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Die 3 Qualitäten einer achtsamen Mama. Teil 1

by Christine Karall

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In diesem ersten Teil meiner neuen Podcastreihe erzähle ich Dir eine ganz aktuelle Geschichte aus meinem Leben als achtsame Mama. Ich erzähle Dir von einer Situation, die diese erste der insgesamt drei Qualitäten erfordert hätte. „Hätte“ deshalb, weil ich zunächst einmal bitterlichst versagt habe. Was sich genau abgespielt hat und wie ich es schlussendlich doch noch geschafft habe, mithilfe der 1. Qualität einer achtsamen Mama die explosive Stimmung zu entschärfen, erfährst Du hier.

Transkription

Dies hier ist die erste Folge von insgesamt drei Folgen zu dem Thema die drei Qualitäten einer achtsamen Mama.

Ich möchte gleich sagen,

Wenn du keine Mama bist,

Bitte bleib dran.

Auch für dich ist diese Folge und auch die nächsten zwei von großem Nutzen,

Wenn du ein glückliches und achtsames Leben nach deinen Vorstellungen führen möchtest.

Die drei Qualitäten beginnen witzigerweise alle mit einem V.

Also die Worte beginnen alle mit dem Buchstaben V.

Ich finde das spannend und deshalb wollte ich das gleich am Anfang erzählen.

Die erste Qualität,

Ich habe lang darüber nachgedacht,

Welche Geschichte ich erzählen soll,

Damit ich dir diese Qualität,

Die du auch in dir trägst,

Dass ich sie dir wieder näher bringen kann,

Wieder in den Fokus rücken kann.

Und dann ist etwas ganz Wunderbares passiert,

Dieses Universum.

Es hat eine Situation geschickt,

In der diese erste Qualität aufgefordert worden wäre,

In der sie wirklich,

Wirklich wichtig gewesen wäre.

Ich sage deshalb wäre,

Denn ich habe zunächst mal kläglich versagt.

Ohne Umschweife,

Ich beginne gleich,

Dir diese Geschichte zu erzählen.

Und zwar zum Hintergrund.

Ich arbeite meistens morgens zwischen 6 und 8 Uhr,

Wenn meine Kinder noch schlafen.

Da kann ich schon viel schaffen und deshalb ist das für mich so eine heilige Zeit.

Und an diesem besagten Morgen wollte ich unbedingt arbeiten und Zeit für mich haben,

Denn an diesem Tag hatte ich einen ganz,

Ganz wichtigen Termin.

Es war etwas,

Das ich das allererste Mal gemacht habe.

Es war mir wichtig,

Dass ich da on point bin,

Dass ich da ganz ich selbst bin und ich strahle und scheine.

An diesem besagten Morgen war meine Große dann schon um halb sechs wach und hat dann meine Kleine aufgeweckt.

Meine Kinder sind zweieinhalb Jahre und sechs Monate.

Es ist erstens eine Ausnahme,

Dass sie so früh wach sind.

Zweitens kann ich meistens damit ganz gut umgehen und denke mir,

Ach mein Gott,

Dann mache ich das später oder wie auch immer.

Meistens ist das in Ordnung,

Weil es passierte nicht so oft.

Aber an diesem besagten Morgen war das überhaupt nicht okay.

Und ich habe es gemerkt in mir und ich war unfassbar wütend und ich habe mich verhalten wie es war schrecklich.

Es war so furchtbar.

Es ist mir so unangenehm.

Jetzt auch noch.

Ich habe rumgebrüllt,

Ich habe rumgeschrien,

Ich habe das Licht angemacht und habe gesagt,

Gut,

Wenn du jetzt aufstehen willst,

Dann kannst du ja aufstehen und dann ziehen wir dich aber gleich an.

Und dann habe ich hier Klamotten rausgelegt und sie schnell angezogen und nichts von liebevoll und achtsam.

Und eigentlich ist das immer ein schöner Moment morgens,

Wenn wir gucken,

Was möchte sie anziehen?

Ich habe schon vorher was rausgelegt und da lassen wir uns auch Zeit.

Aber ich war wirklich so,

Ich war furchtbar,

Ich war furchtbar.

Und natürlich hat sie geschrien,

Weil mein Gott,

Was ist mit meiner Mama los,

Die mich so ganz unlieb,

Unachtsam,

Unfreundlich in die neuen Klamotten und Anführungsstrichen prügelt.

Du weißt,

Wie du es verstehen kannst.

Und dann hat natürlich meine Kleine auch geschrien,

Weil die Große schreit und ich habe geschrien.

Es war furchtbar.

