19:11
rating.1a6a70b7
Bewertet
4.5
Group
Aktivität
Meditation
Geeignet für
Kinder
Aufrufe
4.3k

Corona: Für Eltern und Kinder ist die Situation gleichermaßend schwer zu fassen. Seit Tagen sind die Schulen und Kitas geschlossen. Diese liebevoll erzählte Geschichte holt die Kinder in ihrer gegenwärtigen Situation ab und zeigt ihnen in altersgerechten Bildern, warum wir derzeit zuhause bleiben... Wir wünschen Euch viel Freude damit! Und bitte bleibt gesund!

Transkription

Jule bleibt zu Hause.

Ein Hörbuch von Nina Heck.

Musik Stefanie und Stefan Merz.

Jule ist traurig.

Seit Montag ist die Kita zu und Oma und Opa darf sie nicht mehr besuchen.

Alles wegen Corona.

Sie versteht es nicht.

Sie ist doch gesund und putzmunter.

Mama auch.

Und Papa auch.

Und Ole,

Ihr großer Bruder auch.

Trotzdem sind alle zu Hause.

Vater hat seinen Laptop in der Küche aufgebaut und telefoniert den ganzen Tag.

Und wenn er einmal nicht telefoniert,

Dann schnappt sich Mama schnell den Hörer und ruft Oma und Opa an.

Das tut sie mindestens dreimal am Tag und fragt,

Wie es ihnen geht und ob sie für sie einkaufen soll.

Die Großeltern sagen dann,

Dass es ihnen gut geht und sie nichts brauchen.

Außer Klopapier.

Dann rennt Mama los,

Klappert drei Geschäfte ab und kommt kopfschüttelnd und ohne Klopapier zurück.

Was haben die Menschen nur alle mit dem Klopapier?

Auch das versteht Jule nicht.

Wie so viele andere Dinge.

Warum darf sie ihre Freundin Marie nicht mehr sehen,

Die in dem alten Backsteinhaus am Ende der Straße wohnt?

Sie denkt noch lange über all dies nach,

Als sie abends im Bett liegt.

Die Mutter deckt sie zu und singt Jules Lieblingsschlaflied.

Da wird's dem Mädchen warm ums Herz.

Wie beruhigend,

Dass sich nicht alles geändert hat.

Mit einem Lächeln auf den Lippen schläft Jule ein.

Sie lächelt noch immer,

Als ihre beiden Sternenfreunde ans Fenster klopfen.

Oh,

Wie sich Jule da freut.

Die zwei haben sie nicht vergessen.

Mit einem Satz hüpft sie aus ihrem Bett und läuft auf das Fenster zu.

Kaum hat sie es geöffnet,

Da fliegen die Sternlein auf das Mädchen zu und tragen es in den Himmel hinauf,

Den die Sonne hell erstrahlt.

Jule wundert sich nicht darüber,

Dass es schlagartig helllichter Tag ist.

Sie hat schon oft erfahren,

In ihren Träumen ist alles möglich.

In der Ferne erkennt sie das kleine Haus ihrer Großeltern mit dem großen Garten.

Sie sieht den Hasenstall und die Bienenstöcke.

Über den Hof schleicht Leila,

Die Katze.

Und in der Sonne döst Pavlov,

Der alte Bernhardiner,

Mit dem Jule so gerne kuschelt.

Und dann entdeckt sie ihren Großvater.

Die Hände hinter dem Rücken verschränkt,

Das ist so seiner Art,

Spaziert er über die Blumenwiese neben dem Garten.

Weil er seinen Hut so tief ins Gesicht gezogen hat,

Sieht er gar nicht,

Dass die beiden Sterne Jule vor ihm auf der Wiese absetzen.

Dafür ist er umso erstaunter,

Als er das Mädchen,

Das ihm fröhlich zuruft,

Jetzt entdeckt.

Oh,

Wie sich Jule freut,

Ihren Opa endlich wiederzusehen.

Sie läuft auf ihn zu,

Um in seine Arme zu springen,

So wie sonst.

Aber Opa weicht einen Schritt zurück und gibt Jule ein Zeichen,

Stehen zu bleiben und Abstand zu halten.

Sie wisse doch,

Meint er ermahnend,

Dass sie ihn im Moment nicht drücken dürfe,

Wegen Corona.

Es täte ihm schrecklich leid.

Traurig lässt er die Schultern hängen.

Dieses blöde Corona,

Jule schimpft.

Was ist das überhaupt?

Corona.

Sie hat es noch nicht gesehen und trotzdem scheint es ja irgendwie da zu sein.

Womöglich ist Corona eine böse Hexe,

Die die Menschen voneinander trennt,

Die ihre Kita zusperrt und das Klopapier klaut.

Da lacht Opa laut auf.

Nein,

Corona ist keine Hexe.

Corona ist ein Virus,

Das die Menschen krank machen kann.

Jule rümpft die Nase.

Sie versteht nicht,

Warum sie deswegen zu Hause bleiben muss und ihren Opa nicht drücken darf.

Da hat Opa eine Idee.

Er deutet auf die Blumenwiese und fragt seine Enkelin,

Was sie sieht.

Na,

Da sind Blumen,

Margariten um genau zu sein.

