
Rosinenmeditation (achtsames Essen)
by Arjen
Mit der Rosinenmeditation übst du das achtsame Essen, das Essen mit all deinen Sinnen. Mit Achtsamkeit schmeckt das Essen einfach besser und auch erzählt dein Körper dir dann wieviel Essen du brauchst, welches Essen gut für dich ist, und was deine wirklichen Bedürfnisse an Nährstoffen sind. Versuche mal das achtsame Essen in deinen Alltag einzubringen, zum Beispiel indem du in aller Ruhe eine Tasse Tee genießt oder du den ersten Bissen deiner Mahlzeiten mit all deinen Sinnen kostest.
Transkription
Mit dieser Meditation übst du das achtsame Essen mit all deinen Sinnen.
Du brauchst dafür drei Rosinen oder etwas ähnliches,
Trockenes Obst oder Brotwürfelchen.
Also suche etwas,
Was du für diese Meditation benutzen kannst,
Bemöglich drei Rosinen,
Dann lege diese drei Rosinen auf deine Handfläche,
Wähle die eine Rosine aus und schiebe die zwei anderen etwas beiseite,
So dass du dich voll auf der einen konzentrieren kannst.
Stelle dir jetzt vor,
Dass du ein Marshmallow bist.
Du hast noch nie eine Rosine gesehen oder gegessen.
Mit voller Verwunderung guckst du dir das kleine Objekt auf deiner Handfläche genau an.
Du bist mit deiner ganzen Aufmerksamkeit bei dem Objekt.
Du betrachtest die Oberflächen mit ihren Strukturen.
Du schaust dir die Farbe und vielleicht die Farbunterschiede genau an.
Du beobachtest,
Wie das Licht an einigen Stellen der Oberfläche reflektiert wird oder durch die Rosine fällt.
Vielleicht gibt es sogar einen Rosinenschatten auf deiner Handfläche.
Mache ganz kleine Bewegungen mit deiner Hand und bemerke,
Wie Farbe und Reflexion sich ändern.
Jetzt kannst du die Rosine ganz zärtlich zwischen Daumen und Zeigefingern nehmen.
Nimm Gewicht und Temperatur wahr.
Halte die Rosine nun gegen das Licht.
Was kannst du jetzt sehen?
Was erinnert dich das,
Was du jetzt beobachtest?
Wenn es dir angenehm ist,
Kannst du jetzt die Augen schließen,
Um dich nun völlig dem Gespür der Rosine zu widmen.
Beginne nun mit voller Aufmerksamkeit die Rosine zwischen deinen Fingern zu ertasten.
Wie fühlt die Rosine sich an?
Ist die Oberfläche rau oder glatt?
Vielleicht auch etwas klebrig?
Übe nun mit den Fingern leichten Druck auf die Rosine aus.
Nimm die Konsistenz und Nachgiebigkeit der Rosine wahr.
Ist sie weich oder eher fest?
Nun führe die Rosine zu einem deiner Ohren und rolle die Rosine vorsichtig zwischen deine Fingern und knausche die Rosine vielleicht ein bisschen.
Werde still und höre genau hin.
Wie hört sich eine Rosine an?
Was ist der Klang einer Rosine?
Dann führe die Rosine zu deinem anderen Ohr und bemerke wieder den Klang,
Das Rosinengeräusch.
Kannst du hier etwas hören?
Ist der Klang gleich oder auch anders?
Manchmal hörst du ganz andere Sachen mit links oder rechts.
Nun führe die Rosine zu deiner Nase.
Riech an ihr.
Erlaube dir,
Ihren Geruch ganz aufzunehmen.
Welche verschiedenen Düfte kannst du wahrnehmen?
An was erinnert dich der Geruch?
Vielleicht an Holz,
Sonne,
Erde oder Frühling?
Oder vielleicht auch tauchend Sänen aus deinem Leben auf?
Erinnerungen an Oma,
An Weihnachten,
An die Küche in deinem Elternhaus,
An eine Geburtstagsparty als Kind?
Was lösen diese Erinnerungen in dich aus?
Freude,
Wehmut?
Lächelst du oder bist du auf einmal traurig?
Bemerke schlicht,
Was in dir vorgeht und wie du darauf reagierst.
Führe jetzt die Rosine zu deinen Lippen.
Bemerke,
Wie dein Arm ganz genau den Weg zu deinem Mund weiß.
Berühre mit der Rosine deine Lippen.
