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Hans im Glück | Einschlaf-märchen & Meditation

by Alexandra Matthes

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Eine entspannende Abendroutine (geführte Meditation mit Tagesreflexion) und eines der schönsten Märchen der Brüder Grimm Das faszinierende an Hans ist, dass er sich von außen betrachtet am laufendem Band übers Ohr hauen lässt, selbst aber dankbar und sogar glücklich über sein Verhandlungsgeschick ist. Er verliert zwar nach und nach seinen Reichtum - jedoch befreit er sich damit auch von seiner Last und gewinnt an Freiheit. Die Geschichte ist fröhlich und leicht und regt doch ein wenig zum Nachdenken an. Wo in Deinem Leben ist vielleicht auch weniger mehr? Lasse den Tag ruhig und entspannt ausklingen und komme auf positive Gedanken. Ich würde mich freuen, wenn Du diese Abendmeditation für Dich nutzt, um den Tag feierlich zu verabschieden.

Transkription

Mach es dir in deinem Bett bequem,

Nimm ein paar tiefe Atemzüge.

Wenn du möchtest,

Kannst du dich auch nochmal recken und strecken.

Und wenn du dann soweit bist,

Dann schließe deine Augen,

Werde ganz ruhig,

Dein Atem ganz regelmäßig,

Ganz natürlich.

Vielleicht spürst du schon,

Wie du immer schwerer,

Immer entspannter in die Matratze sinkst.

Ich lade dich ein,

Jetzt am Ende dieses Tages,

Deine ganz persönlichen Bilder des Tages nochmal vor deinem inneren Auge vorbeiziehen zu lassen.

Wie hat der Tag begonnen,

Was ist alles passiert,

Was hat diesen Tag ausgemacht?

Eine Minute für deine Bilder des Tages.

Und dann fokussiere dich doch nochmal darauf,

Wofür du besonders dankbar bist.

Sammel mindestens drei Dinge zusammen,

Für die du heute dankbar bist.

Dann blende die Bilder des Tages wieder aus.

Stell dir vor,

Du sitzt in einem Zug,

Fährst in den Abend hinein und die Landschaft zieht einfach so an dir vorbei.

Der Tag ist vorbei und du hast deine Sache heute gut gemacht.

Jetzt gibt es nichts mehr zu tun,

Als zu entspannen,

Gemütlich und geborgen.

Du weißt,

Du darfst jederzeit einfach einschlafen.

Und während du liegst und mehr und mehr entspannst,

Wird dein Weg geebnet für einen glücklichen und erfolgreichen Tag morgen.

Und während du jetzt vielleicht schon immer schläfriger,

Immer müder wirst,

Lese ich dir eine Geschichte vor.

Die Geschichte von Hans.

Hans hatte sieben Jahre bei seinem Herrn gedient.

Da sprach er zu ihm,

Herr,

Meine Zeit ist herum,

Nun würde ich gerne wieder heim zu meiner Mutter,

Gib mir meinen Lohn.

Der Herr antwortete,

Du hast mir treu und ehrlich gedient,

Wie der Dienst war,

So soll der Lohn sein.

Und er gab ihm ein Stück Gold,

Das so groß war wie Hansens Kopf.

Hans zog ein Tüchlein aus der Tasche,

Wickelte den Goldklumpen hinein,

Setzte ihn auf die Schulter und machte sich auf den Weg nach Hause.

Wie er so dahin ging,

Immer ein Bein vor das andere setzte,

Kam ihm ein Reiter in die Augen,

Der frisch und fröhlich auf einem munteren Pferd vorbeitragte.

Ach,

Sprach Hans ganz laut,

Was ist das Reiten ein schönes Ding,

Da sitzt einer wie auf einem Stuhl,

Stößt sich an keinem Stein,

Spart die Schuhe und kommt fort,

Er weiß nicht wie.

Der Reiter,

Der das gehört hatte,

Hielt an und rief,

Ei Hans,

Warum laufst du auch zu Fuß?

Ich muss ja wohl,

Antwortete Hans,

Da habe ich ein Klumpenheim zu tragen,

Es ist zwar Gold,

Aber ich kann den Kopf dabei nicht gerade halten,

Auch drückt er mir auf die Schulter.

