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DAS was ist - Sprechen über Advaita / Nondualität und die Sinnlosigkeit von Sitzen auf Stühlen

by Sitzen

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In diesem Talk geht es um das Thema Nondualität Q: Noch ein Talk zu dem vermeintlichen "DAS" was ist? A: Ja, genau... Q: Was soll das überhaupt sein? A: Einfach DAS, mehr nicht, - nicht Etwas... nur DAS... Q: Ist dazu nicht schon genug gesagt worden? A: Vielleicht scheinbar... aber von wem denn? Da ist niemand ;-) Q: Und warum? A: Keine Ahnung, - es passiert einfach - scheinbar - , auf jeden Fall ohne Grund, ohne irgendeinen Sinn und für niemanden... DAS was ist, ist nicht sagbar

Transkription

Shalom und Namaste.

Ja,

Warum ein weiteres Video zu dem Thema,

Das was ist?

Um ehrlich zu sein,

Ich habe keine Ahnung,

Was daran liegen mag,

Dass hier niemand ist,

Der so etwas wie Ahnung haben könnte,

Obwohl sowas wie ein Erleben von Ich Bin stattfindet und erscheint und sich auch wähnt,

In manchen Dingen so etwas wie Ahnung zu haben,

Dies aber immer nur scheinbar.

So umständlich Sprache werden kann,

Wenn es darum geht,

Über so etwas wie Non-Dualität zu sprechen,

So möchte ich mich doch bemühen,

Eine gewisse Verständlichkeit an den Tag zu legen,

Auch wenn niemand da ist,

Der etwas sagt und auch niemand da ist,

Der mit so etwas wie Verständlichkeit etwas anfangen könnte,

Aber der Reihe nach.

Dieses scheinbare Ich Bin,

Das hier sitzt,

Der scheinbare Olli,

Der sich selbst für verrückt hält,

Hat sich seit geraumer Zeit,

Zeit,

Die es übrigens auch nicht gibt,

Innerhalb seiner Story mit dem Thema Non-Dualität beschäftigt.

Für diejenigen,

Die nichts damit anfangen können,

Non-Dualität ist ein Konzept und entspringt der indischen Lehre von Advaita Vedanta,

Wobei in dieser Wortkombination dieses Advaita so etwas wie Nicht-Zwei bzw.

Nicht-Zweiheit heißt und darauf hindeutet,

Dass es keinerlei Getrenntes gibt.

Im Ursprung wird gesagt,

Dass die Trennung zwischen Atman und Brahman,

Also zwischen individueller Einzelseele und überpersönlicher Weltseele,

Sprich Gott eins sind.

Advaita oder Non-Dualität besagt,

Dass Trennung eine Illusion ist und innerhalb dieser Illusion scheinbar eine Traumwelt entsteht.

Eine Traumwelt,

Ohne dass es jemanden gibt,

Der träumt.

Alles ist eins.

Alles ist eins oder das.

Vor allem ist es aber nicht etwas,

Denn das Vorhandensein von etwas würde bereits Trennung vornassetzen.

Alles ist Nicht-Zweiheit oder schlichtweg das,

Was erscheint,

Oder eben Fülle oder Gott oder Liebe,

Jedenfalls nichts Getrenntes.

Zunächst erschien mir dieser Gedankengang als ziemlich schräg und abgefahren,

Ansprechend aber irgendwie widersprach er auf Verstandesebene deutlich meinen bisherigen Vorstellungen und vor allem auch meinem Erleben,

Denn naja,

Ich war ja da,

Also etwas war da und ich bin als ein Etwas befand sich in der Welt,

Die da draußen irgendwie war und um mich herum gab es auch Dinge,

Also ebenfalls Etwasse,

Die waren und dementsprechend,

Weil sie wahrnehmbar außerhalb von mir verortet gewesen sind,

Getrennt von mir sein mussten.

Nun sagt Non-Dualität,

Dass diese Vorstellungen lediglich Erscheinungen innerhalb des Erlebens von Ich Bin sind.

