
ADHS Einschlafbegleitung | ADHS Einschlafmeditation
Du liegst im Bett. Eigentlich möchtest du schlafen. Doch ausgerechnet jetzt scheint dein Gehirn noch einmal alles gleichzeitig interessant zu finden. Ein Gedanke führt zum nächsten. Eine Erinnerung taucht auf. Eine Idee will unbedingt noch zu Ende gedacht werden. Du gehst Gespräche noch einmal durch, planst den morgigen Tag – und plötzlich bist du wieder hellwach. Gerade für Menschen mit ADHS kann der Übergang vom aktiven Tag in den Schlaf schwierig sein. Untersuchungen zeigen, dass Schlafprobleme bei Erwachsenen mit ADHS besonders häufig auftreten. Dazu gehören Schwierigkeiten beim Einschlafen, ein verzögerter Schlafrhythmus und eine erhöhte nächtliche Wachheit. Diese Einschlafmeditation wurde für genau diesen Moment entwickelt. Schlaf gut!
Transkription
Schön,
Dass du da bist.
Mach es dir möglichst bequem.
Und ruckel Dich noch einmal zurecht.
Bevor wir beginnen,
Möchte ich dir etwas sagen.
Dein Kopf darf heute Abend genau so sein,
Wie er gerade ist.
Deine Gedanken dürfen kommen und gehen.
Kommen und Gehen.
Wie die Wolken.
Die am Himmel vorüberziehen.
Kommen und Gehen.
Deine Aufmerksamkeit darf sich dort niederlassen,
Wo es sich gerade richtig anfühlt.
Von nun an darfst du einfach geschehen lassen,
Was ohnehin von selbst geschieht.
Vielleicht kennst du dieses eigenartige Gefühl.
Wenn dein Körper längst tief müde ist.
Aber irgendwo hinter deinen Augen der Tag noch weiter geht.
Ein Gedanke taucht auf.
Dann der Nächste.
Etwas,
Das dir plötzlich wieder einfällt.
Oder irgendeine vollkommen unwichtige Sache.
Die ausgerechnet jetzt unglaublich interessant erscheint.
Vielleicht ein Gespräch von heute.
Ein Plan für morgen.
Eine Frage die einfach noch ein bisschen im Raum schweben darf.
Lass die Frage schweben und frag dich.
Was ist wohl mein nächster Gedanke?
Heute Abend darf alles genau so sein.
Wie es gerade ist.
Dein Geist darf sich bewegen.
Er darf springen.
Er darf wandern.
Und er darf mitten in einem Gedanken verschwinden.
Und irgendwann wieder auftauchen.
Ohne genau zu wissen,
Wo er eigentlich gewesen ist.
All das darf einfach sein.
Es ist schon ein wenig erstaunlich.
Was geschieht?
Wenn man dem Geist erlaubt.
Einfach nur da zu sein.
In dem Moment?
In dem du einfach mit all diesen Gedanken sein darfst.
Hier beginnt etwas.
Ganz von selbst zu geschehen.
Dann kann etwas anderes beinahe automatisch übernehmen.
Dein Atem zum Beispiel.
Du hast schon geatmet,
Bevor ich ihn erwähnt habe.
Und jetzt,
Wo ich ihn erwähnt habe?
Bemerkst du ihn vielleicht.
Das ist wunderbar.
Denn dein Körper weiß längst,
Wie atmen geht.
Ganz von selbst.
Ganz von allein.
So wie er weiß,
Wie man blinzelt.
Wie man schluckt.
Wie man nachts seine Position verändert.
Wenn die Zeit dafür gekommen ist.
Wie man schläft.
Du kennst den Weg in die Ruhe.
Doch in diesem Moment ist jeder Ort,
Den deine Aufmerksamkeit besucht,
Einfach nur gut.
Er darf einfach zu einem weiteren Ort werden.
Den sie irgendwann wieder verlässt.
Und vielleicht ist genau das etwas.
Was dein Geist besonders gut kann.
Sich bewegen.
Wechseln.
Das Nächste entdecken.
Und genau das.
Können wir ganz wundervoll nutzen.
Bitte deinen Geist ganz einfach.
Sich weiter zu bewegen.
In immer sanftere.
Immer ruhigere Richtungen.
Wie die Wolken,
Die vorüberziehen.
Ganz ruhig!
Sie kommen.
Und sie gehen.
Gedanken sind wie Wolken.
Sie kommen.
Und sie gehen.
