
Traumreise - woohli in der warmen Höhle
Heute Abend nimmt woohli dein Kind mit in eine warme Höhle tief im Berg. Ein kleines Kaninchen schläft schon dort — und ganz langsam, von den Schultern bis zu den Zehenspitzen, wandert die Aufmerksamkeit durch den Körper, bis auch dein Kind schwer und ruhig wird. Diese Traumreise enthält einen sanften Body Scan — liebevoll eingebettet in eine Geschichte für kleine woohlis. Für entspannte Abende und erholsame Nächte. woohli – Traumreisen | Von Kirstin, Psychologin und Mama
Transkription
Hallo du und willkommen bei Voli.
Ich bin Kirstin,
Psychologin und Mama und ich begleite dich heute auf eine ganz ruhige Reise in den Schlaf.
Wir besuchen heute Woli,
Hoch oben in den Bergen.
Wo die Luft klar ist und die Nacht ganz besonders still.
Leg dich ganz bequem hin.
So,
Wie es sich für dich am besten anfühlt.
Wenn du magst,
Streck dich einmal kurz lang aus von den Zehen bis in die Fingerspitzen.
Und lass dann alles wieder los.
Atme einmal tief ein.
Ganz langsam.
Spür,
Wie dein Brustkorb sich hebt.
Und wieder aus.
Noch einmal.
Diesmal noch ein bisschen ruhiger.
Und tiefer in den Bauch hinein.
Deine Augen dürfen sich jetzt schließen.
Oder sie sind vielleicht schon zu.
Und wir.
Machen uns auf den Weg!
Stell dir vor.
Du stehst auf einem Berg.
Nicht ganz oben,
Nein.
Auf einer kleinen.
Weichenwiese Ein Stück unterhalb des Gipfels.
Das Gras hier ist kurz und weich.
Die Luft riecht anders als unten.
Risha klarer.
Ein bisschen nach Stein.
Und nach Himmel.
Atme mal kurz durch die Nase ein.
Kannst du es riechen?
Und dann siehst du Wally.
Da drüben.
Neben einem großen,
Grauen Felsen.
Boli steht und schaut dich an.
Mit diesen ruhigen dunklen Augen.
Und wackelt einmal kurz mit den Ohren.
Das ist Wolis Art,
Hallo zu sagen.
Den ganzen Tag bei dir oben auf dem Berg.
Ihr habt Wolken beobachtet.
Ihr habt zugeschaut,
Wie ein Adler ganz weit oben seine Kreise zieht.
So weit weg,
Dass er klein war wie ein Punkt.
Und dann noch kleiner.
Und dann war er weg.
Aber jetzt wird es Abend.
Der Himmel über euch wird rosa.
Und Gold.
Und dann an den Rändern.
Schon fast dunkelblau.
Die Berge rundherum werden dunkler.
Er ist grün.
Und am Grau.
Dann so ein tiefes,
Weiches Schwarz.
Wie wenn jemand eine riesige weiche Decke über die Welt legt.
Die Luft wird kühler.
Nicht kalt?
Aber cool!
So wie ein Glas Wasser.
Das gut tut.
Moni schüttelt das Fell einmal kurz.
Das bedeutet,
Es ist Zeit zu gehen.
TAP,
TAP,
TAP.
Wohlis kleine Hufe auf dem Steinpfad.
Und deine Schritte daneben.
Der Weg führt um den Felsen herum.
Ganz sanft nach unten.
Immer der Bergwand entlang.
Links ist die Bergwand.
Hau an!
Kühler Stein ein bisschen bemust,
An manchen Stellen weich und grün.
Leg mal kurz eine Hand ran,
Wenn du möchtest.
Wie fühlt er sich an?
Nö.
Au.
Ein bisschen feucht.
Rechts geht es ein bisschen runter.
Aber ihr seid auf dem Pfad.
Ihr seid sicher!
Die ersten Sterne kommen schon raus.
Ist einer.
Und zwei.
Dann drehe!
Die Berge halten sie fest.
Es ist,
Als würden die Sterne hier oben näher sein als woanders.
Und dann?
Da ist sie ja.
Die Höhle.
Sie ist nicht groß und nicht dunkel.
Sie ist genau richtig.
So,
Wie wenn jemand genau gewusst hätte.
Wie eine Höhle sein muss,
Wenn man müde ist und sich wohlfühlen möchte.
Der Eingang ist niedrig.
Man muss sich ein bisschen ducken.
Aber dann?
Dann wird es weit und warm und golden.
