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Bindungsmuster? Bindungstrauma? #3 Fünf Orte der Heilung

by Daniela Barchasch

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Die 5 verborgenen Orte in dir, an denen dein verletztes Bindungsmuster heilen kann. Du kennst jetzt vielleicht dein Bindungs-Muster. Du weißt vielleicht sogar, woher es kommt. Und trotzdem reagierst du wahrscheinlich noch genauso wie vorher, sobald es in Beziehungen schwierig wird. Das ist keine Ausnahme, das ist die Regel, und der Grund dafür ist größer, als die meisten denken. Deswegen zeige ich dir in dieser Folge: Die fünf Bereiche in dir, die sich gemeinsam verändern müssen, damit aus Verstehen wirklich Veränderung wird Warum reines Wissen über dein Muster oft nur einen einzigen dieser Bereiche erreicht Was einen Streit, der eskaliert, von einem unterscheidet, der es nicht tut

Transkription

Du hörst Mindful Minutes mit mir,

Daniela Barchasch,

Der Gründerin von Evakuora.

Jede Woche spreche ich mit dir darüber,

Wie du dein Leben bewusster und glücklicher gestalten kannst.

Wie schaffen wir es,

Uns von alten belastenden Prägungen,

Gefühlsmustern,

Verletzungen und Glaubenssätzen zu befreien?

Das Ganze machen wir auf der Basis von Mindful Way.

Das ist Persönlichkeitsentwicklung basierend auf therapeutischen Elementen,

Coaching-Tools und Körperarbeit.

Lass uns ein glückliches Leben leben,

Denn das ist meiner Meinung nach kein Zufall.

Und du kannst das auch.

Und ich bin hier,

Um dir das zu zeigen.

Hallo ihr Lieben,

Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Mindful Minutes.

Wir befinden uns ja gerade in einer Reihe,

In einer Reihe über Bindung und Beziehung und wie wir mit uns in Beziehung stehen,

Aber natürlich auch mit den anderen da draußen,

Weil wir darüber ein Gefühl entwickeln von ich bin richtig und ich bin wertvoll.

Und in den letzten Folgen haben wir uns angeschaut,

Welche Muster du hast in deinem Leben,

Also welche Bindungsmuster und wie das mal überhaupt entstanden ist,

Also woher das kommt.

Und heute geht es um etwas anderes.

Und zwar um die Arbeit,

Die du selbst in dir vollziehen musst,

Ja,

Um im Inneren klar zu kommen,

Dich im Inneren zu verändern,

Ja,

Stabiler zu werden,

Sicherer zu werden,

Bevor wir nächste Woche in der Podcast-Folge nach draußen gehen und dann uns tatsächlich Beziehungsstrukturen anschauen.

Also dein eigenes Bindungsmuster,

Ja,

Was sich dann ja im Kontakt mit anderen auch zeigt.

Deinen Anteil.

Oder du hast schon viel daran eben gemacht,

Hast schon viel erfahren und weißt schon ganz,

Ganz viel darüber,

Wie du tickst.

Und du weißt vielleicht sogar schon,

Woher das kommt.

Also was du mal erlebt hast,

Dass du heute so bist,

Wie du bist.

Und obwohl wir das wissen,

Ja,

Und das betone ich hier immer wieder,

Reagierst du wahrscheinlich immer noch genauso wie vorher.

Sobald es in der Beziehung,

Ob es zum Partner ist,

Ob es im Berufskontext ist,

Ob es eben zu Freunden ist,

Sobald es in diesem Beziehung irgendwie eng und schwierig wird.

Und das ist auch keine Ausnahme,

Auch wenn du denkst,

Oh,

Ich weiß es doch,

Wieso kriege ich das nicht hin,

Sondern das ist die Regel,

Das ist bei allen so.

Und der Grund dafür ist größer,

Als die meisten einfach denken.

Viele,

Die mit diesem Thema arbeiten,

Sagen heute dieses,

Hey,

Ihr müsst mit dem Nervensystem arbeiten.

Und ganz klar,

Das ist auch wirklich ein wichtiger Teil.

Das Nervensystem,

Ich habe in anderen Folgen eben auch schon darüber gesprochen,

Du hast womöglich,

Wenn du dich mit dem inneren Weg beschäftigst,

Viel über Nervensystem,

Vargusnerv und so in den letzten Monaten gehört oder sogar Jahren.

Aber,

Und das ist ganz wichtig,

Das Nervensystem ist eben nur ein Teil davon.

Wir arbeiten bei uns mit fünf verschiedenen Bereichen in dir,

Die sich alle gemeinsam verändern müssen,

Damit aus dem Verstehen wirklich Veränderung wird.

Und diese fünf Bereiche möchte ich dir gerne heute in dieser Podcast-Folge vorstellen.

Das heißt,

Du hast deinen Fokus nicht mehr nur auf Nervensystemen,

Vielleicht war der da auch ja noch nie ganz,

Sondern du hast deinen Fokus auf etwas Ganzheitlichem.

