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Bergmeditation - Berndeutsch

by Nathalie Bühler

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Meditation
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Die Bergmeditation ist eine Visualisierungsübung. Du versuchst dir einen Berg mit all seinen Qualitäten vorzustellen und dich dabei mit dem Berg und seinen Qualitäten zu verbinden. So kannst du Stärke, Gleichmut und Präsenz entwickeln.

Transkription

Die Bergmeditation Bei der Bergmeditation geht es um eine stärkende Übung.

Es geht darum,

Sich die Qualitäten des Berges vorzustellen.

Es ist also eine Visualisierungsübung.

Ein Versuch,

Sich mit den Qualitäten des Berges zu verbinden.

Sich zu stärken.

Versuche,

Dich darauf einzulassen und einfach zu beobachten,

Was passiert.

Den fingerbequemen Sitz auf einem Bänkli,

Auf einem Stuhl oder auf einem Meditationskissen.

Die Beine,

Die Füsse,

Das Gesäss gut verankert mit der Unterlage.

Die Wirbelsäule aufgerichtet,

Ganz unangestrengt.

Der Nacken lang und das kleine Leicht zum Brustbein gezogen.

Wenn du magst,

Die Schultern nach hinten,

Unten sinken lassen.

Die Hände dort auflegen,

Wo es angenehm ist.

Die Augen geschlossen oder offen.

Wenn die Augen offen sind,

Versuche,

Einen weichen Blick zu haben.

Nichts zu fokussieren und ohne in der Gegend herumzuschauen.

Die Sitzhaltung wahrnehmen.

Die Kontaktflächen zur Unterlage.

Die Körperteile,

Die einander berühren.

Die aufgerichtete Haltung.

Versuche,

Die Muskeln im Gesicht noch ein bisschen zu lösen.

Weich werden im Kiffer,

Im Punkt zwischen den Augenbrauen.

Vielleicht hilft auch ein tiefer Einatmen und ein tiefer Ausatmen,

Um voll in den Sitz einlaufen zu können.

Gedanken wahrnehmen,

Die noch herumschwirren.

Und sie freundlich aufnehmen,

Wo sie sitzen können.

Sie lassen vorbeiziehen,

Lassen gehen.

So gut,

Wie das in diesem Moment gerade möglich ist.

Der Atem wahrnehmen.

Der natürliche Atem,

Wie er durch die Nase oder durch das Maul ein- und ausfliesst,

Ohne dein Zutun.

Atemzug für Atemzug beobachten.

Und dabei eine neugierige und offene Haltung einnehmen.

Den Anfängergeist einladen,

Den Atem zu beobachten.

Wie fühlt sich dieser Atemzug an?

Immer wenn dich Gedanken,

Geräusche,

Körperempfindungen ablenken,

Hol dich zurück,

Wenn du es bemerkst,

Zum Atmen.

Verurteile dich nicht dafür.

Das ist ganz normal,

Dass der Geist hin- und herspringt.

Atemzug für Atemzug.

Ohne etwas anderes zu haben.

Jeden Moment so annehmen,

Wie er sich zeigt.

Dann lade dich jetzt ein,

Dir von deinem geistigen Auge einen Berg vorzustellen.

Es kann ein Berg sein,

Den du bereits erkundet hast und vielleicht auch gerne hast.

Es kann aber auch ein Berg sein von einem Film oder einem Foto.

Oder auch ein Berg,

Der deiner Fantasie entspringt.

Versuche,

Jedes Detail auszumalen im Geist.

Die Form genau bestimmen.

Die massive Gestalt der aufragenden Gipfel.

Der tief in der Erde verankerte Bergfuss oder die Steilhänge.

Die sanft abfallende Bergflanke.

Mal dir jedes Detail aus.

Wie auch immer dein Berg aussieht.

Sitze mit dem Hier und atme mit dem Bild vom Berg.

Und bist dir seiner Form bewusst.

Einfach atmen und den Berg vorstellen.

Erlaub dir jetzt,

Mit deinem Körper eine genauso ausladende und stolze Haltung wie den Berg einzunehmen.

Du bist jetzt wie der Berg,

Den du dir vorstellst.

Der Kopf wird zum hoch aufragenden Gipfel.

Die Schultern und Arme zu den Bergflanken und das Gesäss und das Bein zu der soliden Basis des Berges.

