
Einschlafmärchen: Die Bienenkönigin
Tauche ein, ins Land der Märchen: Nach einer kurzen, meditativen Entspannungs-Sequenz erzähle ich Dir das Märchen von der Bienenkönigin, frei nach den Gebrüdern Grimm. Du darfst jederzeit einschlafen, denn Du kannst sicher sein, dass es gut ausgehen wird. Ich wünsche Dir eine gute Nacht und schöne Träume! Diese Episode ist für Kinder und Erwachsene geeignet.
Transkription
Die Bienenkönigin,
Frei nach den Gebrüdern Grimm,
Mit einer meditativen Entspannungssequenz zur feierlichen und ruhigen Verabschiedung des Tages.
Bestimmt hast du es dir in deinem Bett schon gemütlich gemacht.
Und wenn du willst,
Dann recke und strecke dich doch nochmal in alle Richtungen.
Bring nochmal Spannung in deinen Körper und dehne dich.
Gib dir die Bewegungen,
Die dir gerade guttun und wenn du willst,
Dann gähne ganz genüsslich in den Abend hinein und atme dann ein paar mal ganz bewusst und ganz tief ein und aus.
Noch zwei,
Drei mehr ganz tiefe Atemzüge.
Genauso,
Wenn du deine Augen noch geöffnet hast,
Dann lasse doch deinen Blick noch einmal schweifen und verabschiede dich ganz feierlich von deiner Umgebung und deiner Umwelt und vom heutigen Tag.
Finde eine angenehme Position im Liegen,
Zugedeckt,
Gemütlich und schließe dann ganz sanft deine Augen.
Komm an,
Spüre wie dein Atem ganz natürlich fließt,
Immer ruhiger und entspannter.
Spüre das Heben und Senken deines Oberkörpers bei jedem Atemzug und lasse mit jedem Atemzug ein bisschen von der noch vorhandenen Anspannung los.
Dein Kopf darf ganz angenehm schwer ins Kissen sinken,
Deine Gesichtszüge ganz weich werden,
Dein ganzer Körper darf weich und entspannt auf ganz angenehme Art und Weise immer schwerer werden und es darf sich gut anfühlen,
Mehr und mehr zu entspannen,
Geborgen und sicher,
Mit jedem Atemzug ein bisschen mehr in dich selbst einzutauchen und ganz nebenbei lasse doch nochmal das eine oder andere Ereignis des Tages an dir vorbeiziehen,
So als würdest du mit einem Zug daran vorbeifahren,
Den Bildern noch ein wenig hinterher schauen und je weiter du fährst,
Desto freier und leichter fühlst du dich,
Kommst vorbei an größeren und kleineren Ortschaften,
Vorbei an Wäldern und Feldern,
Siehst Blumen auf großen Wiesen,
Siehst Straßen und Siedlungen,
Kirchtürme,
Fährst über Hügel und durch Täler hindurch und kommst an im Land der Märchen,
Dort kannst du beobachten,
Was vor sich geht und darfst eintauchen in die Geschichten,
Die sich dir eröffnen.
Zwei Königssöhne gingen einmal auf Abenteuer und gerieten in ein wildes Wüstes Leben,
Sodass sie gar nicht wieder nach Hause kamen.
Der Dritte und Jüngste,
Welcher der Dummling hieß,
Machte sich auf und suchte seine Brüder,
Aber wie er sie endlich fand,
Verspotteten sie ihn,
Dass er mit seiner Einfalt sich durch den Wald schlagen wollte,
Wo sie zwei schon nicht hätten durchkommen können und sie waren doch viel klüger.
Sie zogen also alle drei miteinander fort,
Und kamen an einen Ameisenhaufen.
Die zwei Ältesten wollten ihn aufwühlen und sehen,
Wie die kleinen Ameisen in der Angst herumkröchen und ihre Eier vortrügen,
Aber der Dummling sagte,
Lasst die Tiere in Frieden,
Ich leid's nicht,
Dass ihr sie stört.
Da gingen sie weiter und kamen an einen See,
Auf dem schwammen viele,
Viele Enten.
Die zwei Brüder wollten ein paar fangen und braten,
Aber der Dummling ließ es nicht zu und sprach,
Lasst die Tiere in Frieden,
Ich leid's nicht,
Dass ihr sie tötet.
Endlich kamen sie an ein Bienennest,
Darin war so viel Honig,
Dass er am Stamm herunterlief.
