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Aktiviere den inneren Beobachter..

by Stefanie Busch

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Meditation
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In der Meditation spielt der Beobachter eine wichtige Rolle. Seine Aufgabe ist es, die Gedanken zu betrachten, statt sie loszuwerden. Es ist so, als würdest du innerlich einen Schritt zurücktreten, um das Denken vorbeiziehen zu lassen. Als würde man bewusst Wolken am Himmel vorbei schweben sehen.

Transkription

Namaste und herzlich willkommen.

Heute lade ich dich ein mit dem inneren Beobachter in Kontakt zu kommen.

Setze dich auf einen Stuhl,

Am besten im vorderen Bereich auf die Kante.

Wenn möglich lehnst du dich nicht an,

So dass du die Wirbelsäule aufrichten kannst und konzentriert bleibst.

Du kannst dich aber auch gerne auf den Boden oder eine Yogamatte setzen.

Dafür nutze auch gerne ein Kissen oder eine Decke.

Achte darauf,

Dass du auch hier lediglich im vorderen Bereich von deinem Kissen oder Decke sitzt.

Das Becken kippt dann wie von selbst etwas nach vorn und du benötigst nicht so viel Bauchspannung,

Um den unteren Rücken gerade zu halten.

Lass die Schultern nach hinten und nach unten fließen,

Die Hände locker abgelegt,

So dass auch keine Spannung in den Armen vorhanden ist.

Nun kannst du deine Augen schließen.

Wenn du sie lieber offen lassen möchtest,

Richte deinen Blick auf etwas Neutrales vor dir auf den Boden,

So dass du nicht abgelenkt wirst.

Vielleicht hilft es dir,

Wenn du dir vor deinem inneren Auge eine weiße Leinwand vorstellst,

Ähnlich wie im Kino oder eine Bühne im Theater,

Vielleicht sogar der leere Bildschirm von deinem Fernseher.

Wenn aber nichts von dem vor deinem inneren Auge entsteht,

Ist das auch nicht schlimm.

Spüre als erstes,

Wie dein Körper Kontakt mit dem Boden hat oder mit dem Stuhl.

Nimm wahr,

Wie dein Körper atmet und mache dir jetzt schon bewusst,

Dass du dies ohne die Fähigkeit zu beobachten gar nicht hättest wahrnehmen können.

Wir werden nun einen kleinen Ausflug in deine Vergangenheit machen,

Eine Situation entstehen lassen,

Bei der du dich geärgert hast,

Wütend auf etwas warst,

Dich ungerecht behandelt gefühlt hast.

Ich werde dir mal ein kleines Beispiel machen.

Du darfst dir aber gleich deine eigene Situation entstehen lassen.

Zum Beispiel,

Du gehst aus dem Haus und siehst,

Wie der Hund vom Nachbar in deinem Garten sein Geschäft erledigt und der Nachbar räumt es nicht weg,

Sondern lässt es liegen.

Ich gebe dir gleich Zeit,

Eine Situation aus deiner Vergangenheit wieder aufleben zu lassen.

Manchmal ist es so,

Dass der Kopf viel leer gefegt ist,

Wenn man anfängt beobachten zu wollen,

Aber nach einer Weile fängt es dann doch wieder an.

Wenn du möchtest,

Kannst du deinen Gedanken auch eine gewisse innere Ordnung geben,

Indem du unterscheidest zwischen den Gedanken aus der unmittelbaren Vergangenheit,

Zum Beispiel gestern oder letzte Woche,

Oder etwas,

Was längere Zeit zurückliegt.

Und du kannst sogar zurückgehen bis in deine Kindheit.

Wenn du mehrere Situationen hast,

Wähle nur eine bestimmte aus.

Du kannst die Übung an einem anderen Tag mit einer anderen Situation wiederholen.

Nimm dir nun Zeit für deine Situation.

Lass es dann,

Ähnlich wie einen Film,

Vor deinem inneren Auge abspielen.

Nutze ganz bewusst deine beobachtende Funktion.

Es geschieht nicht in diesem Moment,

Sondern es ist bereits geschehen in deiner Vergangenheit.

Konzentriere dich nun einige Zeit darauf,

Dass du wahrnimmst,

Was du damals für Gedanken in dieser Situation hattest.

Da diese Situation in der Vergangenheit ist,

Beobachtest du jetzt nur noch.

Du kannst dich an diese Gedanken erinnern,

Aber du hast einen gewissen Abstand von dieser Situation.

Ich kann meine Gedanken beobachten,

Also bin ich mehr als meine Gedanken.

Jetzt lade ich dich ein zu beobachten,

Welche Stimmung und Emotionen im damaligen Moment vorgeherrscht haben.

Zum Beispiel Wut,

Ärger oder Traurigkeit.

Spürst du die Emotionen immer noch so stark wie damals oder haben sie sich verändert?

