
Welcher Persönlichkeits-Typ bist Du?- Psychographie
Welcher Persönlichkeits-Typ bist Du eigentlich und wen ziehst Du an? Welche Menschen findest Du absolut faszinierend und findest sofort einen Draht? Warum bis Du mit manchen Menschen sofort auf einer Wellenlänge und bei anderen hast Du das Gefühl in verschiedenen Welten zu leben? Aus Sicht der Psychographie, der Naturellwissenschaft lässt sich das ganz wunderbar erklären und vor allem kann man mit diesem Tool der praktischen Menschenkenntnis andere Menschen und sich selbst besser verstehen.
Transkription
Welcher Persönlichkeitstyp bist du eigentlich und wen ziehst du damit an?
Welche Menschen findest du absolut faszinierend und findest auch sofort einen Draht?
Warum,
Glaubst du,
Bist du mit manchen Menschen sofort auf einer Wellenlänge und bei anderen hast du das Gefühl,
In verschiedenen Welten zu leben?
Aus Sicht der Psychographie,
Der Naturellwissenschaft lässt sich das ganz wunderbar erklären.
Und vor allem kann man mit diesem Tool der praktischen Menschenkenntnis andere und sich selbst besser verstehen.
Man kann lernen,
Brücken zu schlagen zwischen den verschiedenen inneren Welten und das ist magisch.
Ich arbeite seit vielen Jahren mit der Psychographie und ich erlebe oft diese Aha-Momente,
Wenn jemand sich in seinem Naturell tief erkannt hat oder endlich seinen Partner verstehen kann.
Das vergisst man einfach nicht mehr,
Denn dieses Wissen um unsere naturelltypische innere Dynamik kann das Leben verändern.
Und es kommt immer wieder vor,
Dass Klienten und Klientinnen mir sagen,
Wieso sagt uns das niemand?
Warum lernen wir das nicht in der Schule?
Und weil ich dazu immer wieder Fragen bekomme,
Tauchen wir in dieser Folge in das Thema nochmal ganz tief ein.
Leben lieben lassen,
Der Podcast zum Thema Persönlichkeit,
Beziehung und Selbstliebe.
Von und mit Claudia Bechert-Möckel.
Herzlich willkommen ihr Lieben zu einer neuen Sonntagsfolge von Leben lieben lassen,
Deinem Selbstcoaching-Podcast.
Ich bin Claudia,
Persönlichkeits- und Beziehungscoach und ich unterstütze Menschen dabei,
Sich selbst und andere besser zu verstehen und gelingende Beziehungen zu führen.
Mir liegt sehr sehr viel daran,
Dass Menschen verstehen,
Wie sie eigentlich selbst ticken,
Welche persönlichkeitstypischen Fähigkeiten sie haben und in welche Fallen sie versehentlich gerne reintappen,
Aber auch wie sie in ihre Kraft kommen.
Und da es da ja Unterschiede gibt,
Dann folgt natürlich im nächsten Schritt die Erkenntnis,
Dass andere Menschen in anderen inneren Welten leben,
Damit auch sich selbst und die anderen anders wahrnehmen,
Auf andere Lösungen kommen und ihre eigenen,
Persönlichkeitstypischen Fettnäpfchen haben,
In die sie gerne reinlatschen.
Menschen so zu verstehen,
Wie sie verstanden sein wollen und nicht,
Wie wir es aus unserer eigenen Sicht bewerten,
Das verändert Beziehungen,
Das verändert die Welt,
In der wir leben.
Ein Großteil meiner Arbeit mit Einzelklienten und Paaren besteht darin,
Zwischen diesen verschiedenen inneren Welten zu übersetzen.
Ich lade Dich ein,
In dieser Folge die verschiedenen Persönlichkeitstypen kennenzulernen,
Dich selbst zu entdecken und vielleicht auch Menschen besser zu verstehen,
Mit denen Du verbunden bist.
Guten Morgen,
Claudia,
Hat mir kürzlich eine Hörerin geschrieben.
Gerade habe ich Deine Folgen zu Beziehungs-,
Sach- und Handlungstyp angehört.
Weltklasse!
Es hat mir so vieles erklärt und die Augen geöffnet.
Kannst Du da vielleicht nochmal eine Folge dazu machen?
Ich würde so gerne noch mehr erfahren.