Die zwei wollten Feuer unter dem Baum legen und die Bienen ersticken,
Damit sie den Honig wegnehmen könnten.
Der Dummling hielt sie aber wieder ab und sprach,
Lasst die Tiere in Frieden,
Ich leid's nicht,
Dass ihr sie verbrennt.
Endlich kamen die drei Brüder in ein Schloss,
Wo in den Ställen lauter steinerne Pferde standen und auch kein Mensch war zu sehen.
Sie gingen durch alle Ställe,
Bis sie vor eine Türe ganz am Ende kamen,
Davor hingen drei Schlösser.
Es war aber mitten in der Türe ein Lädlein,
Dadurch konnte man in die Stube sehen,
Da sahen sie ein graues Männchen,
Das an einem Tisch saß.
Sie riefen es an,
Einmal,
Zweimal,
Aber es hörte nicht.
Endlich riefen sie zum dritten Mal,
Da stand es auf,
Öffnete die Schlösser und kam heraus.
Es sprach aber kein Wort,
Sondern führte sie zu einem reich besetzten Tisch.
Als sie gegessen und getrunken hatten,
Brachte es einen Jäglichen in sein eigenes Schlafgemach.
Am anderen Morgen kam das graue Männchen zu dem Ältesten,
Winkte und leitete ihn zu einer steinernen Tafel.
Darauf standen drei Aufgaben geschrieben,
Wodurch das Schloss erlöst werden könnte.
Die erste war,
In dem Wald unter dem Moos lagen die Perlen der Königstochter,
Tausend an der Zahl,
Die mussten aufgesucht werden.
Und wenn vor Sonnenuntergang noch eine einzige fehlte,
So war der,
Welcher gesucht hatte,
Zu Stein.
Der Älteste ging hin und suchte den ganzen Tag,
Als aber der Tag zu Ende war,
Hatte er erst hundert gefunden.
Es geschah,
Wie auf der Tafel stand.
Er ward in Stein verwandelt.
Am folgenden Tage unternahm der zweite Bruder das Abenteuer.
Es ging ihm aber nicht viel besser als im Ältesten.
Er fand nicht mehr als zweihundert Perlen und ward zu Stein.
Endlich kam auch der Dummling an die Reihe.
Er suchte im Moos.
Es war aber so schwer,
Die Perlen zu finden,
Und ging so langsam.
Da setzte er sich auf einen Stein und weinte.
Und wie er so saß,
Kam der Ameisenkönig,
Dem er einmal das Leben erhalten hatte.
Er kam mit fünftausend Ameisen.
Es wehrte gar nicht lange,
So hatten die kleinen Tiere die Perlen miteinander gefunden und auf einen Haufen getragen.
Die zweite Aufgabe aber war,
Den Schlüssel zu der Schlafkammer der Königstochter aus dem See zu holen.
Wie der Dummling zum See kam,
Schwammen die Enten,
Die er einmal gerettet hatte,
Heran.
Sie tauchten unter und holten den Schlüssel aus der Tiefe.
Die dritte Aufgabe aber war die schwerste.
Von den drei schlafenden Töchtern des Königs sollte die jüngste und die liebste herausgesucht werden.
Sie glichen sich aber vollkommen und waren durch nichts verschieden,
Als dass sie,
Bevor sie eingeschlafen waren,
Verschiedene Süßigkeiten gegessen hatten.
Die älteste ein Stück Zucker,
Die zweite ein wenig Sirup,
Die jüngste einen Löffel Honig.
Da kam die Bienenkönigin von jenen Bienen,
Die der Dummling vor dem Feuer geschützt hatte.
Und sie versuchte den Mund von allen dreien.
Zuletzt blieb sie auf dem Mund sitzen,
Der Honig gegessen hatte.
Und so erkannte der Königssohn die Rechte.
Da war der Zauber vorbei.
Alles war aus dem Schlaf erlöst.
Und wer von Stein war,
Erhielt seine menschliche Gestalt wieder.
Und der Dummling vermählte sich mit der jüngsten und liebsten und ward König nach ihres Vaters Tod.
Seine zwei Brüder aber erhielten die beiden anderen Schwestern.
Und wenn sie nicht gestorben sind,
So leben sie auch heute noch.
Ich wünsche dir einen wunderbaren Schlaf und glückliche Träume.
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