Und dazwischen?
Wo ist das Blau?
Der herrlich weite Raum.
Zwischen den Gedanken.
Gleich kannst du dir.
Ganz still.
Eine einzige Frage stellen.
Und danach?
Achtest du einfach.
Die Frage lautet.
Was ist mein nächster Gedanke?
Vielleicht hast du es gerade bemerkt.
Diesen winzigen Moment.
Bevor der nächste Gedanke erscheint.
Was ist mein nächster Gedanke?
Vielleicht entsteht da ein Hauch von Stille.
In dem dein Bewusstsein.
Einfach nur.
Diesen Ort kannst du jederzeit wieder besuchen.
Was ist mein nächster Gedanke?
Und für einen kleinen Augenblick.
Wartet dein Geist.
Und dieses Warten?
Kann überraschend still werden.
Und vielleicht gibt es irgendwo in deinem Körper bereits eine Stelle.
Die sich ein wenig schwerer anfühlt.
Als noch vor ein paar Minuten.
Ein Araben.
Deine Schulter.
Die Muskeln rund um deine Augen.
Dein Kiefer Deine Beine.
Die Entspannung darf einfach an der Stelle beginnen.
An dem dein Körper zuerst bereit dafür ist.
Vielleicht lässt eine Schulter ein wenig los.
Und die andere folgt.
Vielleicht wird dein Kiefer etwas weicher.
Vielleicht liegt deine Zunge jetzt anders.
Und die winzigen Muskeln um deine Augen.
Werden weicher.
Und weicher.
Und zwischendurch kann es immer wieder geschehen,
Dass du plötzlich etwas wacher wirst.
Fast so.
Als würdest du für einen kurzen Moment wieder ein Stück auftauchen.
In diesem Moment darfst du wieder wandern.
Und jedes Mal,
Wenn dein Bewusstsein wieder etwas näher kommt.
Man kann es entdecken.
Dass dein Körper währenddessen ganz von selbst weiter entspannt hat.
Ein kleines Stück näher.
Und wieder ein Stück weiter weg.
Näher.
Weiter.
Einfach bei Aufmerksamkeit.
Sich ganz natürlich verändert.
Und manchmal führt ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.
Ganz von selbst.
Noch viel weiter.
In die andere.
Und weil dein Geist so wunderbar schnell sein kann.
Gibt es immer wieder Momente.
In denen deine Gedanken.
Plötzlich wieder wandern.
Ein Gedanke nimmt den nächsten mit.
Der wiederum den nächsten.
Und noch einen.
Fast wie ein Spiel unter Kindern.
Das plötzlich immer schneller wird.
Also machen wir es uns doch einfach.
Beinahe spielerisch.
Stell dir vor.
Irgendwo ganz bequem in deiner Reichweite.
Befindet sich ein großer.
.
.
Leuchtend roter Knopf.
So ein herrlich übertriebener roter Knopf.
Wie man ihn aus einer Gameshow kennt.
Unübersehbar.
Ein Buzzer.
Ein Schalter.
Und dieser Knopf.
Hat nur eine einzige.
Wunderbar einfache Funktion.
An immer deine Gedanken beginnen,
Schneller zu werden.
Wann immer dieses Spiel im Kopf ist.
Wieder Fahrt aufnimmt.
Kannst du ihn in Gedanken einfach drücken.
In diesem Moment.
Wird alles langsamer.
Die Geräusche im Kopf werden leiser.
Alles in dir.
Kommt zur Ruhe.
Vielleicht kannst du dieses angenehme,
Befriedigende Klick Sogar innerlich hören.
Du kannst diesen Knopf drücken.
So oft du möchtest.
Ein Gedanke nimmt Fahrt auf.
Wieder weg.
Eine kleine Gedankenkette beginnt.
Langsamer.
Und noch eine?
Klick.
Und vielleicht beginnt dein Geist,
Sehr schnell etwas zu lernen.
Dieser rote Knopf bedeutet,
Immer wieder loslassen.
Dieser rote Knopf.
Bedeutet Langsamkeit.
Dieser rote Knopf.
Deutet.
Ruhe.
Und nach einer Weile.
Reicht schon die Vorstellung.
Und etwas in dir.
Erinnert sich sofort darin.
Wie angenehm es sich anfühlt.
Loszulassen.
Für heute kann das große Buch Deiner Erzählungen geschlossen werden.
Morgen geht deine Geschichte weiter.