Ich habe mein Leben lang vermittelt bekommen,
Nicht in Ordnung zu sein.
Dabei liegt es auch an meinem Naturell und wie eben das Gegenüber darauf reagiert.
Ein Zusammenspiel,
Hochinteressant,
Es sollte mehr davon berichtet werden,
Weil es so einleuchtend für die zwischenmenschliche Kommunikation ist.
Danke für die Mail und natürlich,
Dieser Einladung komme ich gerne nach.
Was genau ist also die Psychographie?
Die Psychographie ist so etwas wie eine Landkarte unserer Persönlichkeit.
Sie hilft uns zu verstehen,
Wo unsere innere Heimat ist,
Wo wir uns wohlfühlen,
Wo uns unser Weg im Sinne der Entwicklung hinführt,
Auf welchen Wegen wir in die Irre gehen und im Niemandsland rauskommen und wo eine Sackgasse ist.
Und sie ist im Gegensatz zu vielen anderen Persönlichkeitsstrukturmodellen dynamisch,
Folgt also unseren inneren Bewegungen.
Denn wir sind ja nicht starr,
Wir passen nicht in eine Schublade mit einem Zettel dran geklebt.
Wir sind lebendige Prozesse.
Da reicht es nicht zu sagen,
Du bist so und so bist du immer,
Um uns und andere wirklich besser zu verstehen,
Brauchen wir lebensnahe Modelle.
Und deshalb geht es bei der Psychographie darum,
Einen Menschen aus sich selbst heraus zu verstehen,
Seine oder ihre Lieblingsstrategien und die Ressourcen zu erkennen.
Der Vater der Psychographie ist Dr.
Friedmann,
Der sie als Fortführung des Enneagramms und anderer Persönlichkeitsmodelle in diese lebensechte,
Ressourcen- und entwicklungsorientierte Form gebracht hat.
Und das Ganze beginnt mit der Beobachtung,
Dass wir alle drei Hauptlebenskompetenzen haben.
Wir können fühlen,
Denken und handeln.
Diese drei Kompetenzen sind in jedem von uns vorhanden und wir brauchen sie,
Um den Handlungsthemen,
Den Erkenntnisthemen oder den Beziehungsthemen in unserem Leben begegnen zu können.
Die Handlungskompetenz zum Beispiel,
Die brauchen wir immer dann,
Wenn es darum geht,
Etwas Aktives zu tun,
Ein Ziel zu verfolgen und dabei Kraft und Wille einzusetzen.
Wenn du einen Kaffee trinken willst,
Dann musst du den kochen,
Kaufen oder auch bestellen.
Du musst etwas tun.
Erkenntnisthemen dagegen sind alle Bereiche im Leben,
In denen wir etwas mit dem Kopf machen.
Wir analysieren,
Wir planen oder wir eignen uns Wissen an,
Wir denken über Fakten nach,
Wir setzen etwas in Zusammenhang und vieles mehr.
Beziehungsthemen sind natürlich die,
Wo wir mit Menschen und Situationen in Verbindung gehen,
Uns einfühlen,
Interagieren,
Kommunizieren,
Wo es um Kontakt und Gefühle geht.
Wir sind also von Natur aus prima ausgestattet,
Auf das Leben zu reagieren.
Und es wäre wunderbar,
Wenn wir für die entsprechenden Themen die entsprechende Kompetenz benutzen würden,
Also bei Handlungsthemen aktiv und pragmatisch vorgehen,
Bei Erkenntnisthemen sachlich und vernünftig und bei Beziehungsthemen emotional und einfühlend.
Aber so einfach machen wir es uns dann halt nicht.
Wir entwickeln in unserer Kindheit eine Bevorzugung für eine dieser drei Kompetenzen.
Wir machen das Denken,
Das Fühlen oder das Handeln zu unserer Lieblingsstrategie,
Die wir dann bevorzugt anwenden,
Auch bei Themen,
Wo das eigentlich gar nicht passt.
Wir machen das,
Weil wir uns damit bestmöglichst an unsere Umgebung und die Erwartungen der Bezugspersonen anpassen können,
Wir suchen es uns also nicht aus.
Manches könnte auch angeboren sein,
Da scheiden sich die Geister ein wenig.
