
Umgang mit schwierigen Emotionen - Mitgefühl mit dir selbst
by Lars Orgon
Diese Meditation soll dir in Zeiten helfen, in denen Du mit schwierigen und unangenemen Gefühlen zu tun hast. Unsere natürliche Reaktion auf solche Gefühle ist meist eine Abwehrhaltung. Lasse Dich in dieser geführten Meditation auf diese Gefühle ein und versuche Dich mit ihnen zu verbinden. Oft haben schmerzliche Emotionen uns wichtiges mitzuteilen, wenn wir nur bereit sind ihnen zuzuhören. Musik von Music of Wisdom
Transkription
Immer wieder im Leben sehen wir uns mit unangenehmen Gefühlen und schwer auszuhaltenden Empfindungen konfrontiert.
Wir fühlen uns kraftlos,
Niedergeschlagen,
Deprimiert,
Ängstlich,
Traurig oder wütend.
Dabei kann es sich um kurz anhaltende Gefühlsschwankungen handeln oder auch um lang anhaltende Nebenklänge,
Die uns in unserem alltäglichen Leben begleiten und mal stärker,
Mal weniger stark zu spüren sind.
Ganz gleich,
In welcher Form sie sich äußern,
Sie haben alle eine Gemeinsamkeit.
Sie fühlen sich unangenehm an und wir wollen sie loswerden.
Meist greifen wir dabei auf eine der beiden folgenden Techniken zurück.
Entweder sind wir streng mit uns und versuchen mit aller Kraft die negativen Gefühle loszuwerden.
Stell dich nicht so an.
Was für einen Grund hast du denn gerade überhaupt unglücklich zu sein?
Reiß dich zusammen!
Oder aber wir versuchen uns abzulenken,
Bis das tief vorübergezogen ist und es uns endlich wieder besser geht.
Beliebte Aktivitäten hierfür sind Fernsehen,
Im Internet surfen,
Essen oder auch der Konsum von Alkohol und ähnlichem.
Auf Dauer verursachen diese unbewussten Reaktionen mehr Schaden,
Als dass sie helfen.
Deshalb will ich mit dir heute eine dritte Art des Umgangs mit schwierigen Emotionen und Gedanken erforschen.
Und zwar indem wir uns auf sie einlassen,
Sie zulassen und versuchen sie besser kennenzulernen.
Meist haben sie eine wichtige Botschaft für uns,
Nur ihre Art auf sich aufmerksam zu machen ist leider oft sehr unangenehm.
Wie wäre es,
Wenn du diesem unangenehmen Gefühl mit uneingeschränktem Mitgefühl begegnen könntest?
Stelle dir vor,
Jemand der dir sehr nahe steht wäre in einer ähnlichen Situation wie du.
Wie würdest du dich ihm gegenüber verhalten?
Was würdest du sagen?
In dieser Meditation sind wir für uns selbst diese Person.
Nehme deine Meditationshaltung ein,
Mache es dir bequem und schließe deine Augen.
Nun nimm dir etwas Zeit um deinen Körper zu spüren.
Spüre die Stellen,
An denen dein Körper in Kontakt mit dem Boden oder dem Sitz ist.
Versuche deinen Atem jetzt bewusst für ein paar Atemzüge zu vertiefen.
Lass die Luft beim Einatmen in deinen gesamten Körper wandern und spüre dich.
Beim Ausatmen entspanne dich und spüre wie die Schwerkraft dich nach unten zieht.
Gib dich ihr ganz hin.
Wenn du Anspannungen im Körper spürst,
Dann gehe mit deiner Aufmerksamkeit bewusst dorthin und versuche loszulassen.
Spüre deinen Kopf und dein Gesicht.
Lass sie weich werden und sich entspannen.
Lockere deine Schultern und lass sie nach unten ziehen.
Spüre wie deine Brust und dein Bauch weich werden.
Falls dir die Erfahrung an irgendeiner Stelle der Meditation zu intensiv werden sollte,
Dann gehe einfach wieder zurück zu deinem Atem.
Spüre deinen Körper beim Einatmen und die Entspannung beim Ausatmen.
