
Wie die Angst vor Fehlern zum Eigentor wird
Fehler machen ist Teil eines wichtigen Prozesses, den wir durchlaufen müssen, um erfolgreich zu sein. Und dabei geht es natürlich nicht nur um den beruflichen Erfolg. Auch auf deinem inneren Weg wirst du immer mal wieder in die falsche Richtung gehen. In dieser Folge widmen wir uns diesem Thema. Wir schauen uns an, wo...
Transkription
Du hörst Mindful Minutes mit mir,
Daniela Barchasch,
Der Gründerin von Evakuera Coaching und des Mindful Members Clubs.
Jede Woche spreche ich mit Dir darüber,
Wie Du Dein Leben grundlegend bewusster positiv gestalten kannst,
Auch wenn die Umstände und Vorbedingungen nicht unbedingt so prickelnd sind.
Und das Ganze machen wir auf der Basis von Persönlichkeitsentwicklung durch Meditation und Achtsamkeit und der buddhistischen Psychologie.
Wie kannst Du also ein glückliches Leben leben,
Denn das ist meiner Meinung nach überhaupt kein Zufall.
Und Du kannst das auch und ich bin hier,
Um Dir das zu zeigen.
Hallo ihr Lieben,
Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Mindful Minutes und diesmal geht es um das Thema Fehler machen,
Fehler begehen,
Fehlbar sein,
Das ist ja das,
Was wir damit verbinden.
Warum finde ich es so wichtig,
Dass wir uns damit auseinandersetzen?
Nun,
Es ist tatsächlich etwas mit dem Thema Fehler machen,
Etwas mit dem wir uns gar nicht aktiv auseinandersetzen müssen,
Sondern unsere Bereitschaft Fehler zu machen verändert sich mit unserem,
Ja mit unserem Grad,
Sage ich mal,
Der Persönlichkeitsentwicklung,
Also wie sehr wir mit uns in uns aufgeräumt sind.
In dieser heutigen Folge möchte ich gerne darüber sprechen,
Warum wir denn fast alle tatsächlich ein Problem damit haben,
Fehler zu machen und wie wir das ändern können und natürlich auch dazwischen so ein bisschen mit drin oder ganz wichtig mit drin,
Welche Auswirkungen hat es denn auf uns und auf unser Leben und unser Gefühl,
Echt zu sein,
Uns authentisch zu fühlen,
Wenn wir ein Problem damit haben,
Fehler zu machen.
Wir haben bei Evakuera eine Kultur,
In der ich es ganz,
Ganz wichtig finde,
Dass wir alle dazu uns öffnen,
Fehler zu machen,
Das ist einfach etwas,
Was wir nicht vermeiden können,
Aber ich finde es dann ganz wichtig,
Dass wir zu diesen Fehlern stehen können,
Dass wir das offen sagen können,
Ich reiße niemanden den Kopf ab und es passieren echt ständig Fehler bei uns,
Also dass wir das a,
Offen kommunizieren können und b,
Dass wir vor allem dann eben auch Lösungen finden können,
Um diese Fehler demnächst auszuräumen und nicht mehr zu begehen.
Wenn wir eine Kultur nicht schaffen würden,
Eine Fehlerkultur,
Dann führt das dazu,
Dass eben,
Und das nicht nur in Unternehmen,
Sondern auch in Familiensystemen,
Man nicht ehrlich miteinander ist und vor allem auch nicht miteinander wachsen kann.
Das erste Mal mit dem Thema Fehlerkultur habe ich mich auseinandergesetzt,
Als ich für Lufthansa gearbeitet habe,
Denn da ist es ein wichtiger Baustein im Unternehmen.
Da passieren gerade im technischen Bereich so viele Fehler,
Die dann auf der nächsten Ebene wieder Katastrophen nach sich ziehen und wenn man dann eben nicht bereit ist,
Über eigene Fehler zu reden oder man kein System hat,
Wo man sich eben mit diesen Fehlern auseinandersetzen kann oder sich auch vielleicht sogar anonym öffnen kann,
Dann führt das eben dazu,
Dass zwangsläufig schlimme Dinge passieren.
Das mag jetzt vielleicht nicht im Familiensystem passieren,
Da hat es andere Auswirkungen.
In einem Unternehmen wie Lufthansa geht es halt darum,
Dass Flugzeuge abstürzen können.
Doch als ich da das erste Mal mich damit auseinandergesetzt habe,
Ist mir eben auch klar geworden,
Was bedeutet das für uns,
Wenn wir uns nicht aktiv mit unseren eigenen Fehlern auseinandersetzen.
Und wenn du dir dieses ganze System Fehler anguckst oder auch Fehlerkulturen anguckst,
Dann siehst du,
Dass wir generell in unserer Gesellschaft ein Problem damit haben.
Die Frage ist natürlich,
Wo kommt das her,
Aber auch,
Wie können wir das ändern?
Wo kommt das her?
Überleg mal bei dir,
Was ist,
Wenn du einen Fehler machst,
Was passiert in dir drin?
