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Spirituell wachsen - Was gibt dir im Leben Halt?

by Gerhard Hross

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Kathrin, Hospizbegleiterin, und Gerhard, Resilienztrainer, fragen sich gegenseitig, woran sie glauben, was sie trägt und wie sie spirituelle Erfahrungen machen. Aus zwei spannenden Blickwinkeln: Gerhard mit einer religiösen, Kathrin mit einer weltlichen Sicht. Du erfährst vieles über deinen großen Seelenraum. Und lernst etwas über intergrale Spiritualität. Du bekommst drei Fragen, mit denen du reflektieren kannst, was du tun kannst, um dich lebendig zu fühlen und weiter zu wachsen.

Transkription

Hallo und herzlich willkommen bei Fullstop Forward,

Dem Podcast für Achtsamkeit und die bewusst andere Perspektive.

Wir sind Katrin und Gerhard,

Ehrenamtliche Hospizbegleiterin und zertifizierter Resilienztrainer und wir freuen uns sehr,

Dass du heute den Weg hierher zu uns in dieser Folge gefunden hast.

Und das spannende Thema heute ist Spiritualität.

Jetzt fragst du dich vielleicht,

Was,

Spiritu was,

Spiritualität?

Das ist ein ganz,

Ganz spannendes Thema,

In dem es letztlich darum geht,

Was dich eigentlich trägt oder was dich im Leben hält.

Und wir versuchen heute,

Einige Aspekte dazu herauszufinden.

Spiritualität kommt von Lateinisch spiritus,

Der Geist,

Was so viel bedeutet wie verbunden sein mit etwas Göttlichem,

Mit etwas Transzendentem.

Und es hat verschiedene Verbindungen,

Nämlich in die Philosophie,

Also wie deute ich die Welt oder auch die menschliche Existenz,

Wie fühle ich mich damit verbunden,

Auch eine Verbindung in den Glauben oder in die Religion,

Also der Glaube an etwas,

Und die Verbindung beispielsweise auch in die Achtsamkeit.

Wie kann ich Spiritualität leben?

Durch Meditation oder durch Gebete?

Und wenn du noch etwas Latein kannst,

Dann wirst du wissen,

Dass spiritus auch der Atem heißt.

Und das freut uns natürlich ganz besonders,

Wegen der Stille und den Meditationen,

Das ist ja unser Thema.

Und wir beschäftigen uns ja oft mit der Atmung.

Heute in dieser Folge wollen wir mal den Fragen nachgehen,

Was ist eigentlich Spiritualität,

Wie sieht unsere eigene Spiritualität aus,

Also was trägt dich,

Katrin,

Was trägt mich?

Und auch die Frage,

Wie kann man spirituelle Erfahrungen machen,

Also welche Wege führen vielleicht in diesen Transzendenzbereich,

In diesen Bereich,

Der hinter unserer Alltagswelt liegt.

Und da ist es ganz spannend,

Dass ja du,

Katrin,

Eine,

Sag ich mal,

Weltliche Sicht vertrittst und ich eine eher religiöse Sicht.

Und da ist auch der Moment,

Wo ich mich mal oute,

Also ich bin auch Diplomtheologe und die Theologie hat mich ein Leben lang bisher begleitet und ich interessiere mich sehr für viele Religionen und ich denke,

In dieser Folge werden wir auch über verschiedene Religionen und ihre Wege sprechen.

Und dann würde ich sagen,

Kann losgehen.

Wir beginnen mit unserer Folge zum Thema Spiritualität und das ist der Moment,

Wo ich dich,

Katrin,

Nach deinem Moment der Woche frage.

Ja,

Danke dir,

Gerhard.

Mein Moment der Woche ist diesmal eher so ein bisschen ein Moment des Lebens,

Nämlich ich hatte,

Als ich klein war,

Immer so ein Gedankenspiel,

Dass es ja da draußen wie so eine Art Weisheit oder eine Kraft geben muss,

Also für mich hat es sich immer so angefühlt,

Dass es die gibt,

Die damals,

Als ich klein war,

Schon wusste,

Was beispielsweise in den Verlauf meines Lebens kommt,

Also wohin es gehen wird.

Und das waren dann so Gedanken wie,

Ja,

Mit wem werde ich vielleicht mal verheiratet sein oder wo werde ich arbeiten,

Wie wird mein Leben aussehen?

Und aus der damaligen Sicht heraus habe ich das für mich gar nicht so als Fragen formuliert oder irgendwie auch nicht so als Träumerei oder Glaskugeldenken,

Sondern tatsächlich habe ich,

Wenn ich mich in diesen Gedanken gedacht habe,

Ganz fest gespürt oder gemerkt,

Dass es irgendwie eine Urkraft gibt,

Die das irgendwie weiß.

Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen abgespaced,

Aber ich konnte mich richtig auf diese Ebene denken und ich kann das heute immer noch tun und spüre da auch was,

Aber ich kann es gar nicht mehr beschreiben jetzt,

Also ich würde es tatsächlich so stehen lassen.

Ja,

Ich denke,

Das kann man trotzdem total gut verstehen,

Was du da beschreibst.

Und wenn du das nicht hier im Podcast sagen darfst,

Wo denn sonst?

Ja,

Weil das ist wirklich eine Erfahrung,

Die ist spannend und die ist total interessant und ich finde es total schön,

Wie du das so erzählst.

Ich glaube,

Man erahnt,

Was du fühlst und was du meinst und ich bin mir sicher,

Dass die einen oder anderen,

Die gerade zuhören,

Das auch kennen.

Ja,

Wie so eine Art Vorbestimmung,

Also dass es schon feststeht,

Was passieren wird irgendwann,

Aber ich das natürlich noch nicht weiß.

Ja,

Wahnsinniger Gedanke.

Ja,

Hast du denn auch einen Moment der Woche oder einen Gedanken,

Einen Impuls mitgebracht?

Ja,

Ich habe auch einen Moment der Woche,

Der liegt zwar schon etwas weiter zurück,

Aber ich behaupte einfach mal,

Dass es der Moment der Woche ist.

Und zwar war ich auf einem Workshop am Benediktushof in der Nähe von Würzburg und der ist bekannt dafür,

Dass man dort vor allem schweigt und da gibt es verschiedene Workshops in diese Richtung.

Ich war bei integraler Spiritualität,

Also es wird heute noch komplizierter.

Das meint aber,

Dass man eigentlich überall in seinem Leben wachsen kann und das hat mich total begeistert an diesem Wochenende.

Ich habe dort Modelle kennengelernt,

Wie ich in meiner religiösen Erfahrung immer weiter wachsen kann und ich habe auch Entwicklungslinien gesehen,

Wie ich in meinem Leben,

In allen Bereichen,

Familie,

Beziehung,

Arbeit,

Sport immer weiter wachsen kann.

Und das fand ich einen ganz,

Ganz wunderbaren Gedanken und vielleicht ist Spiritualität auch eben etwas,

Was uns nach vorne bringt,

Was uns antreibt,

Was uns letztlich immer weiter entwickeln lässt.

Und das finde ich ganz wunderbar.

Deinen Impuls,

Dass Spiritualität ein Wachstum ist oder eine Kraft,

An der man wachsen kann,

Führt mich jetzt direkt zu der Frage,

Was ist für mich Spiritualität?

Also wenn du mich das jetzt fragen würdest oder auch Freundinnen oder meinen Partner irgendwie fragen würdest,

Was ist für dich Spiritualität,

Dann kann ich für mich sagen,

Dass es ein Verbundensein ist mit einer Kraft,

Mit einer Weisheit,

Mit etwas Höherem sozusagen,

Dem ich bedingungslos vertraue oder vertrauen kann auch.

Für mich spielt da auch irgendwie so ein Urvertrauen rein in die Welt und so ein Einssein,

Mit dem,

Was ist,

Was um mich herum ist und mit dem ich auch,

Finde ich,

So den Frieden in mir finden kann,

Ohne irgendwie in den Widerstand zu gehen.