Hast du einen gewissen Abstand dazu?

Werde dir darüber bewusst,

Ich kann meine Stimmung,

Meine Laune beobachten,

Also bin ich mehr als meine Stimmung oder Laune.

Lass dir noch einen Moment Zeit,

Deine Gefühle zu beobachten.

Welche Gefühle sind jetzt da?

Ich kann meine Gefühle beobachten,

Also bin ich mehr als meine Gefühle und Emotionen.

Vielleicht kannst du dich sogar noch daran erinnern,

Welche Kleidung du damals anhattest,

Wo du genau gestanden oder gesessen bist,

Als dir diese Situation passiert ist.

Wie war die Temperatur?

War es warm oder kalt?

War es tagsüber oder bereits dunkel am Abend?

An was kannst du dich alles erinnern bzw.

Was kannst du alles beobachten?

Wir gehen einen Schritt weiter.

Wie hat sich damals dein Körper angefühlt?

Hast du die Schultern angespannt,

Die Hände zur Faust geballt oder die Zähne aufeinander gebissen und den Kiefer verspannt?

Nutze nun ganz bewusst deine beobachtende Funktion,

Indem du achtsam durch den ganzen Körper wanderst,

Vom Scheitel bis zu den Sohlen und dabei nimmst du wahr,

Wo es im Körper eventuell zu schmerzhaften Stellen oder Verspannungen kam.

Nimm dir dafür einige Minuten Zeit und mache dir zwischendurch immer wieder klar,

Ich kann meinen Körper beobachten,

Also bin ich mehr als mein Körper und nimm dabei auch wahr,

Wie es sich auf dich auswirkt,

Dass du dir diese beobachtende Funktion zu Nutzen machen kannst.

Vielleicht kannst du diese Stellen im Körper nun ganz bewusst entspannen und lockern.

Schließe Frieden mit den Gedanken,

Die du hattest.

Vielleicht hat dir diese Situation von damals eine wichtige Information hinterlassen,

Etwas was du aus dieser Situation gelernt hast.

Vielleicht hat es etwas mit dir zu tun,

Wie du auf andere Personen reagierst oder wie dich andere Menschen wahrnehmen und was du künftig anders machen möchtest,

Wie du in Zukunft reagieren möchtest.

Manchmal hilft es,

Sich einfach zu bedanken.

Ich verlasse das Geschehene mit einer Erkenntnis und dem Wissen,

Wie ich in Zukunft sein möchte,

Worüber ich reden möchte,

Was ich kommunizieren möchte und nicht mehr in solche Situationen zu geraten oder gleich wieder aufzulösen,

Bevor sie sich in mir verfestigen und manifestieren.

Löse auch die Emotionen und Stimmungen auf.

Verwandle Wut,

Ärger oder Traurigkeit in Gelassenheit,

Vergebung und Liebe und zum Schluss kannst du dir sogar klar machen,

Dass du auch beobachten kannst,

Dass du beobachtest.

Dieser Teil,

Der beobachtet,

Dass wir beobachten,

Den können wir auch den inneren Zeuge nennen.

Es ist der Teil,

Der neutral wahrnimmt,

Was ist und diese Fähigkeit kannst du dir zunutze machen.

Wenn du verwickelt wirst,

Kannst du dich auf diesen Beobachter des Beobachters zurückziehen und dadurch noch mehr innere Distanz bekommen.

Du kannst diese Übung jederzeit wiederholen,

Um alte,

Unerwünschte Muster aufzulösen.

Vergangene Geschehnisse bearbeiten,

Die dich belasten,

Dich neu zu programmieren,

Künftig auf ähnliche Situationen mit einer neuen,

Für dich optimalen Weise zu reagieren.

Wie viel wertvolle Zeit in deinem Leben hast du damit verbracht,

Dich über solche Situationen aufzuregen?

Wie lange hat es gedauert,

Bis sich deine Stimmung wieder verändert hat?

Wie lange dauert es,

Bis sich der Körper wieder entspannt hat nach solch einer Situation?

Beginne jetzt,

Dein Denken immer reiner werden zu lassen.

Werde freier von belastenden Gedanken und richte deine Aufmerksamkeit,

Deine Energie immer mehr auf das,

Was du wirklich in deinem Leben möchtest.

Frieden,

Innere Ruhe und Ausgeglichenheit.

Beende die Übung,

Indem du tief durchatmest.

Bewege deine Füße,

Deine Hände,

Deinen Körper.

Streck und dehn dich.

Öffne deine Augen wieder und komm ausgeruht und mit neuer Energie in deinem Umfeld an.

Ich wünsche dir eine liebevolle Zeit.

Namaste,

Deine Stephanie

4.3 (23)

Neueste Bewertungen

Mein

August 7, 2022

War super gut danke

Klaus

March 21, 2021

Danke für die überaus hilfreiche und toll geführte Meditation. Namaste

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