Hunderte müssen es sein oder gar Tausende.

Ganz recht,

Meint Opa und zeigt Jule nun eine einzelne Blume.

Die schaut anders aus als die anderen.

Kränklich und blass und ihr Köpfchen hängt traurig nach unten.

Während Jule darüber nachdenkt,

Was der armen Margarite widerfahren ist,

Da kommt ein Bienchen angeflogen und setzt sich auf die kranke Blume.

Der Nektar scheint nicht recht zu schmecken,

Deswegen ist der Besuch von kurzer Dauer.

Aber lang genug,

Dass sich an den Beinchen der Biene die braunen,

Klebrigen Pollen der kranken Margarite gesammelt haben.

Von alledem merkt die Biene nichts und lässt sich vergnügt auf der nächsten Blüte nieder.

Genüsslich schlürft sie den leckeren Nektar,

Den die Blume ihr bietet und verliert dabei ein paar der braunen Pollen von den Beinchen.

Kaum ist die Biene fertig und davon geflogen,

Da passiert es.

Die Blume verwelkt binnen weniger Augenblicke und lässt ihr Köpfchen hängen.

Jetzt sieht sie genauso traurig und kränklich aus,

Wie die erste Margarite.

Das Bienchen aber ist längst bei der dritten Blüte und dann bei der vierten.

Der restliche Blütenstaub an den Beinchen reicht aus,

Dass auch diese zwei Margariten alsbald verwelken.

Auf der Wiese herrscht ein reges Treiben.

Der ganze Bienenstock ist ausgeflogen,

Wie es scheint.

Fleißig wie sie sind,

Fliegen die Bienchen von einer Blume zur nächsten.

Und weil sie nicht unterscheiden,

Erwischen sie auch die wenigen kranken Blumen und verteilen deren Pollen weiter.

So geschieht es,

Dass aus vier verwelkten Margariten bald acht werden.

Und aus acht sechzehn.

Aus sechzehn zweiunddreißig und aus zweiunddreißig vierundsechzig.

Eine Blume nach der anderen verliert ihre Farbe und lässt betrübt das Köpfchen hängen.

Jule hält sich erschrocken die Hand vor den Mund.

Immer mehr Margariten verwelken.

Regungslos steht Jule da.

Sie hat nicht gemerkt,

Dass ihr Großvater zwischenzeitlich am Schuppen war.

Mit einem Bienenkorb kommt er zurück.

Den kennen die Bienen.

Es ist ihr Zuhause.

Und weil alle vom vielen Nektartrinken einen vollen Bauch haben und müde sind,

Nehmen sie die Einladung gerne an.

Eine nach der anderen fliegt in den Korb hinein.

Und als das letzte Bienchen darin verschwunden ist,

Macht Opa schnell den Deckel zu.

Jules Knie schlottern.

Das war knapp.

Um ein Haar hätten die Bienen den braunen Blütenstaub auf allen Blüten verteilt.

Wie traurig die Wiese doch ausschaut mit all den armen verwelkten Blumen.

Ob Jule jetzt verstanden hat,

Fragt Opa.

Jule nickt.

Ja,

Das hat sie.

Corona ist wie der braune Blütenstaub,

Den die Bienen,

Ohne es zu wissen,

Von einer Blume zur nächsten trugen.

Erst als Opa die Bienen in den Korb sperrte,

War der Spuk vorbei.

Und das ist der Grund,

Sagt Opa lächelnd,

Weshalb die Menschen in diesen Zeiten daheim sind.

Er deutet auf den Bienenkorb.

Das war anstrengend und aufregend.

Jule verabschiedet sich.

Opa wirft ihr einen Kuss zu und ruft ihr hinterher.

Er habe gehört,

Dass jetzt alle Kinder einen Regenbogen malen und in ihr Fenster hängen,

Damit andere Kinder sehen,

Dass sie nicht alleine sind.

Aber das hört Jule nur noch leise,

Denn sie hat sich längst in ihr Bett zurückgeträumt.

Morgen früh wird sie darin erwachen und sich an einen sonderbaren Traum erinnern.

Sie ist geflogen,

Hat gesehen,

Wie hunderte Blumen verwelkten und sie hat erfahren,

Dass sie nicht alleine ist.

Andere Kinder sind wie sie zu Hause.

Deswegen wird sie gleich morgen früh einen Regenbogen malen und in ihr Fenster hängen.

Aber bis dahin vergeht noch eine ganze Nacht,

In der Jule tief und fest schläft.

Ein Lächeln huscht über das Gesicht des Mädchens,

Wovon Jule wohl jetzt gerade träumt?

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule,

Jule

4.5 (40)

Neueste Bewertungen

Astrid

December 18, 2020

Das ist eine schöne Geschichte

hannah

April 13, 2020

Eine wirklich schöne Erzählung, die Kindern sehr anschaulich die Verbreitung von Viren erklärt, ohne dabei zu wissenschaftlich zu sein.

© 2026 Zaubermond – Einschlafen und Entspannen für Kinder. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

Trusted by 35 million people. It's free.

Insight Timer

Get the app

How can we help?

Sleep better
Reduce stress or anxiety
Meditation
Spirituality
Something else