
shantissima #1: Selfcare - das absolute Muss
In meinem shantissima-Podcast geht es um ein erfüllteres und glücklicheres Leben. Und es wird Klartext geredet. Freue Dich auf eine bodenständige Spiritualität und Mindset-Einsichten, die Dich in Deinem Leben unterstützen dürfen. In dieser Folge geht es um das Trend-Thema Selfcare - und warum die Selbstfürsorge so viel mehr ist als ein Trend.
Transkription
Selfcare ist ein Muss und keine Frage und schon gar kein Produkt,
Das du erwerben kannst.
Ich habe zum Thema Selfcare etwas recherchiert und es gibt viele Bücher dazu,
Einige sehr sehr gut,
Sehr auf den Punkt,
Andere sehr dünn,
Sehr nett,
Sehr leicht und ich sage gleich,
Das ist nicht das leichteste Thema der Welt.
Es gibt Kosmetik,
Tees,
Badezusätze,
Ach alles mögliche,
Was sich an diesem scheinbaren Trend anhängt.
Nur ist Selfcare und ich nehme jetzt mal das schöne deutsche Wort Selbstfürsorge überhaupt gar kein Trend,
Sondern ein Muss und ich sage das selten,
Weil ich keine Freundin von Muss und Müsste und Sollte bin,
Wenn,
Dann bin ich eine Freundin von Machen.
Mangelnde Selbstfürsorge hat sehr oft tiefe Wurzeln.
Oft hat es aber zunächst damit zu tun,
Dass wir uns bestimmte Dinge nicht bewusst machen.
Darin möchte ich dich heute unterstützen,
Dir deine Ideen,
Deine Einstellungen,
Auch deine Glaubenssätze und Überzeugungen zum Thema Selbstfürsorge mal anzuschauen,
Zu hinterfragen und wenn es richtig gut läuft,
Neu zu justieren.
Ich habe das ganz ganz frisch bei einem Thema erst für mich umgesetzt und davon möchte ich dir kurz erzählen.
Ich arbeite sehr sehr oft an Wochenenden.
Ich bilde im eigenen Studio Mai Shanti Yoga aus.
Ich unterrichte auch in anderen Ausbildungen,
In anderen Städten.
Ich gebe Retreats,
Ich gebe Workshops,
Es gibt im Studio Workshops mit Gastlehrerinnen und Gastlehrern.
Also am Wochenende arbeiten gehört für mich dazu,
Denn auch meine Mentoring und Life Guidance Programme gehen oft über die Wochenenden auf.
Jahrelang war Montag mein dickster Unterrichtstag.
Ich habe zwei Klassen mittags gehalten,
Direkt hintereinander,
Dafür musste ich noch anfahren etwas länger.
Ich habe eine Klasse auf Englisch,
Die direkt danach auf Deutsch gegeben.
Ich habe beim Nachhause kommen oder ins Büro kommen erst mal viele viele viele E-Mails beantwortet,
Die dann über die letzten Tage liegen geblieben sind.
Und am Abend habe ich noch einen großen fortgeschrittenen Kurs gehalten,
Für den ich nochmal extra konzentriert und vorbereitet sein wollte.
Dienstag war die Woche für mich oft schon gelaufen.
Ich bin aufgewacht wie erschlagen und irgendwas in mir hat zwar gesagt,
So geht das nicht weiter,
Und dann kam das große Aber,
Sehr unbewusst,
Nicht als klarer Gedanke.
Das Aber beinhaltete vor allem,
Jetzt mal auf den Punkt gebracht,
Alles andere ist wichtiger als ich selbst.
Das ist bitter,
Ne?
Das ist wirklich bitter.
Und wenn du neben deinen E-Mails oder während eines Meetings,
Ist ja jetzt im Homeoffice und online auch alles möglich,
Dein Essen zu dir nimmst.
Wenn du auf dem Weg zum Auto,
Zum Bus,
Zu deinem Fahrrad noch schnell dir einen Riegel hinter die Kiemen schiebst,
Weil keine Zeit ist für deine Ernährung,
Dann weißt du,
Wovon ich rede.
Selfcare als Trendbegriff führt oft so dahin,
Habe ich das Gefühl,
Es geht wieder in die Richtung,
Die beste Version meiner selbst,
Da habe ich gar nichts dagegen.
Nur das hat oft so einen Touch von,
Da musst du noch mehr machen,
Da solltest du oder könntest du und da habe ich hier noch dieses Programm für dich und diese Yoga-Klasse und diese Fitness-Einheit und das ist natürlich alles super,
Ich sag das gleich vorne weg.