Seit Kindheit an ist uns in unserer Gesellschaft gezeigt worden,
Dass wir Fehler nicht machen,
Wir sehen quasi nicht,
Wie unsere Eltern mit Fehlern umgehen,
Wie die danach darüber reden oder wie sie zu ihrem Mann oder ihrer Frau gehen und sagen,
Du,
Das tut mir leid,
Ich habe einen Fehler gemacht und das führt dazu,
Dass wir gar nicht wirklich schon so eine Art Bedienungsanleitung dafür mitbekommen,
Was es denn bedeutet,
Wenn wir einen Fehler gemacht haben.
Was verbinden wir noch damit?
Wir verbinden damit,
Dass Fehler schlecht sind,
Dass sie nicht passieren dürfen und jetzt kommt eben das Schwierige,
Wir verbinden damit,
Dass wenn wir einen Fehler machen,
Wir schlecht sind und dann kommt eine Emotion in uns auf und eine negative Emotion und negative Emotionen wollen wir vermeiden,
Also wir sind schlecht führt dazu,
Wir fühlen uns schlecht,
Führt dazu,
Wir sind nicht gut genug,
Also es betrifft unseren Selbstwert,
Sprich wir fühlen uns eventuell sogar so,
Wir sind niemals gut genug.
Ich habe mal über zwei große Glaubenssätze und einen dieser Glaubenssätze betrifft jeder von uns,
Habe ich mal eine tolle Podcast-Folge gemacht,
Ich verlinke sie dir in den Shownotes,
Also ich bin niemals gut genug oder der andere Glaubenssatz ist,
Was denkst du eigentlich,
Wer du bist,
Aber diese Fehlerpolitik oder diese Unfähigkeit Fehler zu machen,
Betrifft sehr stark den Selbstwert,
Ich bin niemals gut genug.
Ja und das sind alles negative Emotionen in uns,
Die wir vermeiden wollen,
Also was ist die Folge?
Am besten keine Fehler machen,
Überleg doch mal in der Schule,
Du hast ein Diktat zurückbekommen oder irgendetwas anderes und deine Fehler waren alle schön in rot angestrichen und du hast dich zwangsläufig schlecht gefühlt,
Auf den Zetteln stand nicht drauf,
Die du zurückbekommen hast,
Du kannst es noch nicht,
Also da müssen wir nochmal hingucken,
Das hat der Lehrplan gar nicht vorgesehen,
Sondern der ist dann schön weitermarschiert,
Sondern das war dieses,
Du kannst das überhaupt nicht.
Wir wollen also in unserem zukünftigen Leben vermeiden,
Fehler zu machen,
Weil wir damit negative Emotionen verbinden und dieses Vermeiden ist super,
Super anstrengend,
Stichwort Perfektionismus,
Wie viele Leute von uns sind perfektionistisch aufgestellt und verkaufen das sogar in einem Werbungsgespräch als etwas Positives.
Das ist also sehr anstrengend,
Wenn wir die ganze Zeit diese perfekte fehlerfreie Welt aufrechterhalten wollen und wenn dann nämlich ein Fehler passiert,
Versuchen wir diese Fehler zu vertuschen,
Nicht nur anderen gegenüber und jetzt wird es nämlich tricky,
Wenn wir uns die psychologische Seite angucken,
Sondern uns auch teilweise selbst gegenüber,
Das sehe ich manchmal in Gesprächen mit anderen,
Die sich dann doch irgendwie öffnen,
Aber ihre eigenen Fehler gar nicht als solche erkennen wollen und dann natürlich auch dem anderen gegenüber sich hier nicht öffnen können.
Was bedeutet das aber unterm Strich?
Wir wollen Fehler vermeiden,
Das heißt es ist super anstrengend,
Das Leben besteht aus Fehlern,
Im nächsten Schritt wollen wir diese Fehler nicht sehen oder geben sie nicht zu,
Das heißt wir fühlen uns nicht ehrlich mit uns,
Wir fühlen uns nicht authentisch,
Wir haben ständig das Gefühl,
Auch wenn jemand kommt und uns ein Kompliment gibt,
Ständig dieses innere Gefühl,
Das stimmt der gar nicht,
Der kennt mich ja gar nicht,
Wenn der wissen würde,
Dass,
Ja,
Dann würde der das zu mir gar nicht sagen,
Das heißt wir können dieses Kompliment nicht annehmen,
Wir können uns gar nicht gut fühlen,
Weil wir ständig denken,
Ich gebe ja sowieso etwas vor,
Was ich nicht bin,
Also wir fühlen uns nicht ehrlich mit uns selbst.
Die Grundlage von einem Leben,
In dem du dich gut fühlst,
In einem Leben,
In dem du dich annehmen kannst,
Wird damit quasi schon verhindert.
Wie schaffen wir es jetzt aber,
Einen Weg daraus zu finden?
Und ich hatte am Anfang gesagt,
Dass wir gar nicht aktiv an Fehlern arbeiten müssen,
Sondern es sind andere Standbeine,
Die dazu führen,
Dass wir mit unseren Fehlern anders umgehen können und uns nicht mehr schlecht fühlen,
Wenn wir einen Fehler machen.
