Lektion 1
Einführung in die neue Achtsamkeit
Wir beginnen den Kurs mit einer tief entspannenden Body-Scan Erlebnis-Reise durch das Selbst und erfahren dabei die wundervolle Kraft unserer Sinne. Hierbei werden die Grundlagen der Unified Mindfulness Lehre vermittelt: die kontinuierliche Arbeit an den drei Schlüssel-Kompetenzen Konzentrationsfähigkeit, Klarheit und Gelassenheit. Als erster Anker steht hierbei die Unterscheidung der bewussten Hinwendung von der bewussten Abwendung von Sinnes-Erlebnissen auf dem Plan, eine grundlegende Strategie im Umgang mit mentalen und seelischen Herausforderungen im Alltag. Ziel der Sitzung ist es, das Bewusstsein des Selbst zu erspüren. Wir verstehen, was uns jeden Tag verloren geht, da wir Menschen gemäß aktueller Forschungserkenntnisse mehr als die Hälfte unseres wachen Zustands mental nicht im Hier und Jetzt sind, sondern mit unseren Gedanken abdriften.
Lektion 2
Die Wahrnehmung der äußeren Welt
Der zweite Kurstag widmet sich der Erkenntnis, dass wir unsere Wahrnehmung in drei Schlüssel-Sinne unterscheiden können. Das Sehen, das Hören und das Fühlen. Durch kleinere Übungen und Experimente mit der bewussten Wahrnehmung in diesen drei Kategorien, entdecken wir, wie sich das Erleben der Welt von dem Erleben des Selbst unterscheidet. Wir lernen zu identifizieren, wie intensiv oder subtil, wie flüchtig oder persistent bestimmte Sinneserfahrungen in uns existieren und wie wir sie erfassen und dadurch erleben können.
Lektion 3
Die Erschließung der inneren Sinne
In der dritten Sitzung steigen wir tiefer in diese Methodik ein und konzentrieren uns darauf, nach der Erfahrung des Außen nun auch die inneren Sinneserlebnisse zu entdecken. Sehen können wir nicht nur die Dinge die vor uns liegen; auch mit geschlossenen Augen können wir Visuelles vor unserem inneren Auge wahrnehmen. Hören tun wir nicht nur die äußeren Geräusche und Klänge des Raumes, in dem wir uns befinden, sondern auch innere Stimmen, die unser Leben fortwährend kommentieren. Und zu guter letzt Fühlen wir nicht nur mit unserer Haut und unseren Organen, sondern erleben in unserer Emotionalität eine innere Dimension des Fühlens, die unsere Haut nicht erfasst.
Lektion 4
Erkennen, Benennen und Schärfen
Nachdem nun die Grundlagen des bewussten Wahrnehmen gelegt sind, gehen wir im vierten Kurstag konkreter auf die Technik ein, mit der die Sinnes-Erlebnisse dokumentiert werden. Diese Methodik nennt sich „Erkennen und Benennen“ (aus dem Englischen Noting and Labeling) und beschreibt, wie Wahrnehmung strukturiert wird, welcher Rhythmus für das Achtsamkeitstraining am besten geeignet ist. Sie hilft, das Erlebte zu übersetzen, von einem unbewussten Moment in eine Sinnes-Erkenntnis, die einen Namen trägt und sich somit im Bewusstsein etabliert. Dort sind wir nun in der Lage, mit diesen Erlebnissen, die unser Leben nun einmal ausmachen bewusst umzugehen, Entscheidungen bewusst zu treffen und somit auch unsere emotionale Verbindung zum Moment, zum Hier und Jetzt zu kultivieren.
Lektion 5
Die Ruhe Fühlen
In der fünften Session nun der ersten echten Meditationstechnik, genannt „Feel Rest“ auf deutsch: „Ruhe Fühlen“. Dieses Meditationskonzept bietet, im Vergleich zu herkömmlichen Atem- und Entspannungs-Meditationstechniken, einen völlig neuen Zugang zum Verständnis, zur Entwicklung und Erschaffung von Entspannung im Selbst. Mit dieser Technik ist eine tiefe Entspannung auch jenseits von reinen und formellen Meditationsformen (sitzende, von dem Moment abgeschiedene Meditation) möglich.