Weißt du was,

Sagte der Reiter,

Wir wollen tauschen,

Ich gebe dir mein Pferd und du gibst mir deinen Klumpen.

Von Herzen gern,

Sprach Hans,

Aber ich sage euch,

Ihr müsst euch damit schleppen.

Der Reiter stieg ab,

Nahm das Gold und half dem Hans hinauf.

Er gab ihm die Zügel fest in die Hände und sprach,

Wenn es nur recht geschwind gehen soll,

So musst du mit der Zunge schnalzen und hopp hopp rufen.

Hans war seelenfroh,

Als er auf dem Pferde saß und so frank und prei dahinritt.

Über ein Weilchen fiel es ihm ein,

Es sollte noch schneller gehen und er fing an,

Mit der Zunge zu schnalzen und hopp hopp zu rufen.

Das Pferd setzte sich in starken Trab und ehe es sich Hans versah,

War er abgeworfen und lag in einem Graben,

Der die Äcker von der Landstraße trennte.

Das Pferd wäre auch durchgegangen,

Wenn es nicht ein Bauer aufgehalten hätte,

Der des Weges kam und eine Kuh vor sich her trieb.

Hans suchte seine Glieder zusammen und machte sich wieder auf die Beine.

Er war aber verdrießlich und sprach zu dem Bauern,

Es ist ein schlechter Spaß,

Das Reiten,

Wenn man auf so eine Meere gerät,

Wie diese,

Die stößt und einen herabwirft,

Dass man sich den Hals brechen kann.

Ich setze mich nun nimmer wieder auf,

Da lob ich mir eure Kuh,

Da kann einer mit Gemächlichkeit hinterhergehen und hat obendrein seine Milch,

Butter und Käse jeden Tag gewiss.

Was gäbe ich darum,

Wenn ich so eine Kuh hätte?

Nun,

Sprach der Bauer,

Geschieht euch so ein großer Gefallen,

So will ich euch wohl die Kuh für das Pferd vertauschen.

Hans willigte mit tausend Freuden ein.

Der Bauer schwang sich aufs Pferd und ritt eilig davon.

Hans trieb seine Kuh ruhig vor sich her und bedachte den glücklichen Handel.

Hab ich nur ein Stück Brot und daran wird's mir noch nicht fehlen,

So kann ich,

So oft mir's beliebe,

Butter und Käse dazu essen.

Hab ich Durst,

So melke ich meine Kuh und trinke Milch.

Herz,

Was verlangst du mehr?

Als er zu einem Wirtshaus kam,

Machte er Halt.

Er aß in der großen Freude alles,

Was er bei sich hatte,

Sein Mittags- und Abendbrot rein auf und ließ sich für seine letzten paar Heller ein halbes Glas Bier einschenken.

Dann trieb er seine Kuh weiter,

Immer nach dem Dorfe seiner Mutter zu.

Die Hitze war drückender,

Je näher der Mittag kam.

Und Hans befand sich in einer Heide,

Die wohl noch eine Stunde dauerte.

Da wart ihn ganz heiß,

Sodass ihm vor Durst die Zunge am Gaumen klebte.

Dem Ding ist zu helfen,

Dachte Hans.

Jetzt will ich meine Kuh melken und mich an der Milch laben.

Er band sie an einen dürren Baum,

Und da er keinen Eimer hatte,

So stellte er seine Ledermütze unter.

Aber wie er sich auch bemühte,

Es kam kein Tropfen Milch zum Vorschein.

Und weil er sich ungeschickt dabei anstellte,

So gab ihm das ungeduldige Tier endlich mit einem der Hinterfüße einen solchen Schlag vor den Kopf,

Dass er zu Boden taumelte und eine Zeit lang gar nicht besinnen konnte,

Wo er war.

Glücklicherweise kam gerade ein Metzger des Weges,

Der auf einem Schubkarren ein junges Schwein liegen hatte.

Was sind das für Streiche?

Rief er und half dem guten Hans auf.

Hans erzählte,

Was vorgefallen war.

Der Metzger reichte ihm seine Flasche und sprach.

Da,

Trinkt einmal und erholt euch.

Die Kuh will wohl keine Milch geben.

Das ist ein altes Tier,

Das höchstens noch zum Ziehen taugt oder zum Schlachten.

