
Den Schmerz fließen lassen
Hallo! In dieser Meditation nutzt du Achtsamkeit und Selbstmitgefühl um deinen körperlichen Schmerz mit mehr Leichtigkeit fließen lassen zu können und so den Heilungsprozess zu fördern. In der Meditation lernst du verschiedene Tools kennen, die es dir ermöglichen, mit mehr Gelassenheit den Schmerz zu erlauben. Mögest du glücklich sein und wirklich frei sein von Leid. Dein Sebastian
Transkription
Dies ist die gefüllte Meditation,
Den Schmerz fließen lassen.
In dieser Meditation praktizierst du die Technik RAIN mit körperlichem Schmerz.
Ich lade dich ein,
Dich entspannt hinzusetzen oder hinzulegen,
Wie auch immer es sich für dich angenehmer anfühlt,
Und deine Augen zu schließen,
Wenn du das möchtest.
Dann erlaube dir,
In diesem Moment anzukommen,
Und nutze hierzu den Sinn des Hörens.
Lausche,
Welche Geräusche kannst du jetzt wahrnehmen,
Und benenne sie sanft im Geist,
Wenn du das möchtest.
Lass deine Aufmerksamkeit ganz einfach bei den Geräuschen ruhen,
Und während du die Geräusche wahrnimmst,
Bewusst deine Aufmerksamkeit dorthin lenkst,
Darfst du alles andere sein lassen.
Du darfst alle Körperempfindungen kommen und gehen lassen,
Alle Gedanken und Gefühle,
Vielleicht Gerüche und Geschmäcker,
Vielleicht auch das,
Was du siehst,
Falls du die Augen geöffnet hast.
Welche Geräusche sind weiter weg?
Hör mal genau hin.
Lass deine Aufmerksamkeit auf diesen Geräuschen ruhen,
Und benenne sanft,
Was du hören kannst,
Wenn du das möchtest.
Und dann lausche und nimm die Geräusche wahr,
Die etwas näher sind,
Vielleicht in dem Raum,
In dem du dich befindest.
Was kannst du da hören?
Und kannst du auch etwas in deinem Körper selbst hören?
Vielleicht das Ein- und Ausatmen?
Als du deine Aufmerksamkeit bewusst auf die Geräusche in deiner Umgebung gerichtet hast,
Wie war da die Empfindung deines Schmerzes?
Vielleicht hast du bemerkt,
Dass der Schmerz in den Hintergrund getreten ist.
Das ist die Macht des bewussten Ausrichtens deiner Aufmerksamkeit.
Wir können unsere Aufmerksamkeit nur auf eine Sache gleichzeitig fokussieren,
Und dort,
Wohin wir unsere Aufmerksamkeit richten,
Dorthin fließt unsere Energie,
Unsere bewusste Wahrnehmung,
Unser Erfahren.
Vielleicht hast du jetzt auch bemerkt,
Dass dein Geist und Körper zur Ruhe gekommen sind durch das Fokussieren der Geräusche.
Wir beginnen nun mit der Technik RAIN den Schmerz mit Achtsamkeit und Mitgefühl zu erforschen.
Schau einmal,
Wo du den Schmerz am deutlichsten spüren kannst,
Und richte deine Aufmerksamkeit dorthin,
So gut es für dich geht.
Bitte sei dir darüber im Klaren,
Dass du jederzeit diese Meditation abbrechen darfst.
Es geht darum,
Dass du in deinem eigenen Tempo vorgehst,
Und achte darauf,
Dass du dabei eine gewisse innere Stabilität und Balance hast.
Es geht darum,
Dass wir den Schmerz spüren,
Uns mit dem verletzten Teil in uns verbinden,
Aber es ist wichtig,
Dass wir nicht vom Schmerz vereinnahmt werden und uns in ihm verlieren.
Das wäre eher kontraproduktiv.
Wo kannst du den Schmerz spüren?
Und erlaube dir,
Die unangenehmste Empfindung,
Die unangenehmste Erfahrung jetzt zu benennen.
Vielleicht ist es ein Stechen in der Brust,
Eine Verspannung im Rücken,
Vielleicht ist es aber auch eine Emotion wie Angst oder Ärger.
Was ist jetzt gerade am unangenehmsten?
Benenne es.
Das ist der erste Schritt von RAIN.
Recognize,
Erkennen.
Du erkennst das,
Was jetzt gerade am unangenehmsten ist.