An der Wand hängt eine alte Laterne.
Sie leuchtet warm und ruhig.
Nicht zu hell.
So wie eine Stimme,
Die flüstert.
Hier bist du sicher.
Hier kannst du bleiben.
Es riecht nach Erde.
Nach trockenem Moos.
Nach Stein,
Der den ganzen Tag die Sonne gespeichert hat.
Und sie jetzt ganz langsam wieder abgibt.
Baum.
Tief und gut.
Und da in der hintersten wärmsten Ecke der Höhle.
Sitzt ein kleines Kaninchen.
Kugelrund grau und weich.
Die Ohren liegen flach zurückgelegt.
Die Augen schon halb zu.
Es schläft fast schon.
Es wohnt hier in dieser Höhle.
Das ist sein Zuhause.
Und es kennt Woli.
Es hebt kurz den Kopf.
Blinzelt einmal.
Und legt ihn dann wieder ab.
Das bedeutet .
.
.
Willkommen!
Ich freue mich,
Dass ihr da seid.
Aber jetzt bin ich müde.
Auf dem Boden liegt weiches Stroh und Moos.
Roli dreht sich einmal im Kreis.
Das machen Schafe immer,
Bevor sie sich hinlegen.
Niemand weiß genau warum.
Aber es fühlt sich einfach richtig an.
Und dann?
Lässt Woli sich fallen.
So ein weiches,
Warmes Puff.
Und du legst dich daneben.
In der warmen Höhle.
Und draußen.
Durch die kleine Öffnung.
Kannst du die Sterne sehen.
Da sind sie wieder.
Eins,
Zwei.
Freu mich!
Und jetzt machen wir eine kleine Reise.
Nicht mehr weit weg.
Sondern ganz nah.
Eine Reise durch deinen Körper.
Du musst gar nichts tun.
Nur spüren.
Nur ankommen.
Stück für Stück.
Wir fangen ganz oben an.
Bei deinem Kopf.
Wie fühlt er sich an?
Schwer.
Oder nahe.
Vielleicht ein bisschen warm.
Da,
Wo er auf dem Kissen liegt.
Einfach spüren.
Nicht verändern.
Nur ankommen.
Deine Stirn.
Manchmal ist die Stirn ein bisschen angespannt.
Ohne dass man es so merkt.
So ein kleines Runzeln,
Das einfach da ist.
Wenn du magst.
Lass sie jetzt weich werden,
Die Stirn.
Ganz glatt.
Wie eine ruhige,
Stille Wasseroberfläche.
Deine Wangen.
Warm und weich.
Sind einfach da.
Ganz locker.
Und deinen Mund.
Er darf leicht offen sein.
Du brauchst nicht lächeln.
Nicht zusammenkneifen.
Einfach so lassen,
Wie er gerade ist.
Genau so ist er gut.
Weiter geht's nach unten.
Zu deinen Schultern.
Den ganzen Tag.
Tragen Schultern so viel.
Manchmal merkt man es gar nicht mehr.
Fühl mal kurz hin.
Sind sie ein bisschen hochgezogen.
Ein bisschen fest.
Bin ja.
Dürfen sie jetzt losgelassen und fallen gelassen werden.
Einfach fallen lassen.
Ganz tief.
Noch ein bisschen tiefer.
Als würde jemand sanft eine Hand drauflegen und sagen,
Du musst heute nichts mehr halten.
Und deine Arme.
Vom Schultergelenk bis in die Ellenbogen.
Unterarme.
Die Handgelenke,
All das liegt einfach da.
Schwer und warm.
Die Hände,
Wie liegen Sie gerade?
Anfügen.
Geschlossen.
Einfach mal spüren,
Wie sie sind.
Genauso.
Sind sie gut.
Und nun deine Finger.
Der Daumen.
Der Zeigefinger.
Der Mittelfinger.
Der Ringfinger und der kleine Finger.
Alle fünf an jeder Hand.
Alle dürfen jetzt einfach da sein.
Warm.
Wehr und Gut.
Draußen vor der Höhle.
Ganz weit weg.
Hörst du einen kleinen Bach.
Er plätschert leise.
Immer weiter plätschert er.
Gleichmäßig wie ein ruhiges Lied.
Dass niemand singt.
Aber alle kennen.
Spür jetzt mal deinen Bauch.
In du einatmest.
Hebt er sich?
Wenn du ausatmest.
Sinkt er sich?
Einatmen.
Heben.
Ausatmen.
Senken.
Das macht dein Körper die ganze Nacht.