Es war so schrecklich bis zu dem Punkt,

Als ich dann gesagt habe zu meiner Großen,

Du bleibst jetzt im Zimmer und ich gehe mit der Kleinen nach vorne und du bleibst da,

Bis ich dich hole.

Und es war einfach so schrecklich,

Es war so schrecklich und ich konnte es nicht stoppen.

Und jedes Mal habe ich gesagt,

Atme durch,

Christina,

Atme durch.

Ich konnte nicht,

Ich habe es vermasselt.

Und dann war ich vorne im Wohnzimmer und dachte mir,

Jetzt kann ich mich vielleicht beruhigen,

Aber nein,

Dann hat meine Kleine noch geschrien.

Mittlerweile weiß ich warum,

Der erste Zahn ist durch.

Und dann war es einfach zu viel.

Ich habe gesagt,

Ich kann das nicht,

Ich kann das nicht.

Und mir sind die Tränen runtergelaufen.

Ich dachte mir,

Oh Gott,

Ich bin nicht nur die schrecklichste Mama der Welt,

Der schrecklichste Mensch auf der Welt und ich will eigentlich nur alleine sein.

Und was mache ich jetzt?

Dann ist es mir wieder eingefallen,

Die erste Qualität einer achtsamen Mama.

Und das Paradoxe,

Das Lustige daran ist auch,

Dass ich genau an dem Abend,

Deshalb wollte ich mich vorbereiten,

Über diese erste Qualität gesprochen habe,

Beziehungsweise da zu dem Zeitpunkt sprechen wollte.

Und ich dachte mir,

Großartig,

Christina,

Du bist heute Abend Mamas erzählen,

Was die erste Qualität ist und du bist gerade so kläglich daran gescheitert.

Ich sage dir gleich,

Was die erste Qualität ist.

Ich sage dir zuerst,

Was ich gemacht habe.

Ich bin wieder nach hinten gegangen.

Also meine Kleine habe ich auf den Arm genommen.

Ich habe sie beruhigt.

Ich bin nach hinten gegangen zu meiner Großen.

Ich habe gesagt,

Mama muss jetzt Yoga machen und meditieren.

Ich wiederhole,

Das habe ich zu ihr gesagt.

Ich wiederhole,

Mama muss jetzt Yoga machen und meditieren.

Du kannst hier in deinem Zimmer bleiben und spielen oder du kannst mit mir mitkommen.

Sie wollte natürlich mitkommen.

Gut,

Dann kam sie mit.

Ich habe meine Mathe ausgerollt,

Laptop hingestellt,

YouTube,

Meine Yogalehrerin gesucht.

Falls du eine suchst,

Die hervorragend ist,

TerraStyles,

Kann ich nur empfehlen.

Ich finde sie großartig.

Habe mir ein Programm rausgesucht.

Es hat mich dann sehr angesprochen.

SelfLove.

Ich dachte mir,

Ja,

Ich kann mich nämlich gerade überhaupt nicht ausstehen.

Das ist,

Glaube ich,

Genau das Richtige für mich.

Ich habe das angemacht.

Meine Große ist ganz knapp vor dem Laptop gesessen.

Also ist eigentlich nicht das,

Was ich möchte.

Ich dachte mir,

Es ist egal.

Christine,

Konzentrier dich auf das,

Was du jetzt machen musst.

Und das ist Yoga.

Wenn sie jetzt die 10 Minuten vor dem Laptop sitzt,

Dann ist das so.

Und ich habe begonnen,

Yoga zu machen.

Und nach und nach habe ich gemerkt,

Ich beruhige mich.

Meine Große hat sich beruhigt.

Meine Kleine lag da neben mir und hat mir zugeguckt.

Und nach und nach bin ich wieder runtergekommen.

Dann war das zu Ende.

Es waren 10 Minuten.

Ganz angenehm,

Ganz toll.

Ich habe MacBook zugeklappt,

Habe meine Augen zugemacht und habe meditiert.

Und da war es.

Endlich,

Endlich,

Endlich,

Endlich.

Und die erste Qualität einer achtsamen Mama ist Verwurzelung.

Verwurzelt sein.

In einem Selbstruhen,

In dir selbst ruhen,

Bei dir selbst sein.

Die Person sein,

Die du tatsächlich bist.

Und Verwurzelung ist der Vorgang,

Um da wieder anzukommen.

Ganz bei dir,

Bei deinen Wurzeln.

Und für mich ist das Yoga und Meditation.

Und es hat dann so gut geklappt,

Dass ich,

Ich habe meditiert,

Obwohl beide Kinder da waren.

Und meine Große wurde dann unruhig und hat immer wieder mal gesagt,

Mama,

Mama,

Mama.

Und sie wurde fast schon panisch,

Weil ich nicht reagiert habe.

