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Bergmeditation

by Steffi Altendorf

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4.8
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Meditation
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Die Bergmeditation nach Jon Kabat-Zinn ist eine beliebte Meditation, in der wir die Qualitäten eines Berges visualisieren. Wir kultivieren Gefühle wie z.B. Stabilität, Standhaftigkeit und Gelassenheit. Oft fällt es Menschen in der Bergmeditation durch die Visualisierung besonders leicht, den Fokus zu halten und so in einen tiefen Zustand der Ruhe und Meditation einzutauchen.

Transkription

Bergmeditation Komm an in einem bequemen Sitz,

Etwas erhöht,

Sodass sich deine Wirbelsäule aufrichten kann.

Nimm dann ein paar tiefe Atemzüge,

Um hier anzukommen.

Atme tief ein und mit der Ausatmung lass alle Anspannung aus deinem Körper und deinem Geist los.

Mit der nächsten Ausatmung lass deine Muskeln und deine Haut im Schultergürtel,

Nacken und in deinem Gesicht weicher werden.

Lass dann den Atem ganz frei fließen.

Finde den festen Kontakt mit dem Boden und zu deiner Sitzerhöhung.

Schaffe eine gute Basis.

Von deiner Talie erde dich nach unten und werde schwerer und stabiler in deinem Fundament.

Von dort aus richte die Wirbelsäule und den Nacken auf,

Sodass dein Kopf mit dem Scheitel in Richtung Himmel strebt.

Finde eine Balance zwischen Stabilität und Aufrichtung auf der einen und Ruhe und Gelassenheit auf der anderen Seite.

Atme nun noch ein paar mal tief ein und aus.

Nimm den Raum um dich herum wahr.

Vielleicht hörst du Geräusche von draußen,

Dann Geräusche im Raum.

Schließlich komme bei deinem Körper an.

Für einige Augenblicke sitze nur und werde dir deines Sitzens und deines Körpers bewusst.

Nur beobachten,

Nicht bewerten.

Wenn Gedanken kommen,

Lasse sie los und kehre zurück zur Beobachtung deines Körpers.

Lasse nun vor deinem inneren Auge das Bild eines Berges entstehen.

Vielleicht ist es ein Berg,

Den du kennst,

Von einem Bild oder eher eine eigene Vorstellung eines majestätischen,

Hohen Berges.

Vielleicht ist es eher ein Gefühl von der Präsenz eines Berges.

Das Bild eines Berges kann auch wechseln.

Vielleicht ist es ein ganzes Gebirge,

Das macht keinen Unterschied.

Wenn du gerade kein Bild oder Gefühl des Berges entstehen lassen kannst,

Dann strenge dich nicht zu sehr an,

Verankere dich im Sitz und im Atem.

Höre dann den Worten dieser Anleitung zu und stimme dich auf diese Weise auf einen Berg ein.

Versuche,

Alles kommen zu lassen und es nicht zu erzwingen.

Der Berg hat eine solide,

Breite Basis.

Aus der Landschaft strebt er hervor,

Vielleicht aus grünen Wiesen oder dunklen Wäldern,

Steinerne Flanken,

Die hochführen zum Gipfel.

Vielleicht ist die Spitze schneebedeckt,

Hoch im Himmel.

Der Berg ist unbewegt,

Er ist Stille,

Kraft und Geduld.

Seine Gestalt ist massiv,

Beeindruckend,

So viel größer als alles um ihn herum.

Seine Präsenz ist ganz und gar nicht zu übersehen,

Der Berg ist einfach da,

Seit Jahrmillionen.

Lass das Gefühl eines Berges nun in deinen Körper übergehen,

Sei du der Berg.

Verbinde dein Sein mit dem Bergsein.

Erlebe die solide Basis des Berges in deinem Fundament,

Dein Gesäß,

Die Beine,

Der Kontakt deines Körpers zum Boden,

Ganz stabil,

Stark und geduldig.

Spüre die feste Verbindung,

Solide,

Geerdet,

Felsenfest.

Deine Aufrichtung zeigt die Präsenz des majestätischen Berges,

Hoch aufstrebend in den Himmel,

Ruhig,

Innerlich ganz ruhig.

Verbinde dich auf deine eigene Art mit dem Berg.

Vielleicht hast du eine Außenansicht auf seine Umrisse,

Vielleicht eher eine Innenperspektive auf seine Masse und Schwere.

Vielleicht ist es bei dir ganz anders,

Vielleicht siehst,

Hörst oder riechst du eher etwas.