Das war jetzt gerade mit dem Wachstum,

Was du gesagt hast,

Finde ich ein schöner Punkt.

Ja,

Das ist ganz spannend,

Das eigentlich zu hören,

Weil bei dir ja auch schon sich zeigt,

Da ist was hinter deinem normalen Alltag,

Hinter deinem normalen Leben,

Eben diese Verbundenheit oder diese Ausrichtung und ich glaube,

Das ist auch das,

Was man unter Spiritualität verstehen kann,

Dass hinter unserer Alltagswelt,

Hinter all den Dingen,

Die dauernd kommen und gehen,

Vielleicht eine andere,

Größere Wirklichkeit steckt und dass sich die vielleicht auch manchmal zeigt oder dass sie uns auch Kraft und Energie geben kann.

Das würde ich auch in den Religionen so sehen.

Die Religionen erzählen einem ja in den Geschichten oder auch in den Anleitungen davon,

Dass es eben etwas gibt,

Was uns total übersteigt und was sich uns immer wieder auch zeigt und vielleicht auch hilft,

Herausfordert oder unterstützt.

Und das ist,

Glaube ich,

Eine ganz,

Ganz spannende Haltung.

Ja,

Das Stichwort Religion finde ich an der Stelle total hilfreich,

Weil die Religionen an sich,

Die haben ja ein Vokabular,

Also gerade für die Spiritualität haben die ein Vokabular wie beispielsweise Barmherzigkeit oder da gibt es ganz viele andere Worte,

Die ich persönlich tatsächlich jetzt eher irgendwie so aus der Kirche kenne,

Also mit der Kirche auch in Verbindung bringe und ich kann mir vorstellen,

Dass für viele Menschen heutzutage diese Worte aber eher so ein bisschen antiquiert daherkommen,

Also dass sie damit auch nicht mehr so viel anfangen können,

Weil ich finde,

Alltagssprache heutzutage,

Die hat in der Tat irgendwie ein bisschen von dem Vokabular verloren,

Beziehungsweise fällt es mir manchmal auch schwer,

In meiner Alltagssprache Worte zu finden,

Sodass ich auch mit anderen drüber sprechen kann.

Also unsere Sprache ist ja sehr gekennzeichnet von wirklich jetzt quasi Vokabeln oder Worten,

Die irgendwie so aus dem Leistungsdenken kommen,

Die irgendwie mit Effizienz zu tun haben,

Die ja lösungsorientiert sind,

Also das ist,

Natürlich kommt jetzt auf die Gespräche an,

Das kann man jetzt nicht so pauschal sagen,

Das ist klar,

Aber ich finde,

Wir tun uns irgendwie momentan und so kriege ich es auch aus Gesprächen mit Bekannten,

Freunden,

Freundinnen mit,

Uns fehlen so ein bisschen die Welten,

In denen wir uns bewegen können und dann das Thema Spiritualität irgendwie nicht mehr so richtig präsent ist und dadurch vielleicht irgendwie auch an Relevanz einfach verloren hat.

Das finde ich sehr gut beobachtet,

Ein gutes Beispiel ist auch zum Beispiel das Wort Glaube,

Also wenn du heute von dem Glauben sprichst,

Dann denken manche,

Das sind irgendwelche Märchen oder sozusagen so Geschichten,

Die irgendwo in alten Büchern stehen oder die in alten Kirchen erzählt werden und man hat aber vergessen,

Dass es eigentlich eine Haltung ist,

Dass es gar nicht erstmal um die Inhalte geht,

Sondern dass es eine Haltung ist,

Wie verhalte ich mich dem Leben gegenüber,

Also was trägt mich eigentlich im Leben und da wird das relevant,

Was eigentlich immer relevant wird,

Also will ich im Leben eher sehen,

Dass Chaos,

Die Unberechenbarkeit,

Die Möglichkeit,

Dass Dinge misslingen,

Vielleicht bis hin zum Tod oder sehe ich im Leben eher immer die Neuanfänge,

Die Entwicklung,

Das Wachstum,

Die Möglichkeit über sich hinaus zu wachsen und auch das wäre für mich Spiritualität,

Diese Schlüsselfrage,

Wie verhalte ich mich,

Was ist meine Grundhaltung zum Leben gegenüber,

Sehe ich immer das Ende oder sehe ich immer den Neuanfang?

Das trifft genau den Punkt,

Den du sagst,

Wir haben wenig Worte für so etwas,

Wir bewegen uns oft in dieser Alltagswelt und da gibt es ganz viele Worte,

Vor allem leistungsorientierte Worte in unserer Gesellschaft,

Aber diese Welt dahinter,

Da finden wir wenig Worte und sind sprachlos im weitesten Sinn.

Ich habe die Erfahrung gemacht,

Dass Spiritualität auch dann oft eigentlich in unseren Alltag oder in unser Empfinden kommt,

Wenn es um ganz existenzielle Momente geht,

Also wenn ein Mensch stirbt oder wenn ein Baby geboren wird,

Das sind ja so existenzielle Momente tatsächlich,

In denen wir dann vielleicht von Magie sprechen oder von einer Naturgewalt oder von so einer Urkraft sozusagen,

Der wir auch dann mit Demut gegenüberstehen,

In solchen Momenten ist es meistens ganz ruhig und wir sind ganz im Moment und da liegt dann irgendwie so ein Thema offen,

Wie du es gerade beschrieben hast,

In dem dieses Glaube,

Hoffnung,

Liebe,

Was ja eigentlich auch mal so ein Dreiklang ist,

Den man vielleicht irgendwie auch tatsächlich aus der Kirche oder aus so kirchlichen Umfeldern irgendwie kennt,

Dann auch einfach stattfinden kann.

Genau,

Und wir haben dabei eben auch viele Worte vergessen,

Die einfach was mit unserer Seele zu tun haben,

Weil wir halt gewohnt sind,

Dinge zu managen und zu machen und zu tun.

Das ist einfach unser Zeitgeist,

Unser Lifestyle,

Aber alles,

Was wir oft erleben oder fast unterbewusst erleben in Extremsituationen,

Aber manchmal auch in so einfachen,

Freudigen Situationen,

Das können wir fast kaum noch ausdrücken.

Wenn man es nicht ausdrücken kann,

Kann ich es auch nicht bewusst wahrnehmen und so hat man manchmal das Gefühl,

Dass eben sozusagen mit der Spiritualität und den Worten eigentlich auch so der Reichtum unserer Seele oder der Reichtum unserer Gefühle verloren gegangen ist.

Es gibt ja die Theorie,

Dass nur ein ganz kleiner Teil unseres Universums sozusagen aus bekannter Materie besteht,

Also dass uns ein sehr großer Teil,

Ich habe verschiedene Zahlen gefunden,

Ich habe im Vorfeld mal ein bisschen gelesen und recherchiert,

Ein großer Teil,

Ob es 95 oder 85,

Also sagen wir mal durchschnittlich 90 Prozent sind,

Die sind uns verborgen.

Vielleicht ist das schon so ein Hinweis auf das Größere,

Das Höhere sozusagen.

Und ja,

Der eigentlich relativ kleine Teil,

Das ist eben das,

Was uns bekannt ist,

Also das,

Was uns tagtäglich umgibt,

Das,

Woraus wir selbst bestehen.

Genau,

Und ich finde,

An der Theorie ist besonders interessant,

Weil da können wir uns ja die Frage stellen,

Was ist denn da noch und vielleicht im Gegensatz dazu,

Wie viele Gedanken drehen sich ja um mich oder wie viele Gedanken tagtäglich mache ich mir um mich oder um meine Welt und dann irgendwie diesen großen Schritt zu gehen,

Zu sagen,

Krass,

Der große Teil,

Den es da eben noch gibt,

Der eigentlich unbekannt ist,

Ja,

Was ist da noch eben das,

Was du auch gerade angesprochen hast mit der verborgenen oder unsichtbaren Welt,

Die eben neben unserer Alltagswelt noch liegt?

