zu nehmen und selber immer mehr Einfluss darauf zu nehmen,
Ob Dein Geist wie eine wilde,
Tobende,
Stürmische See ist oder eine ganz angenehme,
Glatte und stille Wasseroberfläche.
Ich wünsche Dir für diesen Weg alles Gute.
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