Ich möchte dich hier nicht ermuntern,
Den ganzen Tag nur noch rumzuliegen.
Wenn das das ist,
Was du mal eine Zeit lang brauchst,
Dann schon.
Aber ich bin eine Macherin und gerade dann ist Selbstversorge besonders wichtig.
Jahre,
Jahre lang habe ich keine Rücksicht auf mein Bedürfnis nach Regeneration genommen.
Ich war manchmal am Montagabend heiser,
Weil ich in drei Tagen,
Teilweise in sehr großen Räumen,
Ohne Mikro stundenlang gesprochen habe.
Das ist eines meiner Werkzeuge,
Meine Stimme.
Also selbst wenn ich sage,
Ach Selbstversorge interessiert mich nicht,
Habe ich keine Zeit für,
Das ist was für Weicheier und so weiter,
Ich möchte hier leisten,
Leisten,
Leisten,
War das dumm.
Dann fällt meine Stimme weg,
Dann ist das Tun,
Das ich liebe,
Nicht mehr möglich.
In der Form.
Es hat wirklich lange gebraucht,
Dass ich in einem ersten Schritt diese Montagabend-Klasse abgegeben habe und das hat nicht für Begeisterung gesorgt.
Natürlich nicht,
Ist ja auch schön,
Wenn treue Schülerinnen und Schüler sagen,
Oh nee,
Meine Montagsklasse,
Ja,
Die waren in dem Augenblick in der Selbstfürsorge.
Und es ist nicht ihr Auftrag,
Mich zu ermuntern,
Nicht mehr zu unterrichten an diesem Abend.
Es ist meine Aufgabe,
Bei mir zu sein und dann zu sagen,
Hey,
Schön,
Dass du ein bisschen traurig darüber bist.
Und guck mal,
Hier sind meine neuen Termine.
Punkt.
Und es hat tatsächlich noch eine Zeit lang gebraucht,
Weil ich dann dachte,
Naja,
Aber mittags kann ich dann schon noch unterrichten,
Das ist doch kein Problem.
Aber es war ein Problem.
Es ist für mich wichtig,
Nach einem Ausbildungswochenende am Montag zu gucken.
Was möchte ich,
Was kann ich tun?
Und nicht die erste Frage zu stellen,
Was muss ich tun?
Du sagst,
Ja,
Das ist Luxus,
Das kannst du dir vielleicht leisten.
Bei mir ist das unmöglich.
Ich habe auch gar nicht die Zeit dafür.
Die Zeit ist das Hauptargument,
Das ich auch in meinen Mentorings und Life Guidance Sessions und Programmen ständig und immer wieder höre.
Dazu habe ich mehrere Sachen zu sagen.
Und es geht schon mal los damit,
Dass ich dich daran erinnern möchte,
Dass unser Gehirn auf Dringlichkeit gepolt ist.
Es ist auf Dringlichkeit gepolt,
Weil der Hauptauftrag deines Gehirns ist,
Dich am Leben zu erhalten.
Dein Gehirn sorgt dafür,
Dass alles läuft.
Und Laufen heißt,
Dieses System lebt und macht weiter.
Jetzt leben wir aber in Zeiten,
In denen alles schreit regelrecht.
Dringend,
Dringend,
Dringend,
Dringend.
Es ist also umso wichtiger,
Dass du deine Dringlichkeiten für dich klärst.
Dass du in einem Augenblick der Ruhe hinschaust und hinhörst,
Was ist wirklich dringend in meinem Leben.
Da solltest du ganz oben dran stehen.
Ja,
Aber es geht im Leben einfach nicht immer nur um mich.
Wir haben schon genügend Egozentrik in dieser Welt.
Ich möchte das anders machen.
Ich möchte für meine Familie,
Für meine Kollegen,
Für meine Firma,
Für meine Schülerinnen.
Ich möchte für die da sein.
Interessanter Ansatz,
Dass das scheinbar ein Widerspruch ist für dich,
Wenn du das denkst.
Ich gebe dir ein Beispiel.
Du sitzt an einem Tisch und da hast du ein Glas Wasser vor dir.
Und dieses Glas ist super voll und wie durch eine magische Quelle.
Jedes Mal,
Wenn du trinkst,
Füllt sich dieses Glas wieder und es läuft sogar über.
Und jemand,
Der mit am Tisch sitzt,
Sagt zu dir,
Ich habe so Durst.
Darf ich da mal trinken?
Du wirst sogar froh sein,
Etwas abgeben zu können und zu dürfen von deinem Geschenk,
Das du hast.