Das ist eigentlich ein Geheimnis und Geheimnisse ziehen uns an und wenn wir genau hingucken,

Gibt es ganz,

Ganz viele Geheimnisse in unserer Welt,

Im Universum,

In unserem Leben und die fangen an,

Uns zu faszinieren.

Ja,

Wir wollen mehr wissen,

Wir wollen mehr ahnen und deswegen bleiben wir da auch hängen und Geheimnis ist vielleicht so der erste Schritt und der zweite Schritt ist oft dann das Staunen.

Also gerade beim Universum ist es ja so,

Man kennt ja die Berichte von den Astronauten,

Die dann zum ersten Mal die Erde als kleinen blauen Ball so im dunklen Weltraum sehen und dann genau dieses Gefühl haben von großer Einheit eigentlich mit allen Menschen,

Mit dem Planeten und selbst mit dem gesamten Weltall und diese Erfahrungen machen scheinbar 60,

70 Prozent aller Astronauten.

Also das ist auch wirklich interessant und wenn wir uns mal als kleine Astronauten sehen,

Kann uns das genauso passieren,

Dass wir eben plötzlich hinter den Dingen irgendwo übers Staunen oder über das Wundern,

Dass ich das Gefühl bekomme,

Da ist noch viel mehr und ich gehöre in etwas Großes,

Ganzes hinein.

Da würde ich dir gerne einen Text verlesen,

Kathrin.

Ich bin das heimliche Feuer in allem und alles duftet von mir und wie der Odem,

Der Atem im Menschen,

Der Hauch der Flamme,

So leben die Wesenheiten und werden nicht sterben,

Weil ich ihr Leben bin.

Ich flamme als göttlich feuriges Leben über den prangenden Feldern der Ähren,

Ich leuchte im Schimmer der Glut,

Ich brenne in Sonne,

In Mond und in Sternen,

Im Windhauch ist heimlich Leben aus mir und hält beseelend alles zusammen.

Jetzt frage ich dich mal,

Wie alt der Text ist.

Oh,

Der ist vermutlich sehr,

Sehr alt.

Ja,

Der ist tatsächlich 900 Jahre alt.

Wow.

Und der Text stammt von der Hildegard von Bingen,

Eine sehr bekannte Nonne,

Die eigentlich auch heute noch bekannt ist,

Erstens bei vielen Menschen für Dinkel und Dinkelrezepte,

Also wirklich im Koch- und Ernährungsbereich,

Aber sie war auch eine extrem kluge und schlaue Frau,

Die wirklich auch in der Politik der damaligen Zeit mitgemischt hat,

Und bei diesem Text beschreibt sie eigentlich genau diese Erfahrung,

Dass eben hinter der Natur,

Hinter allen Dingen offensichtlich eine viel,

Viel,

Viel größere Wirklichkeit liegt,

Die für sie jetzt Gott ist.

Und Gott ist für sie eben ein Feuer in allem,

Etwas,

Was alles am Leben erhält,

Eine Energie,

Eine Kraft,

Die in der Sonne,

Im Mond und in den Sternen spürbar ist,

Und selbst im Wind,

In der Kraft des Windes oder die Art,

Wie der Wind sich verhält,

Spürt sie eine göttliche Kraft.

Das finde ich schon ganz erstaunlich,

Dass sie das so wunderbar beschreiben kann,

Das ist ein richtiger Hymnus,

Wo sie eben über die Natur entdeckt,

Dass hinter allem eine unendlich große Lebenskraft steckt,

Die für sie Gott ist.

Und das wollte ich jetzt gerne auch vorlesen,

Weil das ist eben genau ein Beispiel,

Nachdem wir jetzt auch viel über Theorien gesprochen haben,

Was es eigentlich heißt,

Wenn du ein spiritueller Mensch bist,

Und in dem Fall,

Wenn du ein religiöser spiritueller Mensch bist.

Ich würde sagen,

Wir packen den Text total gern in die Shownotes,

Dann können unsere Hörerinnen und Hörer das nämlich auch nochmal ganz in Ruhe lesen und auf sich wirken lassen.

Ja,

Also so der Aspekt des,

Ich nenne es jetzt mal Allmächtigen,

Wobei ich damit gar nicht jetzt so Gott im eigentlichen Sinne meine,

Aber so dieses,

Da ist was,

Da ist was,

Vor dem ich Demut habe oder vor dem ich demütig sein kann,

Das kenne ich auch aus Momenten,

Wenn ein Mensch gestorben ist,

Haben ja auch einfach Menschen,

Die dann anwesend waren oder auch in meinem Umfeld auch dann was bestätigt,

Dass da wie so eine Art Energie noch ist,

Eine Energie im Raum liegt,

Also irgendwas,

Was man fühlt,

Was die Seele fühlt,

Was,

Ich sag mal so,

Um uns fliegt,

Also wie so kleine Atome,

Die irgendwie da sind,

Also eben die aus dem ganz großen Teil dieser unbekannten Materie.

Ja,

Und das eben von dem Menschen,

Der dann,

Wenn er stirbt und seine körperliche Hülle verlässt,

Dass da irgendwie noch eine Art Energie ist.

Also ob die Energie da wirklich ist,

Das kann ich jetzt natürlich nicht beurteilen,

Aber irgendwas scheint einfach da tatsächlich eine Energie dann im Raum zu sein und man kennt es vielleicht auch oder hat es schon mal gehört,

Dass auch in Krankenhäusern oder so,

Das sind dann,

Ist dann das Pflegepersonal und öffnet beispielsweise manchmal auch das Fenster,

Sodass die Seele tatsächlich rausfliegen kann und das ist ja auch von,

Eine Art von Energie aus der Natur,

Wie du es jetzt in dem Text beschrieben hast.

Und das ist auch wieder ein gutes Beispiel,

Wo uns eigentlich sonst die Sprache verloren gegangen ist.

Ich glaube auch daran,

Dass wir eine psychische Spur hinterlassen,

Auch wenn wir schon aus dieser Welt gegangen sind,

Weil wir sind einfach Körper,

Aber vor allem auch Seele und die wird nicht blitzartig weg sein,

Sondern tatsächlich auch vielleicht langsam gehen.

Und wie nennen wir das?

Genau,

Also es gibt da eben kaum mehr Worte dafür und ich denke früher in vielen Ritualen war das ganz präsent und war das vollkommen klar,

Dass es da solche Spuren gibt oder Zwischenzustände gibt.

Und ich finde,

Es gibt aber eigentlich noch ganz einfache Beispiele für unsichtbare Dinge,

An die wir dennoch glauben,

Also Freundschaft oder Liebe.

Wenn wir das Gefühl von Freundschaft haben oder auch das Gefühl von Liebe,

Sind wir eigentlich fast immer so,

Dass wir das auch glauben.

Wir haben erstmal keine Beweise dafür.

Wir sehen im Gegenüber etwas und natürlich glauben wir,

Freundschaftliche oder liebevolle Handlungen dann auch zu sehen,

Aber wir sind eigentlich keine Mathematiker auf dem Gebiet und machen so eine Beweisliste,

Sondern wir vertrauen unserem Gefühl und umso enttäuscht sind wir auch,

Wenn wir uns getäuscht haben oder wenn wir vom Gegenüber enttäuscht werden.

Aber grundsätzlich vertrauen wir da unseren Gefühlen.

Und das Seltsame ist,

Dass wir anderen Gefühlen oder anderen Intuitionen heutzutage gar nicht mehr vertrauen.

Also wie zum Beispiel dem Gefühl,

Dass vielleicht noch ein Verstorbener präsent ist oder dem Gefühl,

Dass sich noch eine Seele irgendwie zeigt.

Da sind wir ganz skeptisch.

Wegen Wissenschaft,

Technik.

Da ist man ein bisschen doof,

Wenn man das glaubt.

Aber wie gesagt,

Freundschaft und Liebe glauben wir Blindlings.

Und das kommt mir eben seltsam vor.

Und ich glaube,

Wir sollten generell wieder offener sein,

Zu spüren und zu erleben und einfach unserem Gefühl,

Unserer Intuition dazu vertrauen.

