
Morgendliche Couch Meditation Vol.3
Zunächst nehmen wir uns Zeit zum Ankommen und zum Entspannen unseres Kiefers. Dann werden wir dem Atem erlauben, uns immer tiefer in die Ruhe und den Frieden hineinzuführen, die in den Momenten zwischen Ein- und Ausatem aufscheinen.
Transkription
Guten Morgen.
Schön,
Dass du dir wieder diese kostbare Zeit gönnst.
Ich nehme an,
Du hast es dir jetzt schon wie immer für die Couch-Meditation auf deinem Sofa oder auf deinem Sessel ganz gemütlich gemacht.
Du kannst deine Beine ausstrecken,
Du kannst sie in den Schneidersitz bringen oder auch ganz dicht an dich ranziehen,
Ganz so wie du am liebsten auf deinem Sofa sitzt.
Ich bitte dich nur noch einmal den Po etwas nach hinten zu schieben,
So dass auch wenn du bequem sitzt,
Deine Wirbelsäule sich doch nach oben aufrichten kann und dein Kopf so in etwa über dem Becken ist.
Dann hast du vielleicht eine weiche Decke,
Mit der du dich zudecken möchtest und hast deinen Tee,
Deinen Kaffee oder vielleicht dein heißes Wasser in der Nähe,
Das du in den Schoß nehmen möchtest,
Noch einmal einen Schluck nehmen magst und diesen Schluck ganz genüsslich nach unten in deinen Bauch fließen lässt.
Wenn wir so genießen,
Dann entspannen sich die Muskeln im Körper und die Haut im Gesicht wird ganz glatt.
Und falls du es noch nicht getan hast,
Lass jetzt ganz langsam deine Augenlider über deine Augäpfel gehen,
Mit der Intention,
Dass du dich,
Bevor du dich jetzt gleich der Welt zuwendest,
Noch einmal ganz tief und innig bei dir selber ankommst und dich hier in dir selbst durch diese Meditation verankerst.
Du wirst der Welt sehr viel mehr geben können,
Wenn diese Verbindung da ist.
Und wenn du so entspannt die Augenlider über die Augäpfel gezogen hast,
Dann sind die Augenlider auch ganz glatt und lang und oberes und unteres Augenlid berühren sich nur ganz leicht.
So kann die Aufmerksamkeit jetzt ganz friedlich mit nach innen gleiten.
Und hier zunächst einmal zu deinen Kiefergelenken,
Die jetzt ganz entspannt sind.
Die Zahnreihen berühren sich nicht und der Mund ist vielleicht ein wenig offen.
Und um die Entspannung im Kiefer noch etwas zu vertiefen,
Stell dir einmal vor,
Dass du mit deinem Einatmen den Oberkiefer so ein bisschen nach oben saugst und mit dem Ausatmen den Unterkiefer etwas nach unten loslässt.
Der Einatmen saugt fast die Jochbeine,
Die Knochen oberhalb deines Kiefers etwas nach oben und der Ausatmen löst deinen Unterkiefer.
So entsteht ein ganz weites,
Offenes Gefühl im Mundraum.
Und wenn wir von hier aus die Aufmerksamkeit jetzt ein bisschen weiter nach hinten in den Kopf schieben,
Dann dehnt sich diese Weite auch über den Raum in den Ohren aus.
Stell dir vor,
Wie zunächst im rechten Ohr es weit wird und dann im linken.
Und sehe ich diese Weite vom Mundraum über den Ohrraum bis nach hinten in den Hinterkopf ausdehnt.
Und mit dieser Ausdehnung im ganzen Kopfraum ist es fast,
Als würde der Kopf von innen heller werden.
Und in dieser Helligkeit und Weite kann der Atem jetzt ganz friedlich fließen.
Für eine Weile gleite mit ihm durch deine Nase.
Einatmend bringt er frische und kühle und im Ausatmen wohlige Wärme.
Und so schon ganz innig und vertraut mit deinem guten Freund,
Dem Atem verbunden,
Bringt deine Aufmerksamkeit jetzt noch einmal zur Auflagefläche deines Körpers,
Zu der Weichheit um dich herum.
Nimm wahr,
Wie dein weiches Sofa oder ein weiches Kissen oder auch die weiche Decke dich ganz zart und fast liebevoll berührt.
Und indem du dir erlaubst,
In diese Weichheit hinein zu sinken,
Dass du ganz von ihr umhüllt,
Mit jedem Loslassen und dich hineingeben,
Dass du mehr Getragen empfindest,
Mehr Geborgenheit und Umhüllung.
Mit der Zeit,
Wenn du dich so hineingibst in diese Weichheit und diese Weichheit dich umfängt,
Atmet der Raum um dich herum,
Atmet das Sofa,
Die Decke,
Das Kissen mit dir.
Und mit dem nächsten Einatmen,
Lass deine Wahrnehmung jetzt in dein Becken gleiten.
Beobachte,
Wie der Atem hier die Bauchdecke und alles,
Was dich hier berührt,
Mithebt und im Ausatmen wieder senkt.
Es ist wundervoll zu beobachten,
Wie dieses Heben und Senken von ganz alleine geschieht.
Ganz entspannt,
Äußerlich,
Aber auch innerlich,
Beobachtest du,
Wie es ganz friedlich in dir atmet.
Und nun erlaube der Wahrnehmung,
Sich auszudehnen bis in deinen Herzraum und nimm wahr,
Wie auch dieser Raum vom Atem berührt wird.
Und indem wir dem Atem erlauben,
So jetzt ganz friedlich in seinem Rhythmus zu fließen,
Können wir beobachten,
Dass er aus vier Phasen besteht.
Dass der Einatem,
Der sich sanft von innen nach außen aufbäumt,
An einen Punkt kommt,
Wo er für einen klitzekleinen Moment stillsteht,
Bevor er kippt und sich im Ausatmen ergießt und in einem Ozean der Stille mündet,
Bis dann ganz sanft,
Auf ganz natürliche Art und Weise,
Der nächste Einatem aufsteigt.
Dadurch,
Dass du dich in einem friedlichen,
Beobachtenden Zustand befindest,
Kann der Atem sich entfalten,
Die Pausen dehnen sich aus und Stille legt sich um das Pulsieren des Atems.
Langsam beginnt der Atem wieder mehr Raum einzunehmen.
Und indem er immer tiefer wird,
Wirst du dir wieder der Kontaktfläche deines Körpers zu der Weichheit um dich herum bewusst.
Die Finger beginnen sich zu bewegen,
Die Füße,
Die Zehen spreizen und strecken,
Geräusche im Außen tauchen wieder auf.
Und wenn du jetzt ganz langsam die Augen öffnest,
Taucht auch die Außenwelt wieder in deinem Bewusstsein auf.
Und wenn der Tag dann heute um dich rum pulsiert,
Dann magst du vielleicht dann und wann mal innehalten,
Atmen und lauschen auf die Stille und den Frieden,
Der dich auch umgibt.
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