So wächst sich das Denken,
Fühlen oder Handeln zu einer dominanten Fähigkeit aus,
Weil wir die anderen manchmal vernachlässigen oder unterdrücken.
Aus dieser inneren Dynamik mit Bevorzugung und Vernachlässigung entwickelt sich unser Naturell.
Eine für uns typische Art,
Die Welt,
Die anderen und uns selbst wahrzunehmen,
Uns zu verhalten und zu interagieren.
Und man kann die naturelltypischen Eigenheiten wirklich in allen Lebensbereichen wiederfinden.
Daraus ergeben sich drei grundlegende Persönlichkeitstypen,
Der Beziehungstyp,
Der Sachtyp und der Handlungstyp.
Und die schauen wir uns jetzt im Einzelnen an.
Wir starten mit dem Beziehungstyp naturell.
Beziehungstypen haben eine auf andere Menschen ausgerichtete Wahrnehmung.
Sie treten mit Menschen und Situationen in Beziehung,
Und zwar sofort.
Und wenn es ihnen gut geht,
Ziehen sie Menschen magisch an.
Sie sind einfach zugewandt,
Können super leicht in Kontakt gehen,
Sich auf andere Menschen und Situationen leicht einstellen und anpassen.
Sie sind gewinnend.
Sie nehmen aber auch alles persönlich,
Sie beziehen Dinge auf sich selbst,
Leider viel zu oft.
Das macht sie engagiert und verantwortungsbewusst.
Allerdings sorgt genau diese Fähigkeit auch dafür,
Dass sie es manchmal mit der Einsatzbereitschaft für andere übertreiben,
Sich vor Ausgaben,
Vom Helfen oder Retten zu viel machen,
Sich oft schuldig fühlen und vieles andere mehr.
Es ist das Zu-viel-vom-Guten,
Das zu Problemen führt.
Für Beziehungstypen bedeutet das,
Dass Empathie,
Verständnis und Offenheit,
Manchmal sogar Naivität,
Zu den naturell bedingten Eigenschaften dieser Menschen gehört.
Wenn man damit übertreibt,
Bedeutet das,
Man passt sich zu sehr an,
Man macht es allen recht,
Man wird ein People Pleaser und die eigenen Bedürfnisse stellt man hinten an.
Manchmal wird man auch zum seelischen Mülleimer für andere,
Man kann sich schlecht abgrenzen.
Hinter der freundlichen Fassade kann man sich dann sehr,
Sehr einsam und traurig fühlen und sich wundern,
Dass sich niemand um einen kümmert.
Menschen mit beziehungstypischem Naturell haben eine intensiv-emotionale Wahrnehmung.
Sie fühlen Denken und Handeln emotional.
Natürlich,
Sie können auch gut denken und handeln.
Diese Fähigkeiten haben wir alle,
Aber eben die Emotionalität überstrahlt alles andere.
Die emotionale Schwingungskurve von Beziehungstypen ist so achterbahnmäßig.
Schöne Dinge können sie intensiv erleben und auch ihre Sprache ist dann entsprechend ausdrucksstark bis blumig.
Ich erkenne oft schon an Mails,
Welches Naturell jemand hat.
Ein Beziehungstyp wird immer sehr viele Herzchen und Smilies senden und Worte wie super oder vielen Dank verwenden.
Also insgesamt sehr zugewandt und gewinnend sein.
Beziehungstypen haben eine starke Ausstrahlung,
Wenn es ihnen gut geht.
Ich stelle mir das immer so vor wie eine kleine Sonne.
Sie sind begeisterungsfähig und neugierig,
Sie lieben Abwechslung.
Beziehungstypen sind auch recht spontan,
Was dazu führt,
Dass sie manchmal aus dem emotionalen Stand schießen,
Sprunghaft oder chaotisch reagieren.
Dabei haben sie ein Erkenntnis- und entwicklungsgeleitetes Wertesystem.
Wenn ich mit Beziehungstypen arbeite,
Dann sind die sehr aufnahmefähig,
Sie leiden dramatisch,
Aber sie entwickeln sich sehr schnell.
Nämlich immer dann,
Wenn sie in ihrem Kopf die Dinge zusammengesetzt haben und verstehen,
Was passiert.
Allerdings fällt es ihnen schwer,
Dran zu bleiben,
Beziehungstypen vergessen schnell wieder,
Was ihnen schon geholfen hat.
