
Gönn deinem inneren Kritiker eine Pause.
Wenn der innere Kritiker sich wieder meldet und dir erklärt, was mit dir alles nicht stimmt und bei dir Selbstzweifel verstreut, dann ist es an der Zeit "Play" zu drücken und in diese Meditation einzutauchen. Gemeinsam erkunden wir eine pragmatische Art und Weise, wie wir dem inneren Kritiker bewusst begegnen und eine Pause gönnen.
Transkription
Hi,
Hier ist Sofia.
Eine Sache,
In der wir verdammt gut sind,
Ist sehr hart,
Mit uns selbst umzugehen.
Wie oft macht uns unser innerer Kritiker fertig,
Wegen unserem Aussehen,
Unseren Fähigkeiten oder unserer Entscheidung,
Ohne dass wir ihn jemals nach der Meinung gefragt haben.
Das Problem ist jedoch,
Dass wir immer dazu tendieren zu glauben,
Was auch immer der innere Kritiker sagt.
Und somit kommen eigentlich sehr oft und sehr automatisch Geschichten über Schuld und Scham,
Wann immer wir gestresst sind.
In dieser Meditation wollen wir versuchen zu lernen,
Unserem inneren Kritiker zuzuhören,
Aber mit ganz viel Mitgefühl,
Mit ganz viel Verständnis,
Damit wir das ein bisschen ausbalancieren können,
Zwischen dem,
Was er uns sagt,
Was wir glauben.
Fangen wir an.
Finde dich in einer Position ein,
In der es deinem Körper am besten geht im Moment.
Es kann im Sitzen,
Im Liegen oder auch im Stehen,
Was auch immer dir und deinem Körper gerade gut tut.
Erlaube deinen Augen,
Sich zu schließen oder senke sie entspannt nach unten.
Erlaube es dir auch,
Im Hier und Jetzt komplett anzukommen und versuche Sorgen oder Ängste,
So gut es geht,
Beiseite zu legen.
Atme ein und sei dir dessen bewusst,
Dass du einatmest.
Atme aus und sei dir auch dessen bewusst,
Dass du ausatmest.
Behalte den folgenden Satz im Hinterkopf.
Sei neugierig,
Aber nicht verurteilend,
Ein offenes,
Großzügiges Bewusstsein aufrecht zu erhalten,
Ohne zu urteilen.
Ist das A und O,
Wenn wir unsere Beziehung zu unserem inneren Kritiker transformieren wollen?
Und vor allem,
Es braucht Übung.
Stell dir nun vor,
Wie eine ganz große Portion Warmherzigkeit sich einen Moment Zeit nimmt und in deinen Körper hineinspürt und in dich hineinatmet.
Und wenn sich die Stimme deines inneren Kritikers bemerkbar macht und daran zweifelt,
Was du hier gerade überhaupt anstellst,
Dann heiße sie willkommen.
Sie darf auch hier sein.
Willkommen zur Party.
Lass uns doch mal genauer reinschauen,
Was eigentlich passiert,
Wenn unser innerer Kritiker die Oberhand über unseren Geist gewinnt.
Was sind die typischen Geschichten,
Die dir dein innerer Kritiker erzählt?
Vielleicht ist es die Geschichte vom Nicht-Genug-Sein,
Dass du nicht schlau genug bist,
Gut aussehend genug,
Erfolgreich genug bist.
Oder es ist vielleicht die Geschichte des Zu-Viel.
Du bist immer zu viel,
Du willst zu viel.
Zu viel Aufmerksamkeit,
Zu viel Sorge.
Oder vielleicht ist es die Geschichte,
Dass du nirgendswohin gehörst,
Dass du zu anders bist,
Dass man dich nicht akzeptieren kann.
Werde dir diese Geschichten von deinem inneren Kritiker bewusst und halte sie dir einen Augenblick vor Augen.
Und jetzt versuche,
Ohne zu urteilen,
Zu bemerken,
Was kommt für Gefühle auf,
Was kommt für Bilder auf,
Was sind für Empfindungen da,
Wenn du diesen Geschichten Glauben schenkst.
Vielleicht verspürst du eine ganz besondere Empfindung in deinem Körper.