Genau,

Also das ist das,

Was du ansprichst oder was wir vorher auch schon thematisiert haben,

Eben,

Dass es uns in der Alltagssprache so ein bisschen fehlt.

Wenn jemand gestorben ist,

Dann spüren wir da ja auch oft noch eine Art von Energie,

Die im Raum liegt.

Also ich kenne so den Ausdruck,

Dass man sagt,

Ein Toter kommt,

Nachdem er gestorben ist,

Irgendwie noch einmal zurück.

Da kenne ich in der Tat von meinem Umfeld irgendwie viele Berichte oder Geschichten,

Wo dann einfach noch mal irgendwie was geschehen ist,

Was man sich nicht erklären kann.

Und ganz oft sagen wir in der Situation eben so,

Ja,

Das ist jetzt aber gruselig,

Was da passiert ist.

Und ich finde,

Daran sieht man oder spürt man auch wieder,

Dass wir so einen feinsinnlichen Ausdruck mit der Situation irgendwie gar nicht mehr so gewohnt sind,

Weil das für uns in dem Moment einfach auch nicht beweisbar ist durch irgendwas,

Weil wir es eben irgendwie nicht sehen,

Weil wir es aber trotzdem in unserer – also intuitiv wissen wir,

Da ist was,

Aber wir können es irgendwie nicht so richtig beschreiben.

Ja,

Wir können dann viele Dinge einfach nicht beschreiben.

Und das ist natürlich besonders schade,

Wenn es in so großen Situationen ist,

Wie das vielleicht eben ein Mensch geht.

Aber auch in den kleinen Sachen wäre es eben oft ganz gut,

Wenn wir uns da wieder anderen Sachen zuwenden könnten.

Und da hast du ja auch noch eine schöne Theorie oder einen schönen Begriff,

Das morphische Feld.

Und vielleicht magst du dazu was sagen.

Ja,

Genau.

Das morphische Feld,

Das ist ein für mich irgendwie wahnsinnig,

Ja,

Also in der Tat fast unglaubliches Phänomen.

Und zwar beschreibt es die Tatsache,

Dass es ein unsichtbares Netzwerk oder unsichtbare Netzwerke sozusagen um die gesamte Welt gibt,

Die sich um die gesamte Welt spannen.

Das wird so beschrieben als ein alles durchdringendes Energiefeld sozusagen.

Also es klingt jetzt vielleicht erstmal ein bisschen abstrakt.

Es gab oder gibt einen britischen Forscher,

Der,

Ich glaube,

Es waren die 80er Jahre,

Geforscht hat.

Das ist der Rupert Sheldrake.

Und zwar hat der eine Hypothese aufgestellt,

Dass das,

Was auf einem Kontinent gefühlt und geäußert wird,

In einem anderen Kontinent ankommt.

Ja und jetzt,

Wenn ich das jetzt selbst so ausspreche,

Dann denke ich mir schon so,

Hm,

Really?

Kann das sein?

Aber um irgendwie so ein Beispiel zu geben,

Also ich glaube,

Wir kennen das alle irgendwie.

Manchmal denken wir uns,

Ach Mensch,

Hm,

Wir denken an jemanden und drei Minuten später klingelt das Telefon und genau dieser Mensch,

An den ich gerade gedacht habe,

Ist am Telefon.

Und dann ertappen wir uns ganz oft selber dabei irgendwie zu sagen,

Das kann jetzt nicht sein.

Ja,

Spannende Theorie.

Und auch da würde ich sagen,

Da ist bestimmt was dran,

Weil das Beispiel,

Was du nennst,

Das kennt jeder.

Man denkt an jemanden und genau dann kommt der Anruf oder es passiert etwas oder man hat irgendwie doch Kontakt.

Und wir kennen das auch aus der Meditation.

Wir wissen,

Wenn wir gemeinsam in einem Raum sitzen und nichts sagen,

Spüren wir uns trotzdem sehr intensiv.

Und wir wissen mittlerweile auch,

Dass das auch online möglich ist.

Also dass auch bei Online-Meditationen ein Gefühl dafür entsteht,

Dass andere gerade gemeinsam da sitzen.

Und das ist kein abstraktes Gefühl,

Sondern das ist ein intensives Gefühl,

Dass wir wirklich gemeinsam als Menschen eine andere Ebene betreten.

Genau,

Und Rupert Sheldrake hat so ein bisschen die Grundlage darin gesehen,

Dass es auf der Welt irgendwie einen permanenten Informationsaustausch gibt.

Also das geht jetzt wieder in dieses 90 Prozent von dem,

Was hier sich um uns rum quasi befindet,

Ist irgendwie alles gar nicht so arg sichtbar.

Und das Spannende ist,

Dass seine Hypothese,

Die er eben aufstellt,

Von der Naturwissenschaft in der Tat ignoriert wird.

Also ich habe vorher nochmal nachgelesen,

Es ist in der Tat nicht anerkannt von der Naturwissenschaft.

Und es gibt so ein,

Zwei Beispiele noch,

Die ich an der Stelle auch einfach noch gerne bringen würde,

Damit man so diese Hypothese auch ein bisschen nachvollziehen kann.

An der Stelle gibt es ein,

Glaube ich,

Relativ bekanntes Beispiel auch von ihm aus der Tierwelt.

Und zwar gab es Verhaltensänderungen bei Spatzen.

Es haben nämlich in Amerika und in Japan,

Also an zwei völlig sehr weit auseinanderliegenden Orten auf der Erde,

Spatzen begonnen,

Den Deckel von Milchflaschen aufzupicken.

Also er beschreibt es dann auch,

Dass das irgendwie nicht aus der Evolution kommt,

Also über mehrere Jahrhunderte,

Jahrtausende,

Sondern das war relativ zeitgleich,

Hat er die Beobachtung gemacht.

Und ein anderes Beispiel aus der Pflanzenwelt,

Was ich von ihm auch noch kenne,

Ist,

Dass Farne,

Die Meter hoch gewachsen sind oder die eine gewisse Höhe an Metern haben,

Dass die auch gleichzeitig mutiert sind und plötzlich weltweit kleinwüchsig sozusagen waren,

Also die dann einfach nur noch den Waldboden bedeckt haben.

Und klar,

Jetzt kann man natürlich sagen,

Ja,

Das ist alles Zufall,

Dass das halt irgendwie so passiert.

Aber also wie kommt sowas irgendwie?

Ich will es jetzt auch gar nicht beantworten,

Aber einfach so die Frage in den Raum stellen,

Wie kommen an unterschiedlichen Orten auf der Welt irgendwie Farne dazu,

Relativ zeitgleich,

Also in einem sehr,

Sehr kurzen Abstand sozusagen irgendwie sich komplett zu verändern?

Ja,

Das ist ganz spannend,

Weil wir da eigentlich jetzt so sehen,

Wenn wir jetzt so zurückblicken,

Was wir gerade schon alles besprochen haben,

Die Hildegard von Bingen,

Die würde wahrscheinlich sagen,

Da ist Gott am Werk,

Da ist eine große göttliche Macht,

Die eine Idee hat,

Einen Plan hat und die wirklich die Welt gestaltet und steuert und vielleicht auch sowas bewirkt.

Man könnte es auch so sehen,

Wie du es gerade beschrieben hast,

Im Sinne vom morphischen Feld,

Das heißt,

Dass da eine Beziehung besteht.

Oder man kann es rein wissenschaftlich versuchen zu sehen und sagen,

Es sind Zufälle oder es ist nicht beweisbar oder es ist vielleicht irgendwie dann nach längerem Hinsehen irgendwelche chemischen Prozesse erkennbar.

Und da kommen wir genau jetzt eben in den Bereich rein,

Was ist Spiritualität,

Und wir sehen,

Aha,

Da gibt es vielleicht was dahinter,

Aber es gibt ganz,

Ganz viele Deutungsebenen oder Interpretationsmöglichkeiten.

Das wäre jetzt für mich dann auch der Moment,

Wo ich dich nochmal fragen würde,

Kathrin,

Jetzt haben wir so über allgemeine Dinge gesprochen,

Woran du eigentlich glaubst?