Ihr hoher Anspruch an sich selbst quält sie manchmal ein bisschen,
Denn so nett und freundlich wie sie zu anderen sein können,
Sind sie zu sich selbst ganz bestimmt nicht.
Haben sie Probleme,
Fühlen sie sich hilflos,
Lieblos oder zerrissen.
Nicht gut genug zu sein oder nicht liebenswert,
So wie sie sind,
Das gehört zu ihrer größten inneren Angst.
Von außen kann man das meist nicht sehen.
Sie wirken unabhängig und sie wirken sehr stark und souverän.
Es ist oft eine Art innere Zerrissenheit,
Die sie plagt.
Und was für sie der Weg nach vorne ist,
Was ihnen da raushilft aus dieser Falle,
Ist klares Denken,
Innerlich Abstand gewinnen,
Gelassenheit lernen,
Sich auf sich selbst zu beziehen anstatt sich von anderen abhängig zu machen.
Nicht so schnell Ja zu sagen,
Sondern ein Nein zu lernen,
Grenzen zu setzen.
Nicht Everybody's Darling sein zu müssen,
Emotionale Übersprungshandlungen zu vermeiden,
Nicht in jede Verantwortungsfalle reinzuspringen,
Das Erwachsene nicht zu aktivieren,
In die Klarheit zu kommen,
Aus der Vergangenheit zu lernen,
Ausdauer zu entwickeln und Tiefe,
Nicht alle Dinge auf einmal machen zu müssen,
Sondern auch mal nacheinander und Pausen einzuhalten,
Ihrem Drang nach Entwicklung und nach Abwechslung zu folgen,
Beständiger zu werden.
Im Vergleich zu seinem gewinnenden Beziehungstyp ist ein Sachtyp jemand,
Der auf den ersten Blick ruhiger wirkt.
Sie sind freundlich,
Die Sachtypen,
Aber sie sind auch ein bisschen distanzierter.
Sie beobachten erst einmal die Situation und sie zeigen nicht alles,
Was sie fühlen oder denken,
Sie tragen ihr Herz nicht so auf der Zunge.
Ich liebe die ruhigere Energie von Sachtypen,
Ihre Gelassenheit auch,
Ihre Beständigkeit und Souveränität,
Ihr ruhigeres Fahrwasser.
Klarheit,
Tiefe,
Konstanz,
Zuverlässigkeit,
Das zeichnet diese Menschen aus.
So ein Sachtyp wartet gerne erst einmal ab,
Was passiert oder reagiert auf das,
Was um ihn herum geschieht,
Ohne immer gleich aktiv werden zu müssen.
Du merkst schon,
Dieser Mensch tut in seinem Naturell genau das,
Was für einen Beziehungstyp der Entwicklungsbereich ist,
Also wovon es gut wäre,
Wenn er mehr davon macht.
Menschen mit Sachtyp Naturell können anderen Raum lassen,
Sie können sehr gut zuhören,
Sind sehr verständnisvoll und vor allem sind sie loyal.
Sie gleichen aus,
Sie wägen ab und sie haben die Fähigkeit,
Dinge zu versachlichen,
Anstatt zu dramatisieren.
Wenn sie Vertrauen finden,
Und das dauert eine Weile,
Dann kommt ihre wahre intensive Gefühlsinnenwelt zum Vorschein und sie können sehr tief in Verbindung gehen.
Diese Menschen flippen nicht so schnell aus,
Sie haben eine hohe Reizschwelle,
Lassen sich nicht so schnell aus der Reserve locken,
Aber wenn es ihnen reicht,
Dann kann es auch aus ihnen herausplatzen.
Und das ist dann sehr treffsicher und sehr zynisch und es kann auch genau den Punkt treffen und man staunt,
Was dann alles hervorkommt.
Menschen mit Sachtyp Naturell sind eher so vergangenheitsorientiert.
Sie merken sich gerne Details,
Können aber auch leider recht lange nachtragend sein.
Sie lieben Regeln.
Und sie lieben Sicherheit,
Gewohntes und vertrautes,
Dinge,
Die schon immer so waren.
Sie sind Bewahrer,
Rituale sind ihnen wichtig.
Wenn sie sich einmal für was entscheiden,
Das dauert meist ein bisschen,
Aber dann ist es auch auf Dauer angelegt.
