
Innerlich pendeln - wenn dir mal alles zu viel wird
Du hast jeden Augenblick selbst die Wahl, ob du ganz in dem bleiben willst, was du jetzt im Körper spürst oder in deinem Herzen fühlst oder ob du an einen Ort pendelst, an dem du dich sicher und geborgen fühlst. Ich begleite dich heute darin, das Pendeln zu üben, welches dir diese Möglichkeit gibt, wenn dir einmal alles zu viel wird.
Transkription
Hallo,
Herzlich willkommen!
Schön,
Dass ich dich begleiten darf.
Schön,
Dass du dir Zeit nimmst jetzt auf eine kleine Reise zu dir selbst,
Um immer authentischer zu werden,
Um immer mehr bei dir anzukommen.
Und auch,
Das ist das Thema heute,
Mitzubekommen,
Wann dir einmal etwas zu viel wird,
Dass du eben nicht immer alles aushalten musst,
Sondern auch eine Möglichkeit hast,
Ein Werkzeug kennenlernst,
Das innerliche Pendeln,
Um so immer wieder an einen inneren Ort der Sicherheit und der Geborgenheit pendeln zu können,
So dass du immer jeden Augenblick selbst die Wahl hast,
Ob du ganz in dem,
Was du spürst oder fühlst,
Bleiben willst,
Oder eben an einen Ort,
Der dir Sicherheit und Geborgenheit gibt,
Pendelst.
Und dazu lade ich dich ein,
Dir jetzt einen guten Platz zu suchen,
An dem du jetzt für die nächsten circa 20 Minuten ganz ungestört bist.
Ein Ort,
Der von deinem Körper ausgesucht werden kann.
Also nicht von deinem Verstand,
Der sich vielleicht denkt,
Ach,
Auf dem Sofa,
Da sitzt sich immer so gut,
Sondern dass du wirklich jetzt in diesem Augenblick einmal spürst,
Wo zieht es deinen Körper hin,
Wo fühlt er sich jetzt in diesem Augenblick sicher und geborgen.
Und es ist gut,
Wenn du deinen Rücken abstützen kannst,
Vielleicht auch deinen Kopf,
So dass dein Körper immer mehr zur Ruhe kommen kann und immer leichter es hat,
Anspannung abfließen zu lassen.
Und das kannst du jetzt einige Male tun.
Anspannung aus dem Körper abfließen lassen,
Deine Augen schließen und jetzt durch den geöffneten Mund einige Male seufzend ausatmen.
Ein Seufzer,
Der auch von alleine geschieht,
Wenn du schwere Taschen oder einen schweren Rucksack absetzt.
Vielleicht magst du dir das einmal vorstellen und du kannst auch,
Wenn du willst,
Einmal ausprobieren,
Noch einmal deine Arme anzuspannen,
Deine Fäuste zu ballen und dir wirklich diese schwere Last auch ganz bewusst machen mit dieser körperlichen Anspannung.
Und dann mit dem nächsten Ausatemzug diese Last absetzen und dir den Seufzer erlauben.
Und dann lasst den Mund geöffnet.
Schließ ihn nicht wieder.
Das ist auch immer wichtig,
Wenn wir uns nach innen wenden.
Eben nach dem Augen schließen,
Erstmal einige Male seufzend ausatmen und dann den Mund geöffnet lassen und den Atem jetzt durch den geöffneten Mund geschehen lassen.
Warum ist das so wichtig?
Ja,
Weil dein Kiefer,
Die Kiefermuskulatur sehr kräftig ist und es schafft durch ihre Anspannung alles unter Kontrolle zu halten,
Was innerlich auftauchen möchte.
Und du wendest dich ja jetzt nach innen,
Um dir bewusster zu werden,
Was jetzt gerade in dir ist und möchtest dem Raum geben,
Was jetzt da ist und eben das Kontrollieren und im Zaum halten beenden.
Und deswegen ist es so wichtig,
Den Kiefer ganz gelöst hängen zu lassen.
Auch die Zunge darf sich entspannen und sich ganz gelöst in den Unterkiefer hineinlegen und so entsteht noch mehr Raum in deinem Rachen,
Mehr Raum für deinen Atem.
Der kann jetzt ohne Hindernis frei fließen und beobachte einmal,
Wie er jetzt fließt,
Ohne dass du ihn veränderst,
Ohne ihn tiefer und ruhiger zu machen,
Weil dir der Verstand vielleicht einreden möchte,
Ja,
Du meditierst doch jetzt,
Da musst du doch ruhig werden.
Nein,
Du musst jetzt gar nichts.
Lass dich überraschen,
Wie es jetzt durch dich atmet und verändere nichts.
Immer wieder den Impulsen widerstehen,
Die den Atem verändern wollen.
Immer wieder den Impulsen widerstehen,
Die den Kiefer wieder anspannen wollen.
Immer wieder den Impulsen widerstehen,
Die den Mund wieder schließen wollen und stattdessen ganz weich werden und gelöst und den Atem völlig frei fließen lassen.
Und da ist alles richtig.
Ein schneller Atem ist genauso richtig,
Wie ein langer tiefer Atem und dann kannst du einmal in deinen Körper wandern mit deiner Aufmerksamkeit,
Hineinspüren in deinen Körper und eine Stelle ausfindig machen,
Die sich jetzt aus irgendeinem Grunde für dich unangenehm anspürt.
