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Meditation N02 Freundlichkeit

by Sen Ewe

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Aus den drei Aspekten "freundlich, aufmerksam und gelassen" betrachten wir hier den den ersten: Die Freundlichkeit. Es ist notwendig ein PraxisTool zu pflegen, das die Neagativitätsprägung Negativity Bias (https://en.wikipedia.org/wiki/Negativity_bias) ein wenig kompensiert. "Das Innere Lächeln" zu kultivieren, ist eine lohnende Übung. Freundlichkeit, Liebe, Mitfreude und Mitgefühl sind erstrebenswert.

Transkription

Meta.

Auch das ist ein komplexeres Thema.

Freundlichkeit.

Also aus diesem Dreifach-Zusammenhang,

Der uns ins Äquilibrium,

Ins Gleichgewicht bringen soll,

Ist das die Nummer eins,

Die Freundlichkeit.

Und klingt ja erstmal angenehm.

Ist auch gut.

Womit fangen wir an?

Also fangen wir mal ein bisschen wissenschaftlicher an.

Obwohl das jetzt im Westen noch nicht so,

Also im Westen schon,

In den USA,

Ist das Negativity Bias,

Also die Negativitätsprägung weiter verbreitet.

Ich mache hier nebenbei schon mal den Timer vorbereitend.

Kennt auch jeder.

Aber ist eben auch in der Psychologie angeblich auch nachgewiesen in Versuchen.

Und dass wir eine Negativitätsvorprägung haben.

Jeder kennt das.

Man hat einen tollen Tag gehabt und kurz vor dem Nachhausekommen passiert irgendwas.

Jemand nimmt einem die Vorfahrt oder sogar noch geringere Kleinigkeiten.

Und dann ist die Stimmung total im Eimer.

Ein einziger Vorfall.

Der ganze Tag war toll und nur ein einziger kleiner Vorfall und schon ist die Stimmung total hin.

Also das Überbewerten von negativen Ereignissen.

Wird erklärt durch die Entwicklungsgeschichte.

Ist klar,

Dass wenn da irgendwo ein gefährliches Tier ist,

Dann ist das wichtiger,

Als dass da irgendwas Nettes Parmorium zu finden sind.

Also halt überlebensmäßig.

Aber das ist fest verdrahtet.

Besser gesagt,

Das gibt es.

Man muss um ein negatives Erlebnis zu kompensieren mindestens sieben oder zehn mal positive haben,

Um wieder ein Gleichgewicht zu kriegen.

Es gibt also eine Notwendigkeit,

Dass wir da eine spezielle Übung für machen.

Sonst bleibt das bestehen.

Meditation hilft einem überhaupt,

Das zu erkennen.

Also man kommt da ins Grübeln.

Was mache ich da den Tag über?

Was war das?

Und erkennt das.

Und dann findet man das auch in der Wissenschaft,

Dass das wirklich ein Thema ist.

Also mindestens dafür ist es sinnvoll.

Freundlichkeit zu üben.

Also die Positivität.

Mir fällt jetzt zum einen ein,

Im Buddhismus gibt es das,

Die Brahma-Viharas,

Also die endlos zu pflegenden Eigenschaften sind eben Liebe,

Mitgefühl,

Mitfreude.

Ist auch ein eigenes Thema.

Und Gelassenheit.

Gelassenheit kommt ja als drittes an einem anderen Termin dran,

Hier in der Meditationseinführungsgeschichte.

Aber wirklich,

Liebe ist mit in dieser Freundlichkeit,

Mitgefühl sowieso,

Also ich kann das nicht belegen,

Aber ich weiß,

Dass ich das gar nicht,

Also Helmut Schmidt hat das in der Talkshow gesagt und Hannah Arendt meiner Ansicht nach auch,

Das ist in den 70er Jahren auch gar nicht so unüblich gewesen,

Dass Faschismus im Grunde genommen zu reduzieren ist darauf,

Auf ein Fehlen von Mitgefühl zum Beispiel.

