
Meditation Körperempfindungen
by Katrin
In dieser Meditation beobachtest du mit einer neugierigen nicht wertenden Haltung die Körperempfindungen, die von Zeit zu Zeit auftauchen. Dabei versuchen wir, so gut es geht, präsent zu sein und Ablenkungen zu bemerken.
Transkription
Nimm,
So gut es geht,
Eine achtsame Sitzhaltung ein und während du jetzt hier sitzt,
Kannst du gerne noch mal überprüfen,
Ob du noch etwas verändern möchtest.
Ob es da noch irgendetwas gibt,
Was dich stört.
Und dann verändere dies gerne noch.
Richte nun deine Aufmerksamkeit auf deinen Körper als Ganzes.
Bemerke,
Wie dein Körper hier sitzt,
Auf dem Stuhl,
Dem Hocker oder dem Kissen.
Und nimm deine Position in diesem Raum wahr,
In dem du dich befindest.
Bemerke für einen Moment die Empfindungen,
Die du auf der Haut spüren kannst.
Vielleicht ist das die Empfindung einer Temperatur,
Wie der Raum um dich herum ist.
Vielleicht ist es warm oder kalt.
Gerne,
Nimm auch Gerüche wahr.
Gibt es da was,
Was du jetzt in diesem Moment riechen kannst?
Vielleicht ist es ein Geruch,
Mehrere Gerüche.
Oder du riechst in diesem Moment gar nichts,
Auch das ist vollkommen in Ordnung.
Gibt es da Geräusche,
Die jetzt gerade zu dir kommen?
Für einen Moment hier sitzen.
Wie ein Mikrofon die Geräusche empfangend.
Nicht nach ihnen Ausschau halten.
Sie zu dir kommen lassen.
Nicht darüber entscheiden,
Ob du das Geräusch,
Das du hörst,
Magst oder nicht magst.
Einfach nur wahrnehmen.
Neugierig sein und erforschen.
Welche Qualität dieses Geräusch hat.
Es ist noch nicht einmal nötig,
Dass du weißt,
Woher dieses Geräusch kommt.
Oder wie es heißt.
Welche Qualität,
Welche Lautstärke,
Welche Klangfarbe,
Welche Tonhöhe hat das Geräusch.
Ist es diffus im Vordergrund oder eher diffus im Hintergrund oder eher ganz klar im Vordergrund.
Und dann richte deine Aufmerksamkeit mal auf das,
Was du hinter deinen geschlossenen Augenlidern jetzt gerade sehen kannst.
Vielleicht empfindest du dies als einfach nur schwarz.
Vielleicht kannst du aber auch Muster sehen,
Verschiedene Farben.
Vielleicht kannst du sogar feststellen,
Wo die Lichtquellen im Raum sind,
In dem du dich befindest,
Obwohl du deine Augen geschlossen hast.
Und dann lade ich dich ein,
Deine Aufmerksamkeit noch einmal auf deine Haut,
Auf deine Körperhülle zu richten.
Das ist die Begrenzung deines Körpers zu dem Raum um dich herum.
Nimm deine Körperhülle ganz bewusst wahr und lass deine Aufmerksamkeit nun noch ein Stückchen weiter nach innen wandern.
Und nimm wahr,
Welche Körperempfindung du jetzt spüren kannst.
Welche Empfindung ist jetzt in diesem Moment vordergründig präsent?
Vielleicht ist das ein Pochen,
Ein Kitzeln,
Ein Stechen,
Vielleicht Druck oder die Empfindung einer Temperatur.
Wenn du eine Körperempfindung bemerkst,
Dann lass deine Aufmerksamkeit dorthin fließen,
Zu dieser Stelle und erforsche diese Empfindung,
Ohne sie zu bewerten.
Ohne sie zu bewerten,
Also ohne darüber zu entscheiden,
Ob du das,
Was du gerade erlebst,
Magst oder nicht magst.
Versuche einfach so gut es geht zu wissen,
Was da gerade los ist.
So wie die Ausdehnung ist der Körperempfindung,
Ob sie sich verändert,
Ob sie aufhört oder da bleibt.
Und wenn du bemerkst,
Dass diese Körperempfindung vergeht,
Dann kannst du deine Aufmerksamkeit öffnen für die nächste Körperempfindung,
Die sich dir zeigen möchte und deine Aufmerksamkeit dann dorthin fließen lassen und wieder schauen,
Was du erlebst,
Wie diese Körperempfindung sich anfühlt.
Und so von Moment zu Moment deine Aufmerksamkeit fließen lassen.
Dabei wirst du wahrscheinlich immer wieder bemerken,
Dass du bewertest,
Dass du denkst,
Das mag ich oder das mag ich nicht,
Was ich gerade erlebe.
Versuche dann einen Schritt zurück zu treten und diese Körperempfindung zu betrachten,
Als hättest du sie noch nie so erlebt und bist ganz neugierig,
Was du da fühlen kannst.
Auch wenn es sich vielleicht um eher unangenehme Empfindungen handelt,
Wie zum Beispiel Kopfschmerzen oder Verspannungen.
Allein die Tatsache,
Dass du deine Aufmerksamkeit zu dieser Stelle hinlängst,
Bewirkt bereits,
Dass sich diese Stelle entspannt.
Begegne all diesen Empfindungen mit einer freundlichen,
Neugierigen Haltung.
Sie einfach da sein lassen,
Nicht bewerten.
Und welche Körperempfindung ist jetzt präsent?
Und welche jetzt?
Bemerken,
Wenn deine Aufmerksamkeit abschweift und du dich mit anderen Dingen beschäftigst,
Die vielleicht jetzt in diesem Moment spannender sind,
Als deine Aufmerksamkeit zu den Körperempfindungen zu bringen.
Dein Geist tut in diesem Moment,
Was er tun muss.
Er beschäftigt sich mit spannenden Dingen,
Er denkt.
Deine Aufgabe ist es,
Zu bemerken,
Dass der Geist abgeschweift ist und ganz bestimmt,
Aber dennoch freundlich mit dir selbst,
Die Aufmerksamkeit wieder zu deinem Körper und den Empfindungen zurückzubringen.
Die Aufmerksamkeit von Moment zu Moment,
Von Körperempfindung zur Körperempfindung fließen lassen.
Und dann nimm noch einmal deinen Körper als Ganzes wahr,
Von den Zehenspitzen bis zur Kopfspitze.
Den ganzen Körper spüren.
Spüren,
Wie du hier sitzt,
In dieser aufgerichteten,
Achtsamen Haltung und atmest.
Wir wollen nun langsam diese Übung für uns beenden.
Jetzt kannst du mal schauen,
Ob dieser Satz bei dir bereits Ungeduld auslöst und du denkst,
Okay,
Jetzt ist es eh gleich vorbei und innerlich schon abgeschlossen hast mit dieser Übung.
Nun lade ich dich ein,
Jeden Moment,
Der noch verbleibt,
Bis du den Klang hörst,
Ganz bewusst zu erleben.
Ganz bewusst bei deinem Körper als Ganzes und bei deiner Atmung zu bleiben.
Mach dir am Ende dieser Praxis ein Geschenk der Langsamkeit.
Wenn du dann soweit bist,
Bring langsam wieder Bewegung in deinen Körper.
Bewege deine Finger,
Deine Hände,
Bewege deine Füße,
Deine Beine.
Vielleicht möchtest du dich räkeln,
Strecken,
Dehnen.
Mach die Bewegung,
Die dir jetzt gut tut und wenn du dann soweit bist,
Darfst du gerne deine Augen wieder öffnen.
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