Und dann lass uns zum nächsten Schritt ALLOW,
ERLAUBEN übergehen.
Nun überprüfe einmal,
Wie du zu dieser Empfindung stehst.
Wie ist deine innere Haltung da?
Nun überprüfe einmal deine innere Haltung diesem Schmerz gegenüber.
Ist da Abneigung,
Ein Weghaben-Wollen,
Ein Verändern-Wollen,
Flüchten-Wollen,
Eine Verachtung?
Sind da vielleicht Emotionen wie Angst,
Scham oder Ärger?
Und versuche diese innere Haltung einfach bewusst wahrzunehmen als eine weitere Erfahrung in deinem Gewahrsein und spüre,
Wie sich diese innere Haltung im Körper anfühlt.
Falls du Abneigung spürst,
Kannst du wahrnehmen,
Wie diese geistige Abneigung deinen Körper anspannen lässt.
Erinnere dich daran,
Dass der Schmerz nicht dein Feind ist,
Sondern im Grunde genommen,
Auch wenn sich das jetzt erstmal unglaubwürdig anhört,
Dein Freund ist.
Schmerz ist ein natürlicher Schutzmechanismus deines Körpers.
Der Schmerz ist im Grunde genommen wie ein Bote,
Der dich vor weiterem Unheil warnen und schützen möchte.
Wie verändert diese Einsicht,
Diese Erkenntnis deine innere Haltung dem Schmerz gegenüber?
Nun versuche einmal,
Dich bewusst für diesen Schmerz zu öffnen,
In deinem eigenen Tempo,
In dem du ein sanftes Ja sagst und den Schmerz erlaubst.
Du kannst mir auch gerne nachsprechen und sagen,
Ja,
Das tut jetzt weh,
Doch ich versuche nun loszulassen.
Ja,
Das tut jetzt weh,
Doch ich lasse jetzt los und kämpfe nicht länger dagegen an.
Ich erlaube den Schmerz.
Wenn es dir schwerfällt,
Den Schmerz zu erlauben,
Dann kannst du auch sagen,
Möge ich loslassen und den Schmerz erlauben.
Damit erkennst du an,
Dass du jetzt noch nicht loslassen kannst oder möchtest,
Aber du den Wunsch pflegst,
Die Intention hast,
Es irgendwann schaffen zu können.
Möge ich den Schmerz fließen lassen.
Wenn das Atmen sich für dich gut anfühlt,
Dann kannst du auch etwas tiefer ein- und ausatmen und mit jedem Ausatmen ein sanftes Ja flüstern.
Du kannst dir auch vorstellen,
Wie du durch den Schmerz ein- und ausatmest.
Wie fühlt sich dieses Öffnen,
Loslassen und Erlauben an?
Wie verändert sich dabei die Erfahrung vom Schmerz?
Dann lass uns zum dritten Schritt übergehen von Rain.
Investigate,
Erforschen.
Schmerz ist im Grunde genommen ein Konzept und keine tatsächliche Körpererfahrung.
Es ist etwas in unserem Verstand.
Der Schmerz im Körper ist meist eine ganze Ansammlung verschiedener Körperempfindungen.
Deshalb erforsche einmal,
Was ist wirklich dieser Schmerz?
Was genau kannst du spüren?
Und versuche alles,
Was du spüren kannst,
Zu benennen.
Vielleicht ist da ein Pochen,
Ein Drücken,
Schwere Hitze oder Kälte oder ein Stechen.
Benenne,
Was du wahrnehmen kannst.
Und nun überprüfe einmal,
Wie verändern sich diese Körperempfindungen?
Sind diese Körperempfindungen konstant?
Kommen sie in Wellen?
Werden sie intensiver oder schwächer?
Oft neigen wir dazu,
Zu glauben,
Dass der Schmerz immer da sei.
Doch alles ist in Veränderung,
Alles ist im Fluss,
Auch diese Empfindungen.
Erlaube dir,
Die Phasen zu fokussieren,
In denen die Körperempfindungen leichter sind,
Vielleicht nachlassen.
Wie fühlt sich das an?
Lass uns in diesem Schritt,
Investigate,
Erforschen,
Auch das Hilfsmittel des Pendelns nutzen.
Erlaube dir jetzt,
Deine Aufmerksamkeit weg vom Schmerz hin zu den Geräuschen zu lenken.
