
Antar Mouna - Innere Stille
Antar Mouna ist eien Meditation aus den Tantras, die hilft den Geist, durch seine eigene Kraft, zur Ruhe zu bringen. Dabei können wir lernen, negative Denkgewohnheiten aufzulösen und in einen Zustand der inneren Stille eintreten. Diese Version besteht aus den 6 Stufen des vollständigen Antar Mounas, die erste Stufe "Sinneseindrücke aufnehmen" wird häufig zu Beginn von Yoga Nidra angeleitet.
Transkription
Hallo und herzlich Willkommen zur Praxis von Antamauna.
Antamauna kann übersetzt werden als innere Stille und ist eine Meditation aus den Tantras,
Die von Swami Satyananda zusammengestellt wurde und am Anfang von Yoga Nidra häufig praktiziert wird.
Antamauna hilft,
Den Geist durch seine eigene Kraft zur Ruhe zu bringen,
Negative Denkgewohnheiten allmählich aufzulösen und in einen Zustand der inneren Stille einzutreten.
Antamauna kann unterteilt werden in sechs Stufen,
Die entweder jeweils alleine geübt werden können oder zusammengesetzt als eigene Meditationspraxis gelten.
So lade ich dich jetzt ein,
Dich vorzubereiten für die Praxis von Antamauna.
Finde eine angenehme,
Stabile Meditationshaltung.
Finde den Platz,
An dem du komfortabel und sicher bist.
Obwohl es möglich ist,
Antamauna in praktisch jeder möglichen Umgebung zu üben,
Mag es besser sein,
Einen Platz zu finden,
Der weder zu laut noch zu ruhig ist.
Während der Praxis versuche deinen Rücken aufrecht zu halten und entspanne dich.
Bevor du gleich vielleicht deine Augen schließen möchtest,
Schau dich noch einmal ganz bewusst um.
Nimm einmal wirklich zur Kenntnis,
Wo du gerade bist und welche Tageszeit es ist.
Und wenn du alle Eindrücke ganz bewusst wahrgenommen hast,
Dann erlaube dir,
Dass deine Augen sich ganz sanft von alleine schließen und beginne,
Deine Aufmerksamkeit auf deinen Körper zu richten.
Fühle ganz bewusst deinen ganzen Körper.
Bemerke den natürlichen Fluss deiner Atmung,
Die durch deinen Körper strömt.
Es ist nicht nötig,
Deinen Atem auf irgendeine Art und Weise zu verändern oder zu beeinflussen.
Nimm einfach nur wahr,
Wie die Luft in deinen Körper einfließt und wieder hinaus strömt.
Und dann werde dir nacheinander der verschiedenen Sinneseindrücke bewusst.
Nimm wahr,
Ob du etwas riechen kannst,
Vielleicht den Geruch einer Blume,
Vielleicht die Gerüche von Essen wäre ganz fein in deiner Wahrnehmung.
Bemerke dann,
Ob du einen Geschmack wahrnehmen kannst,
Ob du durch die geschlossenen Augen die Bilder,
Die Eindrücke,
Die du vorher ganz bewusst aufgenommen hast,
Noch einmal innerlich sehen kannst.
Spüre hinein,
Welche Empfindungen jetzt in diesem Moment sind und richte dann deine Aufmerksamkeit auf die Geräusche um dich herum.
Nimm die Geräusche wahr,
Die ganz in deiner Nähe sind,
Geräusche deines eigenen Körpers,
Der Atem,
Vielleicht kannst du sogar den Pulsschlag hören,
Vielleicht Geräusche,
Die dein Magen macht und richte dann deine Wahrnehmung ganz weit nach außen.
Und nimm Geräusche wahr,
Die etwas weiter weg sind und Geräusche in weiter Entfernung.
Verweile ganz bewusst beim Hören,
Das ist der feinste Sinn.
Verweile nicht lange bei einem Sinnereignis,
Bei einem Geräusch,
Sondern bewege dich von einem zum nächsten und bleibe ganz gelassen.
Vielleicht bist du gerade draußen in der Natur und kannst die Geräusche hören,
Die der Wind produziert.
Wenn du bei dir zu Hause bist,
Dann hörst du vielleicht die Klänge deiner Wohnung,
Den Kühlschrank,
Vielleicht die Geräusche deiner Nachbarn.
Wenn du in der Nähe einer Straße wohnst,
Kannst du vielleicht die Geräusche von verschiedenen Fahrzeugen wahrnehmen,
Vielleicht Leute,
Die auf der Straße gehen und sich unterhalten.