Ein Sachtyp lässt sich nicht so von Launen ablenken,
Wie man das von Beziehungstypen kennt.
Er ist doch nicht so impulsiv.
So ein Mensch denkt langfristig und solide,
Dauerhaft,
Ernsthaft und treu sind sie auch.
Und so wunderbar das ist,
Damit kann man eben auch übertreiben.
Sachtypen haben das Problem,
Dass sie manchmal nicht ins Handeln kommen oder in die Pötte,
Wie man so schön sagt.
Sie wägen dann zu lange ab.
Sie bleiben innerlich in ihrem Denkgefängnis stecken und handeln dann denkend anstatt praktisch.
Weil sie sich dann sagen,
Dass es nach ihrer inneren Vorstellung wahrscheinlich sowieso nicht gut gehen wird,
Unterlassen sie das Handeln gleich mal.
So sitzen sie Dinge lange oft aus und gehen innerlich eher in Deckung,
Anstatt mal ein Risiko einzugehen und was zu wagen oder etwas Neues für sich zu entdecken.
Das ist aber sehr,
Sehr gut für sie,
Wenn sie das tun.
Sich groß machen,
Ihren Standpunkt vertreten,
Etwas wagen,
Laut und deutlich werden,
Sich durchsetzen,
Sich zeigen und auch entscheiden.
Und zwar klar.
Sie sagen nämlich gerne vielleicht.
Vielleicht heißt ja so,
Ich weiß noch nicht genau mal sehen.
Das ist für andere leider oft viel zu unkonkret.
Druck mögen Sachtypen überhaupt nicht.
Dann reagieren sie mit Rückzug und Blockade.
Man muss ihnen Raum lassen.
Denn sie wollen ja alles genau durchdenken.
Nicht etwa,
Weil sie klüger sind als andere.
Sie haben einfach diese Strategie.
Und haben sie sich erst mal,
Weil sie sich bedroht fühlen,
In ihr Schneckenhaus verkrochen,
Dann kommt man so schnell nicht mehr an sie heran.
Sie verstecken sich regelrecht in sich drin,
Gehen in innere Emigration.
Und es sieht von außen aus betrachtet oft aus wie Macht.
Man kommt nicht mehr an sie heran.
Innen drinnen leiden sie aber sehr.
Denn Sachtypen haben sehr,
Sehr tiefe Gefühle,
Auch wenn sie diese nicht jedem zeigen.
Sie öffnen sich nur vertrauten Menschen und in für sie sichere Umgebung.
Und jetzt kannst du dir mal vorstellen,
Wie es ist,
Wenn ein Beziehungstyp mit seinem übersprungshaften Verhalten am hohen Turm des Sachtyps rüttelt,
In dem er sich versteckt hat und möchte,
Dass er endlich die Tür öffnet.
Dann fühlt sich der Sachtyp bedroht und guckt nach nicht einmal oben zum Fenster raus.
Was für ein Drama für den Beziehungstyp-Menschen.
Sachtypen sind sehr verletzlich.
Sie wünschen sich,
Dass man ernsthaft mit ihnen umgeht und auf sie eingeht.
Denn so wie sie selbst anderen Raum lassen,
Wünschen sie sich das natürlich auch von anderen.
Negative Erfahrungen hängen ihnen oft sehr lange an.
Manchmal sind sie deswegen etwas pessimistisch.
Aber,
Das muss man auch sagen,
Sie kommen langsam,
Aber gewaltig.
Sie sind nämlich sehr klar,
Wenn sie erst einmal ihren Weg gefunden haben.
Sie bleiben dran,
Weil sie das gut können.
Und weil ja jeder Mensch einen wunden Punkt hat,
Also eine sehr sensible Stelle,
Die eine frühere Kränkung ist,
Auf die man sehr stark reagiert,
Gibt es die auch bei Sachtypen.
Und das hat oft damit etwas zu tun,
Nicht wichtig genug zu sein,
Zu wenig Einfluss zu haben oder nicht verstanden oder gehört zu werden oder auch übersehen zu werden.
Übrigens lieben Sachtypen Komplimente.
Auch wenn sie sagen,
Dass sie das nicht tun.
Lob und Ermutigung,
Lob und Ermutigung tun ihnen sehr,
Sehr gut.