Welche Geräusche kannst du ganz weit weg wahrnehmen?
Lausche,
Wie du es zu Beginn dieser Meditation getan hast.
Was kannst du hören?
Und dann erlaube dir,
Ein Geräusch zu wählen,
Das du als besonders angenehm empfindest.
Und nimm es ganz bewusst wahr.
Entspann dich in diese Geräuschkulisse hinein.
Lass dieses Geräusch durch dich hindurchströmen,
Dein ganzes Seine füllen und tanke dadurch Kraft auf.
Was kannst du hören?
Und nun kehre mit deiner Aufmerksamkeit wieder zum Schmerz zurück.
Wie hat dieses Pendeln,
Das Weglenken deiner Aufmerksamkeit,
Die Erfahrung deines Schmerzes verändert?
Und nun verbinde dich ganz bewusst mit dem Zentrum des Schmerzes und stell dir vor,
Als wäre dieser Schmerz ein verletzter Teil in dir,
Vielleicht dein inneres Kind,
Sodass es dir leichter fällt,
Mit Gefühl eine gewisse Verbindung zu diesem Schmerz zu spüren.
Denn wie gesagt,
Dieser Schmerz möchte im Grunde genommen dir helfen.
Und nun frage dich,
Was braucht dein inneres Kind?
Wenn dir das Bild mit dem Kind nicht hilft,
Kannst du dich auch fragen,
Was brauche ich,
Wenn ich diesen Schmerz spüre?
Wird Leichtigkeit gebraucht?
Liebe?
Gelassenheit?
Entspannung?
Geborgenheit?
Und dann erlaube dir im letzten Schritt von RAIN mit Selbstmitgefühl,
Unter Nutzung deiner inneren Ressourcen diesen Schmerz fließen zu lassen und die Heilung geschehen zu lassen.
Versuche einmal eine Hand auf den Schmerzbereich zu legen oder vielleicht nur in der Nähe des Schmerzes oder auf irgendeinen Körperbereich,
Wo es sich für dich jetzt angenehm anfühlt.
Und stell dir vor,
Du hältst dieses innere Kind oder du hältst dich.
Stell dir vor,
Du legst dir nun die Hand selbst auf,
Wie es eine Mutter zärtlich bei ihrem Neugeborenen tun würde,
Voller Liebe und Mitgefühl.
Und spüre diese Wärme und diese Zärtlichkeit.
Dadurch aktivierst du dein inneres Fürsorgesystem und dein Körper schüttet Wohlfühlhormone aus,
Die dich entspannen und geborgen fühlen lassen.
Und dann probiere diese sanften Berührungen mit mitfühlenden Sätzen zu verbinden,
Die zu deinen Bedürfnissen passen.
Wenn du vorhin das Bedürfnis nach Liebe wahrgenommen hast,
Kannst du sagen,
Möge ich mich geliebt fühlen.
Du kannst auch sagen,
Möge ich frei sein von Leid.
Möge ich gesund und munter sein.
Möge ich zu Entspannung finden.
Möge ich auch das erlauben können und mich leicht fühlen und erlaube dir dabei immer wieder bewusst tief ein- und auszuatmen.
Schenk dir selbst diese liebevollen Berührungen,
Diese liebevollen Sätze und immer wieder tiefe,
Bewusste,
Nähernde Atemzüge,
Die dich entspannen lassen und mit frischem,
Heilenden Sauerstoff versorgen.
Wie fühlt sich das an,
Wenn du dich selbst hältst,
Dir liebevolle Worte schenkst,
Bewusst ein- und ausatmest?
Kannst du wahrnehmen,
Dass es leichter wird,
Je mehr du den Widerstand loslässt und dir Mitgefühl schenkst?
Kannst du diesen mitfühlenden Teil in dir wahrnehmen?
Dann erlaube dir zum Abschluss noch ein wenig in dieser mitfühlenden Präsenz zu verweilen.
Vielleicht möchtest du bewusst tief ein- und ausatmen.
Vielleicht möchtest du aber auch den Geräuschen lauschen in deiner Umgebung.
Vielleicht möchtest du aber auch einfach die Entspannung,
Die jetzt entstanden ist,
Genießen.
Und wenn du soweit bist,
Dann öffne wieder sanft deine Augen und beende diese Meditation.
Mögest du voller Selbstmitgefühl den Schmerz erlauben können und mögest du wirklich frei sein von Leid.
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