Und zwar,
Wir müssen mit unseren Glaubenssätzen arbeiten,
Speziell eben die,
Die mit Selbstwert zu tun haben.
Wir müssen an unserem Selbstwert arbeiten.
Und wir arbeiten mit dem Mindful Way und das ist ein gesamter Prozess,
Das heißt wir haben nicht einen einzigen Baustein,
Bei dem wir etwas tun müssen,
Sondern es ist eine Reihe von Bausteinen,
Die alle aufeinander folgen.
Sprich,
Als allererstes kümmern wir uns um unsere Gedanken mit Meditation,
Wir kümmern uns um unsere Emotionen,
Um einen heilsamen Umgang mit Gefühlen,
Wir kümmern uns um unsere Bedürfnisse,
Wir erfahren,
Was unsere psychischen Grundbedürfnisse sind und reflektieren,
Wann hatten wir die oder wann wurden die erfüllt und wann eben nicht in unserer Kindheit,
Aber auch noch heute.
Dann setzen wir uns eben mit unseren Glaubenssätzen auseinander und fangen an,
Unsere negativen Glaubenssätze zu verändern.
Denn was passiert dann?
Und jetzt wird es interessant.
Du veränderst dich,
Du fängst an,
Dich zu transformieren.
Dann mache ich auf einmal einen Fehler und ich bin bereit,
Ihn nur zu beobachten.
Ich beobachte erstmal,
Wie unwohl ich mich damit fühle,
Wie scheiße ich mich damit fühle,
Ohne gleich das irgendwie kompensieren zu wollen und hier drauf zu reagieren.
Denn das ist das,
Was wir machen.
Normalerweise ein unbewusstes,
Unachtes Leben,
Da kommt eine negative Emotion auf und wir haben ein ganzes System in uns etabliert,
Damit diese negative Emotion weggeht,
Dass wir die irgendwie kompensieren.
Das machen wir aber nicht bei uns,
Sondern wir lassen dieses Gefühl,
Dieses unbequeme Gefühl aufkommen.
Wir haben einen Fehler gemacht,
Wie scheiße ist das?
Und das lassen wir erstmal so stehen.
Und dann,
Wenn ich das so stehen lassen kann,
Erlebe ich auch,
Wie die Emotionen sich verändern.
Gestern habe ich meine Tochter ohne Jacke in den Wald geschickt und es hat angefangen zu regnen und ich gucke in den Meeting raus und sehe,
Oh nein,
Es regnet,
Klara hat keine Jacke mit und ich habe mich schlecht gefühlt,
Was bin ich für eine Mutter,
All diese Gedanken,
Die da aufkommen.
Also ich lasse das so stehen und kann dann damit arbeiten.
Und dann erlebe ich eben,
Wie mit der Zeit diese Emotion sich verändert.
Ich atme quasi in meinen Fehler hinein.
Ich beobachte die Spannung,
Die in meinem Körper ja automatisch auftaucht,
Weil ich so geprägt worden bin.
Und dann kann ich diese Spannung mit Techniken ziehen lassen.
Ich kann mich wieder entspannen.
Ich kann loslassen.
Und in diese Entspannung dann kann Güte reinkommen und zwar mir selbst gegenüber.
Und dann ist es so,
Als ob wir mit unserer besten Freundin oder unserem besten Freund oder unserem Kind reden.
Mensch,
Dani,
Hast du einen Fehler gemacht,
Ey,
Ist doch nicht so schlimm.
Und auf diesem Weg hat sich schon der gesamte Körper verändert.
Du kannst im Bauch atmen,
Im Brustkorb,
Die Schultern sind entspannt.
Du weißt,
Dass dein Wert nicht mehr an diesem Fehler hängt.
Denn Fehler sind unvermeidbar.
Was wir machen wollen mit unserer Arbeit,
Was du machen musst,
Auf deinem Weg ist,
Dieses Entkoppeln.
Ich mache einen Fehler,
Ich bin nichts wert.
Und das ist ein Prozess.
Und dann ist es nämlich wichtig,
Wenn wir das können,
Dann begreifen wir noch viel mehr.
Und da bin ich neulich auf ein total schönes Zitat gestoßen.
Failure is not the opposite of success.
It is a requirement.
It is part of the process.
Fehler machen,
Fehlbar sein,
Ist nicht das Gegenteil von Erfolg.
Ganz im Gegenteil.
Es wird benötigt,
Also diese Fehler sind Voraussetzungen,
Sie sind Teil des gesamten Prozesses.
Und das können wir auch auf dein Leben übertragen.
Also das nächste Mal,
Wenn du einen Fehler machst,
Ist der Mindful Way dein Tool,
Um innerlich zu entspannen und dich loszulösen von der Vorstellung,
Dass du nicht genügst.
Danke,
Dass du deine wertvolle Zeit mit mir verbracht hast.
Bis zum nächsten Mal.
Treffen Sie Ihren Lehrer
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