Nämlich dieses Glas,
Das sich immer wieder füllt.
Du sitzt an diesem Tisch und dieses Glas ist halb leer.
Ich nenne es absichtlich so.
Und du hast gar nicht mehr viel übrig,
Weil du hast gerade noch mal getrunken.
Und dann sagt jemand,
Ich habe so Durst.
Kann ich mal trinken?
Also es wird ein bisschen zitroniger in dir,
Ein bisschen fester.
So in den feinen Fasern deines Seins.
Und während du das Glas vielleicht rüber schiebst,
Fühlst du schon,
Dass du das nicht so super gerne machst.
Und du guckst auch etwas genauer hin,
Wie viel da wirklich getrunken wird.
Wir fangen an zu rechnen.
Aufzurechnen.
Abzurechnen.
Und da sprichst du immer noch von Liebe und Hingabe?
Hm.
Du weißt das.
Das ist hier nur eine Erinnerung von mir.
Wenn du ausgeruht,
Bei dir,
Präsent,
Genährt,
Hydriert,
Ausgeschlafen,
Ich meine,
Ich fange mal hier mit den Basics unseres Lebens an.
Bist.
Dann bist du doch eine Wonne für diese Welt.
Du bist eine Wonne für deine Familie.
Du bist eine Wonne für deine Freunde.
Du bist eine Wonne für deine Firma.
Weil dann gibst du wirklich,
Ohne zu rechnen,
Aus deiner vollen Kraft.
Deshalb solltest du auf deiner Dringlichkeitsliste ganz,
Ganz weit oben stehen.
Dass wir das nicht tun und unsere Gedanken dazu oft überlagert sind,
Hat einfach damit zu tun,
Dass wir in einer Welt leben,
Die Glaubenssätze wie,
Das Leben ist kein Ponyhof,
Das ist kein Wunschkonzert,
Nur die Harten kommen in den Garten und,
Und,
Und,
Und,
Und,
Tief,
Tief,
Tief drin sitzen haben.
Und wir den Luxus,
Den wir haben,
In einer Welt zu leben,
Wo wir nicht jeden Tag ums blanke Überleben kämpfen.
Und ehrlich,
Egal wie knapp es bei dir ist,
Du musst nur einmal aus Mitteleuropa rausgucken.
Und dann weißt du schon,
Dass es da noch ein bisschen andere Formen gibt.
Das heißt nicht,
Dass ich dir nicht zugestehe,
Es gerade schwer zu haben.
Das heißt nur,
Dass wir in unterschiedlichen Schattierungen ein luxuriöses Leben führen.
Dass es uns ermöglicht zu wachsen auf allen Ebenen.
Das ist etwas,
Was diese Welt wirklich gebrauchen kann.
Diese Welt,
Die braucht dich.
Und zwar an Bord.
Und an Bord heißt,
Du hast dich um dich selbst gekümmert.
Weil zum Thema Zeit,
Keine Zeit haben.
Ich weiß,
Dass Selfcare oft so angeboten und oder verkauft wird.
Ja,
Also wirkliche Selbstfürsorge.
Das heißt,
Dass du morgens eine Stunde auf deine Yogamatte gehst und dann meditierst du noch eine halbe Stunde.
Dann machst du dir eine Smoothie Bowl und deiner Familie natürlich auch.
Du hast schon dein Tagebuch,
Dein Journal geführt.
Und,
Und,
Und,
Und,
Und.
Und abends das ganze Programm am besten nochmal.
Und du nichts als zusätzlichen Stress fühlst und Druck,
Wenn du dem nicht genügst scheinbar.
So sehr ich eine Macherin bin und so sehr ich große Sprünge und große Schritte liebe,
Unterschätze nicht den Wert der ganz kleinen Schritte.
Ich meine,
Du würdest doch keinem Kind,
Das aufsteht und zu laufen lernt und noch mit der Hand am Tisch die ersten tapsam macht,
Sagen,
Naja,
Also was soll das denn sein?
Also entweder machst du hier gleich einen 100-Meter-Lauf,
Sonst kannst du es gleich sein lassen.
Was soll denn das sein?
Das ist ja mickrig.
Auf die Idee würdest du nicht kommen.
Im Gegenteil,
Alle,
Die das sehen,
Klatschen begeistert.
Ein erster Schritt,
Ein erster Schritt.
Warum gönnst du dir das selber nicht?
Warum schaust du nicht genauer hin,
Was du in den nächsten 10 Jahren erschaffen könntest?
Zuallererst für dich und damit auch für die Welt.
