
Waldrand mit Hügellandschaft
Hier kannst Du eine Viertelstunde am Morgen an einem Waldrand genießen. Die Aufnahme ist – wie immer bei mir – in einem Durchlauf an dem Ort entstanden, den ich beschreibe. Wer sich auf die Schilderung einlässt, kann die Situation authentisch miterleben. Und daraus Rückschlüsse auf sein Leben ziehen.
Transkription
Schön,
Dass du dir etwas Zeit für dich nimmst,
Für die Beobachtung der Natur und für die Beobachtung von dir.
Begib dich dafür an einen Ort,
An dem du für die nächste Viertelstunde nicht gestört wirst,
Wo es möglichst ruhig ist und wo du dich wohlfühlst.
Wenn du geübt bist,
Dann nimm deine gewohnte Meditationshaltung ein.
Wenn du noch keine hast,
Setz dich zum Beispiel auf einen Stuhl oder auf ein hohes Kissen und bring den Rücken in eine aufrechte Haltung,
Möglichst gerade,
Schultern und Nacken entspannt,
Den Kopf ein kleines bisschen nach vorne gebeugt.
So,
Dass du die nächsten 15 Minuten möglichst ohne Bewegung sitzen bleiben kannst.
Und dann atme zwei bis dreimal tief ein und wieder aus.
Schließe jetzt sanft die Augen und fokussiere dich für einen Moment auf deinen Atem.
Keinen Einfluss drauf nehmen,
Nur beobachten,
Wie er ganz von allein ein- und ausströmt.
Stell dir jetzt vor,
Du wärst,
So wie ich,
Gerade eben auf einem Waldweg gegangen,
In einer hügeligen Landschaft,
Ein bisschen bergauf,
Ein bisschen bergab,
Durch Gräser und Bäume,
An einem sonnigen Morgen,
Und dann hast du von Weitem die Sonne durch das Blätterdach gesehen und den blauen Himmel und eine Stelle,
An der sich der Wald offenbar öffnet und du bist auf dem Weg in diese Richtung gegangen und am Ende des Weges steht eine Bank im Schatten und hinter der Bank geht's bergab,
So dass,
Wenn du darauf sitzt,
Du vor dir die hügelige Landschaft siehst,
Gestaffelt hintereinander,
Mehrere mit Wald bewachsene Hügel,
Dazwischen ein paar Wiesen und bis zum Horizont zieht sich das Gebirge.
Die Bäume direkt vor dir liegen im Schatten,
Die dahinter werden von der Sonne beleuchtet und zeigen ganz verschiedene Grüntöne und darüber ein wolkenloser,
Hellblauer Morgenhimmel.
Lass dieses Bild in deinem Bewusstsein entstehen.
Mal es aus,
Mach es ganz plastisch,
Ganz lebendig.
Lass das Gefühl entstehen,
Dass du an einem sonnigen Morgen ganz früh auf einer Bank sitzt und über ein hügeliges Waldgelände blickst.
Stell dir die Farben vor und so,
Wie sich nach einem Weg durch den Wald,
In dem es etwas dunkel ist und in dem der Blick nicht weit schweifen kann,
Wie du von dort plötzlich an einen Ort gekommen bist,
Von dem aus du weit in die Ferne blicken kannst.
So ist es oft auch im Leben,
Dass aus einer Situation,
In der der Überblick fehlt,
Ganz plötzlich,
Wenn du nur beharrlich weitergehst,
Du an einen Ort kommst,
An dem plötzlich alles sehr klar ist und du von oben auf die Dinge herabblicken kannst.
Die Glocken begrüßen jetzt hier den Tag und wenn du jetzt gleich die Übung beendest,
Dann begrüße auch du das,
Was vor dir liegt und denk an die Erkenntnis,
Dass der Überblick oft näher liegt,
Als du glauben möchtest.
Und wenn du gleich die Augen öffnest,
Dann streck dich erst ein bisschen,
Komm sanft wieder dort an,
Wo du jetzt tatsächlich bist und mach dir immer mal wieder klar,
Dass du solche Orte in deinem Inneren jederzeit finden und abrufen kannst.
Schön,
Dass du dieses Naturerlebnis mit mir geteilt hast.
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