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Trigger-Umkehr: So weitest du den Raum in dir

by Jan von Wille

Aktivität
Meditation
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Kennst du das? Jemand sagt etwas, ein bestimmter Tonfall – und schwubs, bist du im alten Muster. Du reagierst sofort, meistens aus einer alten Verletzung heraus. Der Raum zwischen dem, was im Außen passiert (Reiz), und deiner Antwort (Reaktion), ist oft sehr eng. In diesem Video zeige ich dir eine kraftvolle Umkehrung: Wir nutzen den Reiz von außen nicht für den nächsten Angriff oder Rückzug, sondern als Türöffner nach innen.

Transkription

In diesem Video möchte ich dir einmal eine Erkenntnis mitgeben und dann auch von dort aus in eine Übung hinein leiten,

Mit der du gleich eine erste Erfahrung machen kannst.

Und diese Erkenntnis ist sehr,

Sehr entscheidend für mein Leben gewesen.

Wahrscheinlich auch für dich,

Denn jeder Mensch reagiert auf das Außen mit einer inneren Reaktion und von dort aus handeln wir.

Nur ist es so,

Dass das,

Was von außen kommt,

Trifft nicht auf einen neutralen Raum,

Sondern auf ein Nervensystem.

Auf ein ziemlich komplexes Gebilde,

Was sich da gebildet hat in unserem Leben im Laufe der Zeit,

Mitunter auch Traumata oder Verwundungen,

Schattenaspekte,

Also Dinge mit denen wir noch nicht ganz ausgesöhnt sind.

Bei jedem Menschen ist das so und es bleibt auch bis zum Lebensende so.

Die gute Nachricht ist,

Dass wir den Reiz und die Reaktion,

Also das,

Was im Inneren geschieht und aufgrund dessen wir dann handeln,

Dieser Raum,

Den können wir erweitern.

Viktor Frankl hat dazu sehr gute Themen gebracht zur Erweiterung von Reiz und Raum,

Also diesen Innenraum zu erweitern.

Und ich zeige dir gleich eine Übung,

Mit der du uns ganz gut tun kannst.

Aber nochmal,

Entscheidend ist es,

Das zu verstehen,

Dass die Themen im Außen,

Vielleicht ein Gespräch,

Eine E-Mail,

Irgendetwas,

Ein Impuls,

Der auf dich zukommt,

Also in dein System kommt,

Der trifft auf deine Geschichte.

Und diese Geschichte ist eben deine Geschichte.

Deshalb reagierst du mit deinen Themen auf das,

Was im Außen geschieht.

Im Grunde reagiert deine Geschichte,

Also dein geprägtes Nervensystem,

Deine Geschichte,

Auf die Impulse im Außen.

Wenn man das einmal verstanden hat,

Dann kann man sehr gut das,

Was mich im Außen vielleicht triggert oder belastet,

Nehmen als Sprungbrett,

Um an meine Themen heranzukommen.

Wenn ich also nicht gleich in die Reaktion gehe und Abwehr und den Kampf und dann gibt es ja meist die Verstrickung,

Sondern nutze dieses Ereignis,

Was etwas in mir ausgelöst hat,

Um wachsam zu sein.

Was geschieht denn da in mir?

Das ist,

Ich gebe dir drei Schritte mit,

Schon der erste wichtige Schritt.

Ich gehe nicht gleich in die Reaktion,

Sondern nach innen.

Ich nutze diesen Moment,

Wo mich was getriggert hat und gehe mit meiner Aufmerksamkeit nach innen,

In diesen Schritten,

Die ich dir jetzt zeige.

Also ich gehe nach innen und versuche erst mal zu spüren,

Wo,

Also auf der Körperebene,

Das ist die Emotion.

Emotion heißt Körperenergie,

Also etwas in Emotion,

In Motion,

In Bewegung.

Wo bewegt sich was?

Spüre dann mal rein.

Ist es dann ganz grob jetzt mal eher der Kopfbereich oder eher der Halsbereich,

Die Schultern?

Du kannst es gleich mal mitmachen.

Vielleicht hast du so ein Thema,

Wo du so gerade dran bist,

Was dich belastet,

Wo vielleicht Trauer,

Wut,

Ärger,

Was immer da ist,

So ist.

Wo spürst du es?

Das ist der erste Schritt.

Aufmerksamkeit nach innen.

Wo?

Schultern,

Herz,

Brust,

Bauch.

Also durch forschen deinen Körper.

Sei sehr aufmerksam,

Sei sehr neugierig.

Was kannst du wahrnehmen?

In der Regel fühlen wir nur sehr wenig,

Ganz zarte Impulse,

Manchmal auch sehr intensiv.

Das ist aber egal.

Hauptsache du findest irgendeine Bewegung in deinem Körper.