In diesem Augenblick bist du nichts anderes als ein atemender Berg.

Du darfst dir immer noch den Berg vor deinem geistigen Auge vorstellen.

Wenn es dir hilft,

Die Qualitäten des Berges zu verkörpern.

Du bist ein Berg,

Der unbeweglich und unerschütterlich in der Stille von Körper und Geist verweilt.

Du nimmst eine zentrierte,

Verwurzelte und unerschütterliche Präsenz ein.

So wie der Berg.

Dagein und dagaus verweilt der Berg in unerschütterlicher Ruhe.

Während die Sonne über den Himmel wandert,

Sich das Licht,

Die Schatten und die Farben und auch das Wetter ständig verändern.

Der Berg verhaart einfach und bleibt sich selber.

Während Jahreszeiten ineinander übergehen.

Und das Wetter von Tag zu Tag,

Von Augenblick zu Augenblick sich verändern kann.

Der Berg bleibt immer gleich.

Unberührt von den Erscheinungen in der Welt.

In einer Stille,

Die alle Veränderungen überdauert.

In einer Stille und in einer Gelassenheit.

Manchmal ist der Berg von Wolken und Nebel umhüllt.

Oder Eisregen prasselt auf ihn hinunter.

Die Bergwanderer sind vielleicht enttäuscht,

Weil sie den Gipfel nicht klar sehen können.

Aber all dem begegnet der Berg mit Gleichmut.

Ob er zu sehen ist oder nicht.

Im Sonnenlicht liegt oder vernebelt ist.

Ob es heiss oder eiskalt ist.

Er sitzt einfach da und ist sich selber.

Versuche so gut es dir geht,

Qualitäten in dir aufzunehmen.

Mit der Körperhaltung und der geistigen Haltung zu diesem Berg werden.

Qualitäten übernehmen.

Vielleicht hilft dir das Bild vom Berg,

Dem Leben und dem Moment,

Das sich ständig verändert,

Mit der gleichen Stabilität und Ruhe begegnen zu können.

In unserem Geist,

Im Körper und in der Aussenwelt,

Erfahren wir immer wieder Veränderung.

Wir erleben im Innen wie im Aussen verschiedene Stürme.

Manchmal intensiven Wind,

Regen,

Schneesturm.

Wir haben vielleicht dunkle und schmerzvolle Zeiten auszuhalten.

Aber auch viele wunderschöne und freudvolle Momente gehören dazu.

Indem wir in der Meditation zum Berg werden,

Können wir uns mit seiner Festigkeit und Kraft verbinden.

Ausser uns aneignen.

Die Energie vom Berg versuchen zu nutzen,

Um im Alltag immer mehr Momente mit einer achtsamen,

Offenen und klaren Haltung zu begegnen.

Alle Sorgen,

Krisen,

Gefühle,

Gedanken werden sich früher oder später verändern.

Wie auch das Wetter sich immer wieder verändert.

Das verändernde Wetter in unserem Leben soll nicht ignoriert oder verleugnet werden.

Sich dem stellen,

Hinschauen,

Respektieren,

Spüren und aus dem erkennen,

Was es ist.

Und das ist schwierig.

Und trotzdem versuchen,

Sich immer wieder dafür zu öffnen.

So kannst du vielleicht in der Mitte dieser stürmten Erfahrungen Ruhe machen.

Von innerer Ruhe.

Von Stille und vielleicht auch Weisheit.

Verweile noch ein paar Momente in dieser Haltung und in Verbindung mit deinem Berg.

Immer wieder den Atem spüren.

Den ausgeladenen Körper.

Und so vielleicht die Qualitäten des Berges spüren,

Die jetzt auch deine Qualitäten sind.

Langsam vom Bild vom Berg verabschieden.

Oder sitzende Körper wahrnehmen.

Das Tauchen jetzt für Empfindungen auf.

Die Verbindung mit dem Atem nochmals aufnehmen und den Atem,

Wie er sich jetzt zeigt,

Wahrnehmen.

Für dich einen Abschluss finden.

Spüren,

Was der Körper jetzt gerade braucht.

Vielleicht ist es Bewegung.

Verstecken,

Drehen,

Scannen.

Die Augen öffnen und einen Übergang finden.

Für den Rest des Tages.

© 2026 Nathalie Bühler. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

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