
Den Körper Spüren – Achtsamkeit Mit Dem Körper
by Julius Pieth
Eine kurze Meditation aus der Reihe „Momente der Achtsamkeit“. Manchmal genügt ein kleiner Moment, um die Aufmerksamkeit wieder nach innen zu richten und den eigenen Körper bewusster wahrzunehmen. In dieser Achtsamkeitspraxis steht die Körperwahrnehmung im Mittelpunkt. Du kannst Wärme, Kühle, Leichtigkeit, Schwere oder andere Empfindungen wahrnehmen, ohne etwas verändern zu müssen. Wenn es für dich angenehm ist, kannst du die Augen schließen oder den Blick sanft senken und deine Aufmerksamkeit nach innen richten. Vielleicht entsteht dabei das Bild einer Landschaft: Empfindungen verändern sich, treten hervor und wieder in den Hintergrund. Für einige Minuten darfst du einfach spüren, wahrnehmen und da sein. „Momente der Achtsamkeit“ ist eine Reihe kurzer Meditationen, die jeweils einen einzelnen Aspekt bewussten Erlebens in den Mittelpunkt stellen. Die Übungen sind ruhig, offen und undogmatisch gestaltet.
Transkription
Schön,
Dass du dir diesen Moment nimmst.
Vielleicht findest du eine Haltung,
In der du für einige Augenblicke ganz bei dir sein kannst.
Dem zunächst ein Atemzug war.
Einatmen.
Ausatmen.
Dann darf deine Aufmerksamkeit zu deinem Körper wandern.
Spüre einmal,
Wie es gerade ist,
In diesem Körper zu sein.
Wärme.
Leichtigkeit.
Schwere.
Vielleicht nimmst du eine Berührung mit der Unterlage wahr.
Den Kontakt.
Das Gewicht deines Körpers.
Vielleicht entsteht ein Gefühl von Getragensein.
Und während du wahrnimmst,
Kann sich schon wieder etwas verändern.
Eine Empfindung wird deutlicher.
Eine andere tritt in den Hintergrund.
Vielleicht kannst du deinen Körper wie eine Landschaft erleben.
Eine Landschaft,
In der sich immer wieder etwas bewegt.
Hier wärme.
An einer anderen Stelle vielleicht ein feines Kribbeln.
Manches fühlt sich weit an.
Anderes vielleicht dichter?
Du kannst einfach bei dem verweilen,
Was sich gerade zeigt.
Und vielleicht entsteht dabei ein Gefühl von Balance.
Nicht als etwas,
Das hergestellt werden muss.
Sondern als etwas,
Das sich immer wieder verändert.
Für einen Moment kannst du deinen ganzen Körper spüren.
Deine Unterlage.
Die Luft um dich.
Den Raum,
In dem du gerade bist.
Alles ist miteinander verbunden.
Dein Atem.
Dein Körper.
Die Umgebung.
Und vielleicht darf deine Aufmerksamkeit noch einen Augenblick bei dieser Verbindung verweilen.
Spüren.
Wahrnehmen.
Einfach da sein.
Nun darf deine Aufmerksamkeit langsam wieder weiter werden.
Vielleicht bemerkst du Geräusche.
Den Raum um dich.
Und vielleicht nimmst du diese offene Wahrnehmung mit in deinen Tag.
Dein Körper.
Deine Landschaft.
Immer in Bewegung.
Treffen Sie Ihren Lehrer