Das ist die Emotion.

Wo?

Ich bleibe mal beim Hals.

Mach mal dieses Beispiel.

Ich spüre etwas im Halsbereich,

Da schnürt sich etwas zusammen.

Da bin zwar bei dem feineren Spüren schon nicht nur wo,

Sondern was.

Also wenn es der Hals ist,

Was spürst du da?

Ist es ein Zusammenziehen oder Ausdehnen?

Fühlt sich das warm oder kalt an?

Spitz oder dumpf?

Also versuche die Emotionen ein bisschen tiefer zu erforschen,

Zu ergründen.

Wie fühlt sich das an?

Das ist also der erste wichtige Schritt.

Nach innen gehen,

Nicht in die Reaktion,

Nach innen in deine Geschichte.

Wo?

Wo auf der Zellebene im Körper fühlst du was?

Bleibe einen Moment dabei,

Spüre es.

Der nächste Schritt ist dann,

Welches Gefühl verbindest du damit?

Gefühl ist nach meinem Verständnis die seelische Interpretation von dem,

Was du im Körper als Emotion fühlst.

Ich bleibe beim Hals,

Da zieht sich was zusammen.

Und was kannst du an Gefühl wahrnehmen?

Was ist die innere Stimmung?

Vielleicht ist es Trauer,

Ohnmacht,

Da zieht sich was zusammen,

Ohnmacht oder Wut.

Schau mir,

Welches Gefühl da kommt.

Ich bleibe mal bei Trauer.

Ich fühle eine gewisse Trauer,

Die sich da zeigt.

Jetzt ist ganz wichtig,

Der letzte Schritt ist,

Bejahe dieses Gefühl.

Das ist der große wichtige Schritt.

Denn meist sind es ja dunkle oder anstrengende Gefühle,

Die da hochkommen,

Wie Trauer,

Wut,

Ärger,

Ohnmacht,

Was immer da ist.

Abgespeichert auf der Zellebene.

Und diese Gefühle sind oft nicht beachtet worden,

Weil unser Alltag so schnell ist.

Wir kriegen einen Reiz und reagieren sofort aus unserem alten Muster,

Nehmen gar nicht wahr,

Was da geschieht.

Durch diese Nach-Innen-Gehung,

Die ich dir jetzt gerade gezeigt habe,

Verlangsamst du den Prozess und kommst an deine Themen ran.

Aha,

Trauer.

Und dann versuche nicht zu analysieren,

Geh nicht wieder in den Kopf rein,

Sondern bleibe im Fühlen und sage dem Gefühl sozusagen mit deinem Atem und mit deiner Aufmerksamkeit,

Ich sehe dich,

Ich fühle dich,

Du darfst da sein.

Das ist das Mantra.

Ich sehe dich,

Ich fühle dich,

Du darfst da sein.

Denn Gefühle sind wie kleine Kinder.

Wenn kleine Kinder sich wehtun und man sagt,

Ach komm,

Weg mit dir,

Das ist nicht so schlimm,

Dann werden sie immer lauter.

Wenn sie beachtet werden,

Vielleicht umarmt werden,

Dann beruhigen sie sich sehr schnell.

Genau darum geht es.

Du kannst dich in dem Sinne nachbeeltern.

Deine Gefühle,

Deine Erlebnisse,

Die abgespeichert sind in deinem Nervensystem,

Indem du diese Schritte tust,

Dann beim Gefühl bleibst,

Bei dieser inneren Stimmung und dann so atmest.

Ich sehe dich,

Ich fühle dich,

Du darfst da sein.

Atme ruhig und tief und vertraue darauf,

Dass allein durch deine Aufmerksamkeit,

Die nach innen gegangen ist und das bejahende Fühlen,

Es ist also eine liebende Aufmerksamkeit,

Dieses Gefühl versorgt wird.

Das ist etwas Wunderbares.

Das ist wirklich ein Integrieren von abgespaltenen Anteilen in unserem Leben.

Dafür können wir eben all das nutzen,

Was uns im Außen so triggert,

Dass wir nicht gleich in die Reaktion gehen,

Nur E-Mails zurückschreiben oder in den Streit,

Sondern im Moment nach innen gehen,

Auf diese Weise,

Die ich dir gerade gezeigt habe.

Mit ein bisschen Übung wirst du merken,

Du kannst Alltagssituationen,

Die anstrengend sind,

Mit Sekunden,

Indem du nach innen gehst,

Versorgen und damit dann auch auflösen mit der Zeit.

Das ist etwas Wunderbares.

Ich bin gespannt auf das,

Was du erlebst mit dieser Übung.

Schreibe gerne zurück,

Was du erlebt hast und ich wünsche dir gute Erfahrungen.

© 2026 Jan von Wille. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

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