Wenn du merkst,
Dass sich Entspannung einstellt,
Kehre wieder zur Meditation zurück.
Am wichtigsten ist,
Dass du auf deinen Körper hörst und liebevoll mit dir umgehst.
Bei dieser Übung geht es darum,
Zuzulassen,
Ganz ohne Druck,
Immer liebevoll mit dir selbst.
Aus dieser Entspannung heraus finde nun das unangenehme Gefühl,
Das dich momentan beschäftigt.
Vielleicht ist es mit deiner Situation verknüpft.
Dann bringe die Situation vor dein geistiges Auge,
Bis sich das Gefühl zeigt.
Versuche nun,
Dich nicht weiter gedanklich in die Situation zu vertiefen,
Sondern bleibe ganz bei dem Gefühl.
Oft taucht ein Gefühl aber auch scheinbar grundlos und ohne Zusammenhang auf.
Wenn dies der Fall ist,
Dann konzentriere dich einfach auf das,
Was du gerade spürst.
Nun gibt dir die Erlaubnis,
Dieses Gefühl für den Zeitraum der Meditation einfach da sein zu lassen.
Es ist okay.
Du darfst hier sein.
Gehe mit deiner Aufmerksamkeit wieder in deinen Körper und spüre,
Wo sich das Gefühl körperlich zeigt,
Wo du es spüren kannst.
Dies kann ein kleiner Bereich sein oder sich über einen großen Teil deines Körpers spannen.
Art und Intensität der Empfindung können sehr unterschiedlich sein.
Sei neugierig,
Spüre in dich hinein.
Wie fühlt es sich an?
Ist es ein Drücken,
Ein Ziehen oder Stechen?
Fühlt es sich stumpf oder spitz an?
Hat es eine Farbe?
Bleibe bei der Empfindung und beobachte sie einfach.
Ist sie gleichbleibend oder variiert sie in Größe und Intensität?
Verändert sie sich?
Lasse sie zu und erlaube es ihr,
Sich in ihrer Fülle zu zeigen,
Auszudrücken.
Versuche nun mit der Empfindung in Kontakt zu treten.
Gibt es etwas,
Das sie dir mitteilen möchte?
Was braucht sie gerade am meisten?
Deine Liebe?
Dein Vertrauen?
Will sie einfach nur gehalten werden?
Braucht sie Raum?
Versuche,
Ihre Bedürfnisse zu spüren.
Dafür kannst du deine Hände auf die Stelle legen,
An der du die Empfindung am intensivsten spürst.
Lass Wärme und Liebe aus deinen Handflächen ausströmen.
Stell dir vor,
Wie der Schmerz von Liebe und Wärme durchdrungen und umschlossen wird.
Welche Worte helfen ihm?
Es ist okay.
Es ist okay,
Dass du da bist.
Du bist ein Teil meines Lebens.
Ich bin für dich da.
Ich bleibe bei dir.
Es ist okay.
Nimm einen tiefen Atemzug und lasse von deinen Handflächen ausgehend Liebe und Freundlichkeit durch dich hindurch fließen.
Versuche,
Dich ganz zu öffnen.
Spüre die Wärme deiner Hände.
Sage dir selbst,
Es ist okay.
Es ist okay,
Sich so zu fühlen.
Gefühle wie diese sind Teil des Lebens.
Es ist okay.
Ich bin da.
Ich bin ganz für dich da.
Ich werde immer bei dir bleiben.
Ich liebe dich.
Sage dir weiterhin,
Was du,
Der Schmerz oder ein anderer Teil von dir in diesem Moment zu hören braucht.
Lass die Liebe,
Die Zuneigung sich noch weiter ausbreiten.
Es ist okay.
Genauso wie es jetzt ist,
Ist es gut.
Nun lass das Gefühl,
Den Schmerz und auch die Liebe einfach frei fließen und spüre in dich hinein.
Nimm noch einen weiteren tiefen Atemzug und lass die Übung los.
Lerne dich mit jedem Ausatmen etwas mehr.
Wie fühlst du dich?
Hat sich etwas verändert?
Was spürst du?
Sitze einfach in Stille und Achtsamkeit.
Danke dir für die Zeit,
Die du dir für dich genommen hast.
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