Das,

Was ist,

Erscheint demnach als Erleben von Ich Bin und für dieses Ich Bin lediglich,

Sprich innerhalb dessen Vorstellungswelt passiert scheinbar die Trennung.

So wie gerade eben beschrieben,

Erlebt sich Ich Bin als getrennt von einem Aus und erlebt sich innerhalb der Welt der Trennung als ein ganz bestimmtes Setting,

In dem es aufgestellt ist.

Charakteristisch für das Erleben von Ich Bin in Trennung ist das zwangsläufige Gefühl unvollkommen zu sein und so etwas wie Mangel zu spüren und zu erleben.

Mangel wird von Ich Bin in der Regel als leidvoll erfahren,

Sodass Ich Bin sich auf die Suche macht,

Diesen Mangel zu lieben,

Um das Leiden zu beenden.

Ich Bin glaubt irgendwann,

Dass er zum Sucher wird und beginnt das Gefühl von Mangel mit allem möglichen inhaltlich zu reparieren.

Innerhalb dieses Trennungs-Settings wurde im Erleben von Ich Bin also aus Alles,

Was letztendlich Nicht-Etwas,

Im Englischen wunderbar als No-Thing,

Also Nothing,

Oder als Nothingness ausgedrückt,

Spontan und ohne jeglichen Grund wurde plötzlich aus diesem Alles,

Aus dem Nicht-Etwas wurde Etwas,

Also letztendlich eine Dinglichkeit durch die Trennung,

Die scheinbar entstand.

Zuvor gab es keine Notwendigkeit,

Ein Ding von einem anderen zu unterscheiden,

Da es im Nothingness,

Also im No-Thing-ness,

Also im Nicht-Etwas,

Kein zweites gab.

Nun gibt es aber scheinbar im Erleben von Ich Bin nicht nur ein zweites,

Sondern auch ein drittes,

Viertes und so weiter und sie sind alle gekennzeichnet dadurch,

Dass sie unvollkommen sind,

Nicht ganz,

Gekennzeichnet dadurch,

Dass ihnen Etwas fehlt.

Aus einer Suchbewegung von Ich Bin heraus besteht also das Bestreben,

Die gefühlte oder erlebte Lücke mit Etwas zu füllen,

In der Hoffnung zurückkehren zu können zum Erlebnis von Einheit,

Ganzheit und Fülle,

Einem Erleben welches eben ohne Mangel ist.

Ich Bin glaubt,

Dass es zu diesem Zustand zurückkehren könnte,

Obwohl es niemals dort gewesen sein kann,

Denn mit dem Auftreten von Ich Bin geschah Trennung,

Also Nicht-Einheit,

Weshalb Ich Bin niemals in Einheit gewesen sein kann,

Wohin es zurückkehren könnte.

Zumindest war es das nie als ein Ich Bin.

Dennoch macht sich Ich Bin auf den Weg zurück zur verloren geglaubten Einheit.

Ich Bin,

Das sich als Sucher begreift,

Sucht an allen möglichen Ecken und Enden dieser erlebten Traumwelt und jedes Etwas,

Das gefunden wird,

Erscheint als potenziell geeignet den Mangel zu beenden,

Zumindest für eine kurze Weile.

Es erscheint die Geschichte,

Dass der Mangel von Ich Bin plötzlich nach langer Suche behoben wurde und endlich der richtige Job,

Das richtige Haus,

Der richtige Partner gefunden wurde.

Wahlweise geschah auch auf andere Arten und Weisen eine Lebensverwirklichung von Ich Bin,

Z.

B.

Durch einen Studienabschluss,

Das Zertifikat einer bestandenen Yoga-Lehrer-Ausbildung oder das erfolgreiche Ende eines 40-Tage-Retreats,

In dem spirituell gesehen Ich Bin die innere Mitte gefunden hat,

Satori erlebte,

Sich mit Gott verbannt und endlich zu einem geliebten Kind des Universums mit Krishna-Bewusstsein geworden ist.

