
Sitzmeditation mit Fokus auf den Atem
Eine Achtsamkeitsmeditation mit Fokus auf den Atem für Einsteiger und Meditierende, die bereits etwas Erfahrung haben. Die Meditation ist eingesprochen für das Sitzen und bedarf keiner besonderen Voraussetzung. Eine Decke kann hilfreich sein um den Körper nicht auskühlen zu lassen. Ich wünsche Dir viel Freude beim Entdecken!
Transkription
Sitzmeditation mit Fokus auf den Atem.
Für die nun folgende Meditation sich in eine aufrechte Haltung begeben.
Dabei dürfen Hals und Rücken eine möglichst gerade Linie bilden.
Die Position sollte aufrecht,
Jedoch entspannt sein.
Die Sitzhaltung verkörpert das,
Was in die Meditation eingeladen werden möchte.
Wachheit,
Würde,
Präsenz und Freundlichkeit.
Wenn es sich stimmig anfühlt,
Dann die Augen sich gerne schließen lassen.
Den Raum um sich herum wahrnehmen,
Die Temperatur auf der Haut und dann wahrnehmen,
Wo der Körper mit dem Boden in Berührung kommt.
Die Füße,
Möglicherweise die Beine,
Das Gesäß,
Die Schwerkraft spüren und wenn es möglich ist,
Sich noch ein wenig mehr auf dem Kissen oder der Unterlage niederlassen.
Dann bewusst einige tiefere Atemzüge nehmen und den Atem dabei gerne hörbar machen.
Den Atem ganz von alleine fließen lassen.
Dabei spielt es keine Rolle,
Ob er gerade ruhig ist oder unruhig,
Ob er flach ist oder tief.
Sich einfach dem natürlichen Atemrhythmus anvertrauen.
Dann die Aufmerksamkeit auf den Bereich um die Nase herum lenken und bemerken,
Ob der Atem hier wahrzunehmen ist.
Dabei jeden Atemzug mit voller Aufmerksamkeit verfolgen und ihn mit freundlichem Interesse wahrnehmen,
So als wäre er etwas ganz Besonderes.
Denn das ist er auch.
Jeder einzelne Atemzug ist etwas Besonderes.
Er ist einmalig und wird sich in dieser Weise nie wieder zeigen.
Also die Aufmerksamkeit auf den Atem richten,
So als wolle man auf gar keinen Fall etwas davon verpassen.
Und wenn der Geist zwischendurch abschweift,
Dann ihn einfach immer wieder sanft zurück lenken zur Empfindung des Atems.
Dabei kann es gerade zu Beginn hilfreich sein,
Wenn man sich im Geiste vorsagt,
Einatmen,
Ausatmen,
Einatmen,
Ausatmen.
Vielleicht ist es gerade auch möglich zu bemerken,
Dass es kleine Temperaturunterschiede gibt,
Dass die Luft,
Die eingeatmet wird,
Möglicherweise etwas kühler ist als die Luft,
Die ausgeatmet wird und durch die Wanderung,
Die der Atem im Körper zurückgelegt hat,
Leicht aufgewärmt wurde.
Wenn diese Erfahrung gerade nicht gemacht wird,
Dann ist auch das vollkommen in Ordnung.
Bei der Sitzmeditation mit Fokus auf den Atem gibt es,
Wie bei jeder anderen Achtsamkeitsübung,
Kein richtig und kein falsch.
Das Einzige,
Was zählt,
Ist die Erfahrung,
Die im jetzigen Moment gemacht wird.
Dann den Fokus der Aufmerksamkeit langsam von der Nase verschieben bis hin zum Brustkorb und auch in dieser Körperregion erforschen,
Ob es möglich ist,
Die Atembewegung wahrzunehmen.
Das sich ausweiten und wieder zusammenziehen des Brustkorbes bemerken,
Das mit jedem Atemzug einhergeht.
Und sich dabei ganz dem Atem anvertrauen.
Ihn einfach fließen lassen,
Ganz ohne ihn verändern zu wollen.
Die Wellen des Atems reiten und dabei auch auf die kleine Pause zwischen den Atemzügen achten.
Dieser kurze Moment,
Dieser Augenblick der Stille,
Der so ist,
Als würden die Wellen des Ozeans sich am Strand brechen.
Ein kleiner Moment der schwere Losigkeit,
Bevor das Wasser wieder in den Ozean zurückfließt und die Welle sich aufs Neue aufbaut.
Und sich immer wieder fragen,
Wie ist dieser Atemzug?
Und dann die Aufmerksamkeit vom Brustbereich zum Zentrum des Körpers hinwandern lassen.
Und wahrnehmen,
Wie die Bauchdecke sich mit jedem Atemzug hebt und wieder senkt.
Und wenn es nicht möglich ist,
Sich bewusst mit dieser Atembewegung zu verbinden,
Wenn möglicherweise eine Hemmung besteht,
Die Bauchatmung voll und ganz zuzulassen,
Dann auch das einfach anerkennen.
Vielleicht fühlt es sich stimmig an,
Eine Hand auf den Bauch zu legen und für einige Atemzüge ganz bewusst in die Hand hinein zu atmen oder durch die Hand die Bewegung einfach deutlicher wahrzunehmen.
Jeden Atemzug bemerken und die Aufmerksamkeit immer wieder darauf ausrichten.
Wenn die Aufmerksamkeit abwandert,
Hin zur Gedankenwelt,
Zu anderen Körperempfindungen oder wenn sich Emotionen zeigen,
Dann das einfach anerkennen.
Anerkennen,
Was sich zeigt und die Aufmerksamkeit liebevoll und bestimmt wieder zurück zum Atemempfinden lenken,
So als würde man einem jungen Hundewelpen zeigen,
Was er tun soll.
Und sich auch darüber gewahr sein,
Dass der Atem im Alltag als ein Anker dienen kann.
Der Atem ist der ständige Begleiter mit jedem Atemzug,
Vom Anfang bis zum Ende unseres Lebens.
Er ist jederzeit verfügbar,
Sodass es möglich ist,
Wann immer man es möchte,
Die Aufmerksamkeit dorthin zurückzulenken,
Zum ständigen Freund und Begleiter und sich dann noch einen Moment in Stille mit dem Atem verbinden,
An der Stelle,
An dem Ankerpunkt,
Wo der Atem jetzt ganz besonders deutlich wahrnehmbar ist.
Das kann morgen bereits ein ganz anderer Punkt sein.
Einfach wach dafür sein und schauen,
Wo ist jetzt der Ankerpunkt und sich diesem Punkt dann für einige Augenblicke mit der vollen Aufmerksamkeit zuwenden und dann in den Körper hineinspüren.
Wahrnehmen,
Ob sich möglicherweise Bewegungsimpulse zeigen,
Ob vielleicht das Bedürfnis da ist,
Sich zu rekeln,
Zu bewegen,
Mal mit den Fußspitzen oder den Fingern zu wackeln,
Vielleicht auch sich zu strecken,
Zu gehen.
Einfach wahrnehmen,
Was sich zeigt und diesem Bedürfnis nachkommen und wenn gleich die Klangschale erklingt,
Sich dann mit dieser Haltung der Achtsamkeit dem Alltag wieder zuwenden.
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