Dein Raum kann dunkel werden.
Und alles darin bleibt sicher an seinem Platz.
Was wichtig ist.
Wird morgen noch wichtig sein.
Ruhe.
Gleich werde ich langsam rückwärts zählen.
Einfach weil Zahlen sind.
Zu kleinen sanften Stufen werden können.
Die dein Bewusstsein immer weiter nach innen führen.
Und du kannst so vielen folgen.
Wie dein Geist gerade möchte.
Vielleicht geschieht irgendwo .
.
.
Zwischen einer Zahl und der nächsten?
Dieser einzigartige kleine Moment.
Indem du dich plötzlich fragst.
Welche Zahl eigentlich als nächstes kommt?
Und genau dieser kleine Moment.
Kann zu einer Tür werden.
10 Noch hier!
Wehren.
Sieben.
Tiefer.
Weiter.
Fünf.
Weicher.
Vier.
Frieden.
Zwei,
Hier.
Eins.
Jetzt.
Nur noch.
Diese Augenblicken.
Und dieser Augenblick darf dich tragen.
Du hast für heute genug getan.
Du darfst jetzt ganz bei dir sein.
Ganz natürlich.
Alles sicher!
Alles ruhig.
Vielleicht brennen jetzt nur noch ein paar kleine Lichter.
Eines irgendwo hinter deinen Augen.
Ein kleiner Gedanke.
Der sich noch bewegt.
Und selbst dieser Gedanke.
Darf gehen.
Ruhe.
Alles geschieht bereits.
Guten Morgen!
Sind.
Der Geist darf wandern.
Weiter.
Und weiter.
In den Schlaf.
Und vielleicht hörst du meine Stimme noch.
Und auch das?
Ist vollkommen in Ordnung.
Alles bewegt sich.
In genau dem Tempo.
Das jetzt richtig ist.
Der Schlag.
Hat die ganze Nacht für dich Zeit.
Das ist einfach.
Hier.
Und vielleicht.
Lebet in dieser Ruhe.
Etwas anderes spürbar.
Etwas,
Das schon die ganze Zeit da war.
Unter all den Gedanken.
Unter all den Suchen.
Unter all der Bewegung.
In dir wohnen Sanftheit und Güte.
Größer als all die Gedanken.
Die kommen und gehen.
Größer als das Suchen.
Größer.
Als die vielen kleinen Bewegungen deines Geistes.
Stell dir vor,
Wie sich dieses Gefühl über die ganze Welt liegt.
Wie eine Decke aus Mitgefühl.
Wie das warme Licht deines Herzens.
Vielleicht spürst du bereits.
Wie jede Zelle deines Körpers.
Von dieser Energie durchströmt wird.
Wie all das denkt.
Alters springen.
All das suchen.
Immer weiter in den Hintergrund tritt.
Wie du schwebst.
Gehalten von etwas.
Das größer ist als dein Denken.
Etwas,
Das tief in dir wohnt.
Diese wundervolle,
Liebevolle Energie.
Begleitet dich.
Auch wenn du jetzt gleich schläfst.
Vielleicht hörst du meine Stimme noch.
Vielleicht gleitest du schon durch die Nacht.
Du darfst einfach nur schlafen.
Mögest du dich morgen daran erinnern.
Dass du Licht bist.
Güte.
Herzoffen und heilsam.
Fatih.
Und die Welt.
Du schläfst.
Du schläfst.
Du sinkst noch ein wenig tiefer hinein.
In deine Unterlage.
In die warme Unterlage,
Die dich trägt.
Dein Herz schlägt ruhig.
Dein Atem wird noch langsamer.
Langsamer.
Langsamer.
Und dazwischen.
Immer mehr Raum.
Alles kommt zur Ruhe.
Zu Schlaf.
Du schwebst durch die Nacht.
Ein Wesen aus Leichtigkeit.
Güte.
Und Licht.
Noch tiefer.
Die Nacht umhüllt dich mit ihrer warmen Präsenz.
Dein Herz pulsiert.
Der Sterne.
Und deine Gedanken.
Werden zu Bildern.
Die Bilder.
Zu träumen.
Und deine Seele schwebt.
Und gleitet.
Hinein in einen wundervollen Traum.
Du bist geborgen.
Bestbeschätzt.
Du bist licht.
Gute Nacht!
Du wundervolle Seele!
Der Himmel wacht über dich.
Getragen vom Himmel in dir.
Satte.
Zuverlässig.
Stab.
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