
Übung zum Umgang mit Emotionen
Wie können wir lernen mit starken Emotionen wie Wut oder Angst umzugehen? Diese kleine Übung soll uns helfen unseren Umgang mit starken Emotionen zu trainieren, sie zu verorten um sie zwar wahrzunehmen, sie aber ziehen lassen zu können. Somit können wir vermeiden, dass sich potentielle Negativspiralen entwickeln, wo wir uns in Emotionen reinsteigern.
Transkription
Setz dich hin mit Leichtigkeit und Präsenz.
Halte die Augen zwei Drittel geschlossen und fixiere einen Punkt circa ein bis zwei Meter vor dir.
Fühle deine Sitzhöcker fest verankert.
Richte deine Wirbelsäule auf und nimm dann dein Kinn ganz leicht nach unten und deinen Kopf ein zwei Millimeter nach hinten.
Lass deinen Körper sich setzen und fülle ihn mit einem Lächeln.
Beginne damit ein Lächeln in deine Augenwinkel zu bringen.
Bring den Hauch eines Lächelns auch auf deine Lippen.
Suche den Ort in dir von wo aus du dir selbst Wohlwollen gegenüber treten kannst.
Fülle dich mit einem inneren und äußeren Lächeln.
Bring deinen Fokus auf deine Atmung dort wo du sie am besten spürst.
Beobachte deine Empfindungen von Ein- und Ausatmung ohne dich damit zu identifizieren.
Für diese kommende Übung arbeiten wir mit starken und schwierigen Emotionen.
Falls die Arbeit mit starken und schwierigen Emotionen für dich überwältigend sein sollte,
So erde dich mit Atemachtsamkeit.
Das heißt,
Bring deinen Fokus einfach zurück auf den Atem und wenn du dich wieder stabil genug fühlst,
Dann kannst du mit der Übung fortsetzen.
Denke an einen schwierigen Moment,
Vielleicht bei der Arbeit,
Etwas das dir schwer fällt,
Wo es starke Emotionen gibt.
Lade dich hier mit verbundenen schwierigen Emotionen ein und nimm sie im Körper wahr.
Lokalisiere sie und schau genau wo fühlst du etwas.
Richte deine ganze Aufmerksamkeit auf das Gefühl in deinem Körper und nicht die Geschichte.
Lass das Gefühl zu.
Benenne es sanft.
Nutze deine innere Stimme,
Um dem Gefühl einen Namen zu geben.
Vielleicht braucht es eine Weile.
Nimm dir Zeit.
Beobachte was passiert und lasse das Gefühl in einem Feld der offenen und interessierten Achtsamkeit für einen Moment verweilen.
Schau auf das Gefühl mit etwas Distanz.
So wie du auch auf deinen Atem schauen kannst.
Füge nun Wohlwollen dazu.
Verurteile das Gefühl nicht für das was es ist oder versuche es auch nicht wegzuschieben.
Halte es mit Wohlwollen und mit Gefühl für vielleicht all den Schmerz den es verursacht.
Sieh wie das Gefühl auf Wohlwollen und Akzeptanz reagiert.
Alle Menschen kennen dieses oder ein ähnliches Gefühl.
Vielleicht kannst du in diesem Moment spüren wie sich darüber Mitgefühl und eine Verbindung zu anderen Menschen ausbreitet.
Versuche nun zu schauen,
Ob sich das Gefühl langsam abschwächt und du es einfach vorbeiziehen lassen kannst,
Wie eine Wolke.
Und falls die Arbeit mit starken Gefühlen für dich überwältigend sein sollte,
So erde dich mit Atemachtsamkeit und bringe deinen Fokus auf den Atem zurück.
Sobald du dich wieder stabil genug fühlst,
Kannst du zurück in das Gefühl geben.
Ansonsten kannst du auch für den Rest der Praxis auf der Atemachtsamkeit verweilen.
Das ist genauso in Ordnung wie hier weiter zu machen mit dem Gefühl.
Schau nun,
Dass du das Gefühl vorbeiziehen lassen kannst und lass die gerade gemachte Erfahrung Teil deiner Praxis werden.
Hier sind nochmals die Schritte.
Bringe deine Aufmerksamkeit zurück zu deiner Atmung.
Wenn ein starkes Körpergefühl auftaucht,
So nimm deine Aufmerksamkeit weg von deinem Atem.
Lass diesen Fokus los und bringe dein Achtsamkeit auf das Gefühl.
Benenne es sanft und wenn es nachlässt oder du damit okay bist,
Dann bringe deine Aufmerksamkeit auf deine Atmung zurück,
Bis wieder ein starkes Gefühl auftaucht.
Bleib präsent und sei mit deinem Atem oder dem Gefühl genauso wie sie sind.
Kommen jetzt alle wieder zurück auf eine Atemachtsamkeit.
Nehmen noch mal ganz bewusst das Heben und Senken unseres Brustraumes wahr und wir beenden unsere Praxis,
Indem wir langsam wieder Bewegung in Finger und Füße bringen.
Solltest du das Bedürfnis haben,
Dich zu strecken oder auszuschütteln,
So kannst du das jetzt tun.
Bedanke dich bei dir selbst dafür,
Dass du heute praktiziert hast und nimm diese Praxis in den Alltag mit,
Als etwas was du jederzeit machen kannst,
Wenn starke Emotionen oder Gefühle aufkommen.
Du kannst dafür auch einfach einen Spaziergang machen.
Du kannst dafür auch kurz in einen anderen Raum verschwinden,
So dass du auch egal wo du bist mit deinen Emotionen anders umzugehen lernst.
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