Und nicht aus Boshaftigkeit,

Wie vorher,

Wie ich möchte nichts mit dir zu tun haben.

Sondern ich war einfach ganz bei mir.

Wie eine Freundin meinte,

Du warst in the zone.

Und das stimmt,

Ich war ganz bei mir.

Ich habe sie gehört nachdem,

Es ist alles okay.

Ihr geht es gut,

Mir geht es gut,

Der Kleinen geht es gut,

Es geht allen gut.

Und es war so angenehm und so wichtig.

Und dann habe ich die Augen aufgemacht.

Und von da an lief es besser.

Sie waren beide natürlich trotzdem müde und quakig.

Das heißt,

Im Außen hat sich nicht so viel verändert.

Ich habe gemerkt,

Sie sind ein bisschen entspannter.

Aber hauptsächlich habe ich mich verändert.

Und ich war wieder bei mir.

Und ich konnte all das,

Was in ihnen vorging,

Wieder von der richtigen Ebene aus in mir begegnen.

Das heißt,

Ich habe nicht herumgeschrien,

Wenn sie geschrien haben.

Sondern ich habe mir wieder etwas einfallen lassen.

Ich konnte ihnen zuhören,

Ich konnte für sie da sein.

Und deshalb ist diese Verwurzelung die allererste Qualität und das aller,

Aller,

Aller,

Allerwichtigste.

Und du kannst auch zur Verwurzelung Zeit für mich sagen.

Und das ist für jeden auch ganz etwas anderes.

Aber ich bitte dich,

Ich bitte,

Bitte,

Bitte dich,

Mach das zu deiner Priorität.

Such dir jeden Tag ein paar Minuten raus.

Finde ein paar Minuten für dich ganz alleine,

Um ganz bei dir selbst anzukommen.

Das ist so wichtig.

Das ist so wichtig für dich und für deine Mitmenschen.

Seien es deine Kinder,

Dein Partner,

Arbeitskollegen,

Ganz egal.

Aber in erster Linie ist es auch für dich wichtig,

Um bei dir zu sein,

Dich zu spüren,

Um zu wissen,

Wer du bist.

Und so kannst du viel besser durchs Leben gehen.

Und du spürst auch,

Dass es dein Leben ist.

Und nicht das von irgendjemand anderem oder das irgendjemand über dich bestimmt.

Sondern es sind deine Regeln,

Nach denen du lebst.

Mich würde jetzt natürlich interessieren,

Jetzt wo ich dir erzählt habe,

Wie ich mich verwurzle,

Was du tust,

Um ganz bei dir selbst anzukommen.

Ich würde mich freuen,

Wenn du unter dem Video einen Kommentar hinterlässt und mir sagst,

Was du machst,

Um ganz bei dir selbst anzukommen,

Um dich selbst zu verwurzeln.

Und vielleicht hast du auch ein anderes Wort dafür.

Das würde mich interessieren,

Das würde mich freuen.

Und das Schöne ist,

Wenn du erzählst,

Wie du dich verwurzelst,

Dann trauen sich auch andere Mamas und auch Nicht-Mamas darüber zu schreiben.

Beziehungsweise kann man dann so ein paar Ideen sammeln,

Was man denn machen könnte.

Ich gebe zum Abschluss noch einen kleinen Tipp.

Und zwar,

Was für mich gut funktioniert,

Ist erstens,

Dass ich das,

Was mich verwurzelt,

Dass ich das gleich morgens mache,

Noch bevor der Tag wirklich anfängt.

Und wenn ich mir dann nochmal extra Zeit rausnehmen möchte unter der Woche,

Einfach Zeit für mich zu haben,

Dann schreibe ich das in den Familienplan.

So kann es jeder lesen.

Also ja,

Meine Kinder können es noch nicht lesen,

Aber mein Mann weiß es.

Und dann ist das als fixer Termin eingetragen.

Das ist dann Zeit für mich.

Ich wollte nur kurz sagen,

Jetzt zu dem Zeitpunkt,

In dem ich den Podcast aufnehme,

Die Woche davor,

Da war Zeit für mich Friseur.

Und da stand im Familienplan und ich habe alles geregelt,

Wo die Kinder sind.

Und ich hatte dann drei Stunden für mich.

Man fragt sich,

Was ich drei Stunden mache,

Wenn ich ganz kurze Haare habe.

Man kriegt eine Kopfmassage und dann werden die Haare noch geföhnt und schön gemacht.

Es war toll.

Also zum Abschluss,

Ich bitte dich,

Ich weiß,

Ich wiederhole mich.

Schreib mir einen Kommentar,

Wie du dich selbst verwurzelst,

Was du machst.