Und ich habe ja schon öfter gesagt zu dir,

Dass du so einen tollen Post mal geschrieben hast auf Instagram,

Wo du ganz intuitiv eigentlich beschrieben hast,

Woran du glaubst.

Und ich fände es total schön,

Wenn du jetzt nochmal so ganz persönlich sagst,

Was du eigentlich da glaubst oder was dich hält,

Was dich so betrifft.

Ja,

Total gern.

Also bei der Frage,

Woran glaubst du,

Muss ich in der Tat gestehen,

Dass ich es mir wahnsinnig schwer tue mit der Frage.

Ich formuliere es vielleicht um,

Also ich stelle mir eher die Frage,

Was will die Welt oder was will das Leben von mir oder auch in Bezug auf uns Menschen irgendwie,

Was will das Leben sozusagen von uns?

Also das könnte ich ganz schnell in so eine Sinnfrage kommen natürlich.

Aber ich habe für mich irgendwie den Glauben,

Dass das Universum sich irgendwie reguliert,

Also dass sich alles reguliert oder auspendelt,

Was sich irgendwie auspendeln soll.

Die Frage ist jetzt,

Woher kommt diese soll?

Kommt es von etwas Größerem,

Etwas Höherem,

Von Gott,

Von einer universellen Weisheit,

Wie auch immer?

Aber dass da irgendwas Größeres im Gange ist,

Was eben,

Wie ich es auch in dem Moment der Woche vorhin beschrieben habe,

Das schon weiß,

Was kommt.

Ein ganz großes Thema ist da halt auch natürlich Vertrauen,

Also dass ich da vertrauen kann oder mir selbst auch die Erlaubnis gebe,

Irgendwie dieses Urvertrauen sozusagen anzuzapfen.

Und den Post,

Den du angesprochen hast,

Genau,

Also den habe ich ein paar Tage,

Glaube ich,

Meine ich mich zu erinnern,

Nach dem Beginn jetzt der aktuellen Kriegssituation gepostet.

Ja,

Also ich muss sagen,

Dass in dem Moment irgendwie schon mein Weltbild dann auch ein bisschen ins Wanken geraten ist.

Also so,

Wenn ich so die Waage sehe zwischen da reguliert sich was und andererseits eben die Ungerechtigkeit,

Die wir,

Da spreche ich wahrscheinlich für uns alle irgendwie,

Aufgrund der Situation gerade sehen und das irgendwie dann vielleicht nicht mehr so zusammenpasst.

Also in dem Fall hat dieses was will das Leben von mir und da reguliert sich irgendwie was und das kommt schon alles wieder so zum Guten,

Irgendwie nicht mehr gepasst,

Als der Krieg dann ausgebrochen ist einfach.

Ja,

Als der Krieg ausgebrochen ist,

Hast du das hinterfragt und das fand ich auch das Tolle an dem Post.

Aber umgekehrt ist da plötzlich genau das hochgekommen,

Weil du gemerkt hast,

Was steckt denn eigentlich in mir drin?

Und da sind wir bei dem Thema,

Was ist eigentlich meine Haltung?

Wie gehe ich ans Leben ran?

Und auf einmal war die erschüttert,

Aber es hat sich trotzdem für dich gezeigt,

Woran du eigentlich glaubst.

Also beispielsweise,

Dass das Universum sich reguliert und das fand ich schon spannend.

Also das ist schon wirklich ein guter Punkt und immer wieder im Leben,

Glaube ich,

Haben wir solche Momente,

Wo uns das doch mal dämmert.

Aha,

Irgendwie,

Da geht es an unsere Grundfesten.

Wer wollen wir wirklich sein und was passiert,

Wenn wir die Kontrolle verlieren?

Ich kann ja trotzdem kurz noch,

Dass es jetzt vielleicht nicht so ein offenes Ende hat,

Beschreiben,

Was ich da eben geschrieben habe.

Ich glaube,

Ein Satz war,

Dass sich seit Tagen irgendwie für mich alles viel,

Viel,

Viel zu viel anfühlt.

Also das war so der Ausdruck eben,

Wie ich es gerade auch beschrieben habe.

Und dass ich immer an eine universelle Weisheit geglaubt habe,

Die auch die Kraft hat,

Sozusagen,

Ein Organismus oder auch sozusagen ein ganzes System,

Wie vielleicht irgendwie die Welt,

Das Universum oder so,

Dass sich das immer wieder selbst reguliert,

Weil ich glaube,

Dass ein System auch immer dazu neigt,

Dass es gesund werden will.

Dass das Gute kommt.

Jetzt kann man irgendwie sagen,

Ach ja,

Ich glorifiziere ganz schön viel irgendwie hinein,

Wo es doch so viele Krisen und Probleme irgendwie in der Welt gibt.

Aber ich glaube einfach ganz stark daran,

Dass das Herz sich zum einen,

Also mein Herz irgendwie immer nach Glückseligkeit sehnt und dass aber aus dem großen Rahmen heraus das auch passiert.

Also dass das irgendwann auch passieren wird.

Und klar,

Das wird wahrscheinlich alles zyklisch sein.

Und wir haben in der Welt immer schon irgendwie viele leidvolle Situationen oder Phasen gehabt,

Viele Kriege,

Wie auch immer.

Aber also der Knackpunkt oder der Moment war eben so dieses Hadern irgendwie.

Und ich finde,

Das im Moment fühlt sich für mich auch sehr viel,

Sehr intensiv an und irgendwie so,

Wie soll ich das beschreiben,

So dicht,

Als wäre irgendwie viel um mich rum und als wäre es wenig luftig.

Ja,

Gut beschrieben und ich denke,

Es geht vielen ähnlich.

Jetzt ist für mich total spannend,

Gerhard,

Woran du glaubst oder was für dich irgendwie so eine Qualität ist,

Die eben das Beschriebene für dich ausmacht.

Also ich glaube daran,

Dass hinter allem und eigentlich auch in allem eine unendlich große,

Liebevolle Kraft steckt.

Also es gibt da dieses schöne Bild,

Dass die gesamte Welt oder der ganze Kosmos eigentlich von einer liebevollen Hand getragen ist,

Dass also hinter allem etwas steht,

Was sich immer auffängt,

Für dich da ist.

Und diese liebevolle Kraft wäre für mich Gott oder die göttliche Kraft.

Und ich denke,

Dass alle Religionen in diese Richtung zeigen,

Auf anderen Wegen.

Manchmal steht da mehr so der Gedanke dahinter,

Dass es so eine Art Schöpfer gibt oder ich würde lieber sagen Schöpferin,

Muss man nicht immer so männlich sehen.

Also was Lebensspendendes,

Etwas,

Was dich wirklich auffängt und was dir immer wieder neue Kraft gibt.

Und es gibt aber auch natürlich den Zugang dazu,

Dass es gar nicht so persönlich ist,

Sondern dass Gott eher sowas Weites,

Großes,

Unendliches ist.

Aber am Ende steckt immer der Gedanke dahinter,

Dass nicht einfach nur die Welt da ist und ich in dieser Welt bin und jetzt nicht so wie bei dir,

Wie du das vielleicht siehst,

Dass sich die Welt selber reguliert,

Weil das würde ich auf gar keinen Fall glauben.

Sondern ich denke,

Es ist dahinter eine Kraft,

Die wirklich dieses ganze Wachstum,

Diese Entwicklung bedingt und dass ich diese Kraft auch erleben oder spüren kann,

Beispielsweise in einem Gebet oder in einer Meditation oder in Momenten der Stille,

Aber vielleicht auch in Momenten von Freude oder Ekstase,

Also in Momenten,

Wo ich über mich hinauszeige,

Über mich hinauskomme.

Und daran glaube ich,

Auch wenn mir das natürlich nicht immer leichtfällt,

Weil,

Wie du auch schon gesagt hast,

Es gibt halt diese Krisen und ob es jetzt eine große gesellschaftliche Krise ist wie jetzt ein Krieg oder ob es individuelle Krisen sind im Leben,

Man hat immer die Punkte,

Wo man sich fragt,

Ist es echt so und spüre ich jetzt was?