Ganz von selbst.
Ohne dass du daran denken musst.
Einatmen.
Der Bauch wird groß und rund.
Ausatmen.
Er wird wieder klein.
Ruhig und weich.
Dein Bauch liegt warm.
Er hat heute viel getan.
Jetzt darf er einfach da sein.
Die Laterne an der Höhlenwand flackert einmal ganz sanft.
Ein kleines Windchen ist hereingekommen und hat ihr gute Nacht gesagt.
Sie leuchtet,
Dann noch ein bisschen wärmer.
Das ist ihre Art,
Zu antworten.
Jetzt sind deine Beine dran.
Spür mal hin!
Die Oberschenkel.
Schwer und warm.
Deine Knie.
Und die Waden.
Einfach mal spüren,
Wie sie da liegen.
Ob sie weich sind.
Oder noch ein bisschen fest.
Egal wie.
Einfach ankommen.
Und nun deine Füße.
Ganz unten,
Ganz weit weg.
Die Fersen.
Die Zehenballen.
Die 10.
Alle fünf!
Spür mal kurz hin.
Sind Sie warm?
Vielleicht ein bisschen kühler als der Rest?
Das ist ganz normal.
Das ist einfach dein Körper.
Alle fünf Zehen dürfen jetzt weich werden,
Ganz weich,
So weich wie das Moos auf dem Boden der Höhle.
Lass sie einfach da liegen,
Genau so,
Wie sie sind.
Und jetzt?
Jetzt spür mal kurz den ganzen Körper auf einmal.
Von den Zehen bis zum Kopf.
Alles liegt da.
Warm.
Speer.
Und weich.
Dein Kopf auf dem Kissen.
Deine Schultern tief und weit.
Dein Bauch,
Der ruhig atmet.
Deine Arme schwer und still.
Deine Beine.
Lang und warm.
Deine Füße Ganz unten.
Ganz entspannt.
Das bist du.
Dieser ganze,
Warme,
Schwere,
Weiche Körper.
Der bist du.
Und er ist genau gut so.
So wie er ist.
So wie Du bist.
Boli,
Nimm dir Atem mit Ruhe.
Er atmet ein.
Seine Flanke hebt sich ein bisschen.
Das Fell wubbelt ein kleines bisschen.
Und er atmet wieder aus.
Wieder flach.
Wiederruhig!
Draußen zieht die Nacht über die Berge.
Die Sterne stehen still.
Der Berg steht still.
Die Höhle ist warm.
Weißt du,
Was in einer Höhle passiert,
Wenn es draußen stürmt?
Ist es still.
Egal was draußen ist.
Drinnen ist es immer still.
Das ist das Schöne an einer Höhle.
Vielleicht hast du so eine Höhle auch in dir.
Einen Ort,
Der immer still und warm ist.
Egal,
Was tagsüber war.
Irgendwo ganz innen drin.
Wo es immer gut ist.
Holi atmet nochmal.
Einatmen.
Ganz langsam.
Und ausatmen.
Noch langsamer.
Der Bauch hebt sich.
Und senkt sich.
Hebt sich.
Und sehnt sich.
Und irgendwann?
Boli weiß nicht mehr genau wann.
Beginnt der Schlaf.
Er kommt nicht laut.
Wie mit einem Knall durch die Tür.
Er kommt leise.
Wie auf Zehenspitzen.
Und nimmt dich ganz sacht an der Hand.
Ganz warm.
Ganz sanft.
Und begleitet Dich in den Schlaf.
Und alles ist gut.
In der Höhle ist es still,
Die Laterne leuchtet golden.
Das Moos ist weich.
Das kleine Kaninchen in seiner Ecke.
Atmet ganz ruhig.
Die Sterne draußen leuchten.
Und Woli schläft.
Tief und warm.
Und gut.
Und weißt du,
Was das Schönste ist?
Morgen früh.
Wenn die Sonne wieder über die Berge kommt.
Und die Höhle langsam hell macht.
Sind Boli und das kleine Kaninchen wieder da.
Und der Berg.
Und die klare Luft.
Aber das ist morgen.
Jetzt ist Nacht.
Jetzt darf alles ruhen.
Bankrupte.
Deine Schultern.
Dein Bauch.
Deine Arme.
Deine Beine.
Deine Füße.
Alles ist warm.
Und schwer.
Und gut.
Du bist hier.
Du bist sicher!
Und Woli ist ganz nah.
Gute Nacht!
Schlaf gut.
Boli schläft auch schon.
Ganz warm und ganz tief.
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