Vielleicht ist aber auch ein bestimmtes Gefühl anwesend,
Wie Angst oder Sorge.
Vielleicht sind da auch bestimmte Aktivitäten,
Die gerade in deinem Geist vorgehen.
Wenn wir uns die Zeit nehmen,
Unserem inneren Kritiker wirklich zuzuhören,
Dann kann das ganz schön wehtun.
Es ist auch bei Gott nicht einfach.
Daher nimm dir gerne einen Augenblick,
Um dir selbst etwas Unterstützung anzubeten.
Vielleicht einmal tief ein- und ausatmen.
Oder vielleicht möchtest du dich etwas dehnen.
Jetzt lass uns schauen,
Wie es sich anfühlt,
Wenn wir uns selbst ein paar warmherzige und liebevolle Worte anbieten können.
Wenn du magst,
Kannst du auch deine Hand auf dein Herz legen.
Als ein Zeichen der Unterstützung und Liebe.
Wiederhole nach mir.
Du kannst es laut aussprechen,
Du kannst es dir denken,
Was immer sich gut für dich anfühlt.
Möge ich lieb und sorgvoll mit mir umgehen.
Möge ich darauf vertrauen,
Dass ich mein Bestes tue.
Möge ich immer geduldig mit mir selbst sein,
Ob es sich für dich einfach anfühlt oder sehr komisch oder ungewohnt.
Das ist alles okay so.
Alles ist willkommen und alles ist ein Teil des Experiments.
Was auch immer da ist,
Ist absolut in Ordnung.
Möge ich lieb und sorgsam mit mir selbst umgehen.
Möge ich darauf vertrauen,
Dass ich mein Bestes tue.
Möge ich immer geduldig mit mir selbst sein.
Wenn du das Gefühl hast,
Es ist schwierig diese Sätze zu empfangen oder sie aufzunehmen,
Dann stell dir vor,
Dass sie von jemandem kommen,
Der dich wirklich,
Wirklich liebt,
Der nur das Allerbeste für dich möchte.
Stelle sie dir vor deinem inneren Auge vor und stelle vor,
Dass sie zu dir sagen.
Mögest du lieb und sorgsam mit dir selbst umgehen.
Mögest du darauf vertrauen,
Dass du dein Bestes tust.
Mögest du immer geduldig mit dir selbst umgehen.
Wenn du das Gefühl hast,
Dass diese Sätze immer noch nicht bei dir ankommen oder du sie nicht annehmen kannst,
Ist das absolut in Ordnung.
Oft ist es so,
Dass wir diese Geschichten des inneren Kritikers Jahre,
Jahrzehnte lang mit uns tragen.
Sie haben eine große Spur hinterlassen und wir können sie nicht so schnell ändern.
Wir müssen uns darin üben,
Neue Geschichten zu kreieren,
Die für uns hilfreich sind,
Anstatt dass sie uns runter machen.
Und es braucht Übung und es dauert auch etwas,
Bis wir lernen,
Ohne Vorurteile mit uns selbst umzugehen.
Aber das ist möglich.
Es ist absolut möglich.
Ich bin das beste Beispiel dafür.
Und noch einmal zum Schluss.
Atme ein und seid dir dessen bewusst,
Dass du einatmest.
Atme aus und seid dir auch dessen bewusst,
Dass du ausatmest.
Wann immer wir versuchen,
Lieb zu uns zu sein,
Hilft es uns,
Mit unserem inneren Kritiker umzugehen.
Weil wir nicht mit Urteilen rangehen,
Sondern mit einem offenen Ohr,
Mit Toleranz,
Mit Objektivität und mit ganz viel Mitgefühl.
Und Mitgefühl ist,
Was wir brauchen.
Das fehlende Mitgefühl hat unseren inneren Kritiker entstehen lassen.
Denn er möchte uns nur beschützen.
Aber wenn wir seinen Kopf streichen und einfach sagen,
Ich verstehe dich,
Ohne dass wir ihn für gut oder für schlecht befinden,
Ohne dass wir seine Geschichten annehmen,
Dann,
Genau dann,
Wird es auch etwas stiller um ihn.
Du bist wunderbar,
Wie du bist.
Bis bald.
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