
Gefühle anerkennen
In dieser Meditation stärken wir emotionale Resilienz. Wenn wir mit dem sein können, was da ist – also mit jeder Art von Gefühl und Situation – ohne einen Widerstand dagegen aufzubauen, können wir frei sein von der Angst vor ihnen. Dies ist eine angeleitete Meditation aus dem Momentum-Modul "Resilienz".
Transkription
Herzlich willkommen zur heutigen Meditation.
Wenn wir mit dem sein können,
Was da ist,
Also mit jeder Art von Gefühl und Situation,
Ohne einen Widerstand dagegen aufzubauen,
Können wir frei sein von der Angst vor ihnen.
Um diese emotionale Resilienz geht es heute.
Finde eine aufrechte Haltung,
In der du gleichzeitig entspannt und wach sein kannst.
Wenn du magst,
Dann atme nochmal tief ein und aus.
Schließe die Augen oder richte den Blick auf den Boden.
Komm ganz bewusst hier in diesem Moment an.
Bringe die Aufmerksamkeit zur Atmung.
Fühle,
Wie sich dein Bauch beim Einatmen hebt und beim Ausatmen senkt.
Ganz von selbst.
Ein und aus.
Nimm wahr,
Dass der Körper ganz von alleine atmet.
Nichts,
Was du verändern musst.
Einfach nur wahrnehmen,
Spüren,
Wie der Körper atmet.
Auch die Empfindung des Atems kann ein angenehmes Gefühl sein.
Und dann die Aufmerksamkeit beim Atem ruhen lassen.
Einatmen.
Ausatmen.
Wenn du abgelenkt wirst von Gedanken,
Geräuschen oder Gefühlen,
Kehre einfach wieder zurück zur Atmung.
Freundlich.
Geduldig.
Wissend,
Dass Gedanken und Gefühle kommen,
Für einen Moment bleiben und wieder gehen.
Alles darf genau so sein,
Wie es jetzt gerade ist.
Einfach nur genau dieser Moment.
Genau dieser Atemzug.
Wir können auch unangenehme Gefühle oder Situationen einfach so erleben.
Offen.
Freundlich.
Ohne Widerstand.
Wir können sie erleben als Gefühle oder Situationen,
Die kommen,
Bleiben und gehen.
Und wiederkommen.
Welche Emotionen möchtest du normalerweise lieber vermeiden?
Sorge?
Trauer?
Eifersucht?
Wut?
Hilflosigkeit?
Was immer es für dich ist,
Vielleicht hast du bereits beim Nachdenken bemerkt,
Dass da ein gewisser Widerstand,
Ein Nicht-haben-wollen der Emotionen entsteht.
Vielleicht kannst du das nächste Mal versuchen,
Wahrzunehmen,
Was in diesen Situationen passiert,
Ohne etwas hinzuzufügen.
Einfach wahrnehmen.
Da ist Trauer oder Verzweiflung.
Und ich kann damit einfach sein.
Ich kann offen sein für diese Art der Erfahrung,
Die Teil des Menschseins ist.
Nicht mehr und nicht weniger.
Diese Emotion kommt,
Bleibt und geht.
Vielleicht kannst du dir sagen,
Ich muss die Emotion nicht verdrängen oder vermeiden.
Ich kann mit dir sein.
Sie enthält auch wichtige Informationen für mich.
Sie sagen vor allem etwas über mich aus und auch über die Situation,
In der ich bin.
Wenn wir mit diesem Gefühl,
Was wir eigentlich nicht erleben wollen,
Sein können,
Verringert sich das Leiden.
Entwickeln wir dagegen Widerstand,
Gegen bestimmte Gefühle,
Vergrößern wir das Leid.
Denn dann haben wir nicht nur das unangenehme Gefühl,
Sondern auch noch den inneren Kampf dagegen.
So wenig intuitiv das klingen mag,
Hinsehen ist hilfreicher als Wegsehen.
Sich öffnen ist hilfreicher als sich zu verschließen.
Und dann komme nochmal zurück zur Atmung.
Spüre die Einatmung und die Ausatmung.
Dann öffne langsam die Augen,
Wenn du sie geschlossen hattest.
Vielleicht möchtest du dich strecken.
Eine Formel bringt es gut auf den Punkt.
Leiden ist gleich Schmerz mal Widerstand.
Schmerzen sind Teil unserer menschlichen Erfahrung.
Aber sie werden erst zu einem Leid,
Wenn wir Widerstand dagegen entwickeln.
Bleiben wir hingegen offen für diese Erfahrung.
Verringert sich die Angst und auch die Schmerzerfahrung selbst.
Im Alltag kannst du das nächste Mal,
Wenn du ein unangenehmes Gefühl wahrnimmst oder in einer unangenehmen Situation bist,
Versuchen wahrzunehmen,
Was passiert,
Wenn du darauf nicht wie üblich reagierst.
Wenn du dir den Moment nimmst,
Hinzuschauen,
Mit einer Haltung von Freundlichkeit und Offenheit gegenüber dem,
Was da ist.
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