Und es gibt natürlich immer die Momente,

Wo man eigentlich auch eher verzweifelt oder sich leer fühlt.

Aber im Großen und Ganzen habe ich schon das Gefühl,

Und das ist wirklich für mich ein Gefühl,

Dass ich getragen bin und dass alles in eine bestimmte Richtung weist und dass ich am Ende aufgefangen bin,

Geborgen bin.

Liebe ist ja auch so ein riesiges Wort.

Liebe ist mindestens genauso groß wie Spiritualität oder Demut oder ähnliche Begriffe.

Auch da wieder so den Bezug zur Alltagssprache,

Wenn wir das Wort Liebe benutzen,

Dann ist es ganz oft,

Dass wir die romantische Liebe damit meinen.

Und an der Stelle möchte ich den Alexander von Schliefen gerne noch zitieren.

In einer seiner letzten Podcast-Folgen,

Die wir auch gerne in die Shownotes packen,

Hat er mit seiner Podcast-Partnerin eben auch über die Liebe gesprochen.

Und da ist ein Satz gefallen,

Den finde ich wahnsinnig groß und wahnsinnig schön,

Dass ich ihn in der Tat auch hier jetzt mitgebracht habe.

Und zwar sagt er,

Der Mensch,

Den wir am meisten lieben,

Ist ein Repräsentant dessen,

Was wir als die höchste Möglichkeit der Liebe wahrnehmen.

Also da steckt auch eben so viel Großes und so viel Demütiges drin.

Und ja,

Wieder so der Bezug auch ein bisschen zur Endlichkeit.

Ich habe die Erfahrung gemacht oder festgestellt,

Dass Menschen,

Die eine Begegnung mit dem Tod hatten,

Weil beispielsweise vielleicht ein Kind verstorben ist,

Was wahrscheinlich für Eltern eines der schlimmsten und tiefsten,

Schmerzhaftesten Momente irgendwie sein kann,

Dass diese Personen nach so einem Verlust die Qualität der Liebe auch ganz anders wahrnehmen.

Also dass es eben nicht mehr dieses in Anführungszeichen oberflächlichere,

Was wir von der Liebe sonst irgendwie vielleicht als Vorstellung haben,

Sehen,

Sondern dadurch,

Dass man einen Verlust erlebt,

Ist man natürlich schon in einem sehr tiefen Schmerz und kann,

Glaube ich,

Dann auch irgendwie diese Qualität der Liebe irgendwie ganz anders wahrnehmen oder eine andere Qualität der Liebe spüren.

Ja,

Und das ist etwas,

Was auch die Religionen kennen.

Der Unterschied ist,

Dass sie nicht davon sprechen,

Dass man sagt,

Unsere Liebe,

Unsere menschliche Liebe ist sozusagen ein Teil dessen,

Was wir als Repräsentant von höchster Liebe sehen,

Sondern die würden eben davon ausgehen,

Es gibt jemand etwas Göttliches,

Was höchste Liebe ist und ständig höchste Liebe ausströmt und ständig höchste Liebe weitergibt.

Das ist immer diese 50-50-Geschichte.

Also ich kann eben sagen,

Ja,

Es gibt sowas wie die höchste Liebe,

Wo auch immer,

Hier auf der Welt oder sowas,

Oder in meiner Gedankenwelt oder in den Vorstellungen,

Oder ich mache diesen Sprung und vertraue darauf,

Dass da wirklich eine Wirklichkeit,

Eine göttliche Wirklichkeit da ist,

Die genau das ist und lebt und ausstrahlt und ausströmt.

Insofern ist das,

Was du gerade erzählst,

Etwas,

Was du genauso gut in religiösen Schriften lesen würdest,

Nur würde da eben der eine Sprung weiterkommen.

Also im Johannesbrief steht auch,

Gott ist die Liebe,

Aber eben Gott ist die Liebe.

Und das ist genau der Punkt und da finde ich,

Matcht es so.

Also wo wir sehen,

Wir haben eigentlich ähnliche Erfahrungen,

Es sind immer ähnliche menschliche Erfahrungen,

Die werden nur anders interpretiert,

Anders erlebt.

Und da gibt es halt jetzt erstmal kein Beweis oder sonst irgendwas,

Sondern es sind einfach Erlebnisse,

Die die Menschen beschreiben.

In Religionen beschreiben sie halt diese Erlebnisse religiös.

Ja,

Das Gott ist Liebe ist gerade auch noch ein gutes Stichwort.

Menschen,

Die von Nahtoderfahrungen beschreiben,

Also da gibt es einige,

Die auch Bücher geschrieben haben oder eben das in Berichten beschreiben,

Die beschreiben den Moment,

Also den wir oft so ein bisschen metaphorisch als den Gang über die Brücke oder den Gang ins Licht oder das Licht am Ende des Tunnels ja auch irgendwie so in unserer Sprache kennen,

Die beschreiben das oft als das sei eine andere Dimension und es sei so ein allumfassendes Licht,

Also eine grenzenlose Fülle,

Irgendwie so da ist was,

Obwohl man eben,

Also der Körper ist nicht mehr das,

Was wir als Körper sozusagen spüren,

Sondern irgendwie die Beschreibungen sind dann ja,

Dass die Menschen sich so fühlten,

Als seien sie irgendwie eingehüllt in ein etwas sehr,

Sehr heilsames und grenzenlos allumfassendes Licht.

Und genau in Bezug auf den Glauben wird das oft natürlich mit Gott dann auch oder mit einer Gottheit beschrieben oder eben mit diesem Licht oder Liebe.

Und man kann es aber immer auch anders interpretieren.

Du kannst natürlich auch immer sagen,

Es ist sozusagen das letzte Aufglühen oder Aufbäumen,

Bevor vielleicht ein echtes Ende stattfindet,

Weil wir es halt nicht wissen.

Ich würde es so sehen wie du,

Es ist ein Übergang in eine hoffentlich wirklich lichtvolle,

Warme,

Geborgene Welt,

Aber es ist auch da letztlich der Beweis nicht da,

Weil die Menschen kamen wieder zurück ins Leben.

Wir wissen also nicht,

Ob das ein dauerhafter Zustand ist,

Der da auftritt.

Und deswegen am Ende ist es wirklich immer eine Glaubens- oder Vertrauenssache.

Eben sind wir wieder bei dem Thema,

Was ist meine Haltung zum Leben,

Und das lässt sich nicht ins letzte Detail beweisen,

Das ist einfach eine Grundhaltung.

Wir Menschen dahingehend,

Dass wir das Vertrauen haben zumindest,

Das ist doch schon mal eine tolle Sache.

Und es gibt Hoffnung,

Wenn es in der Tat ein sehr erfüllendes,

Allumfassendes Licht ist,

Dass der Tod vielleicht,

Vor dem wir glaube ich alle sehr große Angst haben irgendwie,

Weil es mit vielen Emotionen,

Gefühlen und Loslassen und auch schmerzhaften Themen natürlich zusammenhängt,

Aber vielleicht ist da doch was Schönes,

Was auf uns wartet.

Absolut,

Also wie gesagt,

Ich hoffe das sehr.

Wir haben erst Ostern gefeiert,

Da feierst du genau das,

Dass das Leben siegt über den Tod.

Aber wissen tue ich es nicht,

Ich glaube es,

Ich hoffe es,

Ich vertraue darauf.

Das ist aber dann auch der Punkt,

Wo wir glaube ich jetzt mal fragen können,

Jetzt haben wir über viele Erfahrungen gesprochen,

Was sind denn alles so Wege in die Spiritualität hinein,

Wo machen denn Menschen eigentlich diese Erfahrungen?

Jetzt haben wir oft ja schon so ein bisschen anklingen lassen immer,

Dass Spiritualität vor allem auch Wachstum ist,

Also dass es eine Kraft ist,

Die einen weiterbringen kann,

Also einen Punkt,

An dem eben eine Haltung zum Ausdruck bringt oder irgendwie auch vielleicht so ein bisschen neuer oder anderer Weg für einen selber beschritten werden kann.

