
Einschlafmärchen & Meditation: Der faule Jack (England)
Lasse Dich von mir in den Schlaf begleiten. Nach einer meditativen Entspannungs-Sequenz erzähle ich Dir das Märchen aus England: "Der faule Jack". Du darfst jederzeit einschlafen, denn Du kannst sicher sein, dass es gut ausgehen wird. Ich wünsche Dir eine gute Nacht und schöne Träume!
Transkription
Der faule Jack.
Meditative Abendroutine und ein Märchen aus England zum Einschlafen.
Mach es dir in deinem Bett bequem.
Rekel dich noch ein bisschen hin und her.
Recke und strecke dich.
Gib dir die Bewegungen,
Die dir gerade gut tun.
Wenn du möchtest,
Dann gähne oder seufze ganz laut.
Spanne all deine Muskeln nochmal mit dem nächsten Einatmen ganz fest an und lass los beim Ausatmen.
Und noch einmal mit dem nächsten Einatmen.
Spanne deine Muskeln an und lass los.
Genau so.
Schließe deine Augen und komm zur Ruhe.
Entspanne dein Gesicht,
Dein Hals und Nacken.
Entspanne deine Schultern.
Spüre die Schwerkraft.
Du darfst dich ganz bequem und immer schwerer in die Unterlage sinken lassen.
Geborgen und sicher.
Beobachte für ein paar Momente deinen Atem.
Registriere,
Wie die Luft in dich hinein strömt und auch wieder heraus strömt.
Es gibt nichts anderes zu tun,
Als einfach nur zu liegen,
Zu atmen.
Und auch wenn der eine oder andere Gedanke vielleicht immer mal vorbeikommt oder dich ablenken möchte,
Komme immer wieder zurück zu deinem Atem.
Lass los.
Mit jedem Ausatmen jegliche noch vorhandene Anspannung.
Lass das,
Was war,
Einfach gut sein.
Wenn du möchtest,
Dann lasse doch in der nächsten Minute noch einmal die Bilder deines Tages vor deinem inneren Auge vorbeiziehen.
Schau einfach mal,
Was sich zeigt.
Eine Minute für deine Bilder des Tages.
Und dann sammle drei Dinge zusammen,
Für die du heute besonders dankbar bist.
Ein paar Momente der Dankbarkeit für den heutigen Tag.
Lasse die Bilder des Tages nun verschwimmen.
Es ist alles gut.
Du darfst einfach sein.
Gemütlich,
Geborgen und sicher.
Und der sanfte Wind nimmt dich mit auf eine kleine Reise in ein fernes Land,
Wo du beobachten und belauschen darfst und weißt,
Du darfst jederzeit einfach einschlafen.
Es war einmal ein Bursche.
Und der hieß Jack.
Und er lebte mit seiner Mutter zusammen in trübseligen Umständen.
Sie waren sehr arm.
Und die arme Frau verdiente sich durch Spinnen,
Was sie brauchte.
Aber Jack war so faul,
Dass er nichts tat,
Als bei warmen Wetter in der Sonne zu braten und im Winter im Herdwinkel zu sitzen.
Seine Mutter konnte ihn nicht dazu überreden,
Irgendetwas für sie zu tun.
Schließlich blieb ihr nichts anderes übrig,
Als ihm zu sagen,
Dass sie ihn hinauswerfen würde,
Wenn er nicht anfangen würde,
Für seine Grütze zu arbeiten.
Und dann könne er ja sehen,
Wo er bliebe.
Diese Drohung brachte Jack endlich auf die Beine.
Und er ging und verdingte sich für einen Tag um einen Penny an einen Nachbarbauern.
Aber als er heimging,
Musste er über einen Bach.
Und weil er noch nie vorher eigenes Geld besessen hatte,
Verlor er den Penny im Bach.
Du dummer Kerl,
Sagte seine Mutter.
Du hättest ihn in deine Tasche stecken sollen.
Ich will es beim nächsten Mal tun,
Antwortete Jack.
Am nächsten Tag ging Jack wieder aus und verdingte sich an einen Kuhhalter.
Und er gab ihm einen Krug Milch für die Arbeit des Tages.
