
Der traurige Apfelbaum | Einschlafgeschichte für Kinder
Diese zauberhafte Kurzgeschichte begleitet dein Kind auf eine berührende Reise in einen verwunschenen Garten, in dem ein alter Apfelbaum seine Hoffnung wiederfindet. Die liebevoll erzählte Geschichte über Freundschaft, Mut und das Wunder eines Neubeginns schenkt Geborgenheit und lädt sanft zum Einschlafen ein. Nach der Geschichte sorgt eine ruhige Musik für eine entspannte Atmosphäre und hilft, noch tiefer in einen friedlichen Schlaf zu gleiten. +++ Regelmäßig veröffentlichen wir hier neue Einschlafgeschichten für Kinder. Folge uns und verpasse ab sofort kein Update mehr!
Transkription
Der traurige Apfelbaum In einem kleinen Garten,
Ganz hinten in der letzten Ecke,
Wuchs ein Apfelbaum.
Er war schon viele Jahre alt,
Und früher hatte er die süßesten,
Saftigsten Äpfel getragen,
Die man sich nur vorstellen konnte.
Die Kinder des Dorfes kamen im Herbst,
Um sie zu pflücken,
Und manchmal setzten sich Vögel auf seine Äste und sangen ein Lied.
Doch eines Tages wurde direkt neben dem Baum ein neuer Bretterzaun gebaut.
Die Bretter waren so hoch und dicht,
Dass kein einziger Sonnenstrahl mehr hindurchkam.
Und der Baum stand morgens,
Mittags wie abends im Schatten.
Von da an wollte der Baum keine Äpfel mehr wachsen lassen,
Denn ohne Sonne,
Da machte das keinen Spaß.
Jahr für Jahr verging,
Die Kinder kamen nicht mehr,
Die Äste wurden still.
Und eines Morgens flüsterte der Baum ganz leise,
Ich bin kein Apfelbaum mehr,
Ich bin nur noch ein Baum.
Ein kleiner Maulwurf,
Der unter der Erde am Fuß des Baumes lebte,
Hörte das.
Er schob seine Nase aus seinem Loch und sagte,
Aber du stehst doch noch.
Du rauscht im Wind und wer weiß,
Vielleicht wirst du eines Tages wieder ein Zuhause für Vögel,
Für Raupen und vielleicht ja auch wieder für herrlich rote,
Knackige Äpfel.
Der Apfelbaum schwieg,
Aber in seinem Inneren regte sich etwas,
Ganz leise,
Ganz zart.
In der nächsten Nacht,
Als der Garten in silbernes Mondlicht getaucht war,
Kamen sie alle,
Das Reh vom Waldrand,
Das Rotkehlchen aus dem Busch,
Die Schildkröte aus dem Teich und sogar der Maulwurf,
Der sich mit erdigen Pfoten auf seinem Gang grob.
Sie stellten sich um den Baum,
Ganz still,
Und flüsterten in Geschichten ins Blattwerk,
Von Tagen voller Kinderlachen,
Von tanzenden Blättern,
Von Äpfeln,
Die wie kleine Sonnen leuchteten.
Der Baum hörte zu,
Und mit jedem Flüstern wurde es in seinem Stamm ein bisschen wärmer.
Nicht von außen,
Sondern von innen.
Am nächsten Morgen kam ein kleines Mädchen mit einer Gießkanne.
Sie stellte sich neben den Baum,
Legte die Hand an seine raue Rinde und sagte leise,
Ich komme jetzt öfter.
Und so kam sie jeden Tag,
Und irgendwann,
Als niemand mehr damit gerechnet hatte,
Geschah etwas.
Ein kleiner Holzkäfer,
Der sich seit Wochen durch das Holz des Zauns genagt hatte,
Schaffte es,
Durch die letzte Schicht hindurch,
Plopp,
Ein winziges Loch war entstanden,
Und durch dieses Loch fiel,
Zum ersten Mal seit vielen Jahren,
Ein einzelner Sonnenstrahl,
Genau auf einen der oberen Äste,
Ganz still,
Ganz leicht.
Ein paar Wochen später entdeckte das Mädchen etwas zwischen den Blättern,
Ein Apfel,
Rund,
Glänzend und wunderbar rot.
Der Apfelbaum sagte nichts,
Aber in seinem Inneren lächelte er,
Denn er hatte gelernt,
Auch im Schatten kann man hoffen,
Und manchmal braucht es nur einen kleinen Sonnenstrahl zur richtigen Zeit.
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