Lektion 6
Sehen, Fühlen, Hören - Hinwenden und Abwenden
Die sechste Session etabliert nun auch die vollständige Variante von der „Sehen, Fühlen, Hören“- Technik, einschließlich des Erkennens und Benennens der Sinneseindrücke. Mit den Grundtechniken der Hinwendung und Abwendung, der Unterscheidung von inneren und äußeren Sinneswahrnehmungen, und mit Klarheit über die Art und den Moment des Seins, lernen wir auch erste strategische Grundlagen bei der Nutzung dieser Achtsamkeitstechniken. Auf diese Weise wird ein Meditations-Instrumentarium etabliert, dass zu jedem Zeitpunkt des wachen Selbst in jeder Unmittelbarkeit die tiefe Verbindung des Selbst zum Moment ermöglicht. Das ist auch und besonders dann möglich, wenn wir uns dissoziiert fühlen und das Leben an uns vorbeizurauschen scheint. Das Zenprinzip von „Be Here Now“ wird hier zum Leben erweckt und die Simplizität der Methodik inspiriert, eine völlig neue Perspektive auf das (eigene) Leben.
Lektion 7
Achtsamkeitstraining im Alltag: Die Microhits
Nach dem wir nun in Tag 5 und 6 zwei entscheidende Schlüsseltechniken erlernt haben, erweitern wir die Praxis nun in den Alltag: Wir lernen heute, was Microhits sind und wie wir diese kurzen effektiven Meditations-Momente überall in unserem Leben einsetzen können, um uns in den verschiedensten Situationen dabei zu helfen, die Übersicht, Ausgeglichenheit und Ruhe zu bewahren.
Lektion 8
Hintergrund und Vordergrund und formelle Praxis
Heute ergänzen wir ein weiteres, magisch scheinendes Prinzip in unser Repertoire: Die bewusste Verlagerung von Aufmerksamkeit in den Vordergrund oder Hintergrund. Wir üben heute, wie sich die Entspannung Fühlen oder Sehen-Hören-Fühlen-Technik sowohl in voller Konzentration, als auch im Hintergrundmodus trainieren lassen. Das gibt uns unzählige Möglichkeiten, bei der Arbeit, dem Sport oder bei wichtigen Gesprächen, Terminen, privat oder beruflich, mit Stress- und Drucksituationen gelassener, fokussierter und klarer umzugehen.
Lektion 9
Flow Fühlen
Heute lernen wir eine weitere epochale Technik, die unser Verständnis vom Erleben des Selbst in der Welt auf eine neue Ebene führen kann. Mit Flow Fühlen (Feel Flow) erhalten wir ein Werkzeug, dass uns dabei hilft, die Plastizität der Vergänglichkeit zu erleben. Das Leben ist nichts weiter, als eine ständige Veränderung von Zuständen und eine Aneinanderkettung von Erlebnissen, Momenten und Eindrücken. Flow Fühlen ermöglicht eine Verbindung zu der Dynamik der Realität, zu der Unbeständigkeit allen Seins und der Flüchtigkeit der Gegenwart.
Lektion 10
Zusammenfassung - The Happy End
Am letzten Kurstag steigen wir noch mal in die verschiedenen Techniken ein und praktizieren in einer Reihe zugeschnittener Micro-Hits eine Auswahl der erlernten Skills. Auf diese Weise erhältst du noch mal einen neuen, erweiterten Zugang zu der modularen Natur dieser Achtsamkeitsschule und erkennst, wie du dieses Instrumentarium ab sofort einsetzen kannst, um eine völlig neue Qualität in dein Leben zu bringen und deine Schlüsselkompetenzen Konzentration, Gelassenheit und Klarheit fortwährend entwickeln zu können.