Mache es auf deine eigene Art,

Aber versuche eine Verbindung zum Berg und seinem Wesen,

Seinem Sein herzustellen.

Sitze da wie ein Berg.

Ein Berg ist einfach da.

Du bist einfach da.

Und während der Berg einfach da ist,

Ist auf ihm und um ihn herum ein ständiger Wechsel im Gange.

Der Sonnenstand wechselt während des Tages,

Die Schattenwürfe ändern sich.

Der Berg ist einfach da.

Das Wetter wechselt,

Manchmal stürmt es heftig,

Manchmal ist es ganz still.

Manchmal ist kaum etwas zu sehen,

Manchmal ist die Sicht ganz klar.

Der Berg bleibt einfach der Berg.

Die Jahreszeiten kommen und gehen,

Die Stimmungen wechseln.

Im Herbst peitscht der Wind und der Regen um seine Flanken.

Im Winter ist er tief verschneit und eisbedeckt über Monate.

Der wechselhafte Frühling bringt Leben und täglich Neues mit sich.

Im Sommer ist es heiß,

Kein Lüftchen regt sich,

Dann ist es wieder angenehm warm.

Menschen kommen zum Berg,

Sprechen,

Klettern hoch,

Machen Fotos,

Sind zufrieden oder unzufrieden mit dem Berg,

Der Aussicht,

Dem Ausflug an sich.

Sie tun,

Was Menschen eben tun.

Der Berg lässt sich von nichts beeindrucken.

Der Berg nimmt nichts persönlich.

Er ist da,

Wo er ist.

Er ist so,

Wie er ist.

Und selbst,

Wenn hier und da mal etwas abbricht oder wegbröckelt,

Auch dann bleibt der Berg einfach der Berg.

Der Berg ist ganz simpel,

Er macht die Dinge nicht kompliziert.

Spüre die unerschütterliche Präsenz des Berges in dir.

Verbinde dich mit den Qualitäten des Berges.

Welche Qualitäten des Berges kannst du gerade wahrnehmen?

Auch wir erleben emotionale Jahreszeiten.

Wetterumschwünge und heftige Stürme.

Auch bei uns bröckelt mal etwas weg.

Auch zu uns kommen und gehen Menschen.

Und doch bleiben wir einfach wir.

Spüre dein eigenes Bergsein.

Vielleicht ist da mehr Berg in dir,

Als du bisher gesehen hast.

Genieße die Gelassenheit.

Einfach nur zu sein.

Sein wie ein Berg.

Wir neigen im Alltag dazu,

Das Wetter unseres Lebens ganz persönlich zu nehmen.

Halten die Stürme für ganz und gar unerträglich.

Doch vielleicht hilft dir ab und zu das Bild des Berges oder das Gefühl des Berges,

Um dich nicht zu mitreißen und überrollen zu lassen von den Dingen und Gefühlen,

Die im Leben kommen und auch wieder gehen.

Nutze die Qualitäten des Berges.

Die Kraft,

Die Einfachheit,

Die Stille oder die Unerschütterlichkeit des Berges.

Nutze sie,

Um innere Stabilität und Gelassenheit zu kultivieren,

Wenn es im Leben stürmisch wird.

Werde dir nochmal deines Bergseins bewusst.

Werde dir der Qualitäten in deinem Bergsein ganz bewusst.

Und nimm dir diese innere Haltung,

Dieses Gefühl,

Diese Einstellung mit.

Die Meditation zu beenden.

Atme ein paar mal tiefer ein und aus.

Werde dir deiner Präsenz hier im Raum bewusst.

Nimm deinen Körper wahr.

Mit der nächsten Ausatmung senke den Kopf nach unten,

Sodass,

Wenn du die Augen öffnest,

Dein Blick vor dir auf den Boden geht.

Und wenn du soweit bist,

Dann hebe den Blick und komm wieder ganz hier im Raum an.

4.8 (13)

Neueste Bewertungen

Missi

January 14, 2026

Sehr angenehm und schön auch dass die Meditation ohne Musik auskommt ;) Danke 🙏🏽

Milena

October 10, 2025

Wow was für eine tiefe, ich spüre gelassenheit, stabilität, innere weisheit, stärke und vertrauen. Ich darf einfach sein und standhaft sein egal welche stürme oder emotionen von aussen kommen Dankeschön

Michael

December 6, 2024

Vielen Dank für diese außergewöhnliche Berghilfe...

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