Ei,

Ei,

Sprach Hans und strich sich die Haare über den Kopf.

Wer hätte das gedacht?

Es ist freilich gut,

Wenn man so ein Tier im Haus abschlachten kann.

Was gibt das für eine Menge Fleisch?

Aber ich mache mir nichts aus Kuhfleisch,

Es ist mir nicht saftig genug.

Ja,

Wenn man so ein junges Schwein hätte,

Das schmeckt ganz anders und dabei noch die Würste.

Da sprach der Metzger.

Euch zu Liebe will ich tauschen und will euch das Schwein für die Kuh lassen.

Gott lohn euch eure Freundschaft,

Sprach Hans überaus beglückt,

Übergab ihm die Kuh und ließ sich das Schweinchen vom Karren losmachen und den Strick,

Woran es gebunden war,

In die Hand geben.

Hans zog weiter und überdachte,

Wie ihm doch alles nach Wunsch ginge.

Begegnete ihm eine Verdrießlichkeit,

So würde es jedoch gleich wieder gut gemacht.

Es gesellte sich danach ein Bursche zu ihm,

Der trug eine schöne Weiße Gans unterm Arm.

Sie boten einander die Zeit und Hans fing an von seinem Glück zu erzählen,

Wie er immer so vorteilhaft getauscht hätte.

Der Bursche erzählte ihm,

Dass er die Gans zu einem Kindtaufschmaus brächte.

Hebt einmal,

Fuhr er fort und packte sie bei den Flügeln,

Wie schwer sie ist.

Die ist aber auch acht Wochen lang gemästet worden.

Wer in den Braten beißt,

Muss sich das Fett von beiden Seiten abwischen.

Die hat ihr Gewicht,

Sprach Hans und wog sie mit der einen Hand.

Aber mein Schwein ist auch keine Sau.

Indessen sah sich der Bursche nach allen Seiten ganz bedenklich um und schüttelte auch wohl mit dem Kopf.

Hört,

Fing er darauf an,

Mit eurem Schweine mag's nicht ganz richtig sein.

In dem Dorfe,

Durch das ich gekommen bin,

Ist eben dem Schulzen eins aus dem Stall gestohlen worden.

Ich fürchte,

Ich fürchte,

Ihr habt's da in der Hand.

Sie haben Leute rausgeschickt.

Es wäre ein schlimmer Handel,

Wenn sie euch mit dem Schwein erwischten.

Das geringste ist,

Dass ihr ins finstere Loch gesteckt werdet.

Dem guten Hans ward bang.

Ach Gott,

Sprach er,

Helft mir aus der Not.

Ihr wisst hierherum viel besser Bescheid.

Nehmt mein Schwein da und lasst mir eure Gans.

Ich muss schon etwas aufs Spiel setzen,

Antwortete der Bursche,

Aber ich will doch nicht schuld sein,

Dass ihr ins Unglück geratet.

Er nahm also das Seil in die Hand und trieb das Schwein schnell auf einem Seitenweg fort.

Der gute Hans aber ging,

Seiner Sorgen entledigt,

Mit der Gans unter dem Arm der Heimat zu.

Wenn ich's recht überlege,

Sprach er mit sich selbst,

Habe ich noch Vorteil bei dem Tausch.

Erstlich den guten Braten,

Hernach die Menge von Fett,

Die herausträufeln wird.

Das gibt Gänsefettbrot für ein Vierteljahr.

Und endlich die schönen weißen Federn.

Die lasse ich mir in mein Kopfkissen stopfen und darauf will ich wohl ungewiegt einschlafen.

Was wird meine Mutter eine Freude haben?

Als er durch das letzte Dorf gekommen war,

Stand da ein Scherenschleifer mit seinem Karren.

Sein Rat schnurrte und er sang dazu.

Hans blieb stehen und sah ihm zu.

Endlich redete er ihn an und sprach,

Euch geht's wohl gut,

Weil ihr so lustig bei eurem Schleifen seid.

Ja,

Antwortete der Scherenschleifer,

Das Handwerk hat güldenen Boden.

Mein Richter Schleifer ist ein Mann,

Der so oft er in die Tasche greift,

Auch Geld darin findet.