In Sekundenbruchteilen,

Ob eine Situation für dich sicher ist oder nicht.

Lange bevor du bewusst nachdenken kannst.

Und das ist genau der Grund,

Warum du in manchen Momenten reagierst,

Bevor du überhaupt merkst,

Dass du reagiert hast.

Also so zum Beispiel Konflikt für ganz viele von euch da draußen.

Konflikt ist nicht sicher.

Also lieber bitte etwas anderes machen,

Das Vermeiden,

Wegrennen,

Fliehen oder Erstarren im Konflikt.

Es gibt verschiedene Szenarien,

Wie wir eben reagieren können,

Was wir mal in der Kindheit gelernt haben.

Der zweite Bereich,

Und das ist jetzt wichtig,

Ist dein Gehirn.

Genauer,

Die Bahnen,

Die sich eben darin über Jahre bis Jahrzehnte gebildet haben.

Jedes Mal,

Wenn du auf eine bestimmte Weise reagierst,

Wird die Verbindung dafür in deinem Gehirn ein Stück stärker,

So wie ein Trampelfad,

Der mit jedem Schritt fester wird.

Und nach Jahren ist daraus eine breite,

Ausgetretene Straße geworden.

Dein Gehirn nimmt automatisch diesen Weg,

Weil dieser Weg einfach der bekannteste ist,

Auch wenn er nicht der gesündeste ist.

Und genau hier müssen wir ansetzen und musst du ansetzen.

Verschiedene Techniken im Bereich Meditation,

Im Bereich Nuancierung von Sprache,

Im Bereich bilaterale Stimulation,

Rechte Seite,

Linke Gehirnhälfte.

Diese Bereiche müssen angegangen werden.

Der dritte Bereich ist dein Körper selbst,

Und zwar deine Haltung,

Deine Muskelspannung.

Viele von uns tragen ihre alten Schutzmuster wortwörtlich in sich,

Ja,

Also hochgezogene Schultern,

Ein angespannter Kiefer,

Ein Bauch,

Der sich sofort zusammenzieht.

Ich war mal in einem buddhistischen Kloster,

Zen-Buddhismus war das,

Und da konnte der Abt tatsächlich Menschen beobachten und aufgrund ihrer Körperhaltung ihre psychische Verfassung einordnen.

Es ging um das Thema buddhistische Psychologie.

Superspannend,

Denn diese körperlichen Muster,

Ja,

Die verstärken nochmal das,

Was sowieso schon im Körper passiert,

Ja,

Auch im Nervensystem passiert.

Sie sind wie Verstärker für das,

Was du sowieso schon fühlst.

Und daran müssen wir arbeiten.

Da müssen wir rauskommen.

Da müssen wir wieder einen Fluss in den Körper reinbringen.

Der vierte Bereich ist dein inneres Bild von Beziehung,

Was du unbewusst erwartest,

Wenn du jemandem näher kommst.

Also erwartest von dem anderen,

Erwartest von dir,

Erwartest von der Beziehung.

Diese Frage,

So wird der andere bleiben?

Wird er dich enttäuschen?

Muss ich mich anstrengen,

Um gehalten und getragen zu werden?

Und dieses innere Bild entscheidet oft schon,

Bevor eine Beziehung überhaupt richtig beginnt,

Wie du sie erleben wirst.

Ich bin in der Grundschule von Berlin ins Rhein-Main-Gebiet gezogen.

Und ich hatte schon immer in meiner Kindheit erlebt,

Ich gehöre nicht dazu.

Egal wo ich war,

Ich wurde nicht gehalten und getragen und habe keine Selbstverständlichkeit entwickelt,

Dass ich mich irgendwo auch gut integrieren konnte.

Und dann bin ich in ein kleines Dorf im Rhein-Main-Gebiet gezogen,

Dort auf die Grundschule gegangen.

Und diese Freundschaften haben schon seit der Kindheit,

Seit dem frühen Kindheit,

Seit dem Kindergarten bestanden.

Und einerseits kam ich da aufgrund der Konstellation eben auch schwierig rein,

Aber ich habe auch gar nicht das innere Gerüst gehabt,

Um tatsächlich da reinzugeben,

Weil ich immer die Annahme hatte,

Ich gehöre nicht dazu.

Und das ist dieses innere Bild,

Was wir von Beziehung haben.

Dieses innere Bild entscheidet eben darüber,

Wie wir Beziehung erleben werden.

Und daran müssen wir arbeiten.

Und der fünfte Bereich ist deine Fähigkeit,

Mit deinen eigenen Gefühlen umzugehen,

Sie überhaupt zu erkennen,

Zu benennen,

Auszuhalten,

Statt sie sofort wegzudrücken oder von ihnen überflutet zu werden.

Also einfach mal diesen Raum zu halten.

Und ich habe jetzt einfach gesagt,

Es ist ganz oft nicht einfach,

Weil die Emotionen einfach groß und stark sind,

Überwältigend sind und wir Angst vor den negativen Emotionen haben.