Und fange damit an,
Die Rosine mit den Lippen zu ertasten.
Bemerke,
Was du jetzt spüren kannst.
Vielleicht kitzelt es?
Vielleicht kannst du die Struktur der Rosine ertasten?
Oder auch fühlst du etwas ganz anderes?
Lenke deine Aufmerksamkeit zu deinem Mund.
Was passiert jetzt in deinem Mund?
Vielleicht entsteht Speichel?
Oder du bemerkst,
Dass du gerne zubeißen möchtest?
Öffne nun den Mund und lege die Rosine ganz bewusst auf die Zunge.
Schließe deinen Mund und fange an,
Die Rosine mit der Zunge zu erforschen.
Nimm wahr,
Wie kompetent deine Zunge die Rosine in deinem Mund herumführt.
Und bitte noch nicht zubeißen.
Versuche erst,
Eine Weile nur mit der Zunge wahrzunehmen.
Vielleicht kannst du jetzt schon den Geschmack der Rosine spüren?
Schmeckst du die Rosine bereits?
Wie erwartet?
Oder anders?
Oder gar nicht?
Wie fühlt sich die Rosine an,
Groß oder klein?
Hart oder eher weich?
Kalt oder warm?
Verändert sich die Rosine mit der Zeit?
Wie reagiert dein Mund?
Vielleicht spürst du einen erhöhten Speichelfluss?
Beiße nun bewusst einmal oder zweimal auf die Rosine.
Wie verändert sich der Geschmack in deinem Mund?
Der Speichelfluss?
Regt sich in dir der Impuls,
Schnell weiterkauen zu wollen und die Rosine endlich zu essen?
Nimm diese Impulse wahr,
Ohne sofort zu reagieren.
Entscheide dich dann ganz bewusst,
Die Rosine zu essen.
Esse die Rosine in voller Aufmerksamkeit.
Zerkaue die Rosine.
Kaue langsam und beobachte,
Wenn die Rosine aufhört,
Eine Rosine zu sein.
Wenn du dich entscheidest,
Die Rosine zu schlucken,
Achte dann darauf,
Wie deine Zunge den Schluckvorgang vorbereitet,
Indem sie alle Einzelteile der Rosine versammelt.
Wenn du diese schluckst,
Beobachte,
Bis zu welcher Stelle du die Rosine nach dem Schlucken noch spüren kannst.
Wann hört deine Wahrnehmung der Rosine auf?
Nimm wahr,
Wie die Zunge nach dem Schlucken den Mund reinigt.
Etwas,
Das du nur selten bewusst erlebst.
Nimm wahr,
Wie die Zunge nun vom Speichel geflutet wird und sich auf diese Weise selbst reinigt.
Beobachte,
Wie sich der Geschmack in deinem Mund langsam ändert.
Und irgendwann ist die Rosine dann ganz weg.
Und dann wird es Zeit für die zweite Rosine.
Dafür lade ich dich ein für ein Gedankenexperiment.
Es ist Abend.
Du setzt dich nach dem Essen müde auf die Couch mit einer Packung Rosinen.
Du greifst zur Fernbedienung.
Esse jetzt die zweite Rosine,
So wie du für gewöhnlich vor dem Fernseher naschen würdest.
Und,
Was hast du bemerken können?
Ist die Rosine schon weg?
Die ganze Tüte schon weg?
Und dann widme dich jetzt der dritten Rosine.
Esse diese nun in deinem eigenen Tempo mit voller Achtsamkeit.
Wähle selbst,
Welchen Sinne du nutzen möchtest.
Und merke dir ganz bewusst deine Erfahrungen,
Während du die Rosine anschaust,
Spürst,
Riechst,
Hörst und esst.
Lasse dir dafür so viel Zeit,
Wie du brauchst.
Du kannst diese Anleitung jetzt auf Pause stellen.
Und wenn du die Rosine fertig gegessen hast,
Dann können wir diese Übung gemeinsam noch abschließen.
Und so sind wir am Ende dieser Rosinen-Meditation angekommen.
Ich hoffe,
Es war für dich interessant,
So mal ganz bewusst eine Weile zu essen,
Mit all deinen Sinnen.
Du kannst das gerne auch in deinem Alltag integrieren,
Indem du versuchst,
So dein erstes Wissen,
Deine Mahlzeit in voller Aufmerksamkeit zu genießen.
Ich wünsche dir ganz viel Spaß und Freude dabei.
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