Mir leuchtet das ein,

Aber zumindest als Referenz,

Als ohne Quelle.

Also Talkshows waren das.

Auf der anderen Seite gibt es aber auch die Möglichkeit eben mit dieser Metameditation,

Also ich werde die jetzt nicht machen,

Ihr könnt wirklich von anderen,

Auch hier auf Insight Timer,

Super Metameditationen finden,

Das muss ich nicht versuchen zu toppen.

Die auch gut funktionieren,

Aber bei mir nicht nachhaltig.

Also ich kann das nicht immer wiederholen und es gibt dann auch manche Mönche,

Die sagen dann,

Das ist nicht so wichtig,

Wichtig ist,

Dass man das immer wiederholt,

Klappt bei mir nicht.

Und wenn ich das selbst angeleitet mache,

Ist das auch schwierig.

Also es gibt ein paar bestimmte Choreografien und Sätze und so weiter,

Hört euch das an,

Die sind wiederkehrend,

Das ist auch gut.

Also gibt es verschiedene Herangehensweisen,

Aya Kemal gibt es,

Brigitte Schrottenbacher hat da auch eine tolle gemacht und Tara Brack und so weiter,

Alle.

Sucht Metameditation oder Liebende Güte,

Thich Nhat Hanh ist sein Hauptthema,

Aber man merkt dann auch,

Es kann dazu führen,

Dass man in so einem ignoranten Lala-Land ist,

Weil das ist ein tolles Gefühl,

Also wenn man mit einer Metameditation dahin kommt,

Dann ist das ein Zustand,

Den man gerne haben möchte.

Und das kann eben dazu führen,

Dass ich ihn zu doll haben will,

Dass alles,

Was dem widerspricht,

Runtergedrückt wird.

Und das ist meiner Ansicht nach auch eine Gefahr.

Also das ist ja nicht abwesend,

Diese Gehass und Verblendung,

Nur weil ich in so einem jetzt induzierten Liebesgefühl bin.

Wenn das von selber kommt,

Und da komme ich jetzt auch zu,

Also dadurch,

Dass man zur Ruhe kommt,

Die Gedanken der Körper zur Ruhe kommen und man dann noch ruhiger wird beim Atmen,

Dann gibt es das von selber.

Also das muss ich dann nicht indizieren.

Auf jeden Fall,

Das kommt dann wirklich von selber,

Ich glaube,

Es heißt Sukha.

Und im Daoismus,

Das ist das,

Wo ich jetzt eigentlich hin will,

Ist das innere Lächeln.

Und das innere Lächeln,

Das kann ich tagsüber praktizieren.

Das merke ich,

Wenn ich Qigong mache,

Dann später auch beim Tai-Chi ein bisschen.

Also wenn ich einfache Bewegungen mache und dann zu mir komme,

Dann kann schon so eine Art von Glückseligkeit entstehen.

Aber dadurch,

Dass ich wirklich in mir zu Hause bin.

Und das scheint mir das Wichtigste zu sein.

Man kann an dieses,

Wie ich eingangs gesagt habe,

Noch anders rangehen.

Freundlichkeit als Frage,

Das ist ja ein Punkt dieser Tagesnivellier-Geschichte.

Und ich weiß,

Es gibt manche Leute,

Die zum Beispiel im Geschäftsgebaren und so einfach nicht freundlich sein wollen.

Dann gibt es auch Männlichkeitstrieb,

Freundlichkeit geht eben in die möglicherweise nicht männliche,

Also da halte ich nichts von.

Aber es gibt Leute,

Die darauf bauen,

Unfreundlichkeit zu kultivieren.

Sollte man wissen,

Es ist also nicht aller Leute zielfreundlich mit sich und mit seiner Umwelt zu sein.

Es gibt sowas.

In meiner Lebenserfahrung ist es aber so,

Dass eigentlich alles darauf hindeutet.

Also wenn ich das schaffe,

Mit mir freundlich zu sein und zwar nicht aufgesetzt freundlich,

Sondern wirklich,

Wie gesagt,

Dadurch,

Dass man in sich zur Ruhe kommt und diese Freundlichkeit von selber entsteht.

