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Sichere Schritte

by Lars Pracejus

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4.3
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Aktivität
Meditation
Geeignet für
Alle
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In dieser Übung lässt sich der eigene Weg Schritt für Schritt in Sicherheit erleben. Sicherer Halt kann uns Gewissheit geben, Stabilität und Zuversicht. Wir dürfen bei jedem Schritt ein Gefühl dafür bekommen, auf dem richtigen Weg zu sein. Und jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt. Diese Übung findet Anwendung bei Unsicherheit, geringem Selbstbewusstsein, nach Verlust und therapeutischer Arbeit mit Angst, Trauma und Schicksalsschlägen.

Transkription

Sichere Schritte In der kommenden Übung kann ich mir einen Ort suchen,

An dem ich mich wohl und sicher fühle.

Das kann im Sitzen oder im Liegen sein.

Einfach so,

Wie es für mich gerade stimmt.

Und ich kann meiner eigenen Atmung zuhören.

Die ruhig und gleichmäßig geht.

Und mich von ihr begleiten lassen nach innen.

Während die Dinge drumherum an Bedeutung verlieren.

Geräusche können kommen und gehen und ich beobachte einfach nur.

Geräusche in der Nähe,

Geräusche in der Ferne.

Und Gedanken können kommen und gehen,

Das ist ganz normal.

Ich beobachte die Gedanken,

Die kommen und gehen und lasse sie mit dem nächsten Ausatmen vorbeistreichen.

Ich darf loslassen.

Und vor meinem inneren Auge kann sich nun eine Landschaft in der Natur entfalten,

Die mich einlädt,

In ihr spazieren zu gehen.

Ich kann mir der Natur um mich herum bewusst werden und besonders des Untergrundes,

Auf dem ich gehe.

Ich kann mir bewusst werden,

Ob ich Schuhe trage oder Stiefel und wenn ja,

Welche.

Oder ob ich lieber barfuß unterwegs bin,

Wenn das zum Untergrund passt.

Und ich kann spüren,

Wie sich jeder einzelne Schritt entfaltet.

Und dabei macht es einen Unterschied,

Wie der Boden beschaffen ist.

Es kann ein fester,

Stabiler Boden sein,

Aus Fels oder Stein.

Aus festgetretener Erde oder Lehm,

Der mir sicheren Halt bietet.

Es kann ein bewachsener Boden sein,

Aus Gras oder Moos,

Der sich ganz anders unter meinen Schritten anfühlt.

Aber auch der bietet mir stabilen Halt,

So interessant und abwechslungsreich er auch sein mag.

Und dann gibt es Untergründe,

Die leicht nachgeben,

Wie vielleicht Sand oder Kies ein ganz besonderes Geräusch entfalten.

Wenn ich darauf gehe.

Ich kann den Rhythmus meiner eigenen Schritte spüren und hören.

Und es gibt Untergründe,

Die ihre Beschaffenheit verändern.

Schnee kann nachgiebig sein oder auch sehr fest.

Und es gibt noch viele andere Materialien,

Die mir in den Sinn kommen,

Die sich beschreiten lassen.

Und so abwechslungsreich wie diese Untergründe,

So gestaltet sich auch mein Weg durch das Leben.

Ich kann spüren,

Wann ich sicheren Schritts unterwegs bin.

Das Ziel vor Augen,

Geradlinig.

An welche Situationen es mir auferlegen,

Mal auszuweichen,

Einen kleinen Umweg einzulegen.

Meinen Weg zu suchen und zu finden und dennoch voranzukommen.

Und vereinzelt kann es sein,

Dass mal der Untergrund nachgibt,

Rutscht und ich neuen Halt suchen darf und auch finde.

Es sind dies die Widrigkeiten und Herausforderungen im Leben,

Denen ich mich gerne stelle.

Und alle Umwege oder Sackgassen sind Teil meines Weges und haben dazu beigetragen,

Mich zu finden.

Sie haben beigetragen,

Dass ich die Person geworden bin,

Die ich heute bin.

Und wenn ich meinen Rhythmus gefunden habe,

Kann ich spüren,

Wie mir das Gehen Freude bereitet.

Ich genieße das Gefühl,

Auf dem Weg zu sein.

Hin zum Ziel.

Und während ich das im Blick habe,

Darf ich im Hier und Jetzt jede einzelne Etappe und auch jeden einzelnen,

Konkreten Schritt genießen.

All dies sind unterschiedliche Perspektiven und sie haben alle ihre Berechtigung.

Und in manchen Momenten verliert sich das Ziel aus den Augen.

Es geht einfach drum,

Im Hier und Jetzt wieder festen Halt zu gewinnen.

Und auch das kann mir gelingen.

Und vereinzelt kann mir ein Stein oder Ast,

Eine Schlinge,

Ein Bein stellen und mich zum Stolpern bringen.

Ich kann ein paar zusätzliche Ausfallschritte machen und die Balance wiederfinden.

Und falls ich vereinzelt mal stürze,

So darf ich nach einem Moment des Schreckens auch wieder aufstehen und weitergehen.

Ganz unbeirrt.

Ich bin auf meinem Weg.

Ich kann jeden einzelnen Schritt in seiner Einzigartigkeit genießen.

Ich kann spüren,

Auf dem richtigen Weg zu sein.

Und dieses Gefühl kann ich mit mir nehmen.

Mit zurück und überall hin.

Mit zurück und überall hin.

Wenn ich mich nun dankbar von den inneren Bildern verabschiede,

In der sicheren Gewissheit auf meinem Weg zu bleiben.

Und die Lehren mitzunehmen,

Die mir mein Weg erteilt.

Denn jede große Reise beginnt mit dem ersten Schritt.

Und so kann ich nun nochmal auf meine Atmung achten und nun mit jedem Einatmen ein bisschen frischer,

Wacher und klarer werden.

Indem ich mit dem nächsten Einatmen wieder die Geräusche wahrnehmen kann.

Draußen,

Um mich herum in der Ferne,

Geräusche in der Nähe,

Dicht bei mir.

Ich kann anfangen,

Finger und Zehen zu bewegen.

Spüren,

Wie das Gefühl und die Kraft zurückkehrt,

Wenn ich Hände und Füße bewege,

Arme und Beine.

Ich kann mich etwas recken und strecken,

Rekeln,

Tief durchatmen und in meiner eigenen Geschwindigkeit die Augen aufschlagen,

Sodass ich wieder frisch,

Wach und klar zurück bin,

Im Hier und Jetzt.

© 2026 Lars Pracejus. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

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