
Mindful Basics | Sei mal wieder AnfängerIn
Normalerweise wollen wir keine AnfängerIn sein. Das Wort „AnfängerIn“ impliziert so viel wie „etwas noch nicht können“ oder „noch nicht gut in etwas sein“. Aber: wir wollen ja meist gut sein. Gerne auch besser als der Durchschnitt. Das ist die eine Sichtweise. Die andere ist: Sei mal mehr AnfängerIn. Der Fachbegriff aus der Achtsamkeit dazu heißt: Anfängergeist. Das kann ein echter Booster für neue Perspektiven, Freiheiten und Kreativität sein.
Transkription
Einfach mal so tun,
Als wären wir die komplette Anfängerin oder der komplette Anfänger.
Das steckt hinter dem Begriff Anfängergeist.
Es bedeutet so viel wie,
Dem Leben und jeder vielleicht noch so kleinen Situation offen zu begegnen und mit frischer Neugier.
Ehrlicherweise tun wir das im Alltag nicht so besonders oft.
Was daran liegt,
Dass wir natürlich Erfahrungen gesammelt oder Wissen haben,
Mit dem wir durch den Tag gehen.
Und das ist auch gut so,
Aber manchmal entgehen uns dadurch auch Details oder neue Ideen.
Mit Achtsamkeit trainierst du,
Den Dingen mal bewusst so zu begegnen,
Als würdest du sie eben noch nicht kennen und setzt so neue Perspektiven frei.
Komm in eine bequeme Sitzposition,
Schließ gerne deine Augen,
Richte deinen Rücken auf und lege die Hände locker auf den Knien ab.
Richte deine Aufmerksamkeit auf deinen Körper.
Spüre,
Wie du da sitzt,
Wo dich die Luft umgibt,
Bemerke,
Wie dein Herz schlägt und bemerke,
Wie du atmest und dann bleibe mit deiner Aufmerksamkeit genau hier,
Bei deiner Atmung und erforsche sie.
Beobachte für eine Minute in Stille deine Atmung,
Als hättest du das noch nie gemacht.
Wie fühlt sich deine Atmung an?
Vielleicht sagen dir deine Gedanken,
Dass das irgendwie albern oder langweilig ist?
Dann nimm das kurz wahr und lenk deine Aufmerksamkeit wieder neu auf deine Atmung.
Erforsche deinen Atem weiter,
Vielleicht die Temperatur,
Das Gefühl zu atmen,
Körperstellen,
Wo du deinen Atem bemerkst oder das Geräusch deiner Atmung und dann weite deine Aufmerksamkeit aus und achte einmal auf die Geräusche,
Die dich jetzt gerade umgeben,
Egal ob das Geräusche sind,
Die du eher gut oder schlecht findest.
Hör ganz genau hin,
Was für Geräusche sind da,
Welchen Klang haben sie,
Aus welcher Richtung kommen sie und wohin gehen sie,
Wo ist Stille,
Welches Geräusch ist dir vielleicht schon länger nicht mehr oder sogar noch nie aufgefallen.
Höre zu für eine weitere Minute in Stille.
Zum Auschecken aus dieser Meditation erforsche deinen nächsten Atemzug,
Als wäre es der allererste Atemzug,
Den du je gemacht hast,
Mit Neugier,
Offenheit,
Interesse,
Denn tatsächlich ist es ja so,
Jeder Atemzug ist neu und einzigartig.
Nimm diese Meditation mit in deinen Alltag und versuche selbst den Dingen,
Die du kennst,
Mal so zu begegnen,
Als würdest du sie eben noch nicht kennen,
Denn auch dieses Nicht-Wissen oder Nicht-Kennen kann eine Ressource sein für neue Kreativität,
Um Neues zu lernen oder um mit Veränderung umzugehen.
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