Das ist ein wunderbarer Satz von Tony Robbins,
Von dem ich zusammen mit Chloe Madanes lernen durfte und mich ausbilden lassen durfte.
Die meisten Menschen überschätzen,
Was sie in einem Jahr erreichen und unterschätzen,
Was sie in 10 Jahren erreichen.
Können wir mal die längere Perspektive?
Weil wir haben immer nur die kurze.
Ich höre das so oft,
Ja,
Ja,
Jetzt ist es gerade viel,
Aber wenn,
Dann.
Und dieses wenn,
Dann,
Das höre ich so oft und das habe ich selber sehr,
Sehr oft gesagt.
Aber dieses wenn,
Dann tritt nicht ein,
Wenn nicht du das Ruder in die Hand nimmst.
Und klare Entscheidungen triffst,
Sortierst,
Gewichtest.
Und zwar nach deinen Maßstäben.
Das ist wirklich,
Wirklich,
Wirklich wichtig.
Und da sind die Baby Steps genauso wichtig wie die großen Sprünge.
Denn um den Zeitfaktor wieder reinzubringen,
Wenn du in 10 Jahren einen einzigen großen Sprung machst und sonst nichts,
Kann das durchaus wesentlich kleiner sein,
Als wenn du 10 Jahre jeden Tag einen kleinen Schritt machst.
Also schaff dir mal aus dem Kopf,
Denn davon rede ich überhaupt nicht,
Dass es hier um stundenlange Aktionen am Tag geht.
Ich rede mal von 5 Minuten zu Beginn.
5 Minuten am Tag.
Erzähl mir nicht,
Dass du die nicht hast.
Du machst für alles und jeden 5 Minuten am Tag.
Nicht für dich,
Nicht für das Wesen,
Das auf die Welt gekommen ist,
Zerschrumpelt,
Vermutlich kahl,
Nackt,
Pinkelnd,
Die Windel vollmachend,
Rülpsend,
Sabbernd und das geliebt wurde und gefeiert wurde.
Du konntest doch gar nichts,
Scheinbar.
Nicht sprechen,
Nicht laufen,
Nicht tanzen,
Keine E-Mail verschicken,
Kein Einkauf erledigen,
Kein Drei-Gänge-Menü kochen.
Und du wurdest freudigst empfangen auf dieser Welt,
In irgendeiner Form.
Das heißt,
Etwas in diesem Universum,
Ich nenne es jetzt mal die Schöpferkraft,
Hat entschieden,
Du,
Wie du jetzt hier bist,
Du sollst auf die Welt kommen.
Du sollst Freude bringen und du sollst Liebe erfahren.
Und Liebe leben.
Nicht,
Hier ist die Tür in die Hölle des Klappens und des Funktionierens.
Das war nicht die Idee.
Und etwas in dir weiß das,
Sonst würdest du diesen Podcast gerade gar nicht anhören zu diesem Thema.
Mein wichtigster Lehrer,
Mein Meditationsmeister Zagbo,
Hat mal,
Als ich wieder bei ihm war und sagte,
Ich kann das alles nicht,
Ich schaffe das nicht mehr,
Das ist zu viel und dann mache ich das und das nicht und das macht mir ein schlechtes Gewissen und so weiter und so fort,
Gesagt,
Weißt du,
Meine Liebe,
Schau mir doch mal hin,
Was mal auf deinem Grabstein stehen könnte.
Möchtest du,
Dass das steht?
Hier ruht unsere liebe Freundin,
Bei ihr hat immer alles prima geklappt und funktioniert.
Vielleicht musst du jetzt gerade lachen.
Und wir lachen ganz oft,
Wenn wir wissen,
Erwischt,
Du bist auf der Welt,
Um dieses Leben wirklich zu erfahren.
Und zu diesem Leben gehören viele,
Viele schwierige Dinge,
Herausfordernde Situationen,
Zeiten.
Und zu diesem Leben gehören aber auch die großen und die vielen,
Vielen kleinen Momente des Glücks,
Der völligen Präsenz,
Des in Frieden Seins.
Und wir verpassen die,
Wenn wir immer sagen,
Etwas ist wichtiger und dringender als ich und meine Erfahrung jetzt.
Schau dir doch mal wirklich an,
So über ein paar Tage hinweg,
Immer mal wieder,
Wie so ein kleines Highlight,
Das du setzt.
Wie gewichte ich hier gerade meine Dringlichkeiten?
Wie setze ich meine Prioritäten?
Was sind meine Standards?
Ich möchte Tony Robbins nochmal zitieren,
Zunächst auf Englisch.