Eine Anspannung,
Eine Taubheit,
Ein Muskelschmerz,
Was auch immer.
Du gehst mit deiner Aufmerksamkeit an diese Stelle,
Die unangenehm ist und bleibst mit deiner Aufmerksamkeit mal bei ihr und spürst da ganz hinein,
Ganz und gar hinein.
Spürst den Schmerz,
Spürst die Anspannung,
Spürst das Unwohlsein und dann kannst du mit deiner Aufmerksamkeit jetzt pendeln zu einer Stelle im Körper,
Die sich wohlig,
Angenehm anspürt,
Vielleicht durchströmt von der Lebensenergie.
Wie auch immer,
Was du mit wohlig,
Geborgen,
Mit sicher verbindest,
Da gibt es ganz sicher eine Stelle in deinem Körper,
Die sich so angenehm anspürt und wandere jetzt und bleibe jetzt an dieser Stelle und verbinde dich ganz mit ihr.
Spüre alles,
Was es da jetzt in diesem Augenblick zu spüren gibt.
Lass dich da ganz hinein sinken und hineinfallen in dieses angenehme Gefühl und dann pendelst du wieder zurück zu der Anfangsstelle,
Pendelst an die unangenehme Stelle hin und spürst noch einmal,
Solange es dir möglich ist,
Das unangenehme Körpergefühl,
Den Schmerz,
Die Anspannung an dieser ersten Stelle.
Und wenn es dir genug ist,
Dann kannst du wieder zu deiner angenehmen Stelle hin pendeln.
Du weißt ja,
Wie das jetzt geht und kannst selber entscheiden,
Will ich noch ein bisschen die unangenehme Stelle spüren oder will ich wieder zurückkehren an meinen sicheren,
Geborgenen Ort im Körper.
Und das kannst du jetzt einige Male in deiner eigenen Zeit tun,
Hin und her pendeln zwischen der angenehmen und der unangenehmen Körperstelle.
Dann kannst du dich noch ein bisschen tiefer sinken lassen und wahrnehmen,
Was du jetzt fühlst.
Die Gefühle sind nämlich tiefer als die Körperempfindungen im Augenblick wahrnehmbar.
Was fühlst du jetzt?
Eine Ruhe oder eine Unruhe?
Und das kommt gar nicht so selten vor,
Dass sich als erstes,
Wenn du dich nach innen wendest,
Eine Unruhe zeigt.
Denn die Unruhe wurde ja meist den ganzen Tag herunter gedrückt und verdrängt.
Und wenn wir uns so nach innen wenden,
Ganz offen für alles was auftaucht,
Dann zeigt sich oft zuerst die Unruhe.
Das kannst du zulassen.
Du kannst dich von der Ruhe oder Unruhe erfassen lassen.
Und dabei wird sich auch dein Atem verändern,
Ganz von alleine,
Wie der Körper jetzt atmen möchte.
Das kann ganz leicht geschehen,
Weil du ja den Mund geöffnet hast und den Atem nicht mehr kontrollierst.
Kann es jetzt durch dich atmen,
Wie es der Ruhe oder Unruhe entspricht.
Und du singst vollständig hinein in das Gefühl,
Was jetzt da ist.
In die Stimmung,
Die die Ruhe oder Unruhe mit sich bringt.
Und kannst wahrnehmen,
Ob es sich um eine freudige,
Ärgerliche oder ängstliche Unruhe handelt,
Oder eine traurige Ruhe,
Eine schmerzvolle Ruhe oder eine sehnsuchtsvolle Ruhe.
Welche Qualität hat die Ruhe oder die Unruhe jetzt.
Und dann lass dich in das ganz hinein sinken.
Werde vollständig zu dem,
Was jetzt da ist,
Zu dem Gefühl,
Was jetzt da ist.
Und dann kannst du wahrnehmen,
Dass auch du aus dem Gefühl herauspendeln kannst,
Wenn es dir zu stark wird.
Und du kannst den Raum um das Gefühl herum wahrnehmen.
Jedes Gefühl taucht in einem Raum von unendlicher Stille,
Von unendlichem Frieden auf.
Und du kannst jetzt diesen Raum wahrnehmen,
Dahin pendeln mit deiner Aufmerksamkeit.
Das was größer ist als das Gefühl.
Und da bleiben mit deiner Aufmerksamkeit.
Und jetzt genauso wie wir es mit den Körperempfindungen gemacht haben,
Kannst du entscheiden,
Wann du wieder in das Gefühl eintauchst und wann du wieder in den Raum um das Gefühl hin pendelst.
Entscheide selbst,
Wie du es machen möchtest.
So bleibst du immer liebevoll und achtsam mit dir selber verbunden und nimmst auch ganz achtsam deine Grenzen wahr.
Hinein pendeln in das Gefühl und wieder hinaus pendeln in den Raum um das Gefühl herum.
Und dann kannst du in dem bleiben,
Was du jetzt fühlst oder in dem Raum bleiben um das Gefühl herum und langsam in deiner Zeit die Augen wieder öffnen.
Das Öffnen der Augen kann sogar ein Signal sein,
Noch tiefer in den Augenblick zu fallen.
Also nicht von dir weg zu gehen,
Sondern bei dir zu bleiben.
Ja,
Danke,
Dass du dabei warst und bis zum nächsten Mal.
Deine Simone
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