
Atmen ist Leben - Talk
by Vilas Turske
In einer Welt, die immer schnelllebiger wird und in der die Anforderungen und Erwartungen an uns sehr hoch sind, kann es uns gelingen durch bewusstes Atmen wieder voller und gelassener im Leben zu stehen. "Ich erlebe mich wie ich einatme und ich erfahre mich wie ich ausatme."
Transkription
Ich begrüße euch zur zweiten Episode,
Die sich,
Nachdem wir uns in Episode 1 mit dem Atmen und dem Empfangen und generell dem Empfangen auseinandergesetzt haben,
Mit einem etwas näheren Bezug,
Den ich herstellen möchte und von dem ich sage erstmal,
Atmen ist Leben.
Wenn immer wir uns anschauen als Ganzes,
Wenn wir uns als Menschen erleben,
Die handeln,
Als Menschen erleben,
Die denken,
Als Menschen erleben,
Die fühlen,
Dann ist es für uns immer ein Bild,
Was sehr oft getrennt ist.
Die meisten Menschen trennen ihren Alltag ganz deutlich von ihrem Tag,
Wenn sie zum Beispiel abends zu Hause sind oder wenn sie,
So wie sie sagen,
Privat sind.
Für den Menschen als Ganzes ist das eigentlich eine ganz schwierige Situation,
Weil das Zusammenspiel des Menschen,
So wie er innerlich organisiert ist und strukturiert ist,
Eigentlich immer alles haben möchte.
Er möchte im Äußeren sein,
Er möchte aber auch im Inneren sein und er möchte vor allen Dingen honorieren,
Dass er Gefühle,
Dass er Empfindungen und dass er geheime Gedanken hat.
Und für uns ist das heute ganz,
Ganz schwer,
Weil wir unglaublich zielorientiert unterwegs sind.
Man verlangt von uns im Beruf,
Dass wir ganz klare Vorstellungen haben,
Wohin wir wollen.
Das heißt,
Klare Vorgaben,
Wohin wir sollen.
Ob wir das wollen,
Ist schon eine zweite Frage.
Wir wissen aber,
Wohin es geht und wir wissen,
Wohin wir müssen.
Und aus diesem Druck entsteht sehr oft ein innerer Notstand,
Der für viele Menschen dann tatsächlich als zu viel empfunden wird.
Und wir setzen uns dann mit den Dingen auseinander,
Die wir alle kennen,
Überarbeitung,
Stresssituation,
Bis hin zu dem,
Was man heute Burnout nennt,
Dass Menschen nicht mehr in der Lage sind,
Eigentlich sich selbst zu verstehen,
Zu begreifen und mit sich selbst umzugehen.
Wenn wir uns jetzt wieder mit diesem Atmen auseinandersetzen,
Was uns helfen kann,
Voller und bewusster im Leben zu sein,
Dann ist das eine Beschäftigung,
Die zwangsläufig als erstes nach innen geht.
Nach innen heißt,
Ich beginne wieder mit dem Beobachten und mit dem Empfangen,
Was wir schon in Episode 1 angesprochen hatten.
Empfangen heißt in diesem Falle,
Und das finde ich ganz wichtig,
Dass wir mal erst die Augen schließen,
Uns erden im Sinne von,
Ich sitze auf einem Stuhl,
Ich sitze an einem Ort,
Wo ich nichts zu befürchten habe und nach innen gehen können,
Ohne irgendeinen Druck.
Das ist sehr schwer,
Weil unsere Gedanken sich gegen dieses Nach-Innen-Gehen wehren werden.
Die werden sagen,
Du hast vergessen,
Dass du gleich das und das noch tun musst.
Oder du hörst auf einmal irgendeine Schelle,
Ein Geräusch oder ein Kind,
Was schreit,
Und in diesem Moment bist du wieder weg von diesem Inneren,
Bist wieder im Äußeren.
Also ist es sinnvoll,
Einen Ort zu finden,
Wo wir nach innen gehen können,
Wo wir wissen,
Dort haben wir eine Chance,
Dass es für einen Moment Stille gibt.
Und in diesem Moment setzen wir uns erst mal hin und beginnen,
In diesem Moment die Augen zu schließen,
Zu empfangen und so,
Wie das die Menschen sagen,
Ganz im Moment zu sein,
Um ganz in der Stille zu sein.
Dieser Moment erlaubt es uns vielleicht,
Dass wir einen Hauch von Atem mitbekommen.
Wir sitzen da und wir sind still,
Nichts um uns herum fordert uns und auf einmal ist er da,
Der Atem.
Und wir können dann ganz ruhig erst mal hingehen und sagen,
Ich beginne,
Indem ich mein Einatmen beobachte und ich beginne,
Indem ich mein Ausatmen beobachte.
Und das sind ganz feine,
Innere Wahrnehmungen.
Ich erlebe mich,
Wie ich einatme und ich erfahre mich,
Wie ich ausatme.
Und in Verbindung mit diesem Atmen,
Dieser Erfahrung des Rein und dieser Erfahrung des Raus,
Stellen wir fest,
Dass sich langsam in uns etwas verändert.
Und jetzt ist es sehr interessant,
Wenn wir uns anschauen von außen,
Was dieses Einatmen und Ausatmen,
Was das zu tun hat mit unserem Leben,
Dann können wir feststellen,
Dass das Einatmen,
So wie wir einatmen,
Uns einen Schlüssel zu unserem näheren Verständnis von uns selbst gibt.
Wir erfahren uns,
Wenn wir einatmen,
Wie wir bereit sind,
Im Leben zu stehen.
Wir erfahren,
Wie wir frisch sind oder wie wir aufrichtig sind im Sinne von,
Ich bin da,
Ich bin bewusst im Leben.
Und das Einatmen unterstützt diese Erfahrung von uns selbst.
Ein tiefes,
Bewusstes Einatmen,
Wo wir feststellen,
Das fühlt sich so gut an,
Dieses Einatmen.
Dann wissen wir,
Ja,
Ich kann das Leben umarmen,
Ich kann ja sagen.
Und dann schauen wir uns das Ausatmen an.
Das Ausatmen hat eine völlig andere Qualität.
Wenn wir ruhig und sanft und gleichmäßig ausatmen können,
Einfach so,
Wie es kommt und wir es gehen lassen können,
Geschehen lassen können,
Dann heißt das auch übersetzt,
Wir sind bereit,
Auch in unserem Leben Dinge geschehen zu lassen.
Wir sind auf einmal bereit zu empfangen,
Offen zu sein und weniger hektisch zu reagieren und weniger aufgeregt zu reagieren,
Wenn Dinge einfach geschehen wollen.
Wenn wir begreifen,
Lass es sein,
Greif nicht ein,
Lass es einfach geschehen.
Und in diesem Moment,
Mit diesem Ja des Einatmens und mit diesem wunderbaren Inneren,
Dieser inneren Haltung des Geschehen-Lassens beim Ausatmen,
Erfahren wir uns vielleicht für drei,
Vier,
Fünf Minuten sitzend auf einmal in einem ganz wunderbaren inneren Zustand der Ruhe.
Der Weg dorthin und die Anleitungen,
Wie wir einfach und tief dorthin kommen,
Werden wir uns gleich in einer Atemübung anschauen.
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