
Die Atmung als Anker im Hier und Jetzt
by Michael
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, voll in das Hier und Jetzt einzutauchen und sich dort zu verankern. In dieser Meditation finden wir Zugang über die Atmung. Da der Atem immer unmittelbar im Moment statt findet, liefert er eine tolle und stets verfügbare Möglichkeit, um die Vergangenheit und die Zukunft für eine Zeit ruhen zu lassen. Die Meditation endet mit drei Klangschalengeräuschen.
Transkription
Hallo und herzlich willkommen zu dieser Meditation,
In der wir gemeinsam über den Atem in das Hier und Jetzt gelangen wollen.
Hier geht es ganz darum,
Einfach den Atem ziehen zu lassen und zu beobachten und das kann eine ganz wunderbare Möglichkeit sein,
In den jetzigen Moment zu gelangen,
Einfach weil die Atmung immer im Hier und Jetzt stattfindet und dafür darfst du zunächst mal in eine aufrechte aber gemütliche Position finden,
Gerne im Sitzen,
Darf aber auch im Liegen oder im Stehen sein oder auch gerne,
Wenn du gerade unterwegs bist,
Dann darfst du sanft deine Augen schließen oder den Blick ganz weich,
Irgendwie einen Meter vor dir auf den Boden gerichtet lassen und dann beginnen wir mit drei ganz tiefen und nähernden Atemzügen.
Atme dazu tief ein und vollständig wieder aus und nochmal so tief ein und vollständig wieder aus und nimm noch einen dritten tiefen Atemzug ganz für dich in Stille und dann lass deine Atmung wieder ganz natürlich werden,
Lass die Atmung einfach ein- und ausströmen,
Wie sie es von ganz alleine tut,
Aber seid ihr auch nicht böse,
Wenn es dir schwer fällt,
Die Kontrolle über den Atem wieder abzugeben,
Auch das ist okay.
Ganz natürlicherweise wird dein Geist mal abdriften wollen,
Irgendwie an die Vergangenheit denken oder Pläne für die Zukunft machen,
Vielleicht was nach dieser Meditation auf dich wartet und das ist gar kein Problem,
Auch das gehört zum Jetzt mit dazu und dann können wir ganz sachte und ganz neugierig die Aufmerksamkeit wieder zurück auf den Atem lenken und spüre mal,
Wo du den Atem besonders stark wahrnehmen kannst,
Vielleicht im Bauch,
Wie sich der Bauch mit jeder Einatmung hebt und mit jeder Ausatmung wieder senkt,
Vielleicht ist es aber auch im Brustraum,
Dass sich mit jeder Einatmung ausdehnt und anschließend wieder zusammenzieht,
Möglicherweise kannst du den Atem heute aber auch besonders stark im Hals oder im Rachen spüren oder auch durch die Nase einströmen.
Da beobachte ich immer ganz neugierig,
Welche dieser Stellen sich heute am intensivsten anfühlt und sei hier auch ganz offen und wenn du schon öfter eine Atem Meditation praktiziert hast,
Schau mal,
Ob auch vielleicht heute mal ein anderer Fokus,
Ein anderes Körperteil gut funktioniert,
Vielleicht kannst du auch spüren,
Wie der gesamte Körper atmet.
Ich gebe dir hier mal einen Moment,
Da einfach mal ein bisschen rein zu spüren und immer,
Wenn du abdriften solltest,
Gar kein Problem,
Komm einfach ganz sanft wieder zur Atmung zurück.
An Tagen,
An denen der Geist besonders unruhig ist und nur schwer zur Ruhe kommen und sich auf den Atem konzentrieren kann,
Kann die folgende Methode helfen.
Zwar kannst du mit jeder Einatmung nach oben zählen,
Beginnt bei 1,
Also mit der nächsten Einatmung 1 und dann die nächste Einatmung ist die 2 und so weiter.
Kannst jede Einatmung zählen,
Bis du bei der 10 angekommen bist und dann wieder bei der 1 starten und solltest du mal rauskommen und abgelenkt sein,
Ist das auch kein Problem.
Komm einfach sanft zur Atmung zurück und fang wieder bei 1 an und wenn du nie über die 3 hinaus kommst,
Ist auch das kein Problem.
Es gibt hier kein richtig und kein falsch in dieser Übung.
Versuch dich da gerne mal aus,
Ob das für dich gut ist und komm sonst aber auch gerne wieder zur normalen Atmung zurück.
Für die restliche Zeit kannst du die Aufmerksamkeit ein wenig vom Atmen lösen,
Aber schau vielleicht,
Dass du so ungefähr 20 Prozent deiner Aufmerksamkeit auf den Atem gerichtet lässt und mit deiner restlichen Aufmerksamkeit kannst du einfach neugierig beobachten,
Was in deinem Bewusstsein ein- und ausströmt,
Dein Geist gewissermaßen auch etwas ziehen lassen und dich mit der 20 Prozent Konzentration auf deine Atmung gemisserweise wie mit einem Anker in die Gegenwart verbinden.
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