Aber jetzt lass uns mal wirklich ganz praktisch werden,

Auf welchen Ebenen kann man dann Spiritualität jetzt wirklich auch spüren oder erlebbar für sich haben?

Da komme ich jetzt zu meinem Moment der Woche zurück,

Zum Benediktushof und zum Workshop zur integralen Spiritualität.

Die integrale Spiritualität ist eben ein Modell,

Das versucht zu verstehen,

Auf welchen Ebenen wir solche Erfahrungen machen können und wie wir auch diese Ebenen vertiefen können.

Ein Philosoph,

Der dieses System vor allem entwickelt hat,

Heißt Ken Wilber.

Er kommt selber aus der Biologie und hat dann angefangen,

Alle Religionen,

Die es gibt,

Aber auch alle anderen Wissensmodelle einmal zu erforschen.

Er selbst ist sehr stark vom Buddhismus geprägt,

Aber ist wirklich auch sehr offen in alle anderen Religionsrichtungen.

Er hat eine Möglichkeit entdeckt,

Wie man die Begegnungen mit Gott oder in dem Fall auch mit Spiritualität einordnen kann.

Er spricht da von den drei Gesichtern Gottes,

Nämlich vom Ich-Gesicht,

Vom Du-Gesicht und vom Es-Gesicht.

Ich würde gerne als erstes auf das Ich-Gesicht eingehen.

Das Ich-Gesicht Gottes zeigt sich eher in uns selbst,

In der Tiefe unserer Seele.

Und es gibt da auch ein kleines Gebet dazu,

Das der David Steinl Rast entwickelt hat.

Der David Steinl Rast kommt schon in einer anderen Podcast-Folge bei uns vor.

Das ist ein Benediktiner-Bruder,

Also ein Mönch,

Der jetzt 96 Jahre alt ist und der unendlich viel Erfahrung hat,

Auch mit Mystik und mit Meditation.

Und zum Thema Ich-Gesicht sagt er über Gott,

Ich bin,

Der ich bin,

Ich bin die Öffnung und Leere,

In welche alles erscheint und vergeht.

Heute haben wir wirklich viele schöne und irgendwie poetische,

Vielleicht auch etwas irreführende oder manchmal schwer verständliche Texte.

Und sehr philosophische.

Sehr philosophische Texte,

Aber ich finde das total schön.

Ich bin die Öffnung und Leere,

In welcher alles erscheint und vergeht.

Vielleicht kannst du da auch ein bisschen was sagen,

Katrin,

Auch aus deiner Meditationserfahrung.

Ja,

Das hört sich für mich jetzt so auch an,

Das ist auf jeden Fall der Blick nach innen.

Auch die Gewissheit,

Die ich mir gegenübergeben kann,

Dass alles,

Was ich brauche,

Ich in mir trage.

Also ich bin einerseits,

Wie du jetzt gerade gesagt hast,

Die Öffnung,

Die nach außen sich zeigen darf,

Aber eben auch die Leere,

In der ich mich irgendwie spüren darf.

Also so ein bisschen eben der Aspekt auch,

Dass wir ja in der Ruhe oder in der Stille einen,

Ich nenne es jetzt mal,

Ort haben,

Der immer für uns da ist,

In dem ich eben dann für mich auch spüre oder spüren kann oder erfahren kann,

Dass das,

Was ich brauche,

Eben dass ich das in mir trage.

Ja,

Total schön gesagt.

Und das ist wirklich eine Erfahrung,

Die man in der Meditation machen kann,

Leider nicht immer macht.

Manchmal ist man auch etwas unruhig und manchmal etwas verschlafen.

Oder ganz oft.

Darf auch sein.

Darf auch sein,

Genau.

Aber ab und an kriegt man so eine Ahnung oder so ein Gefühl oder so ein Gespür dafür.

Ich finde auch,

Das ist eben der Moment,

Wo ich jetzt sagen würde,

Wo diese liebende Hand Gottes,

Diese unfassbare,

Große Liebe sich wirklich in mir auch zeigt und spürbar wird.

In dem Gebet,

Was du gerade gesagt hast,

Sind ja auch die zwei Worte drin,

Ich bin.

Und da kann ich auch vielleicht von meiner eigenen Meditationserfahrung kurz noch berichten.

Wenn ich meditiere,

Ja,

Dann beginnt man ja,

Dann hat man erst noch alle Gedanken,

Dann zwickt es im Knie,

Dann zwackt es in der Schulter,

Dann rauschen zigtausend Gedanken irgendwie durch den Kopf und auf diesem Weg sozusagen,

Wenn sich das beruhigt,

Dann habe ich ganz oft oder spüre ganz oft den Moment,

Wo ich tatsächlich dieses Ich Bin habe.

Also wie beschreibe ich das jetzt?

Ich spüre dann manchmal tatsächlich meinen Körper nicht mehr.

Also ich meditiere zum Beispiel schon auch so im Sitzen gerne und habe dann die Hände auf den Oberschenkeln liegen und manchmal merke ich ab einem bestimmten Moment,

Dass ich meine Hand gar nicht mehr spüre.

Also wirklich dieses Ich Bin und dieses Sein,

Einfach nur Dasein,

Die reine Präsenz,

Das drückt sich jetzt für mich gerade diese Meditationserfahrung von mir in dem Anfang des Gebetes aus.

Das ist schon eine sehr tiefe Erfahrung.

Ken Wilber kennt vier Stufen von Meditationserfahrungen oder vier Stufen des Erwachens,

Würde er sagen.

Und du bist dann schon auf Stufe drei fast,

Wenn du fast nur noch bei dir bist und die Außenwelt so fast gar nicht mehr wahrnimmst.

Das ist auf jeden Fall einfach der Weg.

Und es gibt so verschiedene Ebenen oder verschiedene Tiefen,

In die man in die Versenkung gelangen kann.

Ich würde jetzt noch mal weitergehen bei den Wegen zur Spiritualität oder in den göttlichen Bereich rein.

Also wir hatten das Ich-Gesicht,

Aber es gibt auch das Du-Gesicht Gottes.

Dass sich Gott auch in den Mitmenschen begegnet,

In jeder menschlichen Beziehung.

Und dass Gott sich auch selber eigentlich sehr menschlich zeigt,

Sehr persönlich ansprechbar ist.

Also dass man eben Du sagt vielleicht in einem Gebet.

Und auch da hat der David Steinl Rast etwas Schönes dazu entwickelt,

Nämlich Du bist.

Du bist die liebende Gottheit,

Vor der ich mich verneige.

Ich erkenne Liebe und verehre Dich in allen Wesen.

Deine Gnade ist unerschöpflich.

Und da kommt genau der Aspekt in allen Wesen,

Also wirklich in allen Menschen,

Aber auch in allen Lebewesen,

Eigentlich generell überall,

Wo Leben stattfindet,

Kann man Gott begegnen.

Ja,

Ein Weg,

Die Liebe zu spüren oder auch die anderen Mitmenschen zu schenken oder Mitmenschen zu begegnen,

Ist die Metameditation.

Die hatten wir in unserer letzten Podcast-Folge auch am Ende.

Also,

Lieber Zuhörer,

Liebe Zuhörerinnen,

Wenn Du da gerne eine Metameditation machen möchtest,

Kannst Du auch gerne in die letzte Podcast-Folge klicken und reinhören.

Genau,

Und die Metameditation bezeichnet man ja auch als Herzensmeditation,

Also eben als Möglichkeit,

Sich selbst zu spüren und sein Gegenüber oder die Mitmenschen oder eben auch ganz ausgeweitet bis zur gesamten Menschheit erlebbar zu machen.

Ja,

Das ist natürlich nochmal ganz schön mit der Herzensmeditation,

Weil eigentlich reden wir die ganze Zeit über Herzenssachen.

Spiritualität ist Herzenssache.

Das,

Was Dich wirklich bewegt,

Was in Deinem Herzen ist,

Was Dich trägt,

Wo Du dabei bist,

Ist eine Herzenssache.