Jack nahm den Krug und tat ihn in die große Tasche seiner Jacke.
Und lange,
Ehe er heimkam,
War alles verschüttet.
Meine Güte,
Sagte die alte Frau.
Du hättest ihn auf den Kopf tragen sollen.
Ich will es beim nächsten Mal tun,
Antwortete Jack.
Am folgenden Tag verdingte sich Jack wieder an einen Bauern.
Der willigte ein,
Ihm weichen Sahnekäse für seinen Dienst zu geben.
Am Abend nahm Jack den Käse,
Tat ihn auf seinen Kopf und ging damit heim.
Als er nach Hause kam,
War der Käse nicht mehr zu brauchen.
Denn ein Teil war verloren und ein Teil in seinen Haaren verschmiert.
Du dummer Teupe,
Sagte seine Mutter.
Du hättest ihn ganz vorsichtig in den Händen tragen sollen.
Ich will es beim nächsten Mal tun,
Antwortete Jack.
Am Tag danach ging Jack wieder aus und verdingte sich an einen Bäcker,
Der ihm für eine Arbeit nichts anderes geben wollte als einen großen Kater.
Jack nahm den Kater,
Trug ihn sehr vorsichtig in den Händen.
Aber nach kurzer Zeit kratzte ihn der Mautzer so,
Dass Jack nicht anders konnte,
Als ihn laufen zu lassen.
Als er heimkam,
Sagte seine Mutter zu ihm.
Du törichter Bursche,
Du hättest ihn an einen Strick binden sollen und hinter dir herziehen.
Ich will es beim nächsten Mal tun,
Sagte Jack.
Am nächsten Tag verdingte sich Jack an einen Metzger,
Der wiederum belohnte ihn mit einer Hammelschulter.
Jack nahm die Hammelschulter,
Band sie an einen Strick und zog sie hinter sich her durch den Schmutz.
Bis er nach Hause kam,
War daher das Fleisch ganz und gar verdorben.
Diesmal verlor seine Mutter aber wirklich die Geduld mit ihm,
Denn der nächste Tag war Sonntag und sie musste sich nun mit Kohl zum Mittagessen zufrieden geben.
Du vernagelter Trottel,
Sagte sie zu ihrem Sohn.
Du hättest es über die Schulter tragen sollen.
Ich will es beim nächsten Mal tun,
Antwortete Jack.
Am Montag ging Jack wieder und verdingte sich an einen Eselhalter,
Der ihm einen Esel für seine Arbeit gab.
Obwohl Jack sehr stark war,
Hatte er doch einige Mühe,
Den Esel über die Schulter zu ziehen.
Aber schließlich brachte er es doch zu Wege und begann langsam mit seinem Lohn heimzugehen.
Nun geschah es,
Dass sein Weg ihn dort vorbeiführte,
Wo ein reicher Mann mit seiner einzigen Tochter lebte.
Sie war ein schönes Mädchen,
Aber zum Unglück taub und stumm.
Sie hat in ihrem Leben noch nie gelacht und die Ärzte sagten,
Sie würde nie gesund werden,
Wenn sie nicht einer zum Lachen brächte.
Viele hatten es ohne Erfolg versucht und zuletzt hatte ihr Vater sie in der Verzweiflung dem ersten Mann zur Heirat versprochen,
Der sie zum Lachen bringen würde.
Diese junge Dame schaute zufällig aus dem Fenster,
Als Jack vorbeikam mit dem Esel auf seiner Schulter,
Der die Beine in die Luft streckte.
Und der Anblick war so komisch und so sonderbar,
Dass sie in ein riesengroßes Gelächter ausbrach und auch sogleich zu sprechen und zu hören vermochte.
Ihr Vater war voll Freude und außer sich und erfüllte sein Versprechen.
Er verheiratete sie mit Jack und so wurde der ein reicher Herr.
Sie lebten in einem großen Haus und auch Jacks Mutter lebte bei ihnen in Glück und Freude.
Wenn sie nicht gestorben sind,
So leben sie auch heute noch.
Und dir wünsche ich eine gute Nacht und glückliche Träume.
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