You get what you tolerate.
Du bekommst,
Was du tolerierst.
Und deshalb ist das super wichtig,
Die eigenen Standards zu klären.
Im Wissen,
Dass wenn du überläufst vor Kraft,
Energie,
Dass du die Welt so bereicherst,
Wie das ursprünglich mal gedacht war.
Das ist meine Inspiration an dich.
Und gleichzeitig die Bitte,
Dich mal daran zu erinnern.
Kannst du dich an Momente erinnern,
In denen die Überzeugung in dir nicht nur gepflanzt,
Sondern auch bewässert und gedüngt wurde?
Dein Wert würde sich durch das Machen und das Leisten erschließen.
Das ist ein Thema,
Da kommen wir oft mit unserem Alltagsgeist nicht ran.
Ich arbeite sehr viel mit anderen Techniken daran,
Mit meinen Klientinnen und Schülerinnen.
Aber es ist ein erster Schritt,
Auch mal mit dem Alltagsgeist in die Erinnerung zu gehen.
Woher kommt denn das?
Und um diese Tendenz,
Dass wir in unserer Welt alle miteinander die Erschöpfung,
Die Ermüdung,
Die Ermattung feiern und glorifizieren.
Da bist du Teil davon.
Sei ehrlich mit dir.
Diese Sätze wie,
Das habe ich mir jetzt aber wirklich verdient.
Als ob du dir das verdienen müsstest.
Diese Verstärkung,
Die du einer lieben Freundin,
Einem lieben Freund gibst noch,
Wenn da permanent kommt,
Erschöpft,
Zu viel,
Kann nicht und und und und und.
Ganz oft steigen wir sehr intensiv darauf ein.
Lass uns neue Wege finden,
Wie wir damit umgehen.
Und der erste Schritt ist meiner Ansicht nach,
Wir hören alle miteinander auf,
Die Erschöpfung,
Die Überforderung zu glorifizieren.
Zum Glorifizieren kann übrigens auch gehören,
Dass wir das bemitleiden.
Ja,
Und dass wir,
Ich sag's knallhart,
Bejammern.
Weil das ist auch eine Form von Aufmerksamkeit.
Aufmerksamkeit ist das,
Was sich jeder Mensch wünscht.
Sondern dass wir nach Lösungen schauen,
Gemeinsam.
Die Lösung kann manchmal sein,
Es einfach nur mal rauszulassen.
Oder zuzuhören,
Natürlich.
Nur wie lange halten wir uns da dann auf?
Das Ende der Glorifizierung von mangelnder Selbstfürsorge heißt unter anderem,
Dass wir aufhören Vorteile aus diesem Verhalten zu ziehen.
Kommt bei dir vielleicht gerade nicht gut an,
Wenn du überfordert bist.
Da soll ich auch noch einen Vorteil davon haben,
Oder wie?
Ja,
Wir haben Vorteile.
Daraus.
Wir bekommen Rücksicht,
Verständnis und Aufmerksamkeit,
Wenn wir das immer und immer und immer wieder melden.
Das sind doch schöne Sachen,
Die wollen wir.
Es wird nur irgendwann,
Tatsächlich sogar biochemisch,
Fast eine Art Sucht,
Dass sich immer und immer und immer wieder auf diese Art und Weise zu holen.
Das ist ein weites Feld.
Dazu werde ich sicher,
Sicher öfter noch was sagen,
Weil das viel mit Verhaltensmustern,
Denkmustern,
Glaubenssätzen zu tun hat.
Ich lasse das jetzt einfach mal so stehen und erinnere dich daran,
Dass auf Englisch es Human Being,
Nicht Human Doing heißt.
Also es geht um das Sein,
Nicht das Machen.
Machen ist angesagt,
Wenn Machen angesagt ist.
Und sehr oft ist das Machen wesentlich schneller,
Unangestrengter,
Freudiger,
Wenn wir aus einem Zustand der Erholung da reingehen können.
Ich lade dich zum Schluss dieses Podcasts ein,
Einen erholsamen Moment,
Vielleicht gleich im Anschluss,
Zumindest aber noch heute bitte,
Zu finden,
Egal wie der aussieht.
Und da gilt es nicht,
Wieder etwas abzuhaken und auch noch geschafft zu haben,
Sondern ein Moment,
Den du mit dir hast und dir nahe bist.
Die Nähe,
Die wir so oft im Außen suchen,
Die ist immer da,
Von dir zu dir.
Und dazu lade ich dich herzlich ein.
Vielen Dank fürs Zuhören.
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