Ihr Weg nach vorne geht in Richtung sich groß machen,
Nein sagen,
Mal etwas beenden,
Sich klar zu etwas positionieren,
Zu sagen,
Was sie wirklich denken,
Ihre praktischen Fähigkeiten einsetzen,
Sich auch mal kämpferisch durchzusetzen,
Aktiv zu werden.
Eine gewisse Risikobereitschaft oder Mut,
Wach zu rufen,
In kleinen Schritten das Gedachte umzusetzen,
Anstatt einfach nur im Denken stecken zu bleiben.
Kurz gesagt bedeutet es,
Sachtypen müssen in Bewegung kommen,
Dann sind sie nicht mehr aufzuhalten.
Schauen wir uns zum Schluss noch die Handlungstypen an.
Die sind sehr zukunftsorientiert.
Sie haben immer ein Ziel vor Augen,
Zu dem sie hinwollen und die Frage,
Die sie sich dabei stellen,
Was muss ich machen?
Ihre Lösungsstrategie ist Aktion.
Sie lösen Probleme durch Handeln,
Wie ihr Name schon sagt.
Sie haben einen sehr herzlichen Kern und tiefe Gefühle,
Aber sie können auch sehr strategisch denken.
Sie denken,
Fühlen und handeln praktisch geprägt und zielorientiert.
Handlungstypen haben so etwas wie eine natürliche Autorität.
Man merkt es schon,
Wenn sie den Raum betreten.
Sie haben Bedeutung,
Ohne dass sie irgendetwas dafür machen müssen.
Sie strahlen eine Stärke aus,
Auch wenn sie sich gar nicht so fühlen.
Und ihnen ist diese Ausstrahlung oft gar nicht bewusst.
Kraft,
Elan,
Wille,
Das ist das handlungstypische Naturell.
Sie übernehmen gerne Verantwortung,
Weil sie einfach gut darin sind.
Sie setzen Prioritäten und verlieren sich nicht gerne in Details.
Sie fackeln nicht lange rum,
Sie packen an.
Sie labern nicht,
Sie machen.
Für Aufgaben sich zu drücken ist nicht ihr Ding.
Stattdessen übernehmen sie häufig zu viel an Verantwortung,
Einfach weil sie es können.
Und dann leiden sie darunter,
Dass niemand diese Verantwortung mit ihnen teilt.
Sie hassen Ungerechtigkeit,
Sie setzen sich auch gern für Schwächere ein,
Sie sind beschützend und sie sind fair und kumpelig.
Ein Handlungstyp wird einen nicht im Stich lassen.
Leider überrollen sie halt mit ihrer starken Kraft auch immer wieder andere.
Sie sind gut und sie meinen,
In guter Absicht im Sinne von allen zu handeln,
Aber sie vergessen oft,
Den Einzelnen auch zu fragen.
Handlungstypen haben häufig eine Führungsposition inne und da ist diese Fähigkeit auch gar nicht schlecht.
In Beziehungen allerdings kann es leicht passieren,
Dass die Partner sich überfahren fühlen.
Was niemand von außen sehen kann,
Handlungstypen fühlen sich eher unsicher,
Wenn es um ihre Gefühle geht.
Da sie sich so in der Pflicht und in der Verantwortung fühlen,
Oft mit ihren eigenen Bedürfnissen in Kontakt zu kommen,
Sich Freude,
Leichtigkeit und Spaß zu erlauben.
Mal etwas,
Was nichts mit Ergebnisorientierung zu tun hat.
Lachen,
Kreativität,
Sinnloses.
Das ist,
Was Handlungstypen manchmal unterdrücken und viel zu ernsthaft sind.
Es ist absolut notwendig,
Dass diese Menschen den Zugang zu ihren eigenen Emotionen wiederfinden und ausprägen,
Damit sie sich vollständig fühlen können.
Am Ende ihres Herzens sehen sich die starken Handlungstypen danach auch mal schwach sein zu dürfen,
Hilfe zu bekommen oder dass jemand ihre Energie halten kann.
Allerdings fällt es ihnen auch gleichzeitig schwer,
Ihre sogenannte Schwäche,
Also die Gefühligkeit,
Zu akzeptieren.
Deswegen wollen sie Hilflosigkeit und Überforderung auch niemandem zeigen und schwenken gerne um in den Funktionsmodus.
