
Innerlich Abstand gewinnen von Gedanken
Du kennst das sicher: Dich triggert etwas, die Gedanken fangen an, Purzelbäume im Kopf zu schlagen und du merkst, wie du dich immer tiefer in Gedanken und Gefühle reinsteigerst. Mit dieser Meditation gewinnst du innerlich Abstand zu der Situation, die dich aufregt, um anschließend entspannt und gelassen in deinen Alltag zurückzukehren.
Transkription
Om Shanti und Namaste,
Herzlich willkommen zu dieser Meditation,
Um innerlich Abstand zu gewinnen.
Im Alltag ist es ja oft so,
Dass wir uns in Gedanken,
In Gefühle reinsteigern,
Wenn wir von etwas getriggert werden.
Und es ist ja oft wenig hilfreich,
Wenn wir in diesem Zustand bleiben,
In dem wir uns völlig aufregen und uns darin total verlieren.
Und deswegen habe ich heute eine Meditation für dich,
Mit der du Abstand gewinnen kannst zu der Situation,
Die dich aufregt.
Und dafür gebe ich dir zwei Bilder an die Hand,
Wie du Gedanken ziehen lassen kannst,
Von denen du dir entweder eins aussuchen kannst oder du suchst dir ein eigenes Bild,
Was dich unterstützt,
Um deine Gedanken,
Die dich aufregen,
Eben ziehen lassen zu können.
Ich wünsche dir nun viel Freude mit dieser Meditation.
Setz dich in einen Sitz deiner Wahl,
Wie immer zu Beginn einer Meditation.
Schließe deine Augen,
Nimm deine Sitzposition wahr und spüre nochmal rein,
Ob du vielleicht noch etwas verändern möchtest,
Ob es irgendwo noch zwackt oder irgendwie,
Ja,
Noch irgendwas unangenehm ist in deinem Sitz.
Und dann komme jetzt mit deinem Körper zur Ruhe,
Sodass du möglichst unbeweglich bleibst.
Also nicht starre,
Sondern einfach,
Dass du jetzt nicht mehr den Körper aus der Ruhe bringst,
Indem du ihn permanent irgendwie bewegst.
Und dann beginn mal deinen Atem zu vertiefen.
Wir steigen sanft ein,
Indem wir erstmal so ein bisschen hier überhaupt ankommen.
Versuche wirklich ganz tief zu atmen,
Bis in den Bauch hinein.
Und bevor wir jetzt gleich anfangen,
Eben alles,
Was so an Empfindungen hochkommt,
Zu beobachten und wahrzunehmen,
Möchte ich dir,
Wie angekündigt,
Zwei Bilder an die Hand geben,
Wie du diese Empfindungen oder diese Gedanken ziehen lassen kannst.
Und zwar in der Meditation wird oft das Bild der vorüberziehenden Wolken am Himmel genutzt,
Dass du die Gedanken wie eben Wolken am Himmel an dir vorbeiziehen lässt oder eben alles an Empfindungen,
Die hochkommen.
Du kannst dieses Bild verwenden oder was mir eingefallen ist,
Was eher so ein bisschen in die lustige Richtung geht,
Aber das könntest du eben auch verwenden,
Ist zum Beispiel aus den Sushi-Restaurants.
In den Sushi-Restaurants gibt es ja dieses Kreiselbuffet,
Also dass du dich da bedienen kannst.
Und du könntest die Gedanken,
Gefühle,
Emotionen,
Was auch immer alles hochkommt,
Auf so einen Teller setzen und in diesen Rundlauf schicken.
Du kannst aber auch jedes andere Bild verwenden.
Du kannst Wasser nehmen,
Mit dem du das wegspülst,
Ein Segelboot,
Was du auf die Reise schickst,
Was auch immer.
Also nimm dir da dein Bild,
Das dir hilft,
Deine Gedanken und Empfindungen weiterziehen zu lassen.
Beginne wahrzunehmen,
Was sich so alles bei dir zeigt.
Der Geist ist selten still.
Es dürfte nicht lange dauern,
Bis du die ersten Gedanken aufkommst.
Ich deklare,
Hör auf zu reden.
Oder,
Boah,
Was bin ich müde.
Oder eine Körperempfindung.
Mein Bein schläft ein.
Was auch immer in den Fokus deiner Wahrnehmung gerät,
Nimm es wahr,
Ohne da eine Bewertung drauf zu setzen.
Einfach nur,
Aha,
Ein Gedanke,
Ein Körpergefühl,
Ein Gefühl.
Versuche den Empfindungen Labels zu geben,
Also quasi so ein Etikett zu geben.
Und dann nimmst du das und setzt es eben beiseite.
Du lässt es ziehen,
Wie die Wolken am Himmel,
Wie im Sushi-Restaurant,
Auf das kreisende Buffet.
Welches Bild auch immer für dich passt.
Mache das mit allem,
Was in den Vordergrund deiner Wahrnehmung rückt,
Egal was es ist.
Ich möchte dir den Raum jetzt geben,
Das für dich selber in Stille wahrzunehmen,
Weswegen ich jetzt nicht mehr viel sagen werde.
Ich werde dich ein,
Zweimal zwischendurch erinnern,
In der Wahrnehmungshaltung,
In der Beobachtungshaltung zu bleiben.
Ansonsten möchte ich dir jetzt den Raum geben,
Deine Wahrnehmungen auch wirklich zu erforschen und zu schauen,
Welche Gedanken,
Empfindungen,
Wenn du dich zwischendurch in Gedanken verhedderst,
Das dann irgendwann wahrnimmst.
Lass auch das weiterziehen,
Es ist auch wieder eine Wahrnehmung,
Die sich irgendwann in den Vordergrund schiebt.
Lass auch hier jegliche Beurteilung fallen,
Dass du dir nicht sagst,
Mist,
Schon wieder habe ich mich in Gedanken verheddert.
Einfach nur,
Oh,
Ich habe mich verheddert.
Dann lässt du es ziehen.
Das machst du mit allen Wahrnehmungen,
Die sich in den Vordergrund irgendwann schieben.
Was immer sich in den Vordergrund drängt,
Deiner Wahrnehmung,
Nimm es an,
Ohne es zu beurteilen und lass es dann auf deine Art ziehen.
Du hast jetzt noch mal ein,
Zwei Minuten für dich,
Um das weiter zu üben und weiter zu praktizieren.
Dann beenden wir so langsam die Meditation wieder.
Lass jetzt die Meditation hinter dir,
Indem du dein Weiterschicken deiner Wahl,
Das mit den Wolken,
Dem Sushi-Restaurant,
Was auch immer,
Jetzt kurz dafür benutzt,
Die Meditation quasi loszulassen,
Weiterzuschicken,
Ziehen zu lassen.
Dann komm wieder ganz hier an und ganz bewusst ein paar tiefe Atemzüge.
Der Atem holt dich ins Hier und Jetzt zurück.
Wenn du dich ganz darauf fokussierst,
Ist gar kein Platz für irgendwelche anderen Gedanken.
Dann streck einmal die Arme lang nach oben.
Reck und streck dich gerne mal.
Und dann löse die Arme,
Öffne die Augen.
Treffen Sie Ihren Lehrer
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