Das ist das Kind in uns oder die diversen Anteile,

Die noch Kinder sind,

Die sagen,

Oh,

Das möchte ich nicht,

Davor habe ich Angst.

Und unser innerer Mechanismus ist unser alter Mechanismus.

Wie gehen wir mit diesen Gefühlen um?

Als Kinder hätten wir die nicht aushalten können.

Als Erwachsene ist es unser Weg oder ein maßgeblicher Weg,

Innerlich zu heilen.

Aber ganz wichtig,

Ich habe immer wieder Menschen,

Die vor mir sagen,

Ja,

Aber ich setze mich doch hin und ich meditiere doch und ich spüre doch diese Gefühle.

Ich muss im nächsten Schritt auch aufbauen,

Dass ich mich sicher in diesen Gefühlen fühlen kann und dass ich sie halten kann.

Ansonsten ist es retraumatisieren.

Das ist mehr,

Als sich einfach nur hinzusetzen und zu sagen,

Okay,

Ich gebe der Angst gerade einen Raum.

Das könnte sogar zu überwältigend für unser System sein.

Viele Menschen,

Mit denen ich arbeite,

Erleben genau das.

Sie sind ihren Gefühlen ausgeliefert und sie brauchen neue Wege,

Sich in ihrer Gefühlswelt sicher zu fühlen,

Um dann auch Gefühle zu verändern oder halten zu können,

Wenn es total berechtigt ist in dieser Situation,

Um dann eben so eine Art Transformation zu haben und dann auch am Ende anders reagieren zu können.

Wenn du nur an einem dieser Bereiche arbeitest,

Zum Beispiel eben nur am Verstehen,

Bleibt der Rest unverändert zurück und zieht dich immer wieder in die alten Reaktionen rein.

Und das ist eben der Grund,

Warum reines Wissen nicht reicht.

Es erreicht nur einen von diesen fünf Bereichen.

Und seit über zehn Jahren ist es für mich ebenso wichtig in meiner Arbeit.

Hat mal angefangen auf dem Boden,

Auf der Yogamatte,

Dann mit traumsensitivem Yoga,

Dann kam dazu buddhistische Psychologie.

Immer mehr Bewusstsein dafür,

Was passiert,

Aber gleichzeitig auch eine Veränderung im Körper.

Und als ich mittlerweile schon 15 Jahre eben bei mir gesehen habe,

Wie wir einen guten Weg gehen können,

Zu uns kommend und in Beziehung mit den anderen tretend,

Hat sich grundlegend bei mir etwas verändert,

Auch das Gefühl,

Ich gehöre in diese Welt,

Ich gehöre dazu.

Und das ist auch genau das,

Was ich eben bei den Menschen da draußen sehe,

Ja,

Dass ich auf diesem Wege so viel in ihn verändern kann.

Und ihr habt oft viel verstanden,

Ja,

Manchmal jahrelang Therapie gemacht und trotzdem verändert sich im echten Moment nichts.

Nicht,

Weil du etwas falsch gemacht hast,

Sondern weil du bisher immer nur einen Teil in dir erreicht hast.

Ich hatte mal eine Klientin,

Die monatelang genau wusste,

Welches Muster sie hat.

Da kam so diese Erkenntnis,

Sie hat diese eine Podcast-Folge gehört,

Nicht meine,

Sondern eine andere.

Und sie konnte aber nichts davon umsetzen.

Bei jedem Streit ist sie sofort in Panik verfallen.

Und erst als wir eben angefangen haben,

Mit dem Nervensystem,

Mit der Körperhaltung,

Auch der inneren eben,

Der Fähigkeit,

Gefühle auszuhalten,

Zu arbeiten,

Ja,

An all diesen fünf Bereichen gearbeitet haben,

Durfte sich etwas verändern und sie ist sicherer geworden in ihren Beziehungen und hat nicht immer gleich Angst,

Der andere bricht weg und sie muss sich irgendwie anpassen und so ein People Pleaser werden und gestaltet damit ihre Beziehung maßgeblich selbst.

Denn was sich dann verändert ist,

Du merkst,

In dem Moment schon,

Wenn es eng wird,

Ja,

Wenn da die Spannung aufkommt,

Schon sehr viel früher und du reagierst nicht mehr blitzschnell und automatisch in deinen alten Mustern,

Sondern du hast einen Raum dazwischen,

Um anders zu entscheiden.

Zwischen Reiz und Reaktion entsteht ein Raum.

Und genau in diesem Raum liegt deine Macht,

Etwas zu verändern.

Ach,

Das können wir nicht nur über den Kopf herstellen,

Den müssen wir auch über den Körper herstellen.

Das klingt klein,

Ist aber der Unterschied zwischen einem Streit,

Der eskaliert,

Und einem,

Der es nicht tut.

Danke,

Dass du heute dir wertvolle Zeit genommen hast für mich und dann hören wir uns beim nächsten Mal wieder.

Bis dann.

© 2026 Daniela Barchasch. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

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