Und wenn du zu dem Thema noch mehr hören möchtest und du meine Geschichte gut fandest und viel daraus lernen konntest,

Dann kann ich dich dazu einladen.

Falls du auf Facebook bist,

Tritt der privaten Gruppe achtsame Mama glückliches Kind bei.

Da spreche ich täglich genau über all diese Dinge und ich erinnere mich selbst und viele andere Mamas daran,

Sich selbst zu verwurzeln und sich selbst treu zu bleiben.

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Neueste Bewertungen

Verena

January 28, 2026

Vielen vielen Dank, deine Worte haben mich total abgeholt und berührt! Wer kennt sie nicht, diese Situationen als Mama, wenn man wieder mal sehr flexibel sein möchte und es manchmal aber so schwer fällt! Mir hilft auch Yoga und Meditation, einen festen Zeitpunkt habe ich dafür aber noch nicht etablieren können. Häkeln erdet mich ebenfalls, und im Wald spazieren gehen. Und auch dein Friseurbesuch holt mich ab, für mich ist das auch total Wellness!:) Danke dir für deine Impulse und deine tollen Meditationen, die gefallen mir alle sehr!

Annette

January 22, 2026

Sehr gut. Es geht mir im Alltag oft ähnlich.

Jessi

December 6, 2025

Sehr schöne, ehrliche Inspirarion. Für mich ist die Verwurzelung Journaling. Ich schreibe jeden Morgen und Abend meine Gedanken und liebevolle Worte an mich selbst auf.

Christina

January 5, 2025

Ich fand es sehr entlastend nochmal zu hören dass es anderen Mamas genauso geht, wenn ihr Pläne durch die Kinder durchkreuzt werden. Morgens zu meditieren ist leider nicht drin, da ich dann vor 6 den Wecker stellen müsste, um wirklich sicher meine Ruhe zu haben. Ich versuche es zumindest abends meist vor dem Einschlafen. Vielen Dank

Hanna

July 26, 2023

Danke für die authentische Schilderung, ich konnte mich sehr wiederfinden darin, wenn das Energielevel meines willenstarken 2-Jährigen mal wieder meine Geduld sprengt. Ich habe für mich entdeckt, dass ich jeden Tag Bewegung und Kreativität einbauen muss, zum Beispiel mit dem Rad zur Arbeit fahren oder daheim Yoga oder Musik machen um ausgeglichen zu sein. Ich versuche es zumindest in kleinen Schritten! Nicht ganz einfach, weil der große Kleine sehr an mir klammert sobald ich daheim bin- hast du da irgendwelche Tipps?

Charlotte

December 15, 2022

Ich habe leider schon öfters so furchtbar reagiert, wie Du es beschrieben hast und bin Dir sehr dankbar für Deine Geschichte! Ich meditiere auch und mache Yoga oder spiele Klavier, um bei mir anzukommen. Liebe Grüße, Charlotte

Nick

November 21, 2022

Herrlich sympathisch! Meine Schwester ist Mama und hat es mir geschickt. Ja, Verwurzelung ist auch mein Thema, ohne Kinder. Bin sensibel, wenn viel Mist auf einmal passiert, dann fällt es mir schwer, mich hinzusetzen, aber ich brauche es. Als Tip: Mamazeit in den Kalender schreiben. Vielleicht ohne Rechtfertigung, wie lange man beim Frisör braucht. Dann ist auch noch ein Kaffee drin😉

Svenja

November 4, 2022

Es war toll. Ich meditieren und versuche zwischendurch auch Yoga zu machen gelingt mir aber nicht so oft da ich meinen Mann entlasten will. Und deine Geschichte ist mir auch schon passiert.

Johannes

June 1, 2022

Hallo Christine, danke für deine Ehrlichkeit. Ich finde es ganz toll dass man einen solchen Beitrag so gestalten kann. Ich versuche mich selbst auch mit der Meditation bzw in stressigen Situationen mit meinen Erkenntnissen aus meinen Meditationen zu erden und zu mir zu finden.

Nicole

April 20, 2022

Das sind so wunderbare wahre Worte. Sie sprechen mir quasi aus der Seele und sie machen mir unheimlich viel Mut. Meine Tochter ist fast 10 Monate alt und bin zur Zeit gerade dabei wieder zu mir Selbst zufinden. Ich probiere gerade erst noch aus, was für mich der beste Weg für diese "eigene Zeit" ist. Das Meditieren hilft mir dabei auch sehr aber ich ich muss noch lernen mir diese Zeit eben wirklich täglich zunehmen. Danke für diesen tollen Podcast, die Anregungen und vor allem die Verbundenheit🌞🙏❤❤❤🙏🌞

© 2026 Christine Karall. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

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