15:56

Meditation fühlen und dem JETZT zuwenden

by Carmen Röösli

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Meditation
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Zu fühlen heisst zu verstehen. Unsere natürliche Reaktion auf Emotionen ist oft uns diesen abzuwenden, dies ist eine natürliche Reaktion unseres Verstands um Schmerz zu vermeiden. Doch das paradoxe daran ist, dass dies noch mehr Spannung und Tumult generiert. Uns unseren Emotionen zuzuwenden, zulassen was ist und dem gegenwärtigen Moment "Ja sagend" annehmen, eröffnet neue Perspektiven, löst Spannungen und lässt uns auf eine tiefere weise verstehen.

Transkription

Schön bist du hier.

Du kannst es dir bequem machen,

In einer für dich angenehmen Position.

Deine Augen schliessen und für ein paar Augenblicke ein paar tiefe,

Lange Atemzüge ein- und auszunehmen.

Erlaub dir mit ihrem Atemzug,

Ein Stück mehr bei dir anzukommen.

Für einen Moment aus dem Leben auszutreten und einfach nur zu sein.

Alles,

Was es noch zu tun gibt oder dich umtreiben darf,

Vor der Tür warten und nachher wieder in Angriff genommen werden.

Nimm noch einen tiefen,

Langen Atemzug und lasse deinen Atem ganz frei fliessen.

Zu fühlen heisst zu verstehen.

Oft wenden wir uns von unseren Emotionen weg und das ist ein ganz natürliches Verhalten.

Wir sind darauf getrimmt oder antrainiert,

Schmerzen zu vermeiden und diesbezüglich auch von schwierigen Emotionen uns abzuwenden.

Das müssen wir nicht tiefer ergründen oder tiefer verstehen oder auseinandernehmen,

Sondern so ist es einfach.

So ist es einfach.

Doch das Paradoxe an dem Ganzen ist,

Wenn wir unsere Emotionen abwenden,

Kreieren wir oft noch mehr Spannung,

Noch mehr Tumult,

Noch grösseren Widerstand.

Es kann für uns also enorm heilend,

Einsichtbringend,

Entspannend und befreiend sein,

Uns unserem Verstand zu widersetzen und uns unseren Emotionen zuzuwenden.

Genau darum geht es heute.

Nimm also wahr,

Was bei dir mental und emotional gerade präsent ist.

Vielleicht ist ganz explizit etwas da.

Oder es gibt etwas,

Das du in den letzten Tagen nicht zugelassen hast oder dich abgewendet hast,

Weil es in diesem Moment nicht ging.

Lass diese Situation in dir entstehen und lass alle Emotionen zu,

Die kommen wollen.

Lad sie förmlich ein,

Sich zeigen zu dürfen.

Wie hat dich diese Situation,

Das,

Was war,

Fühlen lassen?

Vielleicht spürst du auch,

Wo in deinem Körper,

Dass du es fühlst und wie es sich anfühlt.

Vielleicht merkst du einen Widerstand,

Der ganz natürlich auftritt.

Das ist normal.

Versuch dir dann,

Innerlich Ja zu sagen.

Es ist gut.

Ja,

Es ist gut.

Anstatt Nein und uns davon zu verschliessen,

Ein Ja,

Ein einladendes Ja zu allem,

Was ist.

Genau so,

Wie es ist.

Vielleicht ist es auch ein Ja.

Ich spüre Widerstand.

Und ja,

Ich öffne mich noch ein Stückchen mehr dafür.

Erlaub dir,

Alles,

Was kommen will und alles,

Was sich zeigen will,

Einzuladen.

Ja.

Hallo.

Willkommen zu heissen.

Und nimm dann auch wahr,

Wie es sich in deinem Körper anfühlt,

Wenn du alles annimmst und willkommen heisst,

So wie es ist.

Manchmal können auch Gefühle auftauchen,

Die uns sagen,

Dass wir nicht wertvoll sind,

Dass wir nicht gut genug sind,

Dass wir nutzlos sind oder was auch immer.

Versuch,

Dich auch zu öffnen und dich anzulassen,

So wie es ist.

Und gleichzeitig frage dich,

Sage die Wahrheit,

Ist das wirklich wahr?

Es scheint widersprüchlich zu sein,

Die so ungewollten Gefühle zuzunehmen,

Ja zu ihnen zu sagen und sie gleichzeitig zu entlarven,

Dass sie einfach nicht wahr sind,

Dass sie nicht stimmen,

Sondern es einfach irgendein Glaubenssatz ist,

Wo wir das Gefühl haben,

So sind wir und dem wir glauben.

Man kann gleichzeitig alle Gefühle ahnen,

Ja sagen und trotzdem sagen,

Aber du bist nicht wahr.

Ich fühle dich,

Du bist da und du darfst da sein,

Auch wenn du nicht die Wahrheit sagst.

Und genau dort innen wirst du vielleicht etwas erkennen,

Was dir hilft und noch auf eine tiefere Weise zu verstehen,

Was eigentlich los ist,

Was dir Schmerz bereitet,

Was umgewandelt werden darf.

Komm dann weg vom Fokussieren und mit deiner Aufmerksamkeit zurück zu deinem Atem,

Wie er einströmt und ausströmt.

Und verweile für deinen nächsten Augenblick noch bei dem,

Und wenn immer du bemerkst,

Dass ein Gefühl auftaucht,

Versuche es anzunehmen,

Ja zu ihm zu sagen und es weiter ziehen zu lassen,

Immer und immer wieder.

Als ob du der Beobachter wärst,

Von all dem,

Was sich innerlich in dir abspielt.

Stell dich dann langsam darauf ein,

Die Übung wieder zu beenden.

Vielleicht willst du eine oder beide von deinen Händen auf dein Herz legen für den Moment und dich bei dir selber bedanken für deinen Mut,

Für deine Offenheit und fürs Dasein für dich selber und für deine innere Welt.

Schenke dir selber ein Lächeln für das,

Was du bist,

Für das,

Was du für dich machst,

Fürs immer wieder hinzuschauen und zu dir zurückzukommen.

Schön warst du hier.

Ich wünsche dir einen wundervollen restlichen Tag.

5.0 (1)

Neueste Bewertungen

Christian

May 4, 2024

Sehr ermutigend und beruhigend. Danke Carmen Röösli.

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