Deswegen ist es super,

Dass das jetzt hier nochmal auftaucht.

Und ich finde,

Eine Qualität des Herzens ist ja auch,

Weil wir es ja zur Liebe hatten,

Auch eben so dieses Verbundensein,

Also auch der Gedanke des Kollektivs im Vergleich zum Getrenntsein.

Also das Getrenntsein ist dann vielleicht auch immer eher die Angst,

Die sich in Gedanken irgendwie niederschlägt.

Und ich glaube,

Wenn man irgendwie in der Angst auch so ein bisschen festklebt,

Dann handelt man eher irgendwie aus der Not heraus und aus dem Mangel heraus.

Dieses Gegenpaar oder dieses Gegenspiel sozusagen Angst und Liebe zeigt ja auch,

Dass die Liebe eigentlich das ist,

Was dem Leben förderlich ist.

Also da schließt sich dann,

Finde ich,

Auch so der Kreis eben,

Weil oft sind wir eben in der Angst oder in der Qualität des Mangels irgendwie vielleicht auch so ein bisschen gefangen,

Weil wir uns irgendwie andere Dinge wünschen,

Die wir lieber in unserem Leben hätten.

Und ich finde,

Wenn wir vielleicht versuchen,

Aus der Angst herauszukommen oder uns von der Angst nicht so treiben lassen,

Dann haben wir auch die Möglichkeit,

Eben mehr wieder in die Liebe zu kommen oder die Intuition zu fühlen oder auch ins Urvertrauen kommen.

Ja,

Das wäre überhaupt schön.

Urvertrauen ist wirklich absolut wichtig.

Ja,

Ich hätte noch ein drittes Gesicht anzubieten.

Also nach dem Ich-Gesicht und Du-Gesicht gibt es auch das Ehes-Gesicht.

Das meint alles,

Was um uns herum ist,

Also vor allem die Natur,

Alles,

Was uns sozusagen außerhalb von uns begegnet an Dingen,

Aber auch an lebendigen Dingen,

Also unsere ganze Außenwelt.

Und da fällt auch das hinein,

Was wir von der Hildegard gehört haben,

Die eben tatsächlich eben in der Natur überall so die Flamme des Feuergottes entdeckt.

Und der David Steindl Rast hat das dann so formuliert mit Es ist,

Es ist vollbracht,

Die Schöpfung in all ihrer Schönheit und Herrlichkeit ist Gegenstand meiner Verehrung.

Staunend und voller Ehrfurcht betrachte ich die geschaffene und sich entwickelnde Welt.

Und da ist genau dieser Gedanke eben Wachstum und Entwicklung.

Es bezieht sich eigentlich,

Finde ich,

Auch wieder total schön auf die Natur und eben auf diesen Demutsaspekt.

Ich finde es jedes Jahr im Frühling oder auch im Herbst oder eigentlich in allen Jahreszeiten so unglaublich faszinierend,

Dass die Natur immer genau weiß,

Was sie zu tun hat.

Also sie weiß,

Dass oder ein Baum weiß im Herbst Hey,

Ich muss jetzt die oder ich darf die Blätter fallen lassen.

Ich darf loslassen.

Ich darf Energien irgendwie freigeben,

Die ich jetzt gerade nicht mehr brauche.

Er weiß im Winter oder die Natur weiß im Winter,

Dass es vielleicht an der Zeit ist,

Innenschau zu halten,

Irgendwie Kraft zu tanken,

Um dann eben im Frühling wieder aufzublühen.

Und ich finde es eben deswegen auch so faszinierend,

Wenn ich im Frühling durch den Garten laufe und alle Knospen angucke und es wirken lasse,

Wie alles sprießt.

Manchmal frage ich mich tatsächlich,

Woher weiß die Natur,

Dass es jetzt soweit ist,

Eben jetzt wieder aufzubrechen.

Wachstum und Entwicklung,

Das ist dann doch das Thema unserer Folge geworden.

Spiritualität heißt einfach wachsen.

Und da habe ich auch ein schönes Motto von den Ken Wilber und der Integralen Spiritualität.

Und das Motto heißt Wake Up,

Grow Up,

Clean Up.

Also wache auf,

Wachse auf und räume auf.

Und das Aufwachen meint eben Ehrwachen,

Das heißt vertiefe deine spirituelle,

Religiöse Erfahrung.

Wachse auf meint im ganzen Leben,

In allen Lebensbereichen sich weiterzuentwickeln,

Weiterzuentfalten,

Egal ob es in der Beziehung ist,

In der Familie,

In der Arbeit,

Im Sport.

Überall kannst du neue Potenziale entdecken und mehr aus dir und deinem Leben machen.

Und Clean Up meint eben aufräumen.

Aufräumen im Sinne,

Dass du in dich und deine Seele auch blickst und auch dort die Sachen,

Die dir vielleicht noch verborgen sind oder die auch schieflaufen oder vielleicht sozusagen deine dunkleren Seiten sind,

Dass du die angehen kannst und dass du auch dort eigentlich wachsen kannst und neue Potenziale entdecken kannst.

Ja,

Das geht jetzt nochmal mit großen Schritten auf jeden Fall zur Sinnfrage,

Also zum Sinn erleben oder auch zu der Frage,

Was kann der Sinn des Lebens sein?

Und wir haben heute als praktischen letzten Teil unseres Podcasts schöne Reflexionsfragen mitgebracht,

Die uns genau dabei helfen können,

Das so ein bisschen zu erspüren.

Wir möchten dich einladen auf ein Gedankenspiel.

Und zwar stellen wir dir die Frage,

Was ist am Ende des Lebens wirklich wichtig?

Wohl eine der höchsten Fragen in unserem Leben.

Joseph Campbell,

Ein amerikanischer Mythenforscher,

Der sich sein Leben lang mit Kulturen und Mythen befasst hat,

Hat sinngemäß gesagt,

Das Leben ist ohne Sinn.

Der Sinn des Lebens ist das,

Was auch immer du ihm zuschreibst.

Du gibst ihm den Sinn.

Wonach wir suchen im Leben,

Ist die Erfahrung des Lebendigseins.

Ja,

Was können wir tun,

Um uns lebendig zu fühlen?

Wir haben dir drei Fragen mitgebracht,

Die sich vom Lebensende nähern,

Die du dir stellen kannst.

Habe ich mein Leben wirklich gelebt?

Ist es mir gelungen,

Mit dem,

Was war,

Und wie es war,

Meinen Frieden zu finden?

Gibt es Menschen um mich herum,

Auf deren Zuneigung,

Freundlichkeit und Unterstützung ich mich verlassen kann?

Ja,

Dabei sind Fragen im Leben oft wichtiger als die Antworten,

Also es ist hilfreich,

Dass wir uns die Fragen einfach öfters stellen,

Immer wieder im Leben an verschiedenen Punkten,

In verschiedenen Phasen.

Und wir können das im Alltag üben.

Immer wenn uns etwas aus der Bahn wirft,

Können wir uns fragen,

Was trägt mich,

Was trägt mich,

Wenn alles zu Ende geht,

Wenn es endet,

Wo geht es für mich lang?

Und damit sind wir ans Ende unserer Folge zum Thema Spiritualität gekommen.

Wir wünschen dir,

Dass du weiter viel wächst und dich weiterentwickeln kannst in allen Bereichen deines Lebens.

Und da hilft dir bestimmt auch dabei,

Dass du dir Fragen stellst und wer Fragen stellt,

Wird irgendwann auch ganz tolle Antworten finden.

Deswegen viel Freude,

Bis zum nächsten Mal.

In unserer nächsten Folge wird es um Achtsamkeit gehen.

Wir werden uns annähern,

Was Achtsamkeit ist und wie wir sie in unser Leben integrieren können.

Bis dahin wünschen wir dir eine gute Zeit und freuen uns,

Wenn du bei uns auf Instagram vorbeischaust.

Wir sind Katrin und Gerhard und wir hören uns.

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June 12, 2022

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