
Meditation mit dem Schmerz
by Martin
In dieser Meditation widmen wir uns dem Gefühl des körperlichen oder geistigen Schmerzes. Um den Schmerz herum werden wir weich und einladend. Wie verändert sich das Gefühl? Was ist Schmerz? Kann ich neugierig sein und mich dem Gefühl auf eine neue Art und Weise nähern?
Transkription
Das ist eine kleine Meditation über den Schmerz.
Setz dich so hin,
Dass du dich gut unterstützt fühlst,
Dass du aufmerksam sein kannst.
Auf deine Weise,
Möglichst mit geradem Rücken,
Dass du gut atmen kannst und sonst entspannt.
Nimm ein paar Atemzüge,
Kommen in der Position an und dann schau,
Wo du in dir,
Entweder physisch oder im Geist,
Einen kleinen Schmerz verspürst.
Ich würde dazu raten,
Nicht die größte und schwierigste Sache in deinem Leben auszusuchen,
Sondern in diesem Training mit kleinem Unwohlsein zu beginnen.
Schau,
Wo du im Körper oder im Geist eine Spannung,
Vielleicht eine Art Verkrampfung wahrnehmen kannst.
Etwas,
Was dir auf eine gewisse Art und Weise Schmerz bereitet.
Nimm das wahr,
So wie es ist.
Ein Schmerzpunkt in deinem Körper,
Vielleicht so,
Wie du dasitzt,
Etwas Unangenehmes.
Oder auch im Geist ein Schmerz aus etwas Zwischenmenschlichem im anderen Bereich deines Lebens,
Ein Unwohlsein.
Etwas,
Was ein Stück weit weh tut.
Nimm es wahr und dann werde um diesen Schmerz herum weich.
Nähere dich dem Schmerz,
Dem Ort der Sensation,
Des Gefühls und werde an dieser Stelle,
Um diese Stelle herum weich.
Öffne dich,
Lass die Gegend um den Schmerz herum locker werden,
Weich werden.
Vielleicht die Haut,
Die dort drumherum ist,
Das Gewebe,
Lass es weich werden,
Lass locker,
Mit jedem Atemzug ein Stück weicher.
Gib dem Schmerz,
Dem Gefühl Raum,
Sodass du nicht in einem Widerstand bist,
In einem Gegendruck,
Sondern vielmehr Raum öffnest,
Das Gefühl zulässt.
Und möglicherweise mit einer Einstellung der Neugier dorthin schaust.
Wenn ich hier weich werde,
Wenn ich Raum öffne,
Wie zeigt sich mir der Schmerz?
Was nehme ich dann wahr?
Verändert er sich oder bleibt er gleich?
In der Offenheit,
Im Raum ist möglicherweise eine Botschaft,
Worte oder Bilder,
Farben oder Konturen,
Eine Gestalt.
Und heißt all das willkommen?
Nimm es wahr,
In dieser weichen Offenheit,
Bis auf den Knochen hinunter,
Weich und offen,
Mit Raum für das Gefühl,
Für die Dinge so,
Wie sie jetzt sind,
Für deine Erlebniswelt so,
Wie sie jetzt ist,
Neugierig,
Zugewandt,
Verbunden und offen.
Und dann lass deinen Atem wieder tiefer werden.
Nimm ein paar immer kräftiger werdende Atemzüge,
Bis in deinen Bauch hinein.
Spür,
Wie du da sitzt,
Die Beine,
Die Füße,
Den Po,
Die Schwerkraft.
Dann kannst du in deiner eigenen Zeit wieder deine Augen öffnen und zurück in den Raum kehren.
Treffen Sie Ihren Lehrer
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