Lektion 1
Anfängergeist
Heute geht es direkt mit der ersten inneren Haltung der Achtsamkeit los: der Anfängergeist. Achtsamkeit bedeutet, ganz bewusst von Moment zu Moment aufmerksam zu sein. Die meisten von uns leben dahingegen größtenteils auf Autopilot. Versuche mit mehr Bewusstheit zu leben und alles, was dich in deinem Alltag beschäftigt mit Offenheit und Neugierde zu betrachten. Mit einem „Beginner’s Mind“, mit deinem Anfängergeist, und pflanze so den ersten Samen für Achtsamkeit in deinem Geist.
Lektion 2
Stress
Heute erforschen wir Stress und erkläre ich dir mit der Geschichte „Zwei Pfeile und Hundekot“ wie du durch deine Denkweise deinen eigenen Stress verursachst. Das klingt hart, ist aber tatsächlich die gute Nachricht. Endlich weißt du, wo du sein musst, um deinen Stress loszuwerden. Du hast die Verantwortung. Nur du kannst etwas gegen deinen Stress tun. Willst du weniger Stress? Mehr Freude am Leben? Willst du mehr Energie und mehr innere Ruhe im Alltag? Das ist eine bewusste Entscheidung. Deine Entscheidung.
Lektion 3
Vertrauen
Es ist mittlerweile so normal: ein bisschen oder auch mehr Rückenschmerzen. Ein Hauch Kopfweh oder auch mehr. Oder andere stressbedingte körperliche Unannehmlichkeiten. Wie gehen wir damit um? Wir machen alles mögliche, um diese ganz wichtigen Körpersignale zu ignorieren oder zu unterdrücken mit Ibuprofen, Kaffein, Alkohol oder Schlaftabletten. Das ist auf Dauer natürlich nicht gesund. Tu dir also etwas Gutes, indem du erneut lernst auf deinen Körper zu hören und kultiviere so das Vertrauen in diese lebenswichtigen Körpersignale.
Lektion 4
Geduld
Achtsamkeit kultivieren verlangt etwas von dir, dass in unserer Gesellschaft nicht gefordert und auch nicht wirklich geschätzt wird: Geduld. Alles muss jetzt, gleich, oder besser noch, gestern schon erledigt oder erreicht sein. Für jeden Wunsch eine sofort befriedigende Lösung, für jede Beschwerde eine Wunderpille. Die Welt bewegt sich so schnell, dass du kaum noch die Stille erfahren kannst. Stille ist aber notwendig für deine geistige Balance und Gesundheit. Von daher, kultiviere Geduld und gönne deiner Seele so die Zeit dich nachzuholen.
Lektion 5
Ohne Urteil
Du bist ständig am Beurteilen, am Bewerten. Richtig oder falsch, angenehm oder unangenehm, ekelhaft oder lecker. Dieser uralte Beurteilungsmechanismus war evolutionär unglaublich erfolgreich und hat sich deshalb auch tief in deinem Gehirn, in deiner Denkweise, verankert. Die Folge: du bist kontinuierlich am Bewerten. Das Problem allerdings ist, dass du das auch machst, wenn die Situation nicht lebensbedrohlich oder gar nicht wichtig ist. Dieses dauerhafte Bewerten verursacht leider jede Menge Stress. Kultiviere daher das Ohne-Urteil-Sein und erfahre so mehr Freude und Gelassenheit.
Lektion 6
Akzeptanz
Heute erfährst du anhand von Johannes und Peter im Schutzgrabenkrieg wie wichtig Akzeptanz für dein Gemüt ist. Nur aus der Akzeptanz heraus findest du Achtsamkeit und Entspannung. Die Alternative ist ein Kampf gegen die Realität und das ist ein Kampf, den du nicht gewinnen kannst. Wir verschwenden unglaublich viel Energie damit, es anders haben zu wollen als es gerade ist. Die Meditation ist sehr hilfreich, um die innere Haltung der Akzeptanz zu üben und diese dann in deinen Alltag zu integrieren.
Lektion 7
Loslassen
Fällt das Leben dir manchmal schwer? Kann es sein, dass du unnötige Sachen durchs Leben mitschleppst? Sachen, die du eigentlich längst hättest loslassen sollen? Schau mal im Keller oder auf dem Flur. Gibt es da viele Umzugskartons, mit denen du schon ein- oder mehrmals umgezogen bist, ohne sie auszupacken? Ja? Das könnte darauf hinweisen, dass auch geistiges Loslassen für dich sehr schwierig ist. Also, lerne loszulassen, um den Geist zu entrümpeln und bringe so mehr Leichtigkeit in dein Leben.
Lektion 8
Nicht-Streben
Das Einschlafparadox: Du versuchst alles Mögliche, um schlafen zu können. Es funktioniert nicht. Interessanterweise bist du gleich eingeschlafen, in dem Moment, als du wirklich aufgegeben hast, in dem Moment, in dem du kein Ziel mehr hattest. Um schlafen zu können, musst du das Ziel einzuschlafen, aufgeben. Genauso ist es mit der Achtsamkeit. Meditierst du krampfhaft mit dem Ziel mehr innere Ruhe zu erfahren? Nun ja, das funktioniert nicht. Lerne deine Aufgaben zu erledigen ohne Ziel, und du wirst deine Ziele mühelos erreichen. Achtsamkeit inklusive.
Lektion 9
Achtsamkeit - deine Entscheidung
Das beste Mittel gegen Stress, und vor allem Denkstress, der Stress, den du dir selber verursachst, ist Achtsamkeit. Stress entsteht, weil du es anders haben möchtest, als wie es gerade ist. Wenn es dir aber gelingt achtsam zu sein mit was ist, löst Stress sich auf. Also, werde dir von Moment zu Moment bewusst, von was sich alles in deinem Geist abspielt. So kommst du stressverursachende Gedanken auf die Spur und kannst du dich von diesen Gedanken verabschieden. Das fragt allerdings Achtsamkeit, ein Ruhen in der Gegenwart. Entscheide dich also, achtsamer zu werden. Wirklich, das ist deine Entscheidung.
Lektion 10
Achtsamkeit im Alltag
Die Meditation ist sehr hilfreich, um achtsamer zu werden und Stress abzubauen. Aber letztendlich ist Meditation kein Ziel. Es ist ein Hilfsmittel, um deinen Geist besser unter Kontrolle zu bringen. Worum es wirklich geht, ist Achtsamkeit im Alltag. Dafür, meditiere :-) Aber kultiviere auch die inneren Haltungen der Achtsamkeit, damit du Achtsamkeit immer mehr in deinem Alltag einführst und so mit mehr Freude und Energie deine Aufgaben erfüllen kannst, was auch immer sie sind. Leichtigkeit im Leben, von Moment zu Moment. Es ist möglich, es ist eine Entscheidung. Deine Entscheidung!