
Der Atemraum
by Björn
Der Atemraum ist eine einfache Meditation, in der Du Deine Atmung beobachtest. Es ist eine gute Gelegenheit ins Hier und Jetzt zu kommen. Wenn Du den Atemraum etwas geübt hast, dann kannst Du diese Meditation überall, wo du gerade wartest oder dich in Achtsamkeit üben möchtest, praktizieren. Es ist ganz einfach!
Transkription
In den kommenden Minuten hörst du eine angeleitete Sitzmeditation.
Der Atemraum.
Diese Übung kannst du entweder zu Hause zu einem bestimmten Zeitpunkt am Tag an einem geschützten und ruhigen,
Warmen Ort durchführen oder du praktizierst sie als Gelegenheit zwischendurch,
Mitten im Alltag,
Um Achtsamkeit in den Moment zu bringen und dich zu üben,
Im Hier und Jetzt zu verweilen.
Du kannst die Übung in jeder Körperlage durchführen,
Wenn dir das Sitzen gerade nicht möglich ist.
Der Atem ist in der Achtsamkeitspraxis das wichtigste Meditationsobjekt,
Weil wir ihn immer bei uns haben und uns so immer wieder auf ihn zurückbesinnen können und unsere Lebendigkeit spüren können,
Wie das Leben in uns hineinfließt und auch wieder hinausströmt.
Jedes Einatmen können wir als neuen Anfang sehen und jedes Ausatmen ist ein Loslassen,
Ein Freiwerden von der Vergangenheit und ein neues Einlassen auf eine neue Gegenwart,
Auf einen neuen Moment.
Richte dich,
Wenn es dir möglich ist,
In einer aufrechten Sitzposition ein.
Du kannst entweder auf einem Stuhl etwas nach vorne gerutscht auf der Sitzfläche,
Ohne dich an der Rückenlehne anzulehnen sitzen oder du sitzt auf einem Meditationskissen oder auf einem Bänkchen.
Wenn es dir gerade nicht möglich ist zu sitzen,
Kannst du auch stehen oder liegen.
Richte dich in deiner Position ein.
Der Rücken ist gerade aufgerichtet.
Die Beine sind senkrecht auf den Boden gestellt,
Wenn du auf einem Stuhl sitzt,
In einem rechten Winkel zur Sitzfläche.
Die Hände ruhen entweder auf den Knien,
Auf den Oberschenkeln oder im Schoß.
Die Wirbelsäule strebt nach oben und der Nacken bildet die Verlängerung der Wirbelsäule.
Der Kopf ruht gerade auf dem Nacken.
Die Schultern ganz locker nach hinten unten sinken lassen.
Das Gesicht ist entspannt,
Auch der Kiefer.
Die Zunge liegt ganz locker abgelegt im Mund.
Würdevolles Sitzen mit einer Haltung von Freundlichkeit,
Offenheit und Präsenz und trotzdem bequem.
Wenn du möchtest,
Kannst du mit jedem Ausatmen etwas mehr Gewicht an den Boden,
Der dich trägt,
Abgeben.
Lass dich tragen.
Den Körper als Ganzes spüren,
Wie er hier sitzt.
Die Kontaktpunkte zur Unterlage wahrnehmen.
Es können entweder die Füße sein,
Die Unterschenkel,
Die Oberschenkel,
Das Gesäß.
Auch nochmal den Kontakt der Hände zu den Knien,
Oberschenkeln oder zum Schoß wahrnehmen.
Die Aufrichtung des Rückens nochmal bewusst spüren und auch die Haltung des Kopfes.
Das Gewahrsein nun auf die Atmung ausrichten.
Den Atem so beobachten,
Wie er gerade passiert.
Den Atem einfach fließen lassen.
Das Kommen und Gehen der Atmung dort beobachten,
Wo der Atem gerade am besten zu spüren ist.
Es kann entweder die Bauchdecke sein,
Die sich mit jedem Einatmen hebt und mit jedem Ausatmen wieder senkt.
Die Brust,
Die sich mit jedem Einatmen ausdehnt und mit jedem Ausatmen wieder zusammenzieht.
Oder du spürst den Luftzug,
Der beim Einatmen in die Nase hineinströmt und mit dem Ausatmen wieder hinausströmt.
Die Atmung so fließen lassen,
Wie sie gerade passiert.
Wenn die Atmung tief und lang ist,
Dann ist sie tief und lang.
Wenn sie kurz und flach ist,
Dann ist sie kurz und flach.
Ist die Atmung regelmäßig,
Ist das genauso gut und in Ordnung,
Wie wenn sie unregelmäßig ist.
Bei dieser Übung gibt es nichts zu tun und es gibt nichts zu erreichen.
Allein auf die Aufmerksamkeit kommt es an.
Das Einatmen bewusst vom Anfang bis zum Ende wahrnehmen.
Und auch die Ausatmung vom Anfang bis zum Ende bewusst wahrnehmen.
Die Intention zum Atemzug,
Den Verlauf,
Das Anschwellen und Abflachen ganz bewusst wahrnehmen.
Das Kommen der Atmung bewusst wahrnehmen und das Gehen der Atmung.
Und wenn es dir möglich ist,
Auch die Pausen zwischen den Atemzügen bewusst wahrnehmen.
Während der Meditation kann es immer wieder passieren,
Dass der Geist auf Wanderschaft geht.
Dann entstehen Gedanken,
Gedankenketten,
Geschichten.
Wir befinden uns in der Vergangenheit,
In der Zukunft,
Im Plan,
Projektion oder auch im Grübeln wieder.
Das ist ganz normal und liegt in der Natur des Geistes.
Der Geist ist reaktiv und beschäftigt sich immerzu.
Wenn du das bemerkst,
Dann wertschätze diesen Moment als einen Moment,
In dem du achtsam bist.
In dem du merkst,
Dass der Geist gerade auf Abwägen ist.
Führe ihn behutsam,
Aber direkt wieder zur Atmung zurück.
Bist du zehnmal abgelenkt,
Dann führst du den Geist zehnmal wieder zur Atmung zurück.
Bist du hundertmal abgelenkt,
Dann führst du die Wahrnehmung hundertmal wieder zur Atmung zurück.
Bist du tausendmal abgelenkt,
Dann führst du sie genauso freundlich,
Aber direkt tausendmal wieder auf die Atmung zurück.
Immer wieder zur Atmung zurückkommen,
Ankommen.
Die Atmung ist dein ständiger Begleiter.
Ausdruck der Lebensenergie.
Vom ersten Moment bis zum letzten atmest du in deinem Leben.
Nur diesen Atemzug,
Nur diesen Atemzug,
Nur diesen Atemzug,
Nur diesen Atemzug.
Beim Einatmen strömt Luft und Sauerstoff in unsere Lungen und verteilt sich über das Blut im ganzen Körper.
Beim Ausatmen verlässt alles,
Was nicht mehr benötigt wird,
Unseren Körper.
Der ganze Körper atmet.
Einatmen und ausatmen.
Den Atem so fließen lassen,
Wie er gerade passiert.
Es gibt nichts zu tun und nichts zu erreichen.
Nur diesen Atemzug,
Nur diesen Atemzug,
Von Atemzug zu Atemzug,
Zu Atemzug,
Zu Atemzug.
Mit dem Ausklingen der Klangschale ist diese Übung beendet.
Wenn du die Klangschale nicht mehr zu hören hast,
Kannst du deine Wahrnehmung langsam von der Atmung lösen,
In den Raum ausdehnen,
Dich langsam anfangen zu bewegen,
Dich recken und strecken,
Eine Bewegung machen,
Die dir gut tut.
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