Eine Steigerung dieser Freundlichkeit ist dann allumfassende Liebe.

Das kann man in der Meditation dann auch erfahren.

Und mein Weg ist eigentlich dieser.

Ich folge manchmal den,

Ich richte mich schon ein,

Das könnt ihr auch schon tun,

Ich nehme halt solche geführten Meditationen auch wahr.

Ich höre mir die auch manchmal an und finde die auch gut.

Letztes habe ich auf YouTube Brigitte Schottenbacher gefunden,

Die hier bei Insidetimer auch ist.

Ich kannte die schon und habe die einfach nochmal angehört und die fand ich auch ganz gut,

Die Metta-Meditation.

Aber ich selber benutze diese Sätze ja doch morgens ab und zu,

Aber nicht für Metta,

Sondern einfach für als Intention.

Mögen alle Wesen glücklich sein,

Das finde ich gut.

So viel zu diesem Thema.

Also ich bin der Meinung,

Es lohnt sich immer wieder dahin zurückzukommen,

Und ich bin auch der Meinung,

Es ist eine Grundlage,

Um mit sich in eine vernünftige Art und Weise zumindest in eine Meditation zu kommen und auch sich Gedanken darüber zu machen,

Warum bin ich jetzt nicht freundlich.

Jetzt habe ich schon wieder zu viel erzählt,

Also zeitmäßig,

Aber egal.

Ich weiß noch,

Ich bin mit einem Kollegen,

Geschäftsführerkollegen,

Essen gegangen lange Zeit und der hat Klavier gespielt,

Auch in der Kirche,

War wahrscheinlich Chorleiter oder sowas.

Jedenfalls,

Ich mochte den auch gerne,

Sonst wäre ich ja nicht mit dem rumgerannt.

Und jedes Mal,

Wenn er gesagt hat Klavier spielen und so,

Dann weiß ich,

Dass ich,

Also ich wusste gar nicht,

Was das ist.

Erst später festgestellt,

Dass es wirklich so ein Grummeln war und warum muss ich irgendwie so Richtung negativ drauf sein,

Wenn er erzählt,

Dass er Klavier spielt.

Da muss ich Mitfreude empfinden,

Dass er Klavier spielt,

Ist doch toll.

Und erst später,

Also Jahre später,

Habe ich dann erst bei mir festgestellt,

Ja,

Ich bin sauer,

Dass ich selber nicht Klavier spiele.

Dass ich das nicht weiter einfach mal gemacht habe.

Das hat dann dazu geführt,

Also das hat wirklich lange Jahre gedauert,

Dann hat es ein paar Wochen gedauert,

Bis ich das beschreiben konnte,

Was das ist für mich selber.

Nur nebenbei,

Also nicht so mit aufschreiben.

Also nebenbei ist mir das aufgegangen und das hat dann dazu geführt,

Dass ich gesagt habe,

Ja,

Dann muss ich mir ein Klavier kaufen und Klavier spielen anfangen.

Was soll denn der Schwachsinn?

Und dieser Umgang damit ist wichtig.

Das kommt dann aber in dem Rain-Prinzip Freundlichkeit.

Könnte man ewig noch weitermachen.

Wir machen heute einfach unsere Meditation.

30 Minuten,

Wie gehabt,

Richtet euch ein.

Ich hoffe,

Der Timer spricht mit uns.

Ja.

Ist auch ein bisschen langsamer jetzt.

Wie gesagt,

Einrichten,

Gürtel lösen,

Angenehm sitzen,

Richtig vollständig atmen,

Das ist schon eine Angewohnheit.

Mensch,

Diese Atemübung,

Da muss ich doch tatsächlich mal auch was zu erzählen.

Heute nicht.

Also jetzt zur Meditation forciert den Atem nicht.

Es ist nur so,

Dass wenn ihr gleichmäßig langsam atmet,

Dann ist es einleuchtend,

Dass man ruhiger wird,

Aber der Herzschlag wird auch langsamer.