Wenn es einem Handlungstyp-Menschen nicht gut geht,
Dann wirkt dieser Mensch kritisch und fordernd,
Manchmal richtig hartherzig,
Lieblos,
Gemein oder auch sehr negativistisch.
Und wenn du dir das in Verbindung mit der natürlichen Autorität vorstellst,
Dann wirkt es wirklich machtvoll und dynamisch.
Manchmal kann es einem auch Angst machen.
Hinter diese harte Schale kann man dann nur schwer schauen.
Dahinter ist aber allerdings ein sehr verletzlicher Mensch,
Der traurig ist und eigentlich gemocht werden will.
Deswegen ducken sich viele Menschen ab,
Wenn ein Handlungstyp polternd oder kritisch wird.
Sie wirken sehr machtvoll.
Das ist aber ein Irrtum.
Dieser Mensch fühlt sich dann in diesem Falle selber innen hilflos.
Was da hilft,
Ist Standhalten.
Ein Handlungstyp-Mensch oder eine Menschin braucht ein wirklich starkes Gegenüber.
Jemand,
Der seine Position vertritt und der sich nicht so leicht umpusten lässt.
Sie sehen aus,
Sie fallen nicht gleich um bei Gegenwind und ein bisschen lieben sie es auch insgeheim,
Dass da jemand ist,
An dem sie sich reiben können.
Denn das fühlen sie in sich sehr stark.
Sie können impulsiv sein,
Sie sagen im Zorn schlimme Dinge.
Aber wenn ihre Wut verraucht ist,
Dann gehen sie wieder zur Tagesordnung über.
Sie haben es nämlich nicht so gemeint.
Was Handlungstypen dann schwerfällt,
Ist,
Dass die anderen immer noch verletzt oder gekränkt sind ob der harten Kritik.
Dieses Feingefühl darf ein Handlungstyp lernen.
Und wenn so ein Mensch den Zugang zu seinen eigenen Gefühlen erschließt,
Dann gelingt ihm auch das Leben und die Beziehungen besser.
Was ich an Handlungstypen liebe,
Ist ihre Spontanität und ihre Kraft.
Man kann mit ihnen jedes Ziel erreichen Sie messen sich gerne und sie mögen Wettbewerb.
Das muss man auch mögen.
Aber man kann ja in sich sein Handlungs-Ich aktivieren.
Denn das ist das Wunderbare.
Wir alle haben ja ein emotionales Ich,
Ein Erkenntnis-Ich und ein Handlungs-Ich.
Und das können wir benutzen,
Um anderen zu begegnen.
Hat man sich bei jemandem mit einem Handlungstyp naturell erst einmal bewährt,
Dann fühlen sie sich unfrei,
Blockiert und machtlos.
Unerträglich übrigens auch für Handlungstypen,
Wenn sie als nicht liebenswert dastehen oder nicht dazugehören.
Allerdings verbergen sie diesen Schmerz ganz geschickt.
Was ihnen hilft,
Ist das Fühlen wieder zu aktivieren und sich auf diesem unsicheren Gelände zu beheimaten.
Auch auf das Schöne,
Gute und Positive zu achten.
Das Leben genießen zu lernen.
Ein wenig Leichtigkeit zu erlauben.
Mal was ohne Ergebnis zu machen.
Die eigene kindliche Freude zuzulassen.
Spaß und Kreativität.
Verschiedenen Interessen zu folgen.
Liebevoll und fürsorglich mit sich selbst und anderen umzugehen.
Ich sehe es so,
Die Handlungstypen naturelle sind wunderbar und wir können noch mit jedem klarkommen oder uns mit jedem überwerfen.
Und natürlich zieht uns das an,
Was wir in uns selbst noch verstärken dürfen.
Beziehungstypen fühlen sich also sehr von der sachtypischen Beständigkeit angezogen und von dieser Sicherheit,
Die von ihnen ausgeht.
Genauso wie von der handlungstypischen Kraft und Autorität.
Handlungstypen fühlen sich von der Leidenschaft der Beziehungstypen angezogen und von ihrer Emotionalität,
Die ihnen ja selbst oft ein wenig fehlt.
Und aber auch vom Rückhalt und der Loyalität,
Die sie von einem Sachtyp bekommen können.