Alle Geräusche sind willkommen,
Keines ist besser,
Keines ist schlechter.
Höre einfach ganz bewusst zu.
Es sind verschiedene Arten von Klängen.
Und es gibt keinen Grund,
Sie zu analysieren,
Darüber nachzudenken,
Wo sie herkommen.
Folge den Geräuschen,
So wie sie sind,
Mit Neugier,
So als würdest du sie das erste Mal hören.
Und meine Stimme ist einfach nur ein weiteres Geräusch,
Welche zusammen mit all den anderen Klängen erscheint.
Höre alle Geräusche zur gleichen Zeit wie ein Orchester,
Wie eine Symphonie.
Alle Geräusche.
Sei aufmerksam und inmitten all dessen beginne,
Spontan erscheinende Gedanken zu beobachten.
Übe dabei die Haltung eines unbeteiligten Zuschauers,
Ähnlich wie bei einem Kinofilm.
Vielleicht siehst du Bilder,
Ganze Filme oder du denkst Worte.
Erlaube dir,
Ohne zu bewerten,
Dem Tun deines Geistes zuzuschauen.
Verweile in der Gegenwart des Beobachtens.
Dann nimm einen unangenehmen Gedanken heraus und beobachte,
Welche Gedanken und welche Gefühle er nach sich zieht.
Verwirf nach einiger Zeit diese Gedankenkette und beobachte dann für einige Augenblicke den Atem und widme dich wieder einem neuen,
Unangenehmen Gedanken.
Vermeide es,
Immer wieder dieselben Gedanken zu wählen.
Das wäre Zeitverschwendung.
Vielleicht bemerkst du während des Übens und während der Augenblicke,
In denen du den Atem beobachtest,
Die sich Phasen ohne Gedanken einstellen.
Und wenn das so ist,
Dann tauche in diese Ruhe,
In diese Stille ein und versuche sie ganz sanft,
Ohne Anstrengung,
Auszudehnen.
Lasse dich einfach auf diese Momente der Stille ein.
Erlaube dir,
Momente zu erleben,
In denen du neugierig den gedankenleeren Geist beobachten kannst.
Ohne Anstrengung kannst du diesen Zustand aufrechterhalten,
Ganz achtsam.
Und sobald du merkst,
Dass du dich wieder in eine Gedankenkette hineindenkst,
Bleibst du für einen kleinen Moment dort.
Verwirfst diese Gedankenkette und beobachtest für einige Augenblicke den Atem und steigst dann entweder wieder zu einem nächsten unangenehmen Gedanken oder gehst durch die Tür der Stille.
Entspanne dich ganz und erlebe vielleicht für längere Zustände oder für einen kurzen Moment,
Wie die Gedanken ganz weit entfernt sind.
Oder vielleicht kannst du subtile Empfindungen und Eindrücke,
Die sich abseits vom gewohnten Denken des Alltags befinden,
Wahrnehmen.
Erlebe,
Wie das Unbewusste durchlässiger wird und in einem solchen Zustand,
In einem solchen Moment visualisiere ein Symbol.
Das kann ein Bild sein,
Ein Zeichen oder eine Person.
Nutze ein Symbol,
Zu dem du eine positive Verbindung hast und bei dem es dir leicht fällt,
Dich zu konzentrieren.
Und beginne dann,
Dich mit Gelassenheit auf dieses Objekt zu konzentrieren.
Bleibe ganz wach,
Ganz aufmerksam und tauche immer wieder ein.
In diese Momente der Gedankenlehre konzentriere dich auf das Objekt.
Dann ganz langsam kehre aus dieser inneren Stille zurück und nimm nochmal ganz bewusst alle Klänge wahr.
Alle Klänge zur gleichen Zeit.
Bleibe in möglichst entspannter Aufmerksamkeit und wenn du bereit dazu bist,
Dann beende die Meditation,
Beginne deinen Atem sanft zu vertiefen,
Dich vielleicht sanft zu räkeln,
Zu recken,
Zu strecken,
Deine Augen sanft aufzublinseln,
Dich umzuschauen,
Deine Umgebung wieder ganz bewusst zu betrachten und mit einem inneren Gefühl der Zufriedenheit,
Der Ruhe und der Präsenz in deinen Alltag zurückzukehren.
Anta Mauna ist jetzt beendet.
Ariom Tat Sat
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