Metabolismus richtet sich langsam auf Entspannung ein.

Also es passt schon alles zusammen.

Mit jedem Ausatmen von oben nach unten entspannen,

Das ist schon eine Angewohnheit.

Ich greife hier in meinem burmesischen Sitz nach meiner Fußsohle und da gibt es Akupressur-Punkte und ich mache das instinktiv und ich achte darauf,

Dass ich anfasse,

Weil es eben nochmal dolleres Körpergefühl gibt,

Um zu mir zu kommen.

Aber den Punkt,

Den lasse ich frei sich finden und meistens sind das auch die richtigen Akupressur-Punkte,

Wo ich jetzt ein bisschen Unterstützung brauche.

Also das ist nochmal ein zusätzlicher Aspekt des lockeren Zu-sich-Kommens.

Ich glaube,

Das ist auch eher so eine taoistische Herangehensweise,

Dass man das alles nicht so verbissen macht.

Oder Ajahn Brahm.

Ajahn Brahm ist auch locker.

Ich kann nochmal die Schulter ein bisschen bewegen.

Jetzt kommt das mit dem Kiefermuskel.

Wenn man sehr angespannt ist oder Probleme noch unterbewusst vor sich hinschiebt,

Dann hat man angespannte Kiefermuskeln.

Also ein bisschen mit dem Kiefer spielen,

Ob der noch ein bisschen lockerer kann.

Und die Augenpartie.

Also Augenbrauen.

Man kennt das,

Diese Falte zwischen Augenbrauen,

Sorgenfalte.

Aber auch um die Augen.

Die einzige Anspannung,

Die jetzt sinnvoll ist.

Ich hätte mal gesagt erlaubt,

Aber es gibt keinen Erlauben.

Ein Faktor der Entspannung ist,

Wenn da Lachfältchen entstehen und das ist auch gut.

Also das innere Lächeln kann auch ein äußeres sein.

Das kann wirklich ein Ziel sein,

Dieses innere Lächeln.

Auf den Körper zur Ruhe kommen.

Spürt den Atem.

Wenn die Gedanken euch auf Reisen schicken,

Kommt wieder zurück,

Wenn ihr das bemerkt.

Und richtet erstmal die Aufmerksamkeit dann wieder auf den Körper.

Bis nur noch der Atem überbleibt.

Dann bleibt bei dem Atem.

Wenn ihr dagegen sehr müde seid,

Versucht vollständig ein- und auszuatmen.

Das ist dann ein bisschen mehr Aktion als in einer normalen Meditation.

Versucht mehr Sauerstoff zu kriegen.

Zur Not dürft ihr auch die Augen mal richtig vollständig aufreißen.

Das ist ein Riesenhacker.

Heißt das glaube ich bei den Maori.

Also ganz groß die Augen mache ich jetzt nicht,

Weil ich das nicht brauche.

Also versucht dann wieder Energie zurückzubringen.

Ein anderer Weg.

Wenn Geräusche mich ablenken,

Die sehr laut sind,

Dann könnt ihr das als Meditationsobjekt nehmen,

Ohne Bewertung.

Und wenn das dann nicht mehr so einnehmend ist,

Wieder zurück zum Körper.

Bis der in Ruhe ist und ihr beim Atmen seid.

Und jetzt können wir noch zusammen 25 Minuten meditieren.

Entweder ich oder spätestens der Gong wird uns wieder rausgeleiten.

Eine Minute,

Bis der Gong den Abschluss ankündigt.

Bekapituliert noch einmal.

Was hat sich in den letzten 30,

25 Minuten verändert?

Was ist passiert?

Nur auf einer Gefühlsebene,

Ohne eine Antwort zu verlangen.

Langsam die Augen öffnen und ein bisschen strecken.

Freundlichkeit,

Das innere Lächeln.

Also ich denke davon können wir nicht genug haben.

Es lohnt sich das zu kultivieren.

Danke und bis zum nächsten Mal.

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