All dies ist jedoch etwas,

Das Ich Bin scheinbar erreicht und welches Ich Bin scheinbar für eine Weile Glauben macht,

Dass der Mangel überwunden und gefüllt ist,

Aber eben nur scheinbar.

Denn letztendlich bricht die Suchbewegung von Ich Bin wieder durch,

Was jedoch nicht daran liegt,

Dass nicht oder noch nicht das richtige Etwas gefunden wurde,

Sondern dass Ich Bin selbst die Suche ist.

Ich Bin kann gar nicht anders als durch die eigene Unzufriedenheit bedingt,

Sich immer wieder neu auf die Suche zu machen.

Ich Bin übersieht in der Regel oder vielmehr Ich Bin kann gar nicht anders als zu übersehen,

Dass Ich Bin selbst das Problem ist bzw.

Ursache des Problems,

Der aufkommenden Suche aus dem Gefühl von Mangel und Unvollkommenheit heraus darstellt.

Trifft Ich Bin jedoch im Rahmen der Suche auf bestimmte spirituelle Lösungsstrategien,

So kann es passieren,

Dass als eine mögliche Lösung eben klar wird,

Dass Ich Bin selbst das Problem ist,

Sodass der Wegfall dieses Ichs,

Also Wegfall von Ich,

Die Auflösung von Ich Bin oder der Egotod als Ziel definiert wird,

Um die angestrebte Freiheit von Leiden oder die Wiedererlangung des Gefühls von Einheit und Einssein zu erreichen.

Das aber,

Was so logisch jetzt erscheint,

Nämlich die Behebung des Problems durch Beseitigung des Problemverursachers,

Erscheint in der Umsetzung für Ich Bin nicht möglich.

Eben weil Ich Bin darauf angelegt ist,

Trennung aufrecht zu erhalten.

Daher kann Ich Bin anstreben,

Sich selbst aufzulösen,

Wird es aber nie können.

Das kann nicht funktionieren.

Wie soll das auch gehen?

Was soll sich da auflösen?

Wie sollte das ganze Setting möglich sein?

Es ist schlichtweg absurd.

Denn es bleibt ja nichts übrig.

Was aber in den meisten Fällen passiert,

Ist,

Dass Ich Bin aus der Ich-Auflösung oder dem Egotod eine weitere Story macht,

In der Trennung aufrechterhalten wird.

Zum Beispiel in folgender Form.

Das wahre Ich befreit sich vom falschen Ich,

Also vom Ego.

Das reale Ich kommt zum Vorschein,

Wenn die Maske der Person abgelegt wird.

Das ist die Story dazu,

Das uns zeigt auch,

Dass innerhalb dieser Story definitiv weiter Trennung aufrechterhalten wird.

Vordergründig erscheint es applausibel und was so plausibel erscheint,

Passiert aber nie.

Denn die Story generiert immer weiter Trennung und vermag sie nicht zu beenden.

Egotod als weitere spirituelle Mohrrübe.

Vielen Dank an Chris Schmidt für diese großartige Wortschöpfung.

Die spirituelle Mohrrübe,

Die dem Sucher zum Locken vorgehalten wird,

Jedoch vom Sucher selbst inszeniert,

Um die eigene Suche am Laufen zu halten.

Ja,

Ziemlich abgefahren und ziemlich verrückt in diesem Sinne.

Erst einmal vielen Dank fürs Lauschen.

Es gibt hier nichts zum Mitnehmen,

Keine Quintessenz,

Kein Ziel,

Keine Lösung.

Das,

Was hier passiert,

Ist vollkommen nutzlos und frei von jedwedem Sinn.

Falls jedoch so etwas wie ein Kommentar passieren sollte,

Würde aller Voraussicht nach im Ich-Bin-Erleben vom scheinbaren Olli sich Freude ereignen.

In diesem Sinne sehen wir uns genau in diesem Moment wieder,

Möglicherweise in Form eines nächsten Videos.

Bis dahin.

Shalom und Namaste.

4.3 (9)

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Kathrin

September 17, 2020

Sensationell, köstlich, „ich bin“ hat sich schlapp gelacht, im allerbesten Sinn!

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