Zwei gleiche Naturelle in einer Beziehung erlebe ich höchst selten.
Bei Beziehungstypen gleich die Beziehung und bei Sachtypen ist es eher freundschaftlich und ruhig und auf Dauer auch etwas langweilig.
Zwei Handlungstypen sind eher kumpelhaft,
Gehen aber auch recht rau miteinander um und vernachlässigen die Emotionalität.
Denn für ein gelingendes Leben brauchen wir unsere Fähigkeit zu denken,
Zu fühlen und zu handeln möglichst ausgewogen und situativ bezogen.
Und deshalb macht es auch einen absoluten Unterschied,
Ein Beziehungstyp in der Falle ist in seinem sprunghaften Verhalten wie ein Flummiball und verliert sich selbst.
Und jede Richtung.
Ein ausgewogener Beziehungstyp dagegen kann ein Geschenk für die Menschheit sein,
Weil der Tiefe entwickelt hat zu seiner Emotionalität dazu.
Ein Sachtyp in seiner Falle versteckt sich in sich selbst und isoliert sich und lässt niemanden an sich ran,
Schwankt aber innen,
Zwischen dem sich schlecht fühlen Ein entwickelter Sachtyp dagegen ist ein wunderbarer Freund und Gefährte,
Ein zuverlässiger Partner oder ein ruheausstrahlender Chef.
Ein Handlungstyp in seiner Falle ist zum Ausreißen kritisch und hält alle für Idioten,
Herrscht vielleicht wie ein Zorn.
Ein in sich entwickelter Handlungstyp ist der perfekte Leader,
Ein verantwortungsbewusster Mensch,
Der seine Kraft für sich und andere einsetzt und das Leben und Beziehungen genießen kann,
Sich wirklich spürt und dadurch auch echte tiefe Verbindungen eingehen kann.
Wir dürfen uns also in uns selbst entwickeln und wir müssen weder jemand anders werden noch perfekt sein.
Nur wir selbst in einer ausgewogenen inneren Dynamik und dann werden die Widerstände und Probleme in unserem Leben weniger,
Weil wir uns selbst entsprechen.
Ganz ganz ausführlich habe ich die einzelnen Typen in früheren Folgen beschrieben.
Scroll mal durch deine Podcast-App,
Es sind insgesamt drei Folgen zur Psychographie,
Zu jedem Typ einer.
Ich verlinke dir diese Episoden nochmal in den Show Notes.
Und dabei ist auch ein Test,
Mit dem du mal schauen kannst,
Wo du dich vielleicht wieder findest.
Um deinen Persönlichkeitstyp herauszufinden und auch,
Was dich wirklich nach vorne und in deine Kraft bringt,
Ist natürlich ein persönliches Coaching besonders geeignet,
Weil man da eine ganz andere individuelle Analyse machen kann.
Ich schaue da mit meinen Klienten wirklich tief rein in ihre psychografischen Aspekte,
Ich erkläre sehr viel und bereite auch die gesamte Zusammenarbeit daran aus,
Denn wir alle haben ja persönlichkeitstypische Wege zum Gelingen.
Als Beziehungstyp kommt man übers Verstehen und die Klarheit in ein selbstbestimmtes Handeln.
Der Sachtyp kommt über den Mut,
Zu handeln,
Zu einem neuen Selbstwertgefühl und zu neuen emotionalen Erfahrungen,
Die seine alten Befürchtungen überschreiben.
Der Handlungstyp braucht den emotionalen Zugang zu sich selbst und anderen,
Darf in sein Gefühl kommen und sich spüren,
Sein Leben genießen lernen,
Um endlich einen freieren und leichteren Blick auf das Leben zu bekommen und neu zu denken.
Ich mache also nicht mit allen das Gleiche,
Was ich übrigens für ein Riesenproblem in vielen Beratungen,
Therapien oder Coachings halte,
Also überall da,
Wo wir mit Menschen zu tun haben.
Und mit dieser Meinung bin ich nicht alleine.
Wir alle dürfen lernen,
Menschen aus sich selbst heraus zu verstehen,
Sonst kann es passieren,
Dass wir sie mit guter Absicht noch tiefer in ihre Falle reintreiben.
Wir hören uns,
Wann und wo immer du willst.
Bis dahin,
Alles Liebe,
Deine Claudia.
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