Aber wo habt ihr die schöne Gans gekauft?

Die habe ich nicht gekauft,

Sondern für mein Schwein eingetauscht.

Und das Schwein,

Das habe ich für eine Kuh gekriegt.

Und die Kuh,

Die habe ich für ein Pferd bekommen.

Und das Pferd,

Dafür habe ich einen Klumpen Gold,

Der so groß wie mein Kopf war,

Gegeben.

Und das Gold?

Ei,

Das war mein Lohn für sieben Jahre Dienst.

Ihr habt euch jederzeit zu helfen gewusst,

Sprach der Schleifer.

Könnt ihr es nun dahin bringen,

Dass ihr das Geld in der Tasche springen hört,

Wenn ihr aufsteht?

So habt ihr euer Glück gemacht.

Aber wie soll ich das anfangen,

Fragte Hans.

Ihr müsst ein Schleifer werden,

So wie ich.

Dazu gehört eigentlich nichts als ein Wetzstein.

Das andere findet sich schon von selbst.

Da habe ich einen.

Der ist zwar ein wenig schadhaft,

Dafür sollt ihr mir aber auch weiter nichts als eure Gans geben.

Wollt ihr das?

Wie könnte ich noch fragen,

Antwortete Hans.

Ich werde ja zum glücklichsten Menschen auf Erden.

Habe ich Geld,

So oft ich in die Tasche greife,

Was brauche ich da länger zu sorgen?

Hans reichte ihm die Gans hin und nahm den Wetzstein in Empfang.

Nun,

Sprach der Schleifer und hob einen gewöhnlichen schweren Feldstein,

Der neben ihm lag,

Auf.

Da habt ihr noch einen tüchtigen Stein dazu,

Auf dem es sich gut schlagen lässt und auf dem ihr eure alten Nägel gerade klopfen könnt.

Nehmt ihn und hebt ihn ordentlich auf.

Hans lud den Stein auf und ging mit vergnügtem Herzen weiter.

Seine Augen leuchteten vor Freude.

Ich muss in einer Glückshaut geboren sein,

Rief er aus.

Alles,

Was ich wünsche,

Trifft ein,

Wie bei einem Sonntagskind.

Indessen,

Weil er seit Tagesanbruch auf den Beinen gewesen war,

Begann er müde zu werden.

Auch plagte ihn der Hunger,

Da er allen Vorrat auf einmal in der Freude über die erhandelte Kuh aufgezehrt hatte.

Er konnte endlich nur mit M��he weitergehen und musste jeden Augenblick Halt machen.

Dabei drückten ihn die Steine ganz erbärmlich.

Da konnte er sich des Gedankens nicht erwehren,

Wie gut es wäre,

Wenn er sie gerade jetzt nicht zu tragen brauchte.

Wie eine Schnecke kam er zu einem Feldbrunnen geschlichen.

Dort wollte er ruhen und sich mit einem frischen Trunk laben.

Damit er aber die Steine im Niedersitz nicht beschädigte,

Legte er sie bedächtig neben sich auf den Rand des Brunnens.

Dann setzte er sich nieder und wollte sich zum Trinken bücken.

Er versaß,

Stieß ein klein wenig an und beide Steine plumpsten hinab.

Hans,

Als er sie mit seinen Augen in die Tiefe hatte versinken sehen,

Sprang vor Freuden auf,

Kniete dann nieder und dankte Gott mit Tränen in den Augen,

Dass er ihm auch diese Gnade noch erwiesen und ihn auf eine so gute Art und ohne dass er sich einen Vorwurf zu machen brauchte,

Von den schweren Steinen befreit hätte,

Die ihm allein noch hinderlich gewesen wären.

So glücklich wie ich,

Rief er aus,

Gibt es keinen Menschen unter der Sonne.

Mit leichtem Herzen und frei von aller Last sprang er nun fort,

Bis er daheim bei seiner Mutter war.

Und wenn er nicht gestorben ist,

So lebt er auch heute noch,

Glücklich und frei,

Frei und glücklich.

Und dir wünsche ich eine gute Nacht,

Einen erholsamen Schlaf und schöne Träume.

Vertraue und glaube,

Es hilft,

Es heilt